Category Archives: Jochen Robes

26Nov/18

Wie jeder Ort zum Lernort wird

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Für die aktuelle Ausgabe der „Weiterbildung“ habe ich ein paar Gedanken zum Stichwort „Lernorte“ festgehalten. Meine kurzen, aktuellen Referenzen lauten „Lernteams in der Stadtbibliothek“, „MOOCbars an den Volkshochschulen“ und „Blended Learning bei Audi“. Hier der Vorspann:

„Die Digitalisierung hat die Diskussion um Lernorte, Lernumgebungen und das Lernen vor Ort neu beflügelt. Der virtuelle Raum als Lernraum wurde zur Option. Zuerst als die schlechtere Wahl, die nur Erfahrungen aus zweiter Hand ermöglichte und nur kleine Bausteine komplexer Lernprozesse zu unterstützen schien. Dann als Gegenentwurf und Konkurrenz zum Präsenzlernen. Webinare, MOOCs, soziale Netzwerke erweitern den Möglichkeitsraum des Lernens. Klassische Bildungsträger sehen sich herausgefordert, ihre Rolle und ihre Angebote neu zu definieren. Sich vor Ort zu treffen, muss heute einen Mehrwert bieten, der nicht mehr selbstverständlich ist. Hinzu kommt: Für viele Menschen ist ein Alltag ohne die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung nicht mehr denkbar. Die Unterscheidung in ein Lernen vor Ort und ein Lernen im virtuellen Raum ist für sie eine künstliche, alltagsfremde Unterscheidung.“
Jochen Robes, Weiterbildung, 6/2018 (pdf)

23Nov/18

Mein Wochenausklang: Nachrichten von Eisner

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Seit einigen Tagen bekomme ich Nachrichten von Kurt Eisner. Auf WhatsApp meldet er sich täglich mit einem oder mehreren kurzen Updates über das, was ihm unterwegs, in München und auf seinen Reisen, passiert. Vielleicht denken Sie gerade: „Kurt Eisner, Kurt Eisner, den Namen habe ich doch schon mal gehört …“. Genau! Es handelt sich um jenen Kurt Eisner, den Anführer der Novemberrevolution von 1918 in München und ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, also eine historische Figur. Und damit bin ich auch schon mittendrin im Messenger-Projekt des Bayerischen Rundfunks „Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern“.

Kurz die wichtigsten Eckdaten dieses spannenden Projekts: Am 14. Oktober 1918 wurde Kurt Eisner aus dem Gefängnis entlassen, in dem er seit dem 31. Januar 1918 wegen „versuchten Landesverrates“ saß. Am 21. Februar 1919 wird Kurt Eisner ermordet. Am 14. Oktober 2018, genau 100 Jahre später, begann das Projekt „Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern“ von Bayern 2. Seitdem schickt Kurt Eisner Nachrichten und wird es bis zu seiner Ermordung im Februar weiter tun. Es sind fiktive Nachrichten, für die sich die Redaktion aus historischen Quellen bedient. Und so hat mich Kurt Eisner begrüßt: „Danke, dass Du Dich für meine WhatsApp-Nachrichten angemeldet hast. Hier erzähle ich Dir meine Geschichte – in Echtzeit. Das heißt: Ab jetzt schicke ich regelmäßig Nachrichten, Audios und Videos.“

Hier eine Nachricht, die ich diesen am Freitag bekommen habe: „Felix Fechenbach und ich haben den Nachtzug nach Berlin genommen und sind soeben angekommen. Viel geschlafen haben wir nicht, die Aufregung und der Lärm waren schlicht zu groß. In zwei Tagen steht die Konferenz der Ministerpräsidenten an. Heute noch werden wir die Akten zum Kriegsausbruch weitergeben. Dazu haben wir eine Verabredung mit Theodor Wolff, Verleger des Berliner Tagblatts.“

Zwischen die Nachrichten schmuggelt die Redaktion immer wieder mal Links auf weitere Hintergrundmaterialien und Medien. Einzelne Nachrichten schlagen humorvolle Brücken in die Gegenwart, zum Beispiel wenn Kurt Eisner, nachdem er einer Zeitungsredaktion brisante diplomatische Schriftstücke zugespielt hat, schreibt: „Heute würdet ihr mich deswegen vielleicht einen „Whistleblower“ nennen – und die Dokumente „Eisner Leaks“.“

Die Redaktion nennt „Ich, Eisner!“ ein Storytelling-Projekt. Es ist eine „Mischung aus automatisiertem Newsletter-Versand, Chatbot und WhatsApp-Kanal in die Redaktion“, heißt es. Man kann zwischen verschiedenen Messenger-Diensten wählen. Und auch Kurt Eisner bzw. der Redaktion schreiben (aber ich habe keine Informationen darüber gefunden, ob und wie das in der Praxis gelebt wird). Aber es gibt natürlich auf den Seiten von Bayern 2 einige Informationen über das Projekt, und da mögen sicher noch weitere Antworten stecken.

