All posts by jrobes

17Mai/22

Nationale Bildungsplattform – Status Quo, Hochschul- und Länderperspektiven

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich habe heute zwei Stunden lang an einer Veranstaltung zur Nationalen Bildungsplattform teilgenommen, nicht zuletzt, weil ja die Informationen zu diesem Thema nur spärlich fließen. Auf der Agenda standen einleitende Impulse von Peter Hassenbach (BMBF) zum Status Quo und Ulrike Lucke (Universität Potsdam) zum Pilotprojekt BIRD. Anschließend durften Konrad Faber (VCRP) und Markus Deimann (ORCA.nrw) für die landesbezogenen Bildungsplattformen den Hut in den Ring werfen. Mein Eindruck: Es dominieren infrastrukturelle (Schnittstellen), institutionelle (Stakeholder) und bildungspolitische (OER) Fragen. NutzerInnen werden im Moment offensichtlich noch nicht adressiert.

Auf meine erste vorsichtige Frage nach einer Webseite mit Hintergrundinformationen zu den seit 2021 laufenden Förderprojekten gab es den charmanten Hinweis, doch einfach beim Projektträger (VDI) anzurufen. Und mit meiner zweiten Frage, wo denn mit Blick auf das grenzüberschreitende Lernen im Netz, mit Kursen auf LinkedIn, Tools wie Miro oder Mural, Badges auf badgr, eine „nationale“ Bildungsplattform anfängt bzw. aufhört, bin ich nicht richtig angekommen.
Multimedia Kontor Hamburg, 17. Mai 2022

13Mai/22

Opportunities for Education in the Metaverse

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die kurze Präsentation stellt die wichtigsten Bausteine des Metaverse vor (von VR bis XR), geht auf verschiedene Einsatzgebiete ein, stellt die Verbindung zu Entwicklungen wie Künstlicher Intelligenz und Kryptographie her und schließt mit Herausforderungen und offenen Fragen. Für jeden Punkt gibt es einen Slide und einige Spiegelstriche. Auf der letzten Seite heißt es: „Few metrics exist for evaluation of performance in XR environments and best practices have yet to be developed.“
Stephen Downes, 13. Mai 2022

Bildquelle: Stephen Downes

13Mai/22

Do you keep a diary?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Irgendwie verstehe ich natürlich auch diesen Blog hier als ein Lerntagebuch, als Ort, um regelmäßig über Dinge zu reflektieren, die ich lese, höre und umsetze. Das Tagebuch (Journal) als Ort der Reflexion steht auch im Mittelpunkt dieses Beitrags von Alexandra Mihai. Dabei kann man das Lerntagebuch aus zwei Perspektiven betrachten: als „Learning Journals“ sind sie eingebettet in das Design eines Kurses, haben dort einen festen Platz und werden möglicherweise auch geprüft und bewertet. Hier hat mir der folgende Tipp von Alexandra Mihai gefallen:

„One extra tip: like with every new habit we are working on, it helps to be accountable to someone, so you may want to consider a buddy system, whereby students pair up to review each other’s journals and support each other in the process.“

Als „Teaching Journals“, das ist die zweite Perspektive, können sie natürlich auch Lehrenden helfen, an ihrer persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Hier sehe ich fließende Übergänge zu Konzepten des persönlichen Wissensmanagements. Mit vielen Links und Ressourcen zum Thema!
Alexandra Mihai, The Educationalist, 10. Mai 2022

Bildquelle: Hannah Olinger (Unsplash)

13Mai/22

Warum MOOCs OER sein sollten?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Noch einmal das Stichwort OER (Open Educational Resources). Auf den Vortragsfolien erläutert Martin Ebner (TU Graz), welche Verbindung es zwischen Massive Open Online Courses und OER geben sollte. Die Botschaft ist klar und eindeutig: „Bildung für alle zugänglich machen“ oder, etwas länger: „OER-MOOCs erleichtern den Zugang zur Bildung in einer innovativen Art und Weise und ermöglichen neue Lehr- und Lernformen“. Sieben Lehr- und Lernszenarien zeigen auf, wie das aussehen könnte. Die Beispiele stammen von der österreichischen Bildungsplattform iMooX.at.
Martin Ebner, ResearchGate, Mai 2022

12Mai/22

Digitale Resilienz-Pädagogik

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Nele Hirsch stellt hier vor, was sie unter „digitaler Resilienz-Pädagogik“ versteht. „Das bedeutet: Verstehen, dass und welche Probleme bei der Nutzung digitaler Medien auftreten können – und nach pädagogischen Möglichkeiten suchen, um trotzdem allen eine gewinnbringende Nutzung zu ermöglichen.“ Sie gliedert ihre Empfehlungen mit den Stichworten „Reflexion“, „Routinen“, „Lernen“ und „Gestaltung“ und will sich damit klar von einer restriktiven Bewahr- und Abwehrpädagogik abgrenzen.

Ihre Empfehlungen sind umfangreich und praxisnah. Wenn man seine Aktivitäten jedoch an den vorliegenden Modellen von „Medienkompetenz“ oder „digitaler Kompetenz“ orientiert, sollte man die erwähnten Punkte bereits auf dem Schirm haben.
Nele Hirsch, eBildungslabor, 11. Mai 2022

Bildquelle: Markus Winkler (Unsplash)

11Mai/22

Offenheit im Bildungsbereich – Die komplette Reihe

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

OERinfo, das Online-Portal zum Thema „Open Educational Resources“, ist erfreulicherweise immer noch aktiv (meines Wissens läuft die Förderung noch bis August). Hier haben sie einige Arbeiten zu einem Paket zusammengeschnürt.

„In den vorangegangenen Wochen wurden in einzelnen Beiträgen mit OER verwandte Begriffe wie Open Content, Open Source, Open Educational Practices, Open Pedagogy und Open Education vorgestellt. Zudem wurden in umfangreichen Sammlungen Plattformen für Open Content wie Bilder, Musik und Texten und Open Source-Tools zur Erstellung von OER gelistet.“

Susanne Grimm, OERinfo, 10. Mai 2022

Bildquelle: Jonathan Christian (CC BY 4.0)

10Mai/22

ENC191 – Selbstorganisiert oder kooperativ lernen? Warum es die beste didaktische Methode nicht gibt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wenn ich die Botschaften von Michael Kerres (Learning Lab, Universität Duisburg-Essen) in diesem Podcast auf zwei Punkte bringen müsste, würde ich sagen: zum einen wendet er sich gegen die Suche nach der einen besten Methode, also auch gegen das selbstgesteuerte Lernen als die einzige Antwort auf die Lernanforderungen unterschiedlicher Zielgruppen; und zum anderen plädiert er für Professionalität in der Bildungsarbeit, damit Lehrende in der Lage sind, das riesige Spektrum an didaktischen Möglichkeiten auch gezielt einzusetzen.
Thomas Jenewein, Gespräch mit Michael Kerres, Education NewsCast, openSAP, Folge 191, 9. Mai 2022

09Mai/22

CLP130: Im Digital Literacy Lab selbstgesteuert studieren

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mit Karlheinz Pape habe ich mich vor einigen Tagen über ein Format ausgetauscht, das wir am Mediencampus Dieburg, wo ich unterrichte, für die Studierenden der „Onlinekommunikation“ entwickelt haben. Und da Karlheinz Pape in seinem Teaser das Format so wunderbar auf den Punkt gebracht hat, erlaube ich mir, ihn hier komplett zu zitieren:

„Gleich im ersten Semester müssen alle Studierenden im Studiengang „Online-Kommunikation“ das Digital Literacy Lab im Mediencampus der Hochschule Darmstadt absolvieren. Es geht um den Aufbau von Kompetenz. Eigenes Handeln ist gefordert in diesen 4 Feldern:
– Schreiben
– Kollaboration und Kommunikation
– Partizipation
– Reflexion.

