Category Archives: Jochen Robes

27Sep/19

Chapter 11.4 Open pedagogy

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Tony Bates hat der Neuauflage seines Online-Werkes „Teaching in a Digital Age“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt. In diesem Fall versucht er, für Open Pedagogy neben Open Educational Practices und Open Educational Resources einen Platz zu finden. