All posts by jrobes

08Sep/21

Top Tools for Learning 2021

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jane Hart hat gerade wieder ihre jährlichen “Top Tools for Learning” veröffentlicht. Zum 15. Mal bereits! Grundlage bilden die Einreichungen von 2.077 TeilnehmerInnen aus 33 Ländern. Mittlerweile ist die Gesamtschau auf 300 Tools (!) angewachsen, aber wie schon in den letzten Jahren bietet Jane Hart wieder verschiedene Filter an. So gibt es die “Top 150 Tools for Personal Learning (PL)”, “… for Workplace Learning (WL)” und “… for Education (ED)”. Hilfreich ist aus meiner Sicht auch die Kategorisierung aller Tools.

Was gibt es nun für Bewegungen zu verzeichnen? Jane Hart schreibt: “2020 was the year of video meeting platforms as organisations scrambled to support remote working and learning in lockdowns. However in 2021 it seems many organisations and education have been exploring and experimenting with a much wider range of tools and platforms.”

Ihre 15 kurzen Randbemerkungen beginnt sie mit folgenden Kategorien: “Video meeting tools”, “Live engagement tools”, “Online whiteboard tools”, “workflow/ project/ team management platforms” und “virtual training and workshop platforms”.

Wahrscheinlich bietet uns Jane Hart in den nächsten Tagen weitere Lesehilfen für einzelne Listen an. Bis dahin ist es eine schöne Gelegenheit, die eigenen Präferenzen mit denen der Community zu vergleichen oder einfach zu stöbern.
Jane Hart, 1. September 2021

Bildquelle: Pixelkult (pixabay)

07Sep/21

Die 4Ks – was bedeuten Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Nun, zur Frage, was die 4Ks (Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration) bedeuten, sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Sie stehen auf einer langen Liste der “21st century skills” und werden uns gerade mit Blick auf Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz gerne ins Stammbuch geschrieben. Jöran Muuß-Merholz verspricht in diesem Video (13:38 Min.) eine neue Perspektive auf die 4Ks, indem er sie mit den Stichworten #Denken, #Lernen und #Arbeiten verbindet. Dafür führt er uns in die “Galerie der 4Ks”. Ich finde, das gelingt ihm.
Medienberatung Niedersachsen, YouTube, 3. September 2021

06Sep/21

Wie bleibt man als lehrende Person zugleich eine lernende Person?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Beitrag wurde wahrscheinlich schon vor der Sommerpause geschrieben, aber die Frage, die hier gestellt wird, ist natürlich zeitlos. Antworten stecken sicher auch in bekannten Konzepten des persönlichen Wissensmanagements oder in Methoden und Formaten wie Working Out Loud oder BarCamps. Aber Nele Hirsch bleibt bei ihren eigenen Erfahrungen und denkt laut darüber nach, wie man die Offenheit der letzten Monate bewahren kann. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sie “10 Ansätze für einen Experimentiermodus als Normalzustand”: Von “1. Suche nach bildungsbereichsübergreifendem Austausch!” bis “10. Schaffe Dir Freiraum!”.
Nele Hirsch, eBildungslabor, 9. Juli 2021

Bildquelle: Loic Leray (Unsplash)

03Sep/21

Lernkultur verstehen, analysieren, entwickeln – Beitrag zur eLearning eSUMMIT Eröffnungskonferenz

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich hatte das Vergnügen, Christoph Meier auf dem gestrigen eSummit anzumoderieren. Dort hat er uns in 20 Minuten eine kurze und komprimierte Übersicht zum Thema “Lernkultur – verstehen, analysieren, entwickeln” präsentiert. Anschließend folgte noch sein Hinweis, dass es zum Vortrag auch ein Whitepaper gibt, das online zur Verfügung steht. Wer am Thema “Lernkultur” interessiert ist, sollte dieses Whitepaper (23 S.) unbedingt lesen!

Denn Christoph Meier geht es nicht darum, ein weiteres Bild von “New Learning” zu zeichnen. Er beschreibt vielmehr, wie man als Organisation das Thema “Lernkultur” operationalisiert, konkret: wie man eine Standortbestimmung der eigenen betrieblichen Lernkultur durchführt, welche Instrumente einem dafür zur Verfügung stehen (vorgestellt werden: “Dimensions of the learning organization/ DLOQ)”, “Lernkulturinventar” und “scil-Lernkulturanalyse”) und wie ein Zielbild hilft, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. 

Sein Abschluss gefällt mir sehr: “Betriebliche Lernkulturen, um ein Fazit zu ziehen, sind in nur schwer zu durchschauender Weise verwobene Netze von tief liegenden Annahmen mit Bezug zum Lernen, von Bewertungen, Präferenzen und Regelungen sowie von darauf bezogenen Symbolen, Gegenständen, Handlungen und Infrastrukturen. Lernkulturen können mit verfügbaren Instrumenten analysiert werden.

Die erzielten Ergebnisse können als Grundlage für die Entwicklung von Zielbildern sowie anschliessend für die Erarbeitung von Veränderungsimpulsen herangezogen werden. Allerdings: eine gezielte (und erfolgreiche) Lernkulturveränderung ist schwierig und alles andere als eine exakte Wissenschaft. Unerwartete Nebenwirkungen sind nicht auszuschliessen. Wichtig ist aber in jedem Fall ein systematisches Vorgehen und vor allem ein sorgfältiges Beobachten von Veränderungen gekoppelt mit wiederholtem Nachsteuern.”

Konkrete Schaubilder, Beispiele sowie ein umfassendes Literaturverzeichnis runden das Whitepaper ab. Empfehlenswert!
Christoph Meier, scil/ Blog, 2. September 2021

03Sep/21

Pixabay und Co.

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich gebe den Beitrag einmal hier in die Runde: Es geht um Plattformen wie Pixabay, Pexels oder Unsplash, die viele von uns nutzen, um ihre Dokumente und Präsentationen mit kostenlosen Fotos zu illustrieren. Das ist im Prinzip auch kein Problem. Aber die Plattformen stellen ihre Medien nicht unter eine Creative Commons-Lizenz, sie sind auch nicht gemeinfrei, sondern unterliegen jeweils eigenen, spezifischen Lizenzbedingungen, die gewisse Klauseln beinhalten. Diese schränken vor allem bestimmte Formen kommerzieller Nutzung ein. Deshalb schreibt der Autor zusammenfassend: “Für sortenreines OER, das eindeutig lizenziert und einfach nachzunutzen sein sollte, kommen Bilder und Inhalte von Pixabay und Co. nicht in Frage.” Das sollte man wissen. Nicht mehr und nicht weniger.
Henry Steinhau, OERinfo, 3. September 2021

Bildquelle: Daniel Lin (flickr, CC BY-SA 2.0)  

 

02Sep/21

Speech-based Learning with Amazon Alexa

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

“Because Alexa is becoming more and more popular in many households, we wanted to create anew learning experience with the help of a speech-based device.”

Ich bin noch nicht sicher, wie dieses Experiment mit Amazon`s Alexa einzuordnen ist. Die Kurzfassung: Es geht um das Üben einfacher mathematischer Grundlagen wie Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren. Dafür erzählt Alexa eine kleine Story, die immer wieder von Aufgaben unterbrochen wird, die die Lernenden beantworten müssen. Die Forscher haben es programmiert und mit einer Handvoll Probanden getestet. Auch wenn immer wieder nachjustiert werden musste, scheint man mit den ersten Rückmeldungen ganz zufrieden.
Michael Weiss, Markus Ebner und Martin Ebner, in Theo J. Bastiaens (Ed.), Proceedings of EdMedia + Innovate Learning, 2021, S. 156-163 (via Academia.edu)

Bildquelle: Nicolas J Leclercq (Unsplash)

01Sep/21

There’s a New Wave of AI Research Coming to Transform Education

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Noch einmal ein Blick in die Glaskugel: Im Artikel werden zwei Förderprojekte beschrieben. Im ersten werden KI und Storytelling zusammengebracht, im zweiten lebt die Idee des persönlichen Assistenten wieder auf, der nicht nur neue Lerninhalte empfiehlt, sondern mit dem Lernenden auf umfassende Weise interagiert:

““You could tune it to the teaching assistant interrupts you, motivates you, engages you at the times that you want it,” Goel says. “Some students have full-time jobs, and they can [study] only in the evenings. Some have families, the only time they can do it is one hour in the morning. So with 100 million workers, typical age 40 or 50, married or [with] families, how in the world are you going to do it if you don’t personalize it?”
Nadia Tamez-Robledo, EdSurge, 5. August 2021

Bildquelle: geralt (pixabay)

31Aug/21

Hamburg hOERt ein HOOU! Katharina Fegebank zur HOOU

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich kann mich noch gut erinnern, wie Olaf Scholz, damals Hamburger Bürgermeister, auf der Campus Innovation-Konferenz 2014 die Hamburg Open Online University (HOOU) ankündigte. Damals war das auch ein Zeichen gegen das Vordringen der amerikanischen MOOC-Anbieter. Vor einigen Monaten hat Olaf Scholz selbst in einem Interview über sein Projekt Auskunft gegeben. In diesem Podcast tut es Katharina Fegebank, seit 2015 die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg. Wieder geht es um die Öffnung der Hochschulen und die Frage, wie sie zu Orten des lebenslangen Lernens für alle Zielgruppen werden können. Aber man könnte auch fragen, warum die HOOU auch hierzulande noch so wenig bekannt ist und warum sie bis heute keine Nachahmer gefunden hat.
Christian Friedrich und Nicola Wessinghage, Gespräch mit Katharina Fegebank, Hamburg hOERt ein HOOU!, 22. Juni 2021

Bildquelle: Hamburg Open Online University

30Aug/21

Hybride Präsenzveranstaltungen in der Weiterbildung – ein Beispiel und Erfolgsfaktoren

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Weiter geht es mit dem Stichwort “hybrid”! Auch wenn man sich auf eine Übersetzung des Begriffs geeinigt hat (hybrid = Veranstaltungen, in denen einige Teilnehmende vor Ort, andere online sind), kann die konkrete Umsetzung einer hybriden Präsenzveranstaltung eine Aufgabe sein, die einiges an Planung und Erfahrung erfordert. Wie aufwändig die Umsetzung ist, hängt nicht zuletzt von den konkreten Rahmenbedingungen des jeweiligen Bildungsveranstalters ab, seinen Zielen, seinen Möglichkeiten und dem didaktischen Design seiner Lehr- und Lernszenarien.