Keine Vorlesungen, kaum Input von Lehrenden, nur konkrete Aufgaben für die Studierenden: Mindestens zwei Blogposts, zwei BarCamp-Sessions gestalten, sein Profil in 5 verschiedenen Social Media anlegen und pflegen, und das eigene Lernen am Ende reflektieren. Und das mit 80 bis 100 Studienanfängern in jedem Jahr erneut. Ein Modell, dass nicht nur in diesem Studiengang sinnvoll scheint. Die Einzelheiten dazu erläutert Jochen Robes, einer der betreuenden Hochschul-Lehrer der Hochschule Darmstadt, in diesem Podcast.“
Karlheinz Pape, Gespräch mit Jochen Robes, Corporate Learning Community/ Podcast, 6. Mai 2022

06Mai/22

Virtuelle Realität: Immersion als Erlebnisdimension beim Lernen mit visuellen Informationen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wenn wir heute einen Artikel über Virtual Reality lesen, werden wir unweigerlich auch auf den Begriff der Immersion stoßen: Immersion als das „völlige Eintauchen in eine andere Welt“. Dieses Konzept der Immersion stellen die AutorInnen auf den Prüfstand: Zuerst weisen sie darauf hin, dass Immersion kein Merkmal der VR-Technik, sondern eine Dimension des Erlebens darstellt. Anschließend setzen sie das Erleben von Immersion in Beziehung zu anderen Dimensionen der visuellen Wahrnehmung (Raum-, Realitäts-, Bewegungs-, Präsenzerleben). Ihre Ergebnisse fassen sie in einer nützlichen Übersicht sowie einem „Analysemodell zur Wirkung von Technikmerkmalen und Erlebensdimensionen beim Lernen mit visuellen Informationen“ (siehe Grafik) zusammen.

Abschließend fragen sie nach den Effekten dieser Erlebnisdimensionen auf Lernergebnisse und erinnern in diesem Zusammenhang vor allem an die Erkenntnisse der Cognitive Load Theorie. Denn einige Studien haben bereits gezeigt, dass VR-Anwendungen die Lernenden kognitiv und affektiv überfordern können. In der Schlussfolgerung bringen die AutorInnen ihre Einschätzung auf den Punkt:

„In der aktuellen Diskussion über VR wird regelmässig angenommen, dass mit dem Einsatz digitaler Medien ein bestimmter Effekt für das Lernen eintrete. Die Frage, ob Videos einen höheren Effekt auf das Erinnern als Bücher haben, ist aber genauso wenig zu beantworten, wie die Frage, ob mit VR-Brillen besser gelernt werden kann als mit Büchern, Videos oder Computersimulationen. Medientechniken entfalten ihre Wirkung beim Lernen erst durch die gezielt aufbereiteten Inhalte, die sie kommunizieren. Es geht immer um eine adäquate didaktische Aufbereitung eines Lehrinhalts, die sich der Möglichkeiten eines Mediums gezielt bedient und dabei auch den Grad der Immersion reflektieren muss.“ 

Der lesenswerte Artikel ist Teil des Themenhefts 47 der MedienPädagogik („Immersives Lehren und Lernen mit Augmented und Virtual Reality – Teil 1“) mit weiteren, frei zugänglichen Beiträgen!
Michael Kerres, Miriam Mulders und Josef Buchner, MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie Und Praxis Der Medienbildung, Nr. 47, 15. April 2022

Bildquelle: Maurizio Pesce (Flickr, CC BY 2.0)

06Mai/22

Udemy vs Coursera: Comparing Online Learning Giants that IPO’d in 2021

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Beide, Coursera und Udemy, betreiben Plattformen mit Online-Kursen, sind unbestritten Marktführer („two online learning giants“), aber kann man sie wirklich vergleichen? Schließlich lässt Coursera seine Kurse von renommierten akademischen Partnern bzw. Hochschulen entwickeln, während Udemy jede selbsternannte ExpertIn einlädt zu kooperieren. Doch beide Unternehmen sind im letzten Jahr an die Börse gegangen, und das ist für Dhawal Shah Anlass genug, einen Blick auf ihre Zahlen zu werfen und diese zu vergleichen. Seine Befunde sind allerdings wenig spektakulär.
Dhawal Shah, The Report by Class Central, 27. April 2022

Bildquelle: The Report by Class Central