15Sep/16

The Overselling of Open

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein nüchterner Blick, den Jim Groom hier auf das Thema “open” und OER wirft: “What seemed like a movement defined by an anarchic spirit of revolution from 2004-2011 (at least for me-this was a fairly personal narrative) morphed into a fairly tame, almost conservative approach to education: massive lectures and free textbooks.” Und wenn sich Bildungsinstitutionen in OER engagieren? Jim Groom: “… we can’t leave something as important as teaching and learning on the web to institutions.”

Was bleibt aus seiner Sicht? “… all of which reinforce the idea that small is beautiful-and the best way at building an open web that matters is helping as many people as possible start small and reclaim a piece of the web.” Konsequent.
Jim Groom, bavatuesdays, 14. September 2016

15Sep/16

Booksprints im Hochschulkontext: Drei erfolgreiche Beispiele für das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen #gmw16

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Unser Beitrag zu „Booksprints im Hochschulkontext: Drei erfolgreiche Beispiele für das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen“ bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) ist online nun auch bei Research Gate verfügbar. Die Präsentation im Rahmen des Knowlegde Cafes hat Martin Ebner bereits hier veröffentlicht.

Zusammenfassung:

Das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen in sogenannten „Booksprints“ hat vor allem durch digitale Technologien an Fahrt gewonnen. Plattformen zur virtuellen Kooperation und Kommunikation sowie schließlich auch zur Online-Veröffentlichung ermöglichen einen gemeinsamen, räumlich verteil- ten und parallelisierten Veröffentlichungsprozess, welcher Absprachen und Übergänge teils drastisch verkürzt. Gerade im Bereich der Hochschulen gibt es jedoch nur wenige Beispiele für Booksprints. In der folgenden vergleichen- den Fallstudie werden drei erfolgreiche Beispiele miteinander verglichen: eine beim E-Learning-Tag in Koblenz in drei Stunden erstellte Textsammlung zu per- sönlichen Erinnerungen an Lieblings-Lernmedien (Auwärter u.a., 2013), die Überarbeitung des Lehrbuchs „Lernen und Lehren mit Technologien“ in sieben Tagen, an dem sich mehr als 250 Mitwirkende beteiligten (L3T 2.0, Ebner & Schön, 2013) sowie ein dreitägiger Booksprint mit der Sammlung von innovativen Fallbeispielen zu neuartigen Geschäftsmodellen des Hochschulforums Digitalisierung (Bremer u.a., 2015). Eine Darstellung der Lessons Learned bzw. Empfehlungen für Nachahmer/innen schließt den Beitrag ab

[Full Article @ ResearchGate] [Kommentierbarer Artikel]

Zitation: Schön, S., Ebner, M., Horndasch, S., Rothe, H. (2016) Booksprints im Hochschulkontext: Drei erfolgreiche Beispiele für das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen. In: Wachtler, J., Ebner, M., Gröblinger, O., Kopp, M., Bratengeyer, E., Steinbacher, H.-P., Freisleben-Teutscher, C., Kapper, C. (ed.). Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung. Waxmann Verlag, S. 35-45

14Sep/16

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für OER Projekt gesucht

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine medienaffine Person mit praktischen Erfahrungen in der Erwachsenen- und Weiterbildung und Kenntnissen im Themenfeld OER. Die Stelle (0,7 Stelle, TV-L 13) ist auf 2 Jahre befristet.

Über das Projekt: Im Rahmen eines Projekts des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) wird ein Web-Auftritt zum Thema freie Bildungsmaterialien/Open Educational Resources (OER) erstellt. Hierzu sollen seitens des DIE Bedarfe und Nutzungsweisen von Erwachsenenbildnern erhoben und Handreichungen erstellt werden, die die Nutzung und Verbreitung freier Bildungsmaterialien stärken.