Auch die scil Academy in St. Gallen hat sich in den letzten Wochen und Monaten mit hybriden Designs auseinandergesetzt. Christoph Meier hat daraus einen ausführlichen Erfahrungsbericht entwickelt. “Dieser Beitrag skizziert unsere Rahmenbedingungen als Bildungsanbieter, das Blended Learning Design unserer Weiterbildungsmodule, das technische Setup für die Durchführung von hybriden Vertiefungsphasen und Aspekte der Prozessgestaltung. Abschliessend werden die damit verbundenen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren zusammengefasst.”

Die Lektüre lohnt sich, weil alle wichtigen Bausteine bzw. Einflussfaktoren hybrider Veranstaltungen angesprochen und bewertet werden: das didaktische Design der Kurse, die technische Ausstattung, die Kompetenzen der TrainerInnen bzw. LernbegleiterInnen sowie die der Kursteilnehmenden. Und weil Christoph Meier, wie immer, sehr offen über die Konzepte, Pläne und Erfahrungen der scil Academy spricht!

Hier ein Absatz aus dem Beitrag zum Stichwort “Erwartungsmanagement”: “Wir waren davon ausgegangen, dass die Option, auf Distanz an der Präsenzphase eines Moduls teilzunehmen, vor allem für weit entfernte Teilnehmende attraktiv ist. Aber die Präferenzen der Teilnehmenden sind einfach unterschiedlich – und wir müssen dies als Weiterbildungsanbieter zur Kenntnis nehmen. So hat sich, beispielsweise, ein Teilnehmer entschieden, neun Stunden Bahnfahrt (jeweils Hin- & Rückfahrt) für die Teilnahme in St.Gallen zu investieren, weil ihm die direkte Begegnung mit uns und den anderen Teilnehmenden sehr wichtig war. Andererseits hat sich eine Teilnehmerin, die gut zwei Stunden Reisezeit gehabt hätte (jeweils Hin- & Rückfahrt), für eine Teilnahme auf Distanz entschieden.”
Christoph Meier, scil/ Blog, 28. August 2021

Bildquelle: scil

30Aug/21

Love to learn

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Letzte Woche lag die neue Ausgabe von t3n mit dem ansprechenden Titel “Love to Learn” im Briefkasten. Also habe ich mir an diesem Wochenende etwas Zeit genommen, um zu schauen, was hinter der Ankündigung steckt. Kurz: Eine Handvoll Artikel, gut recherchiert, flüssig geschrieben, mit einem klaren IT-Fokus, der zur Ausrichtung des Magazins passt.

Sehr gut gefallen hat mir der Einstieg von Katja Scherer, die wichtige, aktuelle Stichpunkte und Studienergebnisse zu Weiterbildung und lebenslangem Lernen miteinander verknüpft und in drei Trends überführt: Lernen wird individueller, … digitaler, … unterhaltsamer. Der zweite Beitrag verbindet lebenslanges Lernen mit dem Appell “Bleibt neugierig!”. Ein weiterer, kurzer Artikel stellt das Projekt “The Mentoring Club” vor. Aus der Pandemie geboren und mir bis dahin unbekannt. Dann ein weiteres Projekt (“Brainbirds”). Der Artikel “Lern doch, was doch willst!” von Andreas Weck erinnert an die Bedeutung von Selbstmotivation für gelingende Lernaktivitäten und verweist auf die Selbstbestimmungstheorie von Edward L. Deci und Richard M. Ryan. Meine Verbeugung! 

Nach dem lebenslanges Lernen, nach Neugier und Motivation führte wohl kein Weg an Künstlicher Intelligenz vorbei. Die Botschaft: “Künstliche Intelligenz wird nicht zum Jobkiller …”, sondern “… zum kreativen Schöpfer neuer Tätigkeiten, auf die wir uns nicht früh genug vorbereiten können”. Schließlich folgt noch ein längerer Beitrag über das Innovationszentrum “Munich Urban Colab”, der wohl exemplarisch für etwas steht … Wofür hat sich mir mit Blick auf das Schwerpunktthema nicht erschlossen.

So, ich hoffe, ich bin den Artikeln in etwa gerecht geworden. Es war in jedem Fall eine schöne Gelegenheit, mal wieder eine Ausgabe von t3n in die Hand zu nehmen. Mal schauen, was mich auf den übrigen Seiten noch erwartet.
t3n, 16. Jg., 65/ 2021

Bildquelle: t3n