Ich habe ja letzte Woche einen Bogen von E-Learning zu den Digitorials des Städel-Museums gespannt. An diesen Bogen habe ich auch hier gedacht. Natürlich hätte Bayern 2 „Ich, Eisner!“ auch als Hörstück bzw. in einem bewährten Funk- oder TV-Format aufbereiten können. Aber man hat vielleicht über alte und neue Zielgruppen und die Möglichkeiten des Netzes nachgedacht. Und Lust auf ein Experiment gehabt. Um schließlich bei einem Messenger-Projekt zu landen. Toll!

Bildquelle: Unbekannt (Wikipedia)

23Nov/18

Digital Competence Framework for Educators (DigCompEdu) – Ein Interview mit Dr. Christine Redecker

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Neben dem „Digital Competence Framework for Citizens“ (DigComp 2.1) gibt es jetzt auch ein Modell, das beschreibt, „welche Kompetenzen Lehrende haben müssen, um digitale Medien sinnvoll einzusetzen“. Es umfasst vier Kernbereiche, die pädagogischen und didaktischen Kompetenzen der Lehrenden, und zwei „Flügel“, die die beruflichen Kompetenzen der Lehrenden und die Kompetenzen der Lernenden ansprechen. Wie das DigComp 2.1 ist auch das DigCompEdu eine Initiative der Europäischen Kommission. Allerdings sind beide Modelle – auf den ersten Blick – unterschiedlich aufgebaut.

Quelle: Europäischen Kommission/ Joint Research Center (JRC)

Im Interview gibt Christine Redecker einen kurzen Überblick über das Modell, den Stand der Arbeit, ein Selbsteinschätzungstool, das die Anwendung des Kompetenzmodells unterstützen soll, weist dann aber auch darauf hin, dass hier die Arbeit der Europäischen Kommission endet. Interessant.
Robin Rentrop, Interview mit Christine Redecker, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 12. November 2018

Bildquelle: Europäische Kommission

22Nov/18

Drei Fragen an MILLA

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Zur Erinnerung: Am 5. November 2018 hat der Arbeitskreis Zukunft der Arbeit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Weiterbildungskonzept vorgelegt. Sein Titel: „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“, kurz: MILLA. Ulrich Schmid, mmb Institut, hat es aufmerksam gelesen und auch noch drei Fragen gefunden:

1. Wie umgehen mit der Heterogenität des digitalen Lernens? …
2. Was wenn zu wenige oder zu viele Inhalte zu bestimmten Themen angeboten werden? …
3. Wer kann MILLA (kostenlos) nutzen und was bedeutet das für den Weiterbildungsmarkt? …

Sein Fazit überrascht nicht wirklich: „So lobenswert und ambitioniert das Ziel auch ist: Alles in allem lässt es der aktuelle Entwurf von MILLA meines Erachtens kaum erwarten, eine Art „Netflix“ oder „Spotify“ für Bildung zu werden. Im Gegenteil: Ich fürchte, dass dabei am Ende eher etwas herauskäme, das an ein „eGovernment“-Portal einer durchschnittlichen deutschen Großstadt erinnert.“
Ulrich Schmid, Bertelsmann Stiftung/ Digitalisierung der Bildung, 21. November 2018

Bildquelle: Ankush Minda (Unsplash)

21Nov/18

Are MOOCs Going to Disappear? 4 Challenges to Overcome

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

MOOC ist nicht gleich MOOC. Und die großen Kursplattformen wie Coursera oder Udacity nennen ihre Kurse schon lange nicht mehr MOOCs. Mit Blick auf den Titel „Are MOOCs Going to Disappear?“ müsste man also fragen: Um welche Art von MOOCs geht es? Und: Sind MOOCs nicht schon lange verschwunden?

In der Zusammenfassung eines Vortrags von Ignacio Despujol (Valencia/ Spanien) werden die Fragen meines Vorspanns ausgelassen. Es geht direkt zur Sache. Vier Herausforderungen:
Challenge #1: Completion rates
Challenge #2: Accountability and Accreditation
Challenge #3: Accessibility
Challenge #4: Financial Sustainability

Der vierte Punkt überschattet die Diskussion der letzten Jahre. Denn die MOOC-Geschichte ist eine bis heute andauernde Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen. Dazu Ignacio Despujol: „Governments should start putting money in MOOCs if they want to keep them free.”
Laurie Pickard, MOOC Report by Class Central, 18. November 2018

Bildquelle: Universitat Politècnica de València/ YouTube

20Nov/18

Weiterbildung für die digitale Arbeitswelt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom und des TÜV-Verbands. Die Botschaften sind kurz und eindeutig: Ja, Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind wichtiger denn je (aber nur 43 Prozent der befragten Unternehmen besitzen eine Weiterbildungsstrategie). Ja, die Vermittlung digitaler Kompetenzen ist kritisch (aber wieder haben nur 43 Prozent der Unternehmen eine Strategie für die Vermittlung digitaler Kompetenzen). Und 79 Prozent der Unternehmen haben erkannt, dass digitale Kompetenzen und digitales Lernen irgendwie zusammengehören.

Es ist schon die zweite Studie des Bitkom in diesem Jahr, die sich mit der Bedeutung digitaler Kompetenzen beschäftigt. Da ist man geneigt, über Details schnell hinwegzublättern. Aber dann bleibt der Blick doch noch an einer Zahl hängen: „41 % der Unternehmen sind bereit, Zeit und Kosten für die Weiterbildung von digitalen Kompetenzen zu übernehmen.“ (S. 10, S. 30) 41 Prozent? Ich dachte, das Thema wäre so wichtig?
Bitkom Research, 19. November 2018 (pdf)

Bildquelle: Lindsay Henwood (Unsplash)

20Nov/18

A word about the “learning” word

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jane Hart hat einige Kapitel ihres neuen Web Books „Modern Workplace Learning 2019“ zugänglich gemacht. Im hier verlinkten Abschnitt geht es ihr um Begriffliches, nämlich um die Unterscheidung zwischen „learning“ und „training“ bzw. zwischen „e-learning“ und „e-training“. Wenn man ihrem Gedankengang folgt, dann stehen auf der Agenda von „Learning & Development“ nicht die Entwicklung und Verteilung von Kursen, sondern: „A true L&D department is one that also enables, supports and encourages learning …“.
Jane Hart, Modern Workplace Learning 2019, 19. November 2018

Bildquelle: Element5 Digital (Unsplash)

19Nov/18

Der Einfluss von Machine Learning & Künstlicher Intelligenz auf Arbeiten & Lernen im Unternehmen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Maschinelles Lernen ist ein Oberbegriff für die „künstliche“ Generierung von Wissen aus Erfahrung: Ein künstliches System lernt aus Beispielen und kann diese nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern.“ Soweit Wikipedia. Thomas Jenewein (SAP) knüpft hier in seinem Beitrag an und zeigt auf, wo heute Einsatzfelder für Machine Learning sind. Für Corporate Learning zählt er folgende Anwendungsfälle auf:

1. Fragen beantworten, Onboarding 
2. Automatisierung von Aufgaben in Administration oder beim Lernen
3. Empfehlungen: Lern-Inhalte, Experten oder ähnliche Lerner (Kuratierung)
4. Chatbot & Mixed Reality im Arbeitsfluss (Performance Assistent)
5. Automatische Erstellung von Lerninhalten
6. Adaptiv Lernen je nach Vorwissen
7. Individuelles proaktives Coachen von Lernern
8. Neuroschnittstelle

Aber das Thema bietet natürlich mehr. Fragen zur Automatisierung und Zukunft der Arbeit. Ein konkretes SAP-Beispiel („Ed-the-Bot“) sowie grundsätzliche, ethische Fragen. Thomas Jenewein schließt mit einem vorsichtigen Appell: „Mitarbeiter, Kunden & Partner je nach Kontext fit machen und schauen, wie damit das Lernen in der Firma transformiert werden kann.“
Thomas Jenewein, LinkedIn/ Pulse, 17. November 2018

Bildquelle: Markus Spiske (Unsplash)

16Nov/18

Mein Wochenausklang: Ein Besuch im Städel

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In jüngster Zeit kam es hin und wieder vor, dass ich den Begriff und die Sache „E-Learning“ erklären musste. Die Basics also. Manchmal versuche ich es dann über unsere Alltagserfahrungen zu lösen und weise auf YouTube-Filme und das Sprachenlernen mit Babbel hin. Manchmal versuche ich es über den Arbeitsalltag und die Begegnungen mit elektronischen Unterweisungen. Also Lernprogrammen bzw. Web-based Trainings, die im Kern aus Informationen – Texten, Bildern, Videos, Audios – und Lernerfolgskontrollen bestehen.

Szenenwechsel. Letzte Woche war ich wieder einmal im Frankfurter Städel-Museum. Die aktuelle Ausstellung hatte es mir angetan. Sie ist Victor Vasarely gewidmet („Im Labyrinth der Moderne“). Und natürlich bietet das große Städel interessierten Besuchern auch ein Online-Lernprogramm zur Ausstellung. Da Lernprogramm aber nicht besonders einladend klingt, ist es ein „Digitorial“, das einen tollen Überblick über Vasarely und sein Werk präsentiert.

Was soll das „Digitorial“ (der Begriff ist übrigens als eingetragene Marke gekennzeichnet!) leisten: „Das digitale Vermittlungstool bietet facettenreiche Einblicke mit informativen Texten, unterhaltsamen Audiosequenzen und jeder Menge Bilder. Anhand dieser innovativen Darstellung, Erzählung und Vermittlung von Kunst können Sie sich bestens auf Ihren Besuch vorbereiten – ob zu Hause, im Café oder auf dem Weg ins Städel.“

Aus formaler Perspektive ist ein Digitorial ein sogenannter OnePager. Alle Informationen sind auf einer Seite. Der Nutzer scrollt in der Vertikalen, zwischendurch mal in der Horizontalen, dann gibt es Vertiefungen, über die man Hintergrundinformationen oder weitere Medien aufruft. Alles sehr explorativ. Große Bilder und wechselnde Farben (beim Opt-Art Künstler Vasarely natürlich ein Muss) stehen im Vordergrund. Sogar längere Texte fallen nicht unangenehm auf, weil ich sie als Nutzer selbst aufrufen und schließen kann.

Auf die Frage, was also ein formales E-Learning ist, würde ich heute mit der bekannten Unterweisung beginnen, um dann ganz schnell zu einem Digitorial zu kommen. Aber wenn ich schon einmal den Bogen zum Städel gespannt habe: Auf der Homepage des Museums gibt es vier zentrale Bereiche: Besuch, Museum, Sammlung und Online. Was steckt nun alles hinter „Online“? Die ständige Sammlung des Städels ist zum Beispiel in verschiedenen Online-Alben organisiert. Dann die Digitorials. Dann Apps zu den aktuellen Ausstellungen, so dass ich mir vor Ort zu einzelnen Werken Vasarelys weitere Informationen anhören kann. Natürlich einen Newsletter. Natürlich ein offenes WLAN im Museum. Vernetzungen mit den bekannten sozialen Netzwerken. Und das sind nur die Dinge, die mir auf der Homepage aufgefallen sind.

Bleibt jetzt noch die Frage, wie diese Angebote und der Besuch vor Ort zusammenspielen. Irgendwie sind es Angebote, die heute sicher viele Kunstinteressierte erwarten, die aber zugleich niemanden davon abhalten, trotzdem das Museum aufzusuchen. Oder vielleicht ist es sogar umgekehrt, und die Besucher werden durch solche Angebote angezogen? Welchen Einfluss haben diese Angebote eigentlich auf die Ausstellung selbst? Welche Gedanken macht man sich über den „Mehrwert“ des Museumsbesuchs ? Und dann ist das Ganze in Frankfurt noch eingebettet in eine Museumslandschaft und ein Stadterlebnis, bei denen heute mehr und mehr offline und online zusammenspielen … Aber das sind Punkte für später.

Bildquelle: Simsalabimbam (Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

16Nov/18

The Future Of Learning? Well, It’s Personal

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Okay, der Artikel ist „amerikanisch“, es geht um Schulen und vor allem um Mathe. Aber der Punkt, den er macht, „personalized learning“, wird auch hierzulande als Richtung diskutiert, in die sich digitale Bildung bewegt (siehe zum Beispiel Ralph Müller-Eiselt in „Digitale Bildung: im internationalen Vergleich hängen wir 5 – 10 Jahre zurück“, YouTube). Die Autorin, Anya Kamenetz, spielt zwei Perspektiven durch, „pace-driven personalization“ und „interest-driven personalization“. „Pace-driven“ geht nur mit EdTech, „interest-driven“ ist mehr, grundsätzlicher und schwieriger.

„Personalized learning“ has become a Janus-faced word, with at least two meanings in tension:

1. The use of software to allow each student to proceed through a pre-determined body of knowledge, most often math, at his or her own pace.

2. A whole new way of doing school, not necessarily focused on technology, where students set their own goals. They work both independently and together on projects that match their interests, while adults facilitate and invest in getting to know each student one-on-one, both their strengths and their challenges.

Which vision of personalization will prevail? Pace alone, or „Personalize it all“? And what proportion of the hype will be realized?“
Anya Kamenetz, NPR, 16. November 2018