Aufgaben

  • Entwicklung von Expertise zum OER-Einsatz in der Erwachsenen- und Weiterbildung, insbesondere Ermittlung subjektiv wahrgenommener Chancen und Hindernisse im Umgang mit OER bei Weiterbildungsakteuren, um daraus Informations- und Qualifizierungs-bedarfe abzuleiten
  • Aktive Verbreitung von Handlungswissen über die Nutzbarkeit von OER – etwa in anerkannten Fachpublikationen und im Portal wb-web, u.a. Erstellung einer Fachbibliografie, Fachartikel, Blogbeiträge
  • Identifizierung und Verbreitung von Best Practices aus parallel durchgeführten OER-Projekten
  • Mobilisierung des Feldes Erwachsenen- und Weiterbildung, u.a. durch Präsentationen auf Fachtagungen, die Durchführung von Workshops und Initiierung von Austausch und Vernetzung zu OER

Profil

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder Diplom) in den Erziehungswissenschaften, möglichst im Fachgebiet Erwachsenen- bzw. Weiterbildung
  • Bewerber/innen eignen sich für diese vielseitige Stelle, wenn sie nicht nur am Fachdiskurs über Lernmedien mitwirken können, sondern auch geeignete Formen des Wissenstransfers in die Praxis beherrschen.
  • Freude am verständlichen Schreiben, kommunikative Kompetenzen

Befristung: Die Stelle ist auf 2 Jahre befristet
Bewerbungsschluss: 30.09.2016
Bewerbung
an: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung e.V. (DIE) – Personalabteilung Frau Bürger, Heinemannstr. 12-14, 53175 Bonn, personalabteilung@die-bonn.de.
Kontakt für weitere Informationnen: Regina Kahle, Rufnummer 0228 3294-122

Die vollständige Stellenausschreibung kann auf der DIE Webseite abgerufen werden.

 

Bildquelle aus Facebook: Sir James, Bonn Kreuzbauten 20110208, CC BY-SA 3.0

 

14Sep/16

Aufzeichnung Vortrag: Erwachsenenbildung in Zeiten der Digitalität. 4 Herausforderungen und ihre Konsequenzen.

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Wer Lust und Zeit hat: Der Vortrag bei der VHS Linz mit dem Titel „Erwachsenenbildung in Zeiten der Digitalität. 4 Herausforderungen und ihre Konsequenzen. “ steht als Aufzeichnung zur Verfügung:

Sandra Schön (2016). Erwachsenenbildung in Zeiten der Digitalität. 4 Herausforderungen und ihre Konsequenzen. Vortrag an der VHS Linz. KursleiterInnentreffen Herbst 2016 am 8. September in der VHS Linz.

13Sep/16

AT&T’s Talent Overhaul

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

AT&T, der nordamerikanische Telekommunikationskonzern mit 280.000 Mitarbeitern, muss sich neuerfinden. Vom Kabel zum Internet. Der Wandel soll auf einer “culture of perpetual learning” aufbauen, an der seit 2013 gearbeitet wird und deren wichtigste Elemente der interessante Artikel beschreibt. Hier einige Ausschnitte:

  • “The new landscape requires skills in cloud-based computing, coding, data science, and other technical capabilities. Many of these fields are advancing so quickly that traditional methods of training and development cannot keep up.
  • “Once employees have identified skill gaps through the self-service platform and in conversations with their managers, they take it upon themselves to fill them through online courses, certifications, and degree programs developed through a partnership between AT&T, Udacity, and Georgia Tech.
  • “Through May 2016, employees had taken more than 1.8 million emerging-technology courses. The majority of these were online. People also earn a badge – essentially a digital certificate of achievement-for completing certain tutorials and assessments. By the end of 2015, the company had handed out 117,000 badges to 53,000 employees.”
  • “AT&T is working to instill a mindset in which each individual becomes CEO of his or her own career, empowered to seek out new skills, roles, and experiences.”

Die Hervorhebungen sind von mir. Die Autoren deuten an, dass die neue Richtung bereits erste Erfolge mit sich bringt.Der Wandel, so klingt es zwischen den Zeilen, ist schwierig, keine “Einladung” und alternativlos.
John Donovan und Cathy Benko, Harvard Business Review, Oktober 2016

13Sep/16

Stop the School Brand!

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Appell von Elliott Masie: Nicht von Corporate Universities, von Trainings, Seminarräumen und Modulen zu sprechen, also alles zu vermeiden, was mit Schule assoziiert wird oder an sie erinnert. Und lieber mit Labs und Werkstätten, Videos und Simulationen die Aufmerksamkeit wecken. Kurz:

“As our learning activities are transformed by new digital platforms, machine learning, real-time remote mentoring, personalized content and workflow support, the branding associated with learning must change. Essentially, let’s bring learning to the workplace – instead of workers to the school.”
Elliott Masie, Chief Learning Officer, 6. September 2016

13Sep/16

Welttag der Alphabetisierung

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Am 8. September war Weltalphabetisierungstag. Dieser Tag wurde von der UNESCO im Anschluss an die Weltkonferenz zur Beseitigung des Analphabetentums im September 1965 in Teheran ins Leben gerufen und am 8. September 1966 erstmals begangen. Im Hochschulkontext erscheint die Frage nach Analphabetismus grotesk. Ein genauerer Blick auf das darunterliegende Konzept und die Entwicklung des Begriffes, zeigt aber die Relevanz des Themas auch für den Hochschulbereich.

