Category Archives: Jochen Robes

20Jul/20

Coursera Raises $130 Million as Colleges Turn to Online Courses for the Fall

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Coursera gehört zu den drei Anbietern offener Online-Kurse (auch „MOOCs“ genannt), die im Frühjahr 2012 die Arbeit aufgenommen haben. Mittlerweile ist Coursera die Plattform mit den weltweit meisten Kursen, und ihr Geschäftsmodell wurde mehrmals den Marktgegebenheiten angepasst (von „MOOCs“, also offenen Kursen, ist jedenfalls nicht mehr die Rede). „Coursera for Campus“ heißt ein aktuelles Zugpferd, das vor allem Colleges und Universitäten in der Corona-Krise anspricht und ihnen bis September kostenlos zur Verfügung steht. 

Das Angebot scheint jedenfalls auch für Investoren attraktiv. 130 Millionen Dollar kamen in der jüngsten Finanzierungsrunde zusammen.
Tony Wan, EdSurge, 17. Juli 2020

Bildquelle: Coursera

17Jul/20

Interaktion online – Wie kann’s gelingen?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wie kann ich als Lehrender in Live-Online-Events mit meinen TeilnehmerInnen interagieren, wie können Rückmeldungen und Feedback eingeholt werden? Im Artikel werden verschiedene naheliegende Szenarien durchgespielt: der Austausch im Chat, Umfragen, Abstimmungen, die gemeinsame Arbeit an Dokumenten. Das Besondere: Es werden durchgehend anonym nutzbare, datenschutzkonforme und technisch leicht zu bedienende Tools genannt. So die Autorin.
Christina Bliss, wb-web, 2. Juli 2020

Bildquelle: https://frag.jetzt/home

17Jul/20

Ziele von Makerspaces. Didaktische Perspektiven

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Sandra Schön und Martin Ebner blicken auf die Makerspace-Bewegung und identifizieren drei didaktische Kontexte:
– Makerspace als Arbeitsraum mit informellen Lerngelegenheiten
– Makerspace als Lernraum der Maker Education
– Makerspace als Raum für formale Weiterbildung

Makerspaces als Orte des informellen, selbstorganisierten Lernens stellen den „didaktischen Kern“ der Bewegung dar, so die AutorInnen. Hier treffen sich die Ideen des „Maker Manifesto“ und des Peer-Learning, die Vorstellungen von Makerspaces als Lernräume in einem weltweiten Netzwerk, als „dritte Plätze“ und Innovationsräume.

Aber dann gibt es zum Beispiel noch Makerspaces im schulischen Kontext, und hier kann es dann „paradox“ werden, wenn didaktische Prinzipien mehr und mehr das Geschehen in diesen ja prinzipiell didaktikfreien Räumen überlagern. Eine nützliche, komprimierte Darstellung.
Sandra Schön und Martin Ebner, in: Viktoria Heinzel, Tobias Seidl & Richard Stang (Hrsg.), Lernwelt Makerspace, Grundlagen, Konzepte und Perspektiven, Berlin: DeGruyter, S. 33-47

Bildquelle: Benjamin Thomas (Unsplash)

16Jul/20

Mit Trump und Trollen für mehr Datenkompetenzen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Corona-Krise hat den Umgang mit Daten, Zahlen und Statistiken noch einmal ins Bewusstsein gehoben. Hier setzt auch der Artikel an, der „data literacy“ als „Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert“ darstellt. Doch entsprechende Bildungsangebote sind rar. Einige wenige Hochschulprojekte aus Göttingen, Mannheim, Duisburg-Essen und Ostwestfalen-Lippe werden genannt und kurz vorgestellt. Um diese Projekte und ihre Akteure stärker in der Wissenschaftscommunity zu verankern, gibt es seit 2019 das „Data Literacy Education Netzwerk“, angesiedelt beim Stifterverband.
Corina Niebuhr, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 16. Juli 2020

Bildquelle: Franki Chamaki (Unsplash)

15Jul/20

Google announces 100,000 scholarships for online certificates in data analytics, project management and UX

