Category Archives: Jochen Robes

17Nov/22

CLC (Corporate Learning Community) Future Talk mit Sirkka Freigang

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Vor einigen Wochen gab es eine kleine Umfrage zum Stand der Corporate Learning Community. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. In diesem Gespräch spielen sich Anja C. Wagner und Sirkka Freigang, beide Mitglieder des CLC-Kernteams, erste Eindrücke und Überlegungen zu. Vieles kreist um eine Herausforderung, vor der fast jede Community steht: Wie kann man die Umsetzung der vielen Ideen und Wünsche auf möglichst viele Schultern verteilen? Wie animiert man Mitglieder der Community, selbst aktiv zu werden?
Anja C. Wagner, Gespräch mit Sirkka Freigang, YouTube, 10. November 2022

Bildquelle: Sirkka Freigang

16Nov/22

Peer Learning Changes Everything – But How to Make it Work?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Unter „Peer Learning“ versteht Brendon Johnson „small groups of people who regularly and consistently meet to connect and exchange“. Er nennt ganz konkret die Beispiele „Learning Circles“ und „Communities of Practice“. Damit der Austausch in solchen Peer-to-Peer-Formaten funktioniert, hat er eine Reihe von  Empfehlungen zusammengestellt: von „Outline a clear and simple purpose“ (1), über „Establish — and repeatedly emphasize — shared principles“ (2) und „An optimal size is 6–8 people per group“ (7) bis zu „Finally, connect to a larger purpose“ (11).

Nun stecken diese Empfehlungen zum Teil schon im Regelwerk einiger Formate (zum Beispiel bei  „Learning Circles“ oder „Working Out Loud“), zum Teil sind sie in Handbüchern ausformuliert (für „Communities of Practice“). Wer sich jedoch „formatunabhängig“ auf die Lernreise begeben möchte, findet hier wichtige Anhaltspunkte.

„Over the past year I’ve been trying to determine the right “formula” to help such groups thrive. So that groups meet regularly, and participants feel high value in them and a desire to engage. While at the same time, the burden of coordination and facilitation is light enough that they can scale with ease.“
Brendon Johnson, Networkweaver, 15. November 2022

Bildquelle: Jason Goodman (Unsplash)

15Nov/22

Learnathon

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Beiträge auf LinkedIn haben ja oft keinen Titel, so dass ich einfach mal das Format, das Cornelia Hattula hier bewirbt, aufgreife. Sie schreibt:

„Die Idee hinter dem Learnathon?
✨ als Team setzt ihr euch einen einstündigen Block pro Woche in den Kalender, in dem ihr zusammen lernt.
✨ diesen Block teilt ihr in zwei Pomodoro-Zyklen à 25 Minuten.
✨ anschließend teilt ihr eure Top-Erkenntnisse aus dem Learnathon im Team – so erweitert sich der Horizont jedes einzelnen nochmals zusätzlich.“

Eigentlich ist es nur noch ein kleiner Schritt, um den Learnathon mit einem Learning Circle (lernOS oder P2PU) zu verbinden …
Cornelia Hattula, LinkedIn, 14. November 2022

Bildquelle: Cornelia Hattula

14Nov/22

Wie lernen eigentlich Learning Professionals? Ein Selbstlernprozess.

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Matthias Wiencke hat in seinem Podcast bereits über 20 Lernexpert:innen interviewt. Dabei stellt er immer wieder auch die Frage, „wie sie selbst gerne lernen“. Aus den Antworten hat er jetzt einen lesenswerten Guide zum Selbstlernen entwickelt. Wichtige Bausteine gelungener, selbstorganisierter Lernprozesse bilden demzufolge:

– Motivation
– Zielklarheit, Fokus und Zeit
– Wissensaufbau
– Sharing und Netzwerke
– Ausprobieren und Experimentieren
– Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit

Stichworte, die diese Bausteine beschreiben, sowie weiterführende Links finden sich im Beitrag. Sen Fazit:

„Auch wenn ich zu der Frage nach persönlichen Lernpräferenzen sehr unterschiedliche Antworten erhalten habe, lässt sich in der Zusammenfassung doch ein Muster erkennen: Allem geht ein Ziel voraus, es braucht Wissensaufbau, den Austausch mit anderen Menschen und ganz wichtig: die eigentliche Anwendung des erlernten. Von Claas Triebel hatte ich das Think-Read-Talk-Do (TRTD) Modell kennen gelernt. Das TRTD-Modell beschreibt ähnliche 4 Kernelemente des Lernens. Wer also sein nächstes Lernvorhaben vor sich hat, kann sich an diesem einfachen Ablauf orientieren:
– Lernziel definieren
– Wissen aufbauen
– Austausch mit Menschen
– Anwenden“
Matthias Wiencke, LernXP: LernXplorer Podcast und Blog, 14. November 2022

Bildquelle: Matthias Wiencke

11Nov/22

2022 Turkey Awards

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich habe keine Ahnung, was der Name „Turkey Awards“ zu bedeuten hat. Jedenfalls hat E-Learning-Experte Craig Weiss wieder vier Kategorien bestimmt und entsprechende „Gewinner“ ausgerufen (die weiteren Kandidaten in Klammern):

„- One Term that needs to be kicked to the curb“: Kirkpatrick (Roi, 70-20-10, formal/ informal)
„- One Learning System Terms/Types that isn’t what you think it means“: LXP (Employee Engagement Platform or Workforce  Development Platform or similar, Talent Platform, Micro-Learning)
„- One functionality that needs to be sent to the sun, with no return trip“: Worthless data (Discussion Forums, Assigned Learning, SCORM)

„- Learning System of the Turkey Year 2022“: Microsoft Viva Suite (Linkedin Learning, Workday Learning, Adobe Learning Manager)
„A combo effort. Look, could Microsoft made something unbelievable? Yes. Did they stumble out of the gate with this, too early, than it really ready for prime time? I believe soundly yes. Is there any WOW factor in this? No. Does it cost a lot? YES …“
Craig Weiss, elearninfo247.com, 10. November 2022

Bildquelle: Craig Weiss

11Nov/22

Digitale Plattform führt geraubte Kunstschätze zusammen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Aus der Nachricht: „125 Jahre nach den britischen Plünderungen des Jahres 1897 sind die heute in Museen und Sammlungen weltweit verstreuten Kunstschätze des früheren Königreichs Benin erstmals wieder virtuell vereint. Die am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Plattform Digital Benin verfügt über Daten von 5246 Objekten aus weltweit 131 Museen.“

In nur zwei Jahren wurde das Projekt „Digital Benin“ umgesetzt. Beeindruckend.
Süddeutsche Zeitung, 9. November 2022

Bildquelle: Digital Benin

10Nov/22

Agiles Lernen, Lernen 4.0, New Learning – Was steckt dahinter?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In aktuellen Diskussionen und Fachartikeln tauchen die drei Begriffe immer wieder auf. Manchmal, ich denke da vor allem an „New Learning“, werden sie einfach genutzt, um auf Trends und neue Entwicklungen in der Weiterbildung hinzuweisen. Trotzdem macht es durchaus Sinn, einmal innezuhalten und zu fragen, für welche Konzepte die Begriffe eigentlich stehen. Diese Übung vollzieht Annette Fink in diesem Artikel. Ihre Ein- und Zuordnung ist, so mein Eindruck, nachvollziehbar. Und das Schaubild sehr gelungen.

„Zusammenfassend kann gesagt werden, dass jeweils unterschiedliche Faktoren und Treiber bei den verschiedenen Lernkonzepten im Vordergrund stehen: Beim Lernen 4.0 ist es die Digitalität &Technik, beim agilen Lernen der Prozess mit Option für Anpassungen, bei New Learning die Selbstbestimmung (was und wie gelernt wird) sowie das Sinnempfinden des Lernenden. Je nachdem liegt der Fokus des Lernverständnisses jeweils auf der Technik, den Prozessen oder den Lernenden.“

Ich persönlich versuche in der Regel, nicht zu lange bei diesen letztlich doch sehr deutungsoffenen Begriffen zu verweilen und schnell zu den Lernformaten und Lernformen zu kommen, um die es mir in der Praxis oft geht. Aber das nur am Rande.

