Category Archives: Jochen Robes

09Sep/20

Research Review Summer 2020

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein kurzer Ausflug in die Forschungslandschaft rund um Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP). Das Dokument (38 S.) ist eine Sammlung von kurzen Reviews jüngster akademischer Publikationen, meist ein oder zwei Seiten lang, keine tiefschürfenden Analysen, mehr kurze Zusammenfassungen. Die AutorInnen sind vor allem Doktoranden und Mitglieder des Global OER Graduate Network (GO-GN). Hängengeblieben bin ich zum Beispiel bei einer Review von Caroline Kuhn (Bath Spa University, UK), die sich den Artikel „Are MOOCs Open Educational Resources? A literature review on history, definitions and typologies of OER and MOOCs“ näher angeschaut hat und das dort erprobte OpenEd Quality Framework als nützlich empfand, Und bei Paco Iniesto, der sich wunderte, warum ein Fachmagazin mit „Open Learning“ im Titel („Open Learning: The Journal of Open and Distance Learning“) nicht offen zugänglich ist.
Rob Farrow,  Global OER Graduate Network (GO-GN), 25. August 2020

08Sep/20

Why Organizations Don’t Learn?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auch wenn der Artikel ein kleiner Werbeblock ist (Tanmay Vora bietet ein Paket mit wundervollen Sketchnotes über „Leadership, Learning and Change“ an), bündelt er eine Reihe von wichtigen Hinweisen und Links: Peter Senge („The Fifth Discipline: The Art & Practice of The Learning Organization“) taucht auf, die Bedeutung einer Lernkultur „that promotes informal learning and collective sense-making“ wird unterstrichen, Chris Argyris ist dabei und natürlich der titelgebende Aufsatz von Francesca Gino und Bradley Staats aus der Harvard Business Review (2015), den Tanmay Vora auch illustriert hat.
Tanmay Vora, 31. August 2020

07Sep/20

Back to Basics: 10 lessons for virtual L&D for 2021

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jane Hart schreibt, dass mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate „L&D will largely remain a virtual function“. Aber das bedeutet nicht, dass Unternehmen jetzt mit aller Macht in mächtige Lernplattformen, KI und „adaptive learning“ investieren müssen. Im Gegenteil. Ihre Empfehlungen („10 lessons“) setzen vielmehr auf einen Richtungswechsel, auf eine Neuorientierung von Learning & Development. Dafür reichen die „Top Tools for Learning 2020“ völlig aus.

1. Keep it short …
2. Keep it simple …
3. Remember that the oldies are the goodies!
„Don’t overlook email – the original distance learning format.“ …
4. Support social learning …
5. Help people learn from their daily work …
6. Think continuous learning …
7. Keep it flexible …
8. Promote personal learning …
9. Open up learning opportunities …
10. See the big picture …“

Gute, wichtige Punkte, die sie abschließend in einem Schaubild, dem „Modern Workplace Learning Technology Ecosystem“, zusammenführt:

Jane Hart, Modern Workplace Learning 2020 [Magazine], 7. September 2020

Bildquelle: © C4LPT, 2020

07Sep/20

25 Years of OU: 2004 – blogging

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

25 Jahre Open University. Martin Weller hat das Datum ja schon für einige interessante Rückblicke zum Anlass genommen. Hier geht es nun um die Anfänge des Bloggens. Zuerst seine persönliche Erfahrungen und dann die der Open University. Seine Vision: Jedem Studierenden bei Studienbeginn einen eigenen Webspace zu geben, den sie nach Beendigung des Studiums mitnehmen dürfen. Blogs inbegriffen.

„In terms of the OU, it took us a long time to integrate them into courses, … but I think it gets at the fundamental issue that the web brought to education, and which blogs (and then social media) personified – a loss of control and authority.“
Martin Weller, The Ed Techie, 7. September 2020

04Sep/20

AI for Learning. So what’s this book about?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Link für meine „To Read“-Liste. Donald Clark hat seine Begeisterung für Künstliche Intelligenz zwischen zwei Buchdeckel gepackt und beschreibt in diesem Werbeblock, was LeserInnen erwarten dürfen: „AI and teachers“, „AI is the new UI“, „AI creates content“, „AI and learning analytics“ und „AI in assessment“ lauten zentrale Kapitelmarken.

„This is, to my knowledge the first general book about how AI can be used for learning and by that I mean the whole gamut of education and training.“ … „AI changes the world, so it changes why we learn, what we learn and how we learn.“

Alles, was Donald Clark hier über die Durchdringung unseres (Lern-)Alltags durch KI schreibt, ist sehr gut nachzuvollziehen. Der Punkt, der mich (noch) nicht unmittelbar in die Begeisterung vieler AI-Apologeten einfallen lässt, wird von ihm selbst genannt: „It is everywhere, just largely invisible.“ Der Lernende, der morgen zum ersten Mal ein BarCamp besucht, erlebt unmittelbar ein neues Konferenzformat; die Lernende, der morgen ein Chatbot auf ihre Frage in einem Forum antwortet, oder die einen Beitrag auf ihrem Screen liest, den ein pfiffiger Algorithmus ausgewählt hat, merkt das wahrscheinlich nicht einmal.
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 18. August 2020 

03Sep/20

Online Learning Student Experience is the New Climbing Wall

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein „amerikanischer“ Beitrag, zudem hochschulbezogen, aber nicht uninteressant. Der Autor, Michael Feldstein, fordert die (amerikanischen) Hochschulen auf, die Corona-Krise zum Anlass zu nehmen, um über ihren Platz und ihre Rolle im Bildungssystem nachzudenken. Denn das gemeinsame „Campus-Erlebnis“ greift nicht mehr:

„Without their climbing walls and dining halls, without students being able to run into faculty on campus and have a cup of coffee with them, how will these institutions differentiate online? How can they justify their price tags?“

Im Moment, so Michael Feldstein, reagieren die Hochschulen noch situativ. Vergleicht man ihre Online-Bemühungen der letzten Monate mit den MOOCs der großen Anbieter, so sind letztere klar das bessere Produkt. Aber es geht nicht nur um einzelne Online-Kurse, sondern um die Frage, wie man das gesamte „Campus-Erlebnis“ online vermitteln und sich zugleich vom Nachbarn im Web unterscheiden kann. Kurz: „Colleges and universities will need to re-imagine themselves.“
Michael Feldstein, eLiterate, 2. September 2020

Bildquelle: Charlie Chaplin in Modern Times (1936, Wikimedia

03Sep/20

an exploratory

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Okay, der Titel ist ein bisschen dünn, und der Beitrag ist in erster Linie die Ankündigung eines Workshops, den Harold Jarche („Seek > Sense > Share“) und Dave Snowden („Cynefin“) zusammen halten werden. Aber Harold Jarche zählt hier kurz die Quellen auf, auf denen sein Modell aufbaut. Und er bildet noch einmal zwei zentrale Schaubilder ab, auf die ich mich selbst immer wieder gerne beziehe, wenn ich über Persönliches Wissensmanagement spreche.
Harold Jarche, Blog, 2. September 2020

Bildquelle: Harold Jarche (cc-by-nc-sa)

02Sep/20

Ten Big Ideas of Knowledge Management

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es fällt auf, dass die Konzepte, die Nancy Dixon hier festhält, erst einmal ganz ohne Netztechnologien, ohne Internet und Netzwerke, auskommen. Aber sie bilden eine gute Richtschnur für den Einsatz von Netztechnologien. So etwas wie Gütekriterien. Zum Beispiel „1. Connection before Content“: Wie kann ich auch in virtuellen Umgebungen eine Atmosphäre schaffen, die den offenen Austausch unter Teilnehmenden unterstützt? Wie bringe ich den Small Talk in eine Online-Community oder in eine Zoom-Session?