Die UNESCO unterscheidet zwischen primärem, sekundärem und funktionalem Analphabetismus. Primärer Analphabetismus liegt vor, wenn eine Person nie Lese- und Schreibkenntnisse erworben hat. Sekundärer Analphabetismus heißt, dass das einmal Erlernte wieder vergessen wurde. Beim funktionalem Analphabetismus sind die Kenntnisse niedriger als im Alltag erforderlich: Betroffene können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, aber keine zusammenhängenden Texte, auch wenn diese kurz sind.

Analphabetismus und seine Bedeutung im Kontext der (Hoch)Schulbildung

Der Bundesverband Analphabetismus geht davon aus, dass in Deutschland etwa 7,5 Millionen Menschen von funktionalem Analphabetismus betroffen sind. Für betroffene Eltern mit Kindern im Schulalter bedeutet das, dass Dinge, wie den Elternbrief zu Schulbeginn zu lesen, die Teilnahme des Kindes an Ferienaktivitäten zu bestätigen oder den Kindern bei Hausaufgaben zu helfen, keine Selbstverständlichkeiten sind – was wiederum die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften erschwert.

Für viele Lehrerinnen und Lehrer bedeutet den Umgang mit Eltern, die funktionale Analphabeten sind, eine neue Situation die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Denn aus Angst und Scham, sich als Analphabeten offenbaren zu müssen, trauen sich nur wenige, aktiv Hilfe zu suchen. Darüber hinaus könnte unvorsichtiges Handeln Schulkinder eher stigmatisieren, anstatt ein Bewusstsein für Auswege zu schaffen.

Ähnlichen Schwierigkeiten begegnen Lehrkräfte im Umgang mit Schulkindern mit Migrationshintergrund. Dass durch Flucht und Migration Menschen mit anderen Muttersprachen nach Deutschland kommen, die den komplexen Strukturen der deutschen Sprache ebenfalls nicht gewachsen sind, ist kein neues Phänomen. Somit entsteht eine weitere Form des Analphabetismus, bei dem Lese- und Schreibdefizite nur im Zusammenhang mit einer bestimmten Sprache entstehen.

Bundesweit hat etwa jedes dritte Schulkind einen Migrationshintergrund. Doch Lehrkräfte in Deutschland lernen oft nicht, wie sie auf kulturelle und sprachliche Unterschiede im Klassenzimmer angemessen reagieren können. Einer gemeinsamen Studie des Mercator Instituts und des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) zufolge, lernen nur in fünf Bundesländern alle angehenden Lehrkräfte systematisch den Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt. Sie stellte auch heraus, dass es zu wenige wirksame Qualifizierungsangebote gibt und, dass Fortbildungen oft zu kurz und zu praxisfern sind. Schließlich wird in der Studie empfohlen, einen kompetenten Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen als ein zentrales Lernziel für alle Lehrkräfte und die Lehrerbildung zu verankern.

Im Laufe der Jahre hat sich das Konzept der Alphabetisierung weiterentwickelt. Das ursprüngliche Konzept, welches sich auf grundlegende Lesefähigkeiten, Schreiben und Rechnen beschränkt, ist immer noch weit verbreitet. Es sind aber auch neue Formen des Verständnisses von „Analphabetismus“ entstanden, um den unterschiedlichen Lernbedürfnissen von Menschen in globalisierten Gesellschaften gerecht zu werden.

Ein Beispiel dafür ist die zunehmende Digitalisierung in der Gesellschaft und an Hochschulen sowie die rasante Entwicklung bei den Kommunikationstechnologien, die den Umgang mit digitalen Medien als Basisgrundlage zur Teilhabe (nicht nur) an Hochschulbildung erfordert. Auch wenn Medienkompetenz selten als Voraussetzung zur Studienaufnahme gefordert wird, bedarf die Einführung neuer Lehrformate (und neuer Begriffe) wie Massive Open Online Courses (MOOCs), Small Private Online Courses (SPOCs), Blended Learning oder Flipped Classroom einer ausführlichen Vorbereitung sowohl bei Studienanfängern als auch im Bereich „Lebenslanges Lernen“. Ziel ist es in diesem Fall, eventuellem „digitalen Analphabetismus“ vorzubeugen.

