Category Archives: Jochen Robes

20Okt/17

Digitalisierung und Kompetenzorientierung in der Weiterbildung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Frank Frick spannt in dieser Präsentation das bewährte Band zwischen Digitalisierung und Kompetenzentwicklung, wie wir es von den Autoren und Autorinnen der Bertelsmann Stiftung kennen. Die Botschaft: Die Digitalisierung treibt, aber die Digitalisierung macht es auch möglich, dass zukünftig Kompetenzen genauer analysiert werden, dass Kompetenzen automatisch mit Stellenangeboten abgeglichen werden können und dass Bildungsangebote noch modularer, noch passgenauer und damit individueller werden. Die Digitalisierung als „Treiber und Lösung zugleich“.

Die Slides, präsentiert auf einer Veranstaltung der Volkshochschulen in Thüringen, bringen viele aktuelle Entwicklungen klar auf den Punkt und verbinden sie mit Trends, Zahlen und Beispielen. Alles allerdings in der Sprache der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.
Frank Frick, Bertelsmann Stiftung/ Blog „Aus- und Weiterbildung“, 17. Oktober 2017

20Okt/17

Selbstgesteuertes Lernen erfordert anderes L&D Geschäftsmodell

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Learning & Development tut sich schwer mit dem selbstgesteuerten Lernen in Netzwerken, weil es, so Karlheinz Pape, mit liebgewonnenen Routinen bricht, auch was die Budgetierung und die Verrechnung von Zeiten und Leistungen betrifft. Denn hier werden ja die Teilnehmer bzw. Kunden selbst aktiv. Und Bildungsexperten und Trainer moderieren, über einen längeren Zeitraum, auf neuem Terrain und häufig situationsbezogen.

Karlheinz Pape denkt dann noch laut über mögliche Lösungen nach, über zentrale Budgets, über Flatrates und über GEZ-ähnliche Gebühren. Ich glaube, diese Überlegungen setzen zu spät an. Wenn Unternehmen sich über eine Vision vom Lernen und eine Lernstrategie verständigen, die dem selbstgesteuerten Lernen in Netzwerken einen zentralen Platz zuweist, wird sich auch eine Finanzierung bzw. ein Geschäftsmodell finden lassen. Umgekehrt, wenn man immer wieder neu über die Kosten und Verrechnung einzelner Community-Projekte nachdenkt, wird es schwer, tragfähige Antworten zu finden.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 19. Oktober 2017

Bildquelle: Hyunwoo Sun (Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)

20Okt/17

Roboter im Hörsaal. „Er sagt Dinge, die wir Menschen uns nicht erlauben könnten“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich glaube, mehr mediale Aufmerksamkeit geht nicht. Erst Hessenschau und jetzt Spiegel Online.  Es geht natürlich um die Uni Marburg, um Anglistik-Professor Jürgen Handke und um seinen Roboter „Pepper“. Die Nachricht: „Zum ersten Mal hat ein Roboter an einer deutschen Uni eine Lehrveranstaltung eröffnet.“ Ein kurzes Interview, einige Eindrücke, vielmehr gibt es noch nicht zu berichten. Aber das Projekt H.E.A.R.T. (Humanoid Emotional Assistant Robots in Teaching) hat auch erst im Mai begonnen. „Wir sind noch dabei auszuprobieren und zu evaluieren, was humanoide Roboter für die Lehre bringen können“, sagt Jürgen Handke. Ich bin gespannt.
Heike Klovert, Interview mit Jürgen Handke, Spiegel Online, 19. Oktober 2017

19Okt/17

Edu Trends | MENTORING

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Gibt es eigentlich Informationen darüber, wie es hierzulande dem Thema bzw. dem Konzept Mentoring geht? Gerade im Zusammenhang mit dem Stichwort Medienkompetenz oder Netzkompetenzen höre ich ja immer wieder mal von Unternehmen, die auf Reverse Mentoring setzen und „Alt“ von „Jung“ lernen lassen. Das klassische Mentoring ist dann oft Führungskräfte-Trainings vorbehalten, wo Nachwuchskräften ein erfahrenes Leitungsmitglied an die Seite gestellt wird.

