All posts by jrobes

21Sep/18

5 things to know about the future of jobs

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das World Economic Forum hat nicht nur wieder eine umfangreiche Studie vorgelegt („The Future of Jobs 2018“, 147 S.). Es hat dankenswerterweise daraus auch fünf verdauliche Thesen extrahiert, in denen Kompetenzen und Lernen eine zentrale Rolle spielen:

1. Automation, robotization and digitization look different across different industries
2. There is a net positive outlook for jobs – amid significant job disruption
3. The division of labour between humans, machines and algorithms is shifting fast

4. New tasks at work are driving demand for new skills

„Skills growing in prominence include analytical thinking and active learning as well as skills such as technology design, highlighting the growing demand for various forms of technology competency. However, proficiency in new technologies is only one part of the 2022 skills equation.

“Human” skills such as creativity, originality and initiative, critical thinking, persuasion and negotiation will likewise retain or increase their value, as will attention to detail, resilience, flexibility and complex problem-solving. Emotional intelligence, leadership and social influence as well as service orientation are also set to see particular increase in demand relative to their current prominence today.“

5. We will all need to become lifelong learners

„On average, employees will need 101 days of retraining and upskilling in the period up to 2022.“

Okay, die Aussagen sind natürlich ein Blick in die Glaskugel („net positive outlook for jobs“) und grobkörnig („101 days of retraining and upskilling“). Aber sie bieten einen guten Startpunkt für weitere Diskussionen, Ableitungen und Handlungsempfehlungen.
Vesselina Stefanova Ratcheva und Till Leopold, World Economic Forum, 17. September 2018

21Sep/18

Working Out Loud: Zu viel Euphorie um einen Hype?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Artikel ist nüchterner als es der Titel vermuten lässt. Aus Sicht der Organisationssoziologie machen die Autoren darauf aufmerksam, dass WOL zwar die Vernetzung in Unternehmen adressieren und unterstützen kann, aber nicht die systematische Auseinandersetzung mit formellen und informellen Organisationsstrukturen ersetzt. Oder: WOL ist ein Beitrag neben anderen, um neue Formen bzw. eine neue Kultur der Zusammenarbeit zu erreichen. Ihre Thesen:

„These 1: WOL ermöglicht es den Akteuren, informal anders zu arbeiten – lässt die formalen Organisationsstrukturen aber unverändert. …“
„These 2: WOL fördert cross-funktionale Zusammenarbeit – aber es ist kein Gegenentwurf zur Arbeitsteilung. …“
„These 3: Die Hierarchie muss WOL absichern – aber sie darf WOL nicht als Feigenblatt für schlechtes Management benutzen. …“

Judith Muster und Jens Kapitzky, Haufe.de, 19. September 2018

Bildquelle: rawpixel.com (Unsplash)

20Sep/18

Die Pinguin-Medienmetapher: Jöran erklärt den Leitmedienwechsel und die Mär vom digitalen Mehrwert

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein schönes Video (5:19 Min.) von Jöran Muuß-Merholz. Worum geht es? „Es geht um die grüne und die blaue Medienwelt, die Mär vom „Mehrwert“ des Digitalen und insbesondere um die Frage, warum die Rede von „digitale Medien sind nur ein Werkzeug“ falsch ist.“
Jöran Muuß-Merholz, J&K – Jöran und Konsorten, 10. September 2018

Bildquelle: Ian Parker (Unsplash)

19Sep/18

Corporate Learning Trends 2019

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Im Vorfeld der Zukunft Personal hatten wir nach den Trends im Corporate Learning gefragt. Zwei kurze Fragen. 153 Personen sind unserem Ruf gefolgt und haben bis zur Messe an der Online-Umfrage teilgenommen. Besten Dank dafür! Die Ergebnisse im Überblick:

Eine (erste) kurze Einschätzung:

  • Microlearning/ Learning Nuggets, Mobile Learning, Video-based Learning: Die ersten drei Plätze sind nicht überraschend und entsprechen dem, was auch andere Umfragen (z.B. das mmb Learning Delphi) zeigen.
  • Der vierte Platz, „Content Curation“, ist ein Stichwort aus der aktuellen Diskussion. Diese Platzierung war nicht unbedingt zu erwarten. Auch wenn heute alle auf „the new kid on the block“ Degreed zeigen, ist Content Curation als Aufgabe für Corporate Learning noch ein Geheimtipp.  Aber man kann hier natürlich fließende Übergänge zum fünften Platz, „Next Generation Learning Management Systems“, sehen.
  • Im unteren Tabellendrittel sind Themen, von denen man in Zukunft mehr hören wird, wie z.B. „Künstliche Intelligenz/ Chatbots“ und „Augmented & Virtual Reality“. Aber derzeit reicht der Hype noch nicht für konkrete Projekte. Schon auf der Zukunft Personal war diese Lücke zu beobachten: zwischen den Werbebotschaften der Messe, die immer wieder Menschen mit VR-Brillen zeigten, und den wenigen Vorträgen zum Stichwort AR/VR vor Ort.
  • „Game-based Learning/ Serious Games“, „Podcasts“ und „MOOCs“ werden ihre Plätze halten oder aber verlieren. Der Hype ist jedenfalls vorbei.

 

Auch hier eine kurze Einschätzung:

  • Hier decken sich die ersten drei Plätze mit meiner persönlichen Einschätzung. Aber im Unterschied zur ersten Frage gibt es keine weiteren, aktuellen Umfragen, die diese Perspektive abdecken, also nicht nur nach den neuesten Bildungstechnologien fragen. Der Abstand, mit dem die „Entwicklung digitaler Kompetenzen“ die Liste anführt, unterstreicht in jedem Fall Bedeutung und Aktualität des Themas.
  • „Agile Werte- und Kompetenzentwicklung“ ist sicher etwas, das noch mit Leben gefüllt werden muss. Wir werden uns jedenfalls in Frankfurt am 15. Oktober dem Thema stellen.
  • Im englischsprachigen Raum, so mein Eindruck, würden „Personalisierte Lernangebote“ vorne liegen. Das zeigt zum Beispiel auch die Umfrage von Donald Taylor.
  • In die folgenden Plätze möchte ich nicht zuviel hineininterpretieren. In jedem Fall spielen sie im Tagesgeschäft eine Rolle, denn sonst hätten sich die Stimmen ganz auf die vorderen Themen konzentriert.
  • Dass die „Einführung eines Gamification-Konzepts“ auf dem letzten Platz gelanded ist, ist vielleicht noch einmal eine kleine Überraschung. Oder es unterstreicht, dass es nicht alle Trends bzw. Buzzwords mittelfristig unmittelbar auf die Corporate Learning-Agenda schaffen.

Wir haben dann noch kurz einige Profildaten abgefragt: die Größe der Organisation, die Branche und die eigene Funktion bzw. Rolle der Befragten. Das werde ich in Kürze noch ergänzen. Ansonsten ist die Kommentarfunktion eingeschaltet …

19Sep/18

Approaching E-Learning 3.0

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„If you’re reading this, then this course is for you. You’ve demonstrated the main criterion: some degree of interest in the subject matter of the course.“ So kündigt Stephen Downes den Kurs an, der am 18. Oktober beginnt (… ja, ja, noch ein Kurs, ich weiß!) Es wird um „the next generation of learning technology“ gehen und die Stichworte, die er ins Rennen wirft, lauten: Data, Cloud, Graph, Community, Identity, Resources, Recognition, Experience und Agency. Versprochen wird, diese Begriffe aus technischer, didaktischer und philosophischer Perspektive zu betrachten und zu diskutieren.

Jede/r ist eingeladen, dem Kurs zu folgen. Man muss sich nicht einmal anmelden, und deshalb vermeidet Stephen Downes den Begriff „Massive Open Online Course“. Und er kündigt an: „But I will be learning about each of these topics along with everyone else.“ Trotzdem etwas für Fortgeschrittene.
Stephen Downes, Half an Hour, 18. September 2018

Bildquelle: Nick Youngson (Alpha Stock Images, CC BY-SA 3.0)

17Sep/18

„Auch im Internet wird Wissen monopolisiert“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Pionierphase der Digitalisierung an den Hochschulen ist abgeschlossen. Jetzt, so Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen), geht es ums Grundsätzliche, um die Zukunft der Hochschulen und ihre Aufgaben in der digitalisierten Gesellschaft. Zum Grundsätzlichen gehört auch, sich von der Annahme zu verabschieden, dass ein netzgestütztes Angebot von Lernressourcen zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. „… das lebenslange Lernen braucht eben Voraussetzungen.“

Anlass dieses Interviews war die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) und des Netzwerkes E-Learning NRW, die am 12.-14. September 2018 in Duisburg-Essen stattfand. Und ich nutze die Gelegenheit gleich, um auf den Jahresband der Tagung hinzuweisen („Digitalisierung und Hochschulentwicklung“, Waxmann, 294 S.), der offen im Netz abrufbar ist. Auf einzelne Beiträge dieses Bandes werde ich in den nächsten Tagen noch eingehen. So zumindest der Plan.
Jörg Biesler, Gespräch mit Michael Kerres, Deutschlandfunk, 12. September 2018