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich weiß noch nicht genau, wohin diese Nachricht gehört und welche Relevanz sie für den hiesigen Bildungsmarkt hat: die Bildungsinitiative eines IT-Giganten in Corona-Zeiten? Ein weiterer Schub für das Online-Lernen? Neue Kurse und neue Abschlüsse jenseits klassischer Bildungs- und Hochschulangebote? Man wird sehen …

Google’s Online-Kurse sollen übrigens auf der Plattform von Coursera angeboten werden, wie schon ein Vorgänger, ein IT-Zertifikat, 2018. „Jeff Maggioncalda, CEO of Coursera, says more than 250,000 people have taken Google’s IT certificate, 57% of whom do not have a college degree, making it the platform’s most popular certificate. He suspects the new certificates will be similarly popular — especially in light of recent events.“
Abigail Hess, CNBC, 13. Juli 2020

Bildquelle: Sebastian Bergmann (Wikimedia/ CC BY-SA)

14Jul/20

Bildung in Deutschland 2020

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Bericht „Bildung in Deutschland 2020“ liegt nun schon drei Wochen auf meinem Tisch. Zeit also, ihn an dieser Stelle zu würdigen und zu verlinken. Erstellt wurde er wieder von einer Autorengruppe unter Federführung des DIPF/ Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Er umfasst 338 Seiten und verspricht „eine umfassende empirische Bestandsaufnahme für das deutsche Bildungswesen“. Das reicht von „A – Bildungs im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen“ bis „I – Wirkungen und Erträge von Bildung“. Das Schwerpunktkapitel des Bildungsberichts 2020 lautet „Bildung in einer digitalisierten Welt“.

Es gehört zur Natur eines solchen fortlaufenden Berichtsverfahrens, dass es keine spektakulären Befunde oder Ergebnisse enthält. Das gilt auch für die Kapitel „G – Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter“ sowie das Schwerpunktkapitel. Ersteres informiert über Anbietertypen in der Weiterbildung, über Unternehmen, die Weiterbildung fördern (54 %) und über die Teilnahme an Weiterbildung („45 % der 18- bis 69-Jährigen lernen informell“). 

Das Schwerpunktkapitel „Bildung in einer digitalisierten Welt“ wiederum enthält Daten über die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen, die Nutzung digitaler Medien sowie die digitalen Kompetenzen des pädagogischen Personals. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Abb. Seite 234

Kurz vor Redaktionsschluss hat dann noch die Corona die Arbeiten am Bildungsbericht ereilt. Und so wird auf wahrscheinliche Einbußen der Bildungsanbieter hingewiesen, aber auch auf den „starken Schub“, den die Pandemie bereits jetzt der Digitalisierung der Weiterbildung gegeben hat.

Der ganze Bericht ist unter einer CC-Lizenz (BY SA 3.0 DE) erschienen. An vielen Stellen wurde bereits auf ihn eingegangen, z.B. „Trends und Perspektiven der Weiterbildung im Nationalen Bildungsbericht 2020“.
Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.), wbv, 23. Juni 2020 (pdf) 

13Jul/20

Erweiterung des Training-Formate-Mix bei Swissmem Academy

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Die Swissmem Academy ist das Bildungszentrum von Swissmem, dem führenden Verband für KMU und Grossfirmen der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) sowie verwandter technologieorientierter Branchen“, heißt es einleitend. Dort hat man sich vor zwei Jahren entschlossen, das hauseigene Lernportfolio um SwissmemSpaces, zu erweitern, eine Desktop-VR-Umgebung, die gemeinsam mit der TriCAT GmbH entwickelt wurde. Christoph Bosshard, Bildungsmanager bei der Swissmem Academy, berichtet in diesem Interview von den Erwartungen, die man mit der Einführung dieses Angebots verbindet, und ersten Erfahrungen von Lehrenden und Lernenden. 

„Das virtuelle Gebäude ist mit kleinen und grossen Meetingräumen, einem Auditorium für bis zu 100 Personen, einem Coachingbereich sowie einem weitläufigen Garten mit Feuerstelle, Schachspiel und einer Vielzahl von Sitzgelegenheiten ausgestattet. Es bietet eine grosse Anzahl von Möglichkeiten für gemeinsames Arbeiten, Lernen und informellen Austausch – vorausgesetzt man lässt sich im Aussenbereich nicht zu sehr vom Zwitschern der Vögel und dem Luftschiff mit der Aufschrift «Swissmem Academy» ablenken.“

Gibt es eigentlich schon weiteren Akademien und Bildungsträger im deutschsprachigen Bereich, die VR-Lernumgebungen einsetzen?
Christoph Meier, Gespräch mit Christoph Bosshard, scil/ Blog, 10. Juli 2020

Bildquelle: Swissmem Academy

10Jul/20

Flipped Lernen im Rahmen von Online-Bildungsangeboten

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Oft denkt man ja beim Flipped Classroom an die Vorlesung als „Stoffvermittlung“, die jetzt „umgedreht“ wird, indem man ihr eine Selbstlernphase vorschaltet. Und ordnet die Methode unmittelbar der Hochschullehre zu. Nele Hirsch spannt in diesem lesenswerten Beitrag den Bogen weiter und zeigt, wie die Methode in verschiedenen Bildungskontexten eingesetzt werden und, vor allem, wie sie auch bei der Gestaltung von reinen Online-Lernangeboten helfen kann – „als sinnvolle Kombination zwischen asynchronen und synchronen Online-Lernphasen“.

Vor diesem Hintergrund stellt sie fünf mögliche Flipped-Varianten vor: 
1. Input vermitteln …
2. Kennenlernen organisieren und Austausch beginnen …
3. Fragen und Interessen sammeln …
4. Forschungsfrage/ Lernfrage entwickeln …
5. Impulse weitergeben …

Mir gefällt besonders, dass sie für alle Varianten verschiedene Beispiele nennt, auf aktuelle Projekte hinweist und auch niedrigschwellige Umsetzungsvarianten wie die Email im Blick hat.
Nele Hirsch, eBildungslabor, 9. Juli 2020

Bildquelle: Tim Foster (Unsplash)  

10Jul/20

KI-Campus. Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das ging jetzt doch relativ flott. Am 1. Oktober 2019 hat das Konsortium aus Stifterverband, DFKI, HPI, neocosmo und mmb Institut die Arbeit aufgenommen, und diese Woche habe ich den Hinweis gefunden, dass eine Betaversion des KI-Campus bereits online ist. Es gibt jedenfalls eine Startseite, die einen kurzen Überblick über Vision, Leitprinzipien, Ziele und Lernangebote bietet („Über uns“). Hier heißt es:

„- Mit dem KI-Campus möchten wir KI-Kompetenzen in der Breite fördern und noch mehr Menschen für das Thema begeistern.
– Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz soll Lernenden die Möglichkeit geben, KI zu verstehen, zu hinterfragen und zu gestalten.
– Unsere Lernangebote sind offen lizenziert kostenlos verfügbar. Sie richten sich an Studierende, Berufstätige und alle anderen lebenslang Lernenden, die sich für KI interessieren.“

Und dann gibt es den Zugang zu den Lernangeboten selbst. Vieles ist hier noch im Aufbau. Man will Bestehendes kuratieren, aber auch eigene Kurse entwickeln. Um sich für einen Kurs anzumelden, muss man sich auf der Plattform kurz registrieren. Der Kurs, den ich testweise aufgerufen habe, schien komplett in die Plattform integriert zu sein. Unter den Kursen steht ein CC BY-SA 4.0.

Ich bin gespannt, wie sich das Angebot weiter entwickelt und wie es aufgenommen wird. Alles orientiert sich an Finnland und seiner Plattform „Elements of AI“ (die ja inzwischen auch in einer deutschen Übersetzung vorliegt, gefördert allerdings vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie). Wann ist ein Projekt wie der „KI-Campus“ eigentlich erfolgreich?
KI-Campus, Juli 2020