Die Experten des Observatory of Educational Innovation aus Monterrey (Mexiko) sprechen jedenfalls von einem „Boom“, der sie veranlasst hat, diese lesenswerte und ansprechend gestaltete Einführung und Übersicht vorzulegen.

„This edition offers an overview of mentoring as an educational trend, particularly in the field of higher education and entrepreneurship, including the following content:
– A tour of the evolution of mentoring in 10 key moments of history, from classical antiquity to the Digital Era.
– A proposal for the definition of mentoring in contrast to other terms with which it is oen easily confused in academic settings: tutoring, coaching, advising and counselling.
– A range of procedures to evaluate the quality of a mentoring process.
– And more…“

Observatory of Educational Innovation/ Tecnológico de Monterrey, Oktober 2017

Bildquelle: Umschlagbild „Edu Trends | MENTORING“ (pdf)

19Okt/17

100+ Ideas And Prompts For Student Blogging

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Blogs sind vielfältig einsetzbar. Vom persönlichen Tagebuch bis zum Tool, das Lehrende in ihr didaktisches Konzept einbauen. Gerade die ersten drei Kapitel („Types Of Blog Posts“, „Common Formats Of Blog Posts“, „How To Apply Blogging Prompts To The Classroom“) sind eigentlich für jeden interessant, der sich einmal näher mit Blogs als Lerninstrument beschäftigen will. Hinzu kommt, auch wenn es etwas die Idee dieser Einführung und Linksammlung untergräbt: Viele der hier aufgeführten Hinweise müssen nicht zwangsläufig mit Blogs umgesetzt werden. Auch soziale Netzwerke, Communities, Wikis oder Messaging-Dienste bieten ähnliche Spielflächen, wenn es um das öffentliche und gemeinsame Mitteilen, Teilen und Austauschen geht.
Ronnie Burt, Sue Waters und Kathleen Morris, The Edublogger, 9. Oktober 2017

18Okt/17

CPT+10: A Bright Future for Open Education

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„CPT“ steht für die Cape Town Open Education Declaration, die vor zehn Jahren unterzeichnet wurde. Daran erinnern Mark Surman (Mozilla Foundation) und Philipp Schmidt (MIT Media Lab), die dabei waren. Pünktlich zum Jubiläum und zur UNESCO Open Educational Resources Conference in Ljubljana gibt es jetzt CPT+10, „an effort to look back at the work of the last ten years, and point forward, by mapping out ten “action points” that the movement considers important for the next decade of our work“.

Die Autoren heben drei Punkte besonders hervor: „Empowering the Next Generation“, „Thinking Outside the Institution (Box)“ und „Copyright Reform for Education“. Und sie weisen auch darauf hin, dass das Thema OER kein Selbstläufer ist: „There is a lot to be proud of. But we have not made anything near to the progress that we’d dreamed of. Not even close.“
Mark Surman und Philipp Schmidt, MIT Media Lab, 20. September 2017

Bildquelle: opensource.com (Flickr)

17Okt/17

Udacity Official Declares MOOCs ‘Dead’ (Though the Company Still Offers Them)

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Sebastian Thrun und Udacity waren 2012 die ersten, die MOOCs entwickelten und anboten. Doch bereits Ende 2013 erkannte man, dass die Zukunft (okay, das Geschäftsmodell) nicht in kostenlosen Kursen liegen kann. Also setzte man auf kostenpflichtige Services und Nanodegrees. Irgendwo auf der Seite gibt es noch Inhalte, die offen zugänglich sind, aber sie spielen in der Unternehmensplanung keine Rolle mehr. Udacity’s Vizepräsidentin Clarissa Shen im Interview:

„Shen stressed that the problem with the old MOOC model is a focus on video libraries for teaching. She said the strength of the nanodegree program is that students are required to complete projects. “We care about completion rates, projects student build, and ultimately career readiness,” she said. “MOOCs have been too content-only focused and not a model that engages our students deeply.“

Mittlerweile hat Udacity über 18.000 Nanodegrees ausgestellt. Das Modell scheint zu funktionieren, heißt es.
Jeffrey R. Young, EdSurge, 13. Oktober 2017

16Okt/17

Ausbildung 4.0: Didaktische Gestaltung der betrieblich-beruflichen Ausbildung in Zeiten der digitalen Transformation

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wie verändert die digitale Transformation den Arbeitsalltag? Welche Kompetenzen werden zukünftig benötigt, um die neuen Anforderungen zu bewältigen? Und was bedeutet das für die Gestaltung von Ausbildungsprozessen und den Einsatz digitaler Medien?

Um diese Fragen zu beantworten, gehen die Autoren im ersten Kapitel den Veränderungen im Beschäftigungssystem nach. Hier kommen Frey/ Osborne und andere Studien zu Wort. Die Diskussion der Frage, welche Kompetenzprofile im digitalen Zeitalter gefragt sind, streifen sie deutlich kürzer. Im zweiten Kapitel widmen sie sich dem Einsatz und der Relevanz von digitalen Lernmedien, zollen aber auch hier der dünnen Datenlage Tribut. Da es sich aber nur um „zuarbeitende“ Kapitel handelt, funktioniert das Drehbuch der Autoren.

Denn im Mittelpunkt steht das LERN-Modell. Es soll helfen, die – mit Blick auf die digitale Transformation – adäquaten „Handlungssituationen 4.0“ wie auch die passenden Medien bei der Entwicklung und Strukturierung von Ausbildungsprozessen auszuwählen. Medien können also aus zwei Perspektiven betrachtet werden: als Bausteine einer Handlungssituation, die auf den zukünftigen Arbeitsalltag vorbereitet, und als Instrumente zur Unterstützung von Lernprozessen. Die Heuristik der Autoren arbeitet mit vier Ebenen („SAMR-Modell“, für die Experten), aber hier verweise ich auf die Grafik und/ oder das Original.
Heinz Gerholz und Markus Dormann, bwp@, Ausgabe Nr. 32, Juni 2017, 15. Oktober 2017 (pdf)

16Okt/17

State of the E-Learning Industry 2017

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wer mit E-Learning-Plattformen und -Tools zu tun hat, gerne auf dem neuesten Stand ist (deswegen auch regelmäßig auf den amerikanischen Markt schielt) und schließlich auch mit der saloppen Schreibe von Craig Weiss zurechtkommt, ist hier richtig. Hier die Kategorien, auf die der Experte in seinem Blog eingeht (irgendwo dazwischen finden sich auch nützliche Listen und Hinweise auf zukünftige, weitere Beiträge):

„Any who hah, the e-learning market is made up of various segments or as I prefer spaces.  Most folks are aware of

– Rapid content authoring tools (build courses – you build them)
– LMS and subsets, LP, SEP (Sales Enablement Platforms)
– 3rd party courseware providers (ex: Skillsoft, Wiley)
– Assessment tools including Online Testing Tools (even online proctoring) (ProProfs, ClassMarker, Questionmark)
– Learning Engagement Platforms (Degreed)
– Custom course/content shops (lots of them out there)
– Web conferencing tools (aka virtual learning classrooms, webinars)

But are you aware of these?

– Coaching and Mentoring tools (mobile is a key component)
– Knowledge Reinforcement tools (mobile is essential)
– Courseware marketplaces (OpenSesame, udemy, Coursera)
– Social learning tools (not the same as a Social Learning Platform)
– Video learning tools
– Learning Record Stores
– E-Learning tools – other  (not listed in any of the categories/spaces above)“

Craig Weiss, The Craig Weiss Blog, 11. Oktober 2017

Bildquelle: royalty free (Flickr)