All posts by jrobes

05Jun/18

A New Paradigm For Corporate Training: Learning In The Flow of Work

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Nun, was tut man als Erstes, wenn man ein neues Paradigma entdeckt hat? Richtig, man lässt es als Marke eintragen. Zumindest, wenn man Geschäftsmann und Amerikaner ist. „Learning in the Flow of Work“ ist also eine Marke. Und die erklärt uns Josh Bersin in diesem Artikel.

Vorneweg: In der ersten Hälfte werden wir durch 25 Jahre Learning & Development geführt, von E-Learning bis eben Learning in the Flow of Work. Das ist ein interessantes, atemloses Spiel mit Systemen, Anbietern, Trends und Stichworten, die sich die Hand reichen. Natürlich ist es auch der Berater Josh Bersin, der hier kräftig Staub aufwirbelt. Hierzulande wird sich wohl kaum ein Unternehmen finden, das diese Geschichte auch nur ansatzweise so nacherzählen könnte.

Nun steht Corporate Training also vor der nächsten Revolution. Josh Bersin grenzt sie zuerst ab von all den aktuellen Bildern, die ihre Anleihen bei Netflix oder Spotify suchen und die ihre Nutzer mit „channels“, „topics“ und „recommendations“ in den Bann ziehen wollen. Josh Bersin: „In learning the problem is different. We don’t want people to be “addicted” to the learning platform, we want them to learn something, apply it, and then go back to work.“

Der Rest ist nicht neu. Von „workplace learning“, „microlearning“ oder „on demand learning“ wird schon lange gesprochen. Auch dass dahinter unterschiedliche Anforderungen des Nutzers bzw. Lerners stehen. Doch jetzt ist es in den Stand des Paradigmas gehoben und zur Königsdisziplin von Corporate Training ausgerufen. Mit einer Anbieter- und Tool-Landschaft, die sich entsprechend aufstellt. Ich bin gespannt, ob sich das Paradigma als Paradigma durchsetzt. Das Thema bietet auch so genügend Stoff.
Josh Bersin, joshbersin.com, 3. Juni 2018

04Jun/18

Immersive Realities for Learning and Performance. “VR, AR, Mixed Reality & More in 2018″

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Anfang 2017 hat Elliott Masie den Report „VRLearn“ herausgebracht, eine kurze Übersicht und Einführung in den Trend „Virtual& Augmented Learning“. Jetzt gibt es bereits ein Update des Reports, und als Gründe werden unter anderem genannt:

  • „Over the past couple of years, the technology of VR/AR/MR has evolved in multiple ways. Social media sites like Facebook, Instagram, and Snapchat all use AR filters as part of their user experience …“
  • „You no longer need to be a coding expert to create an immersive reality experience. …“
  • „Hardware has become more versatile. It’s lighter, more comfortable, easier to use, …“
  • „VR sickness isn’t as much of a concern with use …“
  • „Companies like Google, Apple, Rio Tinto, Microsoft, HTC, Facebook, Walmart, Volkswagen, Accenture, Delta Air Lines, and others have made commitments to the development and use of a form of immersive reality for training (or for work being done by employees).“

Und das ist nur ein Ausschnitt. Der Report selbst umfasst 17 Seiten mit Kapitelüberschriften wie „Immersive Environments for Collaboration“, „What Can the Participant Do in an Immersive Reality Learning Environment?“, „Types of Immersive Reality Experiences“, „How Organizations are Using Forms of Immersive Reality Learning Experiences in L&D“ und „What is the State of Immersive Realities in Learning in 2018?“. Mit Beispielen und Links.
Bobby Carlton, The MASIE Center, 23. Mai 2018 (pdf)

01Jun/18

What do Generation Z and millennials expect from technology in education?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Pearson, der Bildungskonzern, hat 2.558 Menschen in den USA zwischen 14 und 40 Jahren nach ihren „attitudes, preferences, and behaviors around technology in education“ gefragt. Dabei waren sie besonders an Unterschieden zwischen Nutzern der Generation Z (14 – 23 Jahre) und den Millennials (24 – 40 Jahre) interessiert. Wie es zu erwarten war, sind die Unterschiede nicht groß. Beide Generationen stehen dem Einsatz von Medien- und Netztechnologien im Bildungsbereich positiv gegenüber. Zwei Punkte schaffen es aber dann doch in die Zwischenüberschriften: „YouTube’s importance to Gen Z cannot be overstated“. Denn: „55 of Gen Z say YouTube has contributed to their education, learning, and/ or personal development in the past 12 months“ (Millennials: 40 Prozent). Und, der zweite Punkt: „Gen Z is the „App Generation“ – even in education“. Womit das auch geklärt wäre.
Pearson, 24. Mai 2018

Bildquelle: Hello I’m Nik (Unsplash)

01Jun/18

Internet Trends Report 2018

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das jährliche Internet-Kompendium von Mary Meeker ist erschienen. Dieses Mal sind es 294 Seiten, wieder voll mit Daten, Schaubildern und Trends. Sie betreffen die Nutzung des Netzes, Märkte, E-Commerce, Werbung, Technologien und immer wieder China. Es gibt dann auch ein Kapitel, „Economic Growth Drivers“, das mit fünf Slides zum Stichwort „Lifelong Learning“ gefüllt ist und mit einigen Zahlen, die die wachsende Bedeutung dieses Bereichs unterstreichen. Fürs Protokoll.
Mary Meeker, KPCB, Slideshare, 30. Mai 2018

31Mai/18

Lernteams – Eine neue Lernmethode in der Stadtbibliothek

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich habe ja an dieser Stelle schon ein- oder zweimal auf Stadtbibliotheken verlinkt, die ihren Mitgliedern Zugang zu Online-Kursen anbieten. Die Stadtbibliothek Köln geht jetzt noch einen Schritt weiter: Wer online lernt, kann sich in moderierten Lernteams wöchentlich mit anderen darüber austauschen. Aufhänger können Kurse auf Lynda.com sein, aber auch jeder beliebige MOOC. Mir gefällt die Idee, weil sie online und Präsenz nicht als Gegensätze oder konkurrierende Angebote sieht, sondern beides zu verbinden versucht. Gerade die Infrastruktur vor Ort und ihr Platz in der lokalen Community zeichnet ja Bibliotheken (aber auch Volkshochschulen!) aus. Indem sie aktiv aufnehmen, dass sich ihre Mitglieder heute selbstverständlich in virtuellen Netzen bewegen und dort auch lernen, kommen sie der Idee von Bildung in einer digitalen Welt ein Stück näher.

By the way, die Stadtbibliothek Köln lädt nicht nur zu Lernteams ein. Es gibt eine Digitale Werkstatt, Makerspace Workshops, Maker Kids, Virtuelle Realität, Nao-Roboter, 3-D-Druck und -Scan, Gaming und und und ….

„Man lernt nie aus und am besten lernt man gemeinsam! Unsere Lernteams verbinden die Vorteile des zeitlich flexiblen E-Learnings mit dem Erlebnis, mit anderen zusammen Neues zu entdecken.

Sechs Wochen lang lernen Sie zu Hause zu einem bestimmten, vorher angekündigten Thema an Hand von Online-Kursen von Lynda.com/Video2brain oder MOOCs (Massive Open Online Courses). Die Videotrainings können alle Bibliotheksmitglieder kostenlos über die E-Ausleihe nutzen oder sie sind frei im Netz verfügbar.

Unterstützend bieten wir eine kleine Lerngruppe von maximal 10 Personen an, die sich wöchentlich in der Bibliothek trifft. Während der Teamtreffen können Sie sich über Ihre Erfahrungen austauschen und weiter lernen. Die Gruppentreffen werden moderiert. Pro Kurs ist eine Reihe von sechs Treffen vorgesehen, danach beginnt wieder ein neues Lernteam zu einem neuen Thema.“

Stadtbibliothek Köln

Bildquelle: Raimond Spekking (Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

30Mai/18

Future Work Skills – Ein Interview mit Prof. Dr. Tobias Seidl

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Report „Future Work Skills 2020“, vom Institute for the Future (IFTF) entwickelt und 2011 erschienen, ist fast schon ein Klassiker der Trendforschung. In diesem Interview stellt Tobias Seidl noch einmal die einzelnen Trends vor, die aus Sicht des Forschungsinstituts unsere Zukunft bestimmen werden, und die Kompetenzen, mit denen wir uns für diese Zukunft rüsten müssen.

Aber die Studie bildet eigentlich nur den Aufhänger. Im Gespräch führt sie zu weiteren interessanten Punkten: zum einen (natürlich) zur Frage, wo unsere menschlichen Stärken in einer Welt liegen, die immer stärker von Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und Algorithmen geprägt wird. Die Brisanz dieser Frage hat sich seit 2011 natürlich weiter verstärkt. Tobias Seidl weist dann auch auf den Kontext hin, in dem Studien wie die des IFTF entstehen („Silicon-Valley-Perspektive“), und auf die Aufgabe der Hochschulen, sich mit ihren Ergebnissen auseinanderzusetzen:

