Category Archives: Jochen Robes

14Feb/19

What is ‘adaptive’ learning?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine gute Frage. Gerade, weil „adaptive“ überall gehandelt wird und sehr viel Spielraum für Deutungen lässt. Und jetzt kommt noch AI, also Künstliche Intelligenz, hinzu. Also versucht Donald Clark eine Übersicht. Vorab gibt er uns diese Definition mit auf den Weg: „In essence it means adapting the online experience to the individual’s needs as they learn, in the way a personal tutor would adapt.“ Dann noch eine kurze Leseempfehlung (Benjamin Bloom: The 2 Sigma Problem). Und schon sind wir mitten in der Aufzählung. Die einzelnen Gliederungspunkte lauten:
Pre-course adaptive, within-course adaptive, across courses adaptive, post-course adaptive.

Wer ein adaptives Lernsystem einmal selbst erleben will, dem empfiehlt Donald Clark Duolingo. Nützlich.
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 12. Februar 2019

Bildquelle: Helloquence (Unsplash)

13Feb/19

Content Curation for Learning

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mit bestehenden Ressourcen im Netz umgehen zu können, gehört zu den digitalen Kompetenzen, über die gerne und häufig gesprochen wird. Doch was sind Aufgabenstellungen, um diese Skills rund um Content Curation zu entwickeln? Und welche Plattformen und Tools bieten sich an?

Zwar hat die Autorin die Lehre an Hochschulen und Studierende im Blick, aber ihre pragmatischen Vorschläge lassen sich schnell auf andere Kontexte übertragen. Ihre beispielhaften Szenarien lauten:
– Studierende sollen eine Liste von Webressourcen zu einem Thema erstellen? Dann ist ein Bookmarking-Tool wie diigo ein möglicher Startpunkt.
– Oder sie sollen multimediale Quellen zusammenstellen? Dann bieten sich Padlet oder Wakelet an.
– Sie sollen die Sammlungen anderer auch kommentieren können? Dann eher Padlet.
Anne Hole, University of Sussex/ Technology Enhanced Learning Blog, 12. Februar 2019

13Feb/19

„Mehr als Bücher“: Was Bibliotheken zu besonderen Lernorten macht

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Interview mit Katherine McConachie, Learning Initiative Manager am MIT Media Lab. Im Rahmen des Projekts „Public Library Innovation Exchange“ bringt das MIT Wissenschaftler und öffentliche Bibliotheken zusammen (Ich vermute, das Projekt der Stadtbibliothek Köln gehört auch in diese Reihe.).
Einige Stationen des Interviews (5:43 Min.): Was macht Bibliotheken zu besonderen Lernorte? Welche Ausstattung brauchen Bibliotheken, um kreatives Lernen zu ermöglichen? Was ist die Rolle von Bibliotheken im 21. Jahrhundert? Welche Rolle spielen Bibliotheken bei der Förderung digitaler Bildung?
Nina Roßmann, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 4. Februar 2019

Bildquelle: MIT Media Lab

12Feb/19

Competitive advantage with a human dimension: From lifelong learning to lifelong employability

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine sehr marktgetriebene Sicht, was bei den McKinsey-AutorInnen nicht verwundern darf. Der Ausgangspunkt: Die Automatisierung wird Jobs konstant verändern. Lernen und Umlernen müssen zur Gewohnheit werden. Diese Botschaft muss alle erreichen. Aber wie? „Lifelong learning“ ist negativ besetzt. Besser wäre „lifelong employability“.

Damit das funktioniert, haben die AutorInnen folgende Empfehlungen für ihre LeserInnen aus dem Management:
1. Learn about learning … (ein Stichwort: microlearning)
2. Think competence, not college … (Stichworte: alternative credentials, coding boot camps)
3. Invest in frontline and entry-level workers … (ein Stichwort: tuition-assistance programs)
4. Work with the public sector …

Beth Davies, Connor Diemand-Yauman und Nick van Dam, McKinsey Quarterly, Februar 2019

Bildquelle: Sean Pollock (Unsplash)

11Feb/19

Der Computer hilft beim Sprachenlernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Skurril? Oder nützlich? Ist das der Segen von KI? Forscher, so zu lesen in der NZZ, sind dabei, einen lernenden Algorithmus zu entwickeln, um das Vokabellernen zu optimieren. Denn bisher sind die entsprechenden Hilfen, ob Karteikartensysteme oder Online-Algorithmen, noch ziemlich grobkörnig und schematisch. Was können nun die neuen Systeme?

„Unser Algorithmus kann für jeden Lerninhalt und jeden Lernenden eine eigene optimale Wiederholungsfrequenz aus den beobachteten Vergessensraten berechnen“, sagt Manuel Gomez-Rodriguez vom Max-Planck-Institut für Software-Systeme. Für jeden Lerninhalt ein eigenes Modell der Vergessenswahrscheinlichkeit, heißt es. Dann kämen noch die individuellen Nutzungsdaten hinzu. Erprobt wird es derzeit mit Duolingo, der Sprachlernplattform.

Immerhin schließt der Artikel dem Hinweis: „Modelle wie die von Gomez-Rodriguez seien ein klarer Fortschritt, aber sie bildeten nicht alles ab, was das Lernen beeinflusse.“
Christian Honey, Neue Zürcher Zeitung, 2. Februar 2019

Bildquelle: strichpunkt (pixabay, CC0)

08Feb/19

L&D GSS 2019: The results

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der etwas kryptische Titel steht für die Learning and Development Global Sentiment Survey, die der britische Bildungsexperte Donald H. Taylor einmal im Jahr durchführt. Sie umfasst eine einzige, kurze Frage: „What will be hot in workplace L&D in [this year]?“ Fast 2.000 Interessierte haben an dieser Auflage mitgewirkt. Die Resultate will Donald Taylor noch etwas aufbereiten, aber das Ranking steht bereits online.

 

 

Für die ersten Plätze gibt es auch eine kleine Lesehilfe des Experten:
„- Personalization leads the table for the third year, but for how long will this continue? Its share of the vote declined this year, as it did the previous year. 
Artificial intelligence continues its unprecedented rise from #8 in 2017 to #3 in 2018 to #2 today. No option has seen such growth in interest across the 6 years of the survey.
Learning analytics led the voting for several weeks at the beginning of polling. This new entry is clearly a strongly-favoured topic.
Collaborative/social learning once dominated these rankings. What does it fall from last year’s #2 position to #4 this year mean?“

Anzumerken ist auch, dass MOOCs, Games/ Gamification und Next Generation Learning Platforms aus der diesjährigen Wertung gefallen sind (wobei der letzte Punkt durch „learning experience platforms“ eine würdige Vertretung gefunden hat). Welche konkreten Berührungspunkte Learning & Development hierzulande allerdings mit den ersten drei Plätzen haben wird, bleibt abzuwarten.
Donald H. Taylor, Blog, 25. Januar 2019

Bildquelle: Donald H. Taylor

08Feb/19

5 Jahre, 5 Papers – die gefragtesten Veröffentlichungen des HFD

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Fünf Jahre gibt es das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) schon, als gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, des CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). In diesem Zeitraum sind unzählige Berichte sowie Arbeits- und Diskussionspapiere entstanden. Vor diesem Hintergrund haben die Macher eine kurze „Best of-„-Liste erstellt:

Platz 1 (3913 mal abgerufen): The Digital Turn – Auf dem Weg zur Hochschulbildung im digitalen Zeitalter (2016)
Platz 2 (2500 mal aufgerufen): Diskussionspapier: 20 Thesen zur Digitalisierung der Hochschulbildung (2015)
Platz 3 (1864 mal abgerufen): Digitale Lernszenarien im Hochschulbereich (2016)
Platz 4 (1086 mal abgerufen): Machbarkeitsstudie für eine (inter-)nationale Plattform für die Hochschullehre (2018) 
Platz 5 (1062 mal abgerufen): Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive (2016)

Willi Weisflog, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 7. Februar 2019

Bildquelle: Hochschulforum Digitalisierung

07Feb/19

Learntec 2019: Neue Tools und alte Fragen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die neuen Tools: Augmented und Virtual Reality (eigene Area auf der Learntec). Ein Thema: Workplace Learning (vertreten durch Jane Hart). Dann noch Kritik an der klassischen Personalentwicklung: „Wer ist eigentlich der Lerner? Und was braucht er?“ und „Welche Rolle muss L&D spielen?“ Christian Böhler (Innogy) und Tobias Pickl (Audi) plädierten zum Beispiel für ein Corporate Learning, das mehr auf direkten Performance Support setzt.
Sascha Reimann und Nicole Bußmann, managerSeminare/ Blog, 6. Februar 2019

Bildquelle: Günter Josef Radig (Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

07Feb/19

MILLA will vor allem eines: schnell da sein

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Die Macher von MILLA kennen den Weiterbildungsdiskurs nicht.“ Das ist eine Erkenntnis, die Peter Brandt (Abteilungsleiter „Wissenstransfer“ beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung/ DIE) aus Berlin mitgenommen hat. Dorthin hatten nämlich die MILLA-Macher aus der CDU kürzlich eingeladen. Ein Expertenaustausch war angesagt. Aber Peter Brandt hat mit der Dramaturgie dieses Austauschs etwas gefremdelt, wie man seinem gleichsam informativen wie unterhaltsamen Protokoll entnehmen kann.

Sein Fazit: Es ist alles nicht so schlimm, wie es manche in den letzten Wochen gedacht haben. Denn es soll ja schnell gehen. Was aber irgendwie auch nicht so richtig beruhigt. Peter Brandt: „So ist es nicht unwahrscheinlich, dass MILLA kommt und im Namen des digitalen Wandels mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs Milliarden Steuergelder einem doch eher begrenzten Zweck zuführt.“

Auf wb-web sind übrigens alle wichtigen Beiträge zu MILLA seit dem 5. November 2018 auf einer Seite zusammengestellt und verlinkt!
Peter Brandt, wb-web, 5. Februar 2019

Bildquelle: Ankush Minda (Unsplash)

06Feb/19

Is Microsoft or Google your next LMS? The view from BETT

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

BETT, das ist „the UK’s largest educational technology show“, kurz: die Learntec in groß. Jason Cole war in London und hat beobachtet, dass die bekannten Lernplattform-Anbieter wie D2L, Moodle (bzw. die UK Moodle-Partner) sowie Blackboard nicht vor Ort waren. Dafür aber Microsoft und Google. Was ihn dazu bewegt, Microsoft als LMS-Anbieter einmal gedanklich durchzuspielen (warum Google im Titel steht, weiß ich auch nicht).

Heraus kommt dabei Folgendes: „When Microsoft makes their push, the learning system won’t look like an LMS, but it will look like Teams.“ Und: „Teams is not ready to replace or compete with the LMS yet, but it isn’t terribly far away.“ Weiter: „The ecosystem around Teams and Office will give Microsoft an increasingly interesting story.“ Natürlich nicht morgen: „While the potential is there, there are a few hurdles on the way.“

Fürs Protokoll.
Jason Cole, e-Literate, 6. Februar 2019