Der Artikel ist schon vor einem Jahr erschienen, aber wurde jetzt noch einmal auf LinkedIn verlinkt (via Monika Schlatter).
Annette Fink, Kalaidos Fachhochschule, 19. Oktober 2021

Bildquelle: Annette Fink

09Nov/22

Making Sense of the Future

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Stichwort „Future Literacy“: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) haben einen Werkzeugkasten entwickelt, um „das transdisziplinäre, multiperspektivische und kreative (Zukunfts-)Denken zu fördern“. Es sind sechs Übungen mit ausführlichen Handlungsanleitungen, die in den unterschiedlichen Bildungskontexten (Workshops, Seminare, Selbststudium) eingesetzt werden können: „Antworten im Raum“, „Kritische Utopien“, „Die Sprache der Zukunft“, „3 Ebenen des Wandels“, „Von Weak Signals zu Megatrends“ und „Nachrichten aus 2040“.

„Die 6 Übungen ermutigen digitale Visionär*innen, sich mit dem Paradigma der Ungewissheit, das die Zukunft ausmacht, auseinanderzusetzen. Die Übungen regen eine kreative Beschäftigung mit möglichen Zukünften der digitalen Gesellschaft an.“
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 19. Oktober 2022

04Nov/22

Chagall. Welt in Aufruhr

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In der Frankfurter Schirn wurde in dieser Woche eine Chagall-Ausstellung eröffnet. Da der Andrang sicher groß sein wird, weiß ich noch nicht, ob ich mir einen Besuch antun werde. Aber es gibt ja die Digitorials der Frankfurter Kunststätten. Auch für diese Ausstellung haben die Macher:innen der Kunsthalle wieder eine toll gestaltete Online-Führung entworfen, die Leben und Schaffen des Künstlers präsentiert – entlang an den wichtigsten Stationen seiner Biografie. Ich will nicht sagen, dass die Digitorials alle meine Fragen an eine zeitgemäße digitale Umsetzung beantworten. Es ist auch in diesem Fall eine „geschlossene“ Umsetzung, die auf weiterführende Links oder Einladungen zur Diskussion verzichtet. Aber davon abgesehen bietet sie eine informationsreiche Alternative zum Besuch vor Ort!
Schirn, Digitorial, November 2022

Bildquelle: Schirn

03Nov/22

Die „Nationale Bildungsplattform“: Der Aufbau eines digitalen Bildungsraums mit der digitalen Vernetzungsinfrastruktur Bildung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Artikel hat einen beschreibend-werbenden Charakter. Kein Wunder, denn die Autor:innen gehören zum Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und sind unmittelbar in das Projekt involviert. Wir erfahren, was wir (frühestens) ab Ende 2023 bzw. 2025 erwarten dürfen. Zentrale Begriffe sind die der „Vernetzungsinfrastruktur“ sowie des „Bildungsökosystems“. Ziel ist es, allen Beteiligten einen besseren, einfacheren und bruchlosen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Aber das war ja aus den vorhergehenden Prospekten bereits bekannt. Ich habe aus dem Beitrag mitgenommen: den Verweis auf das OZG-Umsetzungsprojekt „Bildungsjourney”, den Link auf das Projektbüro (www.bildungsraum.de) sowie die Hinweise auf EU-Mittel, die in das Projekt der „Nationalen Bildungsplattform“ (NBP) einfließen.

Schematische Darstellung einer lebenslangen Bildungsreise mit der Vernetzungsinfrastruktur (Bildquelle: Hochschulforum Digitalisierung)

Dominik Theis und Corinne Büching, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 1. November 2022

Bildquelle: Hochschulforum Digitalisierung