Die Frage nach Analphabetismus im Hochschulkontext kann auch im Zusammenhang mit funktionalen Analphabeten bei Eltern und Studierenden mit Migrationshintergrund gestellt werden. Die Frage, ob es Analphabetismus unter Studierenden an deutschen Hochschulen gibt, klingt zunächst paradox. Stellen nicht Lese-, Rechnen und Schreibkompetenzen unabdingbare Voraussetzungen für den Zugang zu deutschen Hochschulen dar?

Im Rahmen des CHE Hochschulrankings wurden Professorinnen und Professoren aus 32 Fächern gefragt, welche Voraussetzungen und Fähigkeiten Studieninteressierte ihrer Meinung nach für ein Studium im jeweiligen Fach mitbringen sollten. Nur Professorinnen und Professoren aus 11 Fächern nannten Sprachkompetenz, Ausdrucksfähigkeit (inklusive Lese- und Schreibkompetenz, Textverständnis sowie Freude am Lesen) als Voraussetzung. Gute Deutschkenntnisse setzten danach nur Lehrende der Fächer Germanistik und Jura (2 von 32 Fächern) voraus.

Umso verwunderlicher ist die Feststellung, dass schwache Sprachkompetenzen, Schwierigkeiten mit (wissenschaftlichem) Schreiben sowie mangelhafte Kenntnisse in Mathematik zu den zentralen Hürden der Teilhabe an hochschulischer Bildung zählen. Schwierigkeiten, die Studierende beim Schreiben von Hausarbeiten bzw. Prüfungen und beim Halten von Referaten haben, vor allem Lese- und Schreibschwächen, werden oft über viele Semester bis zum endgültigen Studienabbruch gut kaschiert.

Lessons Learned?

Das Problem erkennen und sich auf langfristige Strategien einstellen: Mit dem Welttag der Alphabetisierung 2016 werden auch nach 50 Jahre noch Engagement und Anstrengungen auf nationaler sowie internationaler Ebene vorgenommen, um die Alphabetisierungsraten weltweit zu verbessern: Nur langfristiges Engagement und politische Verpflichtungen bringen fassbare Änderungen im Bildungsbereich.

Innovative Strategien zum Lehren/Lernen kontinuierlich entwickeln: 2013 beging die UNESCO den Weltalphabetisierungstag unter dem Motto „Literacies for the 21st century“ und deutete dabei an, dass andere Formen des Verständnisses von „Analphabetismus“ entstanden sind, deren Herausforderungen auch zeitgemäß begegnet werden sollte. Die wachsende digitale Wissensvermittlung hat das Potenzial, das Lehren und Lernen zu bereichern und den heutigen Herausforderungen im Bereich Bildung erfolgreich zu begegnen.

In Lehrer/innen investieren: Aus dem Bilanzheft 2000-2015 heben die Verfasser Investitionen in die schulische Bildung als unerlässlich hervor und empfehlen die Verfügbarkeit und den Einsatz von qualifizierten und motivierten Lehrkräften zu verbessern. Außerdem gelte es durch die Entschlossenheit politischer Entscheidungsträger/innen die Lehrkräfteausbildung zu verbessern, gute Lehrer/innen anzuwerben und zu halten. An allen Schulen sollte für ein ausgewogenes Schüler-Lehrer-Verhältnis gesorgt sein und es sollten Anreize in Form von angemessenen Gehältern geboten werden, um attraktive berufliche Laufbahnen zu ermöglichen.

13Sep/16

Poster zu „Offene Lizenzen als Treiber für neuartige Kooperationen und Innovationen in der Bildung“ #gmw16

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Andreas Wittke hat unseren Beitrag zu „Offene Lizenzen als Treiber für neuartige Kooperationen und Innovationen in der Bildung“ bei der GMW 2016 in Innsbruck im Rahmen eines Gallery Walks vorgestellt. Dabei hat er dieses Plakat alle 7 Minuten neuen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern präsentiert. Vielen Dank dafür!

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