Category Archives: Jochen Robes

21Aug/19

Badges für informelles Lernen? Ja, ABER…..

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Corporate Learning Camp in Koblenz am 12./13. September wirft schon mächtige Schatten voraus. Session-Vorschläge. Community Assemblies. Eine neue Telegram-Gruppe. Und einen Badge für die Teilnahme am Camp. In ihrem Beitrag bereitet Charlotte Venema die Community auf diesen Schritt vor und denkt laut über die mit ihm verbundenen Fragen nach. Dabei lädt sie ein, folgende Punkte zu diskutieren: 
„1. Soll die CLC Badges vergeben?
2. Wenn ja, welche Kriterien sollten erfüllt sein, bevor jemand einen Badge erhält?
3. Welche Bedeutung werden diese Badges und E-Portfolios innerhalb der Community und im Berufsleben haben?“

Wichtige Fragen. Sie selbst, daraus macht sie kein Hehl, steht der Formalisierung (Badges) informeller Lernprozesse eher kritisch gegenüber: „Aus meiner Sicht liegt die Lösung nicht darin, etwas zu formalisieren, was von Natur aus nicht formal ist. Die Lösung liegt darin, die formale Bildung und das informelle Lernen in der Praxis so miteinander zu verbinden, das immer beides stattfindet. Aber das ist ein anderes Thema.“ Lesenswert!
Charlotte Venema, Corporate Learning Community, 3. August 2019

Bildquelle: Simon Dückert/ Telegram

20Aug/19

Zentrale Online- und Datenplattform für die berufliche Weiterbildung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Manchmal geht es ja wirklich Schlag auf Schlag: Was gestern noch im Ideen- und Ankündigungsmodus war, was im Juni nur einen kurzen Passus in der Nationalen Weiterbildungsstrategie ausmachte, soll als Prototyp bereits Ende Oktober 2019 vorgestellt werden! Das Ziel ist eine zentrale Online- und Daten-Plattform für die berufliche Weiterbildung, die die Suche nach passgenauen Angeboten erleichtert. Und die Kompetenzanalyse und -entwicklung soll „intelligent unterstützt werden“.

Dahinter stehen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Initiative Tech4Germany. Wer die Arbeit macht, wer das Konzept entworfen hat und was genau im Pflichtenheft steht, ist der kurzen Meldung leider nicht zu entnehmen.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Meldungen, 13. August 2019

Bildquelle: BMAS/ BMBF

19Aug/19

Hochschul-Bildungs-Report 2020: Jahresbericht 2019

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Im Hochschulbildungsreport 2020“, so ist zu lesen, „untersuchen der Stifterverband und McKinsey, wie gut die Hochschulen die Studierenden auf die Wirtschaft von morgen vorbereiten und formulieren Empfehlungen an Politik und Hochschulen“. Jetzt ist der Jahresbericht 2019 erschienen. Eine zentrale Botschaft lautet: Das wichtige Thema Weiterbildung scheinen die Hochschulen zu verschlafen. Es bewegt sich kaum etwas. Orientieren könnten sie sich an den Education-Start-ups, sie „mischen zunehmend den Weiterbildungsmarkt auf – auch im akademischen Bereich“ (S. 2).

Aber der Bericht enthält viele weitere Informationen, Modelle und Empfehlungen, über die man trefflich diskutieren (und sicher auch streiten) kann. Hier eine kleine Auswahl solcher Einstiegspunkte:

– das „Future-Skills-Framework“ (Technological Skills, Digital Citizenship Skills, Classical Skills), das die Initiatoren entwickelt und neben bereits existierende Modelle gestellt haben;
– die Education-Start-ups (von Coursera bis Babbel), die in der Studie als Benchmark innovativer Bildungsangebote gehandelt werden;
– die offene Sympathie für neue, umfassende, nationale Plattformlösungen auf dem Feld der Weiterbildung, wie sie von MILLA angeregt und in der kürzlich veröffentlichten Nationalen Bildungsstrategie fortgeschrieben wurde.

Hinzu kommen noch, wie gesagt, exklusives Datenmaterial aus Erhebungen und Umfragen sowie konkrete Empfehlungen an die Handlungsträger im Hochschulbereich. Und natürlich der jährlich bis 2020 fortgeschriebene Hochschul-Bildungs-Index. Hier heißt es:
„Der Hochschul-Bildungs-Index erreicht 2017 auf seiner Skala von 0 bis 100 Punkten lediglich 46 Punkte. Das ist zwar im Jahresvergleich ein Plus von 5 Punkten, aber viel zu wenig, um das Ziel von 70 Punkten zu erreichen, das für die sechs Handlungsfelder für das Jahr 2017 gesetzt wurde.“
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.), in Kooperation mit McKinsey & Company, August 2019

 

16Aug/19

Virtuelle Hochschule Bayern öffnet Online-Kurse für Allgemeinheit

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mitten in der Sommerpause am 9. Juli hat die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) ihr Angebotsspektrum erweitert. Neben den bisherigen curricular eingebundenen Online-Kursen, die den Studierenden Leistungsnachweise mit Credit Points bieten, gibt es zukünftig offene Online-Kurse. Über 20 Kurse sind bereits live: von „Schlüsselkompetenz Rechtschreibung“ (Uni Regensburg, 25 Stunden) bis „Finanzmanagement und Finanzanalyse“ (TH Deggendorf, 45 Stunden).

Die Kurse sind kostenfrei nutzbar und an keine Zugangsberechtigungen geknüpft. Sie werden von ProfessorInnen bayerischer Hochschulen entwickelt. Es sind „Selbstlernumgebungen“, wie es im Infoblatt zur OPEN vhb heißt, kurz, es gibt keine tutorielle Betreuung und (wahrscheinlich) auch keine sonstigen Interaktionen und Austauschprozesse. Aber das sind Vermutungen.

OPEN vhb läuft auf einer Moodle-Plattform und wurde gemeinsam mit Oncampus entwickelt. Allerdings stehen die vhb-Kurse – im Unterschied zu den Oncampus-Kursen – nicht unter einer OER-Lizenz. Überhaupt kann ich den kleinen Beitrag von Andreas Wittke auf Facebook zum Launch von OPEN vhb nur empfehlen!
dpa/ heise online, 10. August 2019

15Aug/19

Hamburg ist Teil des UNESCO Global Network of Learning Cities

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Nachricht: „Die Stadt Hamburg tritt als zweite deutsche Stadt dem UNESCO Global Network of Learning Cities (GNLC) bei. Das GNLC vernetzt Städte, die lebenslanges Lernen ermöglichen und so zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beitragen.“ 

Wenn ich die Nachricht richtig lese und verstehe, dann wurde Hamburg in das Netzwerk „Learning Cities“ aufgenommen, dem weltweit bereits über 100 Städte angehören. Damit verpflichtet es sich den Zielen, die mit dem Konzept der „Learning Cities“ verbunden sind. „Learning Cities“ sind Städte, die ihren Bürgerinnen und Bürgern inklusive, vielfältige und qualitativ hochwertige Bildungsangebote und lebenslanges Lernen anbieten und so zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen.“

Eine Reihe von Netzwerkpartnern wurde zudem seit 2015 mit dem UNESCO Learning City Award ausgezeichnet, wie zum Beispiel Gelsenkirchen im Jahr 2017. Eine interessante Initiative. Es gibt übrigens auch eine Reihe von kurzen Video-Tutorials, die das Konzept der „Learning Cities“ erklären (Stichwort „How to build a learning city?“).
kultur-port.de, 6. August 2019

Bildquelle: UIL UNESCO

15Aug/19

Augmented Reality: Transforming Training with Immersive Experiences

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich überlege noch, wie man die neue Qualität, die Augmented Reality in bestimmte Prozesse bringt, am besten beschreiben kann. Vielleicht so: Augmented Reality ermöglicht unmittelbare, wirklichkeitsnahe Einsichten in Objekte und Prozesse, die man ohne diese Hilfe gar nicht oder nur behelfsmäßig, mit Hilfe von Text, Filmen und Bildern, vermitteln kann. Auch in diesem Artikel stammen deshalb die Beispiele aus Industrie (hier BMW, Honeywell) und Medizin. Hinzu kommt, dass Augmented Reality immer mehr zur Alltagstechnologie wird, die Arbeit, Freizeit und eben auch Training umspannt.

Abschließend: Die Beispiele und Artikel über Augmented Reality, auf die ich hier regelmäßig verweise, ähneln sich alle. Die neue Qualität, die AR mit sich bringt, ist offensichtlich. Aber auch (noch?) begrenzt auf bestimmte Einsatzfelder und Kompetenzbereiche. Vielleicht muss man deshalb das „Training“ im Titel wörtlich nehmen.
Dhaval Sarvaiya, readwrite, 13. August 2019

Bildquelle: zedinteractive (pixabay, CC0)

14Aug/19

Neue Lernformate & Lernangebote: EY Badges

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Von EY Badges habe ich im Mai 2019 das erste Mal gehört. In einem Master-Studiengang, in dem ich unterrichte, ging es um Instrumente der Personalentwicklung. Ich hatte gerade verschiedene Trends vorgestellt und einige Unternehmensbeispiele gezeigt, als eine Studentin meinte: „Das haben wir auch!“ Und wies gleich auf ein entsprechendes YouTube-Video hin, in dem EY Badges kurz vorgestellt wurde. Mein Interesse war geweckt!