„Wir müssen uns die Frage stellen, was unsere Rolle und unser Selbstverständnis als Hochschule ist: Geben wir nur kanonisiertes Wissen und fachliche Kompetenzen weiter, oder müssen wir den Fokus weiten und sagen, wenn wir etwas als zentrale Zukunftskompetenzen erkennen, dann müssen wir diese auch in die Lehre und Curricula integrieren. Das ist eine große Auseinandersetzung, weil dann ggf. neue Themen und Kompetenzbereiche eine Rolle spielen, die für uns als Hochschulen neu sind. Wir haben dafür dann unter Umständen nicht die Strukturen und eventuell auch nicht das Personal. Vielleicht passt das auch nicht in unser Denken von Prüfungen und Lehrorganisation. Auf jeden Fall lohnt sich für uns der Blick nach Außen und das Entwickeln von Visionen, wie man das Hochschulbildungssystem alternativ denken und neue Impulse integrieren kann. Hier kreative und neue Wege zu finden ist eine zentrale Aufgabe.“

Till Rückwart, Interview mit Tobias Seidl, Hochschulforum Digitalisierung, 24. Mai 2018

Bildquelle: Institute for the Future

29Mai/18

The Second Wave of MOOC Hype Is Here, and It’s Online Degrees

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Nachricht steht im Titel des Beitrags. 25 verschiedene Online-Degrees zählt Dhawal Shah bereits, der den MOOC-Markt vom ersten Tag an aufmerksam beobachtet. Für die Hochschulen (ich glaube, es sind derzeit vor allem amerikanische Hochschulen) bilden die MOOC-Plattformen wie Coursera oder edX offensichtlich attraktive Marketing-Kanäle, mit denen sie neue Zielgruppen zu erreichen hoffen. Ob die Rechnung aufgeht, ist für Dhawal Shah noch offen:

„The reason I believe we are witnessing a second round of MOOC hype is because the model is still unproven at this point. It is still too early to tell whether the market will support so many MOOC-based degrees, and whether these programs can be sustained at price points so much lower than traditional online or on-campus degrees.“
Dhawal Shah, EdSurge, 21. Mai 2018

 

 

 

 

 

28Mai/18

Make-a-MOOC auf mooin

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

mooin ist ja eine von wenigen MOOC-Plattformen im deutschsprachigen Raum. Anja Lorenz (FH Lübeck) erzählt in diesem kurzen Video, was die mooin-Macher alles unternehmen, um Interessierte für die Durchführung eines eigenen Online-Kurses zu gewinnen. Dazu gehört zum Beispiel der „mooin maker“, ein Kurs, der in die Grundlagen des MOOC-Daseins einführt.
OERinfo, J&K – Jöran und Konsorten gemeinsam mit Anja Lorenz, 23. Mai 2018

 

Bildquelle: Homepage mooin

18Mai/18

„Corporate Learning Is More Important Than Ever”. An Interview with Josh Bersin

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auf zwei Dinge ist in Interviews mit Josh Bersin Verlass: Zum einen betont er unermüdlich, wie wichtig Corporate Learning in Zeiten des technologischen Wandels und einer boomenden Wirtschaft ist (und dem werde ich nicht widersprechen); zum anderen liefert er uns immer einen Ausblick auf die Technologien, die Lernprozesse zukünftig formen werden. So heißt es dieses Mal: “Artificial intelligence, chatbots, video, and virtual and augmented reality will significantly change learning in the years ahead.”

Weitere Stichworte fallen eher en passent: die Bedeutung einer Lernkultur für den Erfolg von Corporate Learning; die Impulse, die Design Thinking für ein besseres Verständnis der Lernbedürfnisse freisetzt; „learning experience design“ und „learning experience platforms“ als „hot topics“; die Unterscheidung zwischen „micro-learning“ und „macro-learning“. Und einiges mehr. Ein paar lobende Sätze für Blackboard, dem Betreiber dieses Blogs, gibts obendrauf.
Priscila Zigunovas and Josh Bersin, e-learn, 17. Mai 2018

17Mai/18

E-learning: Why employees expect a Netflix experience

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Bild ist irgendwie schief oder zumindest unvollständig: Denn die „Netflix experience“, die der Skillsoft-Autor hier beschreibt, dreht sich ganz um den Konsum von Inhalten und um die benutzerfreundliche, personalisierte Suche nach solchen. So wie man halt heute Fernsehserien oder Filme konsumiert. Was diesem Weckruf fehlt, sind die Elemente, die Lernprozesse, vor allem informelle Lernprozesse, auszeichnen: Probleme lösen, Hilfe bekommen, zusammen an etwas arbeiten, Erfahrungen reflektieren, aus Fehlern lernen. Und so weiter. Was nicht bedeutet, dass sich Lernplattformen nichts von Netflix abschauen dürfen.
Steve Wainwright, Personnel Today, 13. Mai 2018

Bildquelle: Charles Deluvio (Unsplash)