Category Archives: Jochen Robes

12Nov/18

New Research Shows „Heavy Learners“​ More Confident, Successful, and Happy at Work

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es gibt einen Zusammenhang zwischen herausfordernden Aufgaben, Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und Arbeitszufriedenheit. Wenig überraschend, aber so würde ich die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die Josh Berson mit LinkedIn durchgeführt hat. Aber manchmal braucht man ja etwas schwarz auf weiß. Deshalb hier die zentralen Fragen/ Antworten:

In your current job, what is #1 thing that inspires you and makes you happy and want to work harder?  =  The nature of the work itself (26 Prozent)

In your current company, what is the #1 most important thing that would make you look for a new job?  = Inability to learn and grow (20 Prozent)

Dazu gibt es noch eine Keynote (Video) von Josh Bersin („Learning In The Flow Of Work“).
Josh Bersin, LinkedIn/ Pulse, 9. November 2018

Bildquelle: Casey Horner (Unsplash)

09Nov/18

Kompetenzentwicklung mit der Corporate Learning Community

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein interessenter Punkt, den Karlheinz Pape hier anspricht: Die Corporate Learning Community ist ja selbst ein Ort für Weiterbildner, um Neues auszuprobieren und eigene Kompetenzen weiterzuentwickeln – ob in unseren Online-Projekten oder vor Ort in regionalen Gruppen oder lokalen Porojekten. Ein schwarzes Brett, um entsprechende Aufgaben und damit verbundene Chancen zu kommunizieren, soll bald entstehen.

„In der Corporate Learning Community werden schon an vielen Stellen Herausforderungen angenommen, an denen Einzelne ganz sicher wachsen, und möglicherweise auch neue Kompetenzen ausprägen. Ein paar Beispiele:

– Die 11 regionalen Corporate Learning Communities haben mehr als 11 Organisatoren, die diese Aufgabe gesucht und angenommen haben
– Beim CLC18 haben 88 gewagt, eine Session anzubieten
– Beim CL20 MOOC und beim CL2025 haben Teams aus Unternehmen gewagt, eine MOOC-Woche zu gestalten
– Bei jedem CL-Sprint hat ein Team die Gestaltungs-Herausforderung angenommen
– Bei den 3 CL-Chats hat je ein Team die wohl für alle neue Aufgabe angenommen, einen Twitter-Chat zu gestalten
….“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 7. November 2018

09Nov/18

Der Siegeszug der Plattformen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Die Wirtschaft der Plattformen ist eine der disruptiven Veränderungen.“ So beginnt der Artikel von Joël Luc Cachelin (Wissensfabrik). Doch Disruption ist nicht gleich Disruption. Der Autor warnt deshalb gleich vor sechs digitalen Rittern, die Unternehmen in der Plattformökonomie bedrohen:

Ritter 1 – Digitalisierung der Wertschöpfung
Ritter 2 – Digitale Prozesse
Ritter 3 – Neuinterpretation der Intermediäre
Ritter 4 – Arbeitende Kunden
Ritter 5 – Online Vertrieb und Kundenbetreuung
Ritter 6 – Delegation von Arbeit an Maschinen

Einige dieser Ritter wurden auch schon auf dem Weiterbildungsmarkt gesichtet. Dann heißt es, das Ende der Hochschulen, der Präsenztrainings oder der Lehrenden sei nah. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten.
Joël Luc Cachelin, HSO.Digital/ Blog, 6. November 2018

08Nov/18

Wenn das Smartphone Nachhilfestunden gibt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es gibt einige Erklärungen dafür, warum der Bildungsmarkt im deutschsprachigen Raum für Start-ups und Investoren nicht attraktiv ist („Warum gibt es in Deutschland kaum EdTech?“). Die große EdTech-Szene spielt in Silicon Valley. Vor diesem Hintergrund verlinke ich einmal auf diese Nachricht über das Wiener Start-up „Gostudent“, „… das Nachhilfestunden im Netz anbietet – mittels kostenloser Chatlösung können Schüler alle möglichen Fragen stellen – von Goethe bis zur Kurvendiskussion. In einem bezahlten Bereich gibt es Video-Nachhilfestunden und Chats mit Lieblingstutoren.“

Das Unternehmen berichtet von monatlich 250.000 Nutzern. Investoren scheinen interessiert. Vielleicht ist es die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Vielleicht ist es eine von vielen neuen Initiativen, denen nur etwas Aufmerksamkeit fehlt.
Johannes Steger, Handelsblatt, 8. November 2018

Bildquelle: Marten Bjork (Unsplash)

07Nov/18

Digitale Kompetenzen von Personalentwicklern

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Institut für Wirtschaftspädagogik an der Universität St. Gallen und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) haben diese Studie entwickelt. Ihr Ziel ist es, die „neuen [digitalen] Kompetenzen näher zu untersuchen, eine Standortbestimmung vorzunehmen und Handlungsempfehlungen für Personalentwickler abzuleiten, damit diese sich für die digitale Transformation fit machen können.“

Wer sich hier eine kurze Aufzählung digitaler Kompetenzen erhofft, an der sich Personaler orientieren und zügig abarbeiten können, wird enttäuscht werden. Die Studie, eine Auswertung von Experteninterviews und einer Online-Umfrage, liefert vielmehr ein Paket von Aussagen und Ergebnissen, die sich aus verschiedenen Perspektiven dem Thema „digitale Kompetenzen“ nähern. Darunter fallen auch der digitale Reifegrad in Unternehmen, die Einstellungen der Personaler sowie ihr Umgang mit den Auswirkungen der Digitalisierung.

Hier die Zusammenfassung der AutorInnen: „Im Hinblick auf die Digitalisierung in der Personalentwicklung zeigt sich heute folgendes Bild: Die Grundhaltung dazu ist positiv. Leitungsfunktionen sowie höheres Alter und mehr Berufserfahrung korrelieren positiv mit der Einschätzung der Bedeutung von Digitalisierung. Der Fokus der Personalentwickler liegt derzeit eher auf Kulturveränderung und Step-Aside Strategien. Klar formulierte Visionen sowie inhaltliche Ziele für die Entwicklung von Kompetenzen im Hinblick auf die digitale Transformation fehlen dagegen.“

Die entsprechenden Zahlen und sieben Handlungsempfehlungen gibt es – verteilt über zehn kurze Kapitel und 31 Seiten – in der Studie.

Die Studie, so heißt es im Vorwort, soll im jährlichen Rhythmus wiederholt werden. Vielleicht kann man hier noch einen Wunsch und eine Anmerkung loswerden: Zum einen würden kurze Fallbeschreibungen von Personalbereichen, die sich bereits aktiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen, helfen, die Zahlen und Selbsteinschätzungen etwas greifbarer zu machen. Die Anmerkung: Das Modell der Augmentationsstrategien bildet eine interessierte und differenzierte Vorlage für die Beschreibung unterschiedlicher Handlungsoptionen von Personalern. Als Grundlage einer Onlineumfrage wirkt es sehr ambitioniert.
Sabine Seufert, Josef Guggemos, Christoph Meier und Kai H. Helfritz, Institut für Wirtschaftspädagogik/ scil an der Universität St. Gallen und Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP), Oktober 2018

Bildquelle: rawpixel (Unsplash)

07Nov/18

Corporate Learning Community Region Frankfurt #CLC069, 4. Treffen am 15. Oktober 2018

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Hier will ich noch einer Chronistenpflicht nachkommen: Nachdem sich die Frankfurter Corporate Learning Community bereits am 15. Oktober in Eschborn getroffen hatte, sind jetzt auch ein paar Zeilen über das Event online. Annette Sell sei es gedankt. Unser Thema war „Alles muss agil sein! Muss es das?”, als Impulsgeber konnten wir Minh Luong gewinnen – und alles Weitere steht im Beitrag, in Wort und Bild.
Annette Sell, Corporate Learning Community, 6. November 2018

Bildquelle: Annette Sell

06Nov/18

Wie Future Skills die Personalarbeit verändern

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

IT- bzw. digitale Kompetenzen werden immer wichtiger, Arbeit und Arbeitsprozesse verändern sich grundlegend. Das stellt Unternehmen vor zwei Herausforderungen: zum einen, die notwendigen Tech-Spezialisten zu rekrutieren, und zum anderen, alle Mitarbeitenden auf die „Arbeitswelten der Zukunft“ (agiles Arbeiten, digitales Lernen, Kollaborationstechniken) vorzubereiten. Die AutorInnen glauben, hier zwei Entwicklungen beobachten zu können: eine Ausweitung und Differenzierung der Rekrutierungsstrategien sowie einen „erheblichen“ Ausbau der betrieblichen Weiterbildung. Auf beiden Feldern spielt wiederum die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. So schließt sich der Kreis. Ein kurzes Thesenpapier. Hier die Empfehlung in Sachen Weiterbildung:

„Die Qualifizierung der bestehenden Mitarbeiter mit Blick auf Future Skills erfordert mehr Weiterbildungstage als bisher – aber auch Ansätze, Schlüsselqualifikationen wie agiles Arbeiten oder Adaptionsfähigkeit on the Job zu erlernen und mit entsprechenden Projekten die Organisationsentwicklung insgesamt zu forcieren. Dieser Prozess einer Hand in Hand gehenden Personal- und Organisationsentwicklung kann über Plattformen organisiert werden, die Transparenz über erworbene Future Skills in der Belegschaft herstellen und die Kompetenzgewinne und -bedarfe systematisch erfassen.“
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.), in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company, Future Skills – Diskussionspapier 2, 6. November 2018

06Nov/18

KI@Education: Wann kommt der LehrBot?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) rückt individualisiertes Lernen in greifbare Nähe. So die These von Ulrich Schmid (mmb Institut). Das geht weit über die Möglichkeiten traditioneller, geschlossener Lernplattformen hinaus. Zum einen durch die Menge an Daten, die in „reichweitenstarken“ Lernumgebungen ausgewertet werden kann. Und durch die Möglichkeiten humanoider Teaching-Robots, wie sie z.B. Jürgen Handke in Marburg testet. Sensorik, Emotionalität und Spracherkennung erwähnt hier Ulrich Schmid. Wenn dann noch Deep Learning dazu kommt, also die Fähigkeit von Software, sich selbst zu „trainieren“, haben wir es mit intelligenten Systemen zu tun.

Das ist aber noch Zukunftsmusik, meint Ulrich Schmid. Kurze Musterdialoge sollen aber andeuten, wohin die Reise geht: „Lehr-Roboter: „Hallo Lisa: Du siehst müde aus?!“ Lisa: „Ja, ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen, weil ich mich auf diese Geschichts-Klausur vorbereiten muss…“ Jetzt könnte man natürlich überlegen, wie Lehr-Roboter, Arbeits-Roboter, Haushalts-Roboter, Fitness-Roboter und Achtsamkeits-Roboter um die richtige Fortführung des Dialogs ringen …
Ulrich Schmid, Bertelsmann Stiftung/ Digitalisierung der Bildung, 6. November 2018

Bildquelle: Alex Knight (Unsplash)

05Nov/18

Unionsfraktion schlägt eine Art Bildungs-Netflix vor

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es nennt sich MILLA: „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“. Was soll es leisten:

„Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine Art Bildungs-Netflix für alle: Eine Internetplattform, auf der jeder Bürger entsprechend seinen Interessen und beruflichen Bedürfnissen Onlinekurse aussuchen und an ihnen teilnehmen kann – wann immer es ihm passt, abends, unterwegs, in der Mittagspause. „Agiles Arbeiten in einer Bank“ zum Beispiel. Oder „Design Thinkin’“. Oder eine Programmiersprache.“

Kommen wir zu den noch dünnen Rahmenbedingungen. Finanziert werden soll es aus Steuergeldern („Die Teilnahme an den Kursen soll nämlich kostenlos sein; die Anbieter wiederum bekommen für ihre Leistungen Geld.“). Es soll Qualitätsstandards, also staatliche Kontrollen, geben, aber vieles ist noch offen. „Wir schaffen einen neuen Markt“, heißt es.

Kurz: Skepsis scheint angebracht.
Henrike Roßbach, SZ.de, 5. November 2018

Bildquelle: Ankush Minda (Unsplash)

 

02Nov/18

Orte des Lernens. Warum ich der Ansicht bin, dass Lernplattformen eine wichtige Zukunft haben

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Aus dem Forum der Corporate Learning Community auf Xing: Ralf Hilgenstock, Moodle-Experte der ersten Stunde, denkt laut nach. Im ersten Teil seines Beitrags weist er darauf hin, dass es vor allem das herrschende Lernparadigma ist, das die Beteiligten häufig daran hindert, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die eine Lernumgebung wie Moodle bietet. Möglichkeiten, die er unter anderem mit dem Stichwort „Social Constructivism“ verbindet. Kurz: „Eine Lernplattform ist ein Werkzeug. Es gibt Menschen, die den Einsatz der Werkzeuge festlegen.“

Aber dann, im zweiten Teil, begibt er sich selbst auf den Weg und überlegt, was eine Plattform wie Moodle noch benötigt, um den heutigen Anforderungen an Bildung und Lernen gerecht zu werden. Es folgt eine Aufzählung von Ideen. Mehr curatierte Inhalte, mehr Vernetzung, mehr user-generated content sind einige der Stichworte.

An der Hochschule Darmstadt nutzen wir natürlich auch Moodle. Dazu ein Kursmanagement-System für die Steuerung von Anmeldungen und Terminen. Dann noch Slack für die alltägliche Kurskommunikation. Dann Google Drive für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten. Links führen von diesen Systemen und Seiten wieder auf YouTube und andere Quellen. Ich glaube, hier irgendwo steckt die Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Lernplattformen.
Ralf Hilgenstock, Xing/ Corporate Learning Community, 2. November 2018

Bildquelle: Wikimedia