17Sep/18

learning e-learning

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auch wenn erst wenige Eckdaten feststehen, gebe ich die Nachricht gerne weiter: e-teaching.org, das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) hatten gefragt, zu welchen E-Learning-Themen sich Interessierte gerne (weiter) qualifizieren möchten. 34 Themenvorschläge wurden eingereicht. Daraus haben die Veranstalter ein Programm mit sechs Kurseinheiten gebastelt. Die (Online-?) Qualifizierung startet am 22. Oktober 2018. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier die Themen der 6 Kurseinheiten:
– Kollaborative Lehrszenarien – Gruppen beim gemeinsamen Lernen unterstützen
– Constructive Alignment – Lehren, Lernen und Prüfen gezielt kombinieren
– Blended Learning in Großgruppen – mehr als Flipped Classroom
– Videos für das Lehren und Lernen konzipieren – Gestaltungskonzepte für unterschiedliche Szenarien
– Studierende aktivieren – Live-Quizze, digitale Spiele & Co.
– Digital Literacy – Informationskompetenz für Studierende und Lehrende

e-teaching.org, 12. September 2018

14Sep/18

Was ist Performance Support? Und warum ist es ein Thema?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Performance Support ist ein wiederkehrendes Stichwort, wenn es darum geht, Online-Angebote besser auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen. Im heutigen CL Sprint hat Thomas Jenewein (SAP) den Ball aufgenommen und uns erste Impulse geliefert. Über 40 Teilnehmer hatten sich eingewählt. Seine Slides, die ich gerne hier verlinke, deuten an, was diskutiert wurde: Das war zum Beispiel die Frage, wie man sich konzeptionell dem Thema nähert. Hier bieten sich das 70:20:10-Modell und die „5 Moments of Need“ (Bob Mosher/ Conrad Gottfredson) an. Dann ging es um die einzelne Arbeitsschritte bei der Entwicklung von Performance Support-Lösungen. Eine weiterer Einwurf betraf die Erfolgskontrolle: Was sind sinnvolle Ziele für Performance Support und wann ist es erfolgreich? Eine Teilnehmerin erinnerte an Nick Shackleton-Jones und seinen Appell „It’s time to switch from courses to resources“. Die vorletzte Folie verlinkt eine Fülle weiterer Artikel zum Thema. Und wer noch etwas Zeit in das Thema investieren möchte, kann sich hier die gesamte Aufzeichnung des CL Sprints anhören.
Thomas Jenewein, SlideShare, 14. September 2018

Bildquelle: John Schnobrich (Unsplash)

13Sep/18

Entwicklungstendenzen technologiegestützten Lernens

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Den relativ offenen Titel habe ich der Messe Zukunft Personal vor einigen Wochen zugerufen, um später noch überlegen zu können, wie ich ihn fülle. Da ich den letzten Vortrag der Veranstaltung hatte, wollte ich den verbliebenen Besuchern etwas Nützliches an die Hand geben und habe mich für einen Überblick über einige wichtige, etablierte Trendberichte und Studien entschieden. Wenn ich in der Aufzählung etwas vergessen haben sollte, bitte einfach ergänzen bzw. kommentieren.
Jochen Robes, Zukunft Personal Europe, 13. September 2018 (via SlideShare)

Bildquelle: Zukunft Personal Europe

12Sep/18

Building a culture of continuous improvement, learning & development at work

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auf dem Laufenden bleiben, neue Dinge ausprobieren, den Horizont erweitern, immer wieder lernen – das ist die magische Formel, um sich auf Veränderungen einzustellen. Doch was bedeutet das für Learning & Development? Denn die Antwort liegt ja nicht in weiteren Kursen und Seminaren. Jane Hart konzentriert sich in diesem Beitrag auf zwei Punkte: zum einen, was Workplace Learning heute bedeutet, wenn man die Bedeutung des kontinuierlichen, informellen und praxisbezogenen Lernens ernst nimmt; und zum anderen, wie Learning & Development hier unterstützen kann:

„For those working in L&D roles, it means shifting from a “command and control” role (that focuses on designing, delivering and managing training – although some of that will still need to take place for compliance and conformance purposes) to an “enable and support” role that focuses on helping everyone continuously improve, learn and develop – in whatever way they prefer and is best for them and their situation.“
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 11. September 2018