Hier die 10 Punkte:
„1. Connection before Content …
2. Circles Connect …
3. Knowledge is Both Created and Shared in Conversation …
4. Asking Opens the Door to Knowledge …
5. Small Groups as the Unit of Learning …
6. Learn in Small Groups – Integrate Knowledge in Large Groups  …
7. We Learn When We Talk …
8. Learning From Experience Requires Deliberate Reflection …
9. Different Types of Knowledge Needs to Be Shared in Different Ways …
10. Knowledge Sharing is Sustained by Reciprocity …“

Ein Punkt dieser Aufstellung erinnert mich zum Beispiel sofort an Working Out Loud (5.). Ein anderer Punkt daran, dass informelles Lernen zwar fest in unseren Alltag eingebettet ist, aber das Nachdenken über diese, oft unbewusst ablaufenden Prozesse oft Struktur und Unterstützung braucht (8.).
Nancy Dixon, conversation matters, 31. August 2020

Bildquelle: Mike Petrucci (Unsplash)

01Sep/20

Top 200 Tools for Learning

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jane Hart hat wieder die „Top Tools for Learning“ zusammengetragen, inzwischen zum 14. Mal! Abgestimmt haben dieses Jahr 2.369 Bildungsinteressierte aus 45 Ländern. Wie schon seit einigen Ausgaben pflegt sie nicht nur ein einziges Ranking, die Top 200 Tools, sondern teilt dieses noch einmal auf: in die „Top 100 Tools for Personal Learning (PL100)“, die „Top 100 Tools for Workplace Learning (WL100)“ und die „Top 100 Tools for Education (Ed100)“.

Wie erwartet, sind es 2020 vor allem Zoom und MS Teams, die die größten Sprünge in den Top Ten gemacht haben. Zoom wird auch gleich zum „Tool of the Year 2020“ gekürt, und dagegen ist sicher nichts zu sagen.

In einem zweiten Post („Analysis 2020“) hat Jane Hart einige erste Beobachtungen festgehalten, die ich hier in verkürzter Form teile:

1. YouTube retains the #1 position that it is has held for the 5th year running. …
2. Zoom has zoomed up the list into the #2 spot this year. It is clear that video meetings are not just important for remote work, but to keep in touch with family and friends throughout lockdown – and of course for virtual training and virtual education too. …
3. Collaboration platforms do very well this year.  …
4. There has actually been a resurgence in email tools this year. …
Google Classroom soars into the Top 20 at #16. Up a whopping 121 places this year, it is the highest mover up the list, and becomes the top learning platform. …
5. Live engagement tools have come into their own this year. …
6. LinkedIn edges ahead of Twitter for the first time as the top social networking platform …
7. LinkedIn Learning remains the most popular online course platforms although it has also dropped down the list a number of places as have nearly all the big online course platforms on the list (e.g. Udemy, Coursera, Udacity, FutureLearn, etc) …“

Hier stoppe ich einmal. Bei den meisten Beobachtungen finde ich mich wieder. Bei einigen lohnt ein Blick in die „Sub-Listen“. Auch hier gibt uns Jane Hart erste, kurze Orientierungspunkte. Viel Spass beim Stöbern!
Jane Hart, Top Tools for Learning 2020, 1. September 2020

 

01Sep/20

Lernen wird zunehmend mit Arbeiten verschmelzen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Thomas Jenewein (SAP) antwortet in diesem Interview auf Fragen über das „Lernen in der digitalen Transformation“. Stichworte sind unter anderem Lernprozesse, die in der täglichen Arbeit aufgehen, Freiräume für selbstgesteuertes Lernen, Personalentwickler als „Learning Experience Designer“ und, nicht zu vergessen, der Werbeblock fürs Podcasting, der bei Thomas Jenewein nicht fehlen darf.
Interview mit Thomas Jenewein, HR Performance, 4/ 2020, S. 46-48 (pdf)