 

Kleiner Einschub: „EY“ steht für Ernst & Young. Die globale EY-Organisation ist einer der Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Managementberatung. Mit weltweit über 260.000 Mitarbeitenden. Badges sind digitale Abzeichen. Viele sehen in Badges einen attraktiven Weg, um Skills und Kompetenzen, die man selbstorganisiert und/ oder informell erworben hat, auszuweisen und anderen zu kommunizieren.

 

Doch um den Faden wieder aufzunehmen: Einige Tage später hatte ich dann Gelegenheit, im Rahmen unserer regelmäßigen Regionaltreffen der Corporate Learning Community mit Oliver Lorenz von EY zu sprechen. Oliver leitete mich gleich an Kathrin Schulz weiter. Kathrin ist Leiterin des Methods & Didactics Team im Talent Development bei EY. In dieser Rolle unterstützt sie die Implementierung von EY Badges in Deutschland, Österreich und der Schweiz und konnte mir daher noch einige Hintergrundinformationen über das Programm erzählen.  Aber zuerst einige Eckdaten über EY Badges

EY Badges: Eckdaten

–  Hinter EY Badges steht eine Online-Plattform (www.youracclaim.com), über die sich EY Mitarbeitende zu Themen der Digitalisierung weiterqualifizieren können.

– Ein kurzer Auszug aus dem Themenspektrum von EY Badges: Cybersecurity, Emerging technology – Blockchain, Robotic process automation, Analytics – Data science, Wealth & asset management – Financial products, Artificial intelligence, Life sciences, Innovation – Design thinking.

– Es gibt die Badges in Bronze, Silber, Gold und Platin. Um einen Badge zu erlangen, müssen die MitarbeiterInnen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Anforderungen ändern sich, je höherwertig der Badge ist. So ist bei einem Bronze-Badge der Lernanteil größer, während bei einem Gold-Badge die Schwerpunkte mehr auf „Experience“ und „Contribution“ liegen. Aber dazu gleich mehr.

– Die Badge-Plattform von Acclaim arbeitet mit verschiedenen Unternehmen zusammen (IBM nutzt sie zum Beispiel auch.). Die einzelnen Badges, ihre Themen und die Anforderungen, um sie zu erlangen, werden aber von den einzelnen Unternehmen definiert und entwickelt.

– EY Badges wurde 2017 global gestartet (siehe auch: „New program will allow EY people to earn credentials in future-focused skills“, EY News, 14.08.2017). Seit Januar 2019 gibt es EY Badges auch in Deutschland. Im Moment (Juli 2019) verzeichnet die Plattform 77 Badges in den Ausprägungen Bronze, Silber, Gold und Platin.

 

https://www.youracclaim.com/organizations/ey/badges

Kathrin Schulz wies im Gespräch darauf hin, dass es sich bei EY Badges um ein Angebot handelt, das die bestehenden Kurs- und Bildungsangebote bei EY ergänzt und nicht ablöst. Daneben gibt es natürlich interne Lernplattformen, Pflichtkurse und weitere Partnerschaften, zum Beispiel mit Udemy und getAbstract. Zuletzt: EY Badges sind zwar ein eigenständiges Angebot auf einer separaten Plattform. Aber die „Learnings“ auf EY Badges verweisen auch auf bestehende Lernangebote und Lernplattformen. EY Badges bildet so einen weiteren Baustein einer globalen Lerninfrastruktur.

EY Badges ist ein freiwilliges Angebot. Wer als Mitarbeitende daran interessiert ist, einen Badge zu erwerben, bespricht dies mit seiner oder ihrer Führungskraft und integriert es in den Arbeitsalltag. Zeitdruck im klassischen Sinne besteht nicht. Ob man ein Badge in 2 oder 6 Monaten erwirbt, liegt ganz beim Mitarbeitenden und entspricht in dieser Flexibilität wahrscheinlich auch dem Arbeitsalltag der meisten Nutzer.

Aber jetzt zu den beiden Punkten, die das Projekt aus meiner Sicht so spannend machen.

Learning, Experience und Contribution

Um einen Badge zu erwerben, müssen die Lernenden auf drei Feldern aktiv werden: Learning, Experience und Contribution. Das kann am Beispiel des Badges „EY Innovation – Design thinking“ (Silber) wie folgt aussehen:

Earning Criteria
– [Learning] Complete 40 hours of online, classroom or on-project training
– [Experience] Engage with a project on a radar of one of EY Innovation teams (regional, and service lines) and demonstrate knowledge of acquired  concepts or submit an idea to EY innovation challenge
– [Contribution] Share knowledge through thought leadership, coaching, conferences, social media, client presentations or other relevant channels

Die Anforderungen wurden von globalen Fachexperten bei EY im Detail für jedes Thema bestimmt. Mit der Erweiterung des „Learning“ um „Experience“ und „Contribution“ nimmt der Prozess die Praxiserfahrungen der Lernenden auf und dokumentiert die Entwicklung ihrer Kompetenzen.  

Kathrin hat mir dann erzählt, dass sie selbst kürzlich das Badge „Transformational Leadership – Digital Age Teaming“ erworben hat. Das Badge beinhaltet die Fragestellung „Was bewegt die heutige Generation von Mitarbeitenden und wie kann ich als Führungskraft hierdrauf reagieren, motivieren und virtuell das Team führen?“ Um für diese Fragestellungen Antworten für sich selber zu entwickeln, hat sie beispielsweise 20 Stunden „Learnings“ durchgeführt, neue Frage- und Zusammenarbeitstechniken ausprobiert und ihre Erfahrungen innerhalb der EY Community geteilt.

Hierbei bot das EY Badge-Programm einen Spielraum und verschiedene Optionen, wie sie sich das Wissen erarbeitete und wie sie es anschließend für den Badge-Freigabeprozess dokumentierte. Dokumentieren heißt: Sie hat der jeweiligen Aufgabe (Learning/ Experience/ Contribution) ein Dokument beigefügt, das die Aktivität bestätigt, zum Beispiel ein Key Take Away, eine Lernteilnahmebestätigung, ein Feedback ihrer Führungskraft, ob der Skill oder das Verhalten geübt wurde.     

Ich habe dann Kathrin noch gefragt, ob es denn im Rahmen der Plattform auch einen Austausch mit den Experten oder anderen Lernenden gibt. Einerseits, so Kathrin, bestimmen ja die Lernenden selbst, wann sie mit dem Erwerb eines Badges beginnen und in welchem Tempo sie voranschreiten. Andererseits haben sich auf den sozialen Netzwerken im Unternehmen schnell die Gruppen und Kanäle gebildet, in denen Ergebnisse und Erfahrungen mit der Badge-Plattform ausgetauscht werden. Der Austausch ist also ein weniger didaktisches Konzept und mehr gelebte Lernpraxis.    

Doch jetzt zum zweiten Punkt, der das Angebot aus meiner Sicht interessant macht und von klassischen Fortbildungskursen abhebt: die Badges selbst.

Open, portable Badges

Die Mitarbeitenden nehmen ja nicht einfach an einem Kurs teil und erwerben ein Zertifikat. Sie erhalten einen Badge. Diesen Badge können sie „mitnehmen“ und auf ihren persönlichen Profilen abbilden. So wie es zum Beispiel auch Kathrin Schulz mit ihrem „Bronze Badge“ über „Digital age teaming – Transformational leadership“ auf ihrem LinkedIn-Profil getan hat.

Ein weiterer Punkt: Wenn man auf dem Profil von Kathrin Schulz auf „See credential“ klickt, wird man auf eine entsprechende Seite der Badge-Plattform geführt, auf der bestätigt wird, dass sie am 27. Mai 2019 diesen Badge erworben hat. (Man kann dort dann noch auf ein „verify“ klicken und in einem weiteren Fenster werden verschiedene Arbeitsschritte abgehakt, aber das nehme ich an dieser Stelle mal als vertrauensbildende Maßnahme mit …)

 

 

Diese Möglichkeiten – das Darstellen des Badges auf eigenen Seiten, das Überprüfen und Verifizieren der Badges – qualifizieren einen „Open Badge“. Dafür verwendet die Badge-Plattform Acclaim eine Technologie, die auf den ursprünglich von Mozilla definierten Open Badge-Standards basiert.

Natürlich sind die Badges kein zwingender Bestandteil dieses Prozesses. Mit dem Erwerb der Kompetenzen haben sie erst einmal nichts zu tun. Und dass man einen Prozess erfolgreich abgeschlossen und ein Zertifikat erworben hat, könnte auch ein einfacher Texteintrag ausweisen. Die Badges stehen deshalb aus meiner Sicht für Offenheit und Transparenz und für eine Währung, wie sie heute in sozialen Netzwerken üblich ist. Und sie wollen natürlich die Mitarbeitenden und den Markt ansprechen.      

Die EY Badges stehen aber auch für lebenslanges Lernen. Mitarbeitende haben ein Interesse, ihre Skills zu demonstrieren. Und Unternehmen wie EY werben mit den Skills ihrer Mitarbeitenden um Kunden und Projekte.

Fazit

EY Badges ist ein junges Projekt, das gerade gestartet ist. Ich habe mir notiert, dass bereits in den ersten Wochen eine Vielzahl an Mitarbeitenden begonnen hat, einen Badge zu erwerben. Natürlich ist das Projekt aufwändig. Auch wenn mit der Badge-Plattform von Acclaim eine technische Infrastruktur vorliegt: Die Themen und Badges muss jedes Unternehmen selbst entwickeln. Die Prozesse – gerade in den Bereichen „Experience“ und „Contribution“ – müssen abgestimmt werden. Die Mitarbeitenden müssen motiviert werden, den Ball aufzunehmen. Lernerfahrungen müssen ausgewertet werden; usw.

Von daher sehe ich EY Badges auch und vor allem als Blaupause für Projekte, die über klassisches Online-Lernen hinausgehen, aktuelle Themen abbilden und wirkliche Kompetenzentwicklung unterstützen wollen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit den EY Badges weitergeht und ob weitere Unternehmen auf diesen Zug aufspringen …        

Danke an Oliver Lorenz für die Vermittlung und an Kathrin Schulz für den anregenden Austausch!

13Aug/19

Massive List of MOOC Providers Around The World

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Beitrag hält, was er verspricht. „If you’re looking for MOOCs from around the world (many in languages other than English), this list is our best attempt to catalog all the MOOC platforms that are out there. It includes 35 different platforms.“ Jede Plattform wird mit ein oder zwei Sätzen, Links und einem Screenshot vorgestellt. Aus Deutschland ist openHPI dabei, dagegen fehlen openSAP, iversity und oncampus. Viele der aufgeführten Plattformen haben eine explizite MOOC-Geschichte. Doch es gibt natürlich weitere Plattformen, die ähnliche Lernangebote bieten, aber abseits dieser Geschichte laufen. Prominente Beispiele sind Udemy und LinkedIn Learning. Das nur nur Einordnung.
Dhawal Shah und Laurie Pickard, Class Central/ MOOC Report, 30. Juli 2019

Bildquelle: Class Central

13Aug/19

Was kann Künstliche Intelligenz (K.I.) im Zusammenhang mit OER leisten?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Natürlich kann KI auch helfen, um OER im Netz zu finden, also Materialien, die mit entsprechenden Lizenzen gekennzeichnet sind, um die Anfertigung von Übersetzungen zu automatisieren oder um die weitere Personalisierung von Lernumgebungen zu unterstützen. Also alles Möglichkeiten, die auch jenseits von OER diskutiert werden, wenn es um das Lehren und Lernen in digitalen Zusammenhängen geht. Der Artikel nennt dann noch zwei aktuelle Projekte zum Einsatz von KI und verlinkt auf Beispiele.
Gabi Fahrenkrog, OERinfo, 9. August 2019

Bildquelle: Annett Zobel (OERinfo, CC0)

12Aug/19

7 Things You Should Know About Digital Badges

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Über Badges, das zur Vorwarnung, wird es auf diesem Blog in Kürze noch mehr geben. Von daher kommt dieser Überblick im bewährten „7 things you should know“-Format gerade recht. Er wird mit einer Definition eingeleitet:

„Digital badges are validated indicators of skills or competencies, often representing the completion of a microcredential. Badges typically represent competencies not shown on a transcript, including learning from internships, volunteer work, and other co-curricular activities. Increasingly, badges conform to the Open Badges standard, and many are stackable, meaning that they can be credited toward an advanced badge, a certificate, or a degree.“

Interessant ist hier die enge Verknüpfung von Microcredentials und Badges. Es folgen Antworten auf die Fragen „How does it work?“, „Who’s doing it?“, „Why is it significant?“, „What are the downsides?“, „Where is it going?“ und „What are the implications for teaching and learning?“. Nützlich.
EDUCAUSE Learning Initiative (ELI), 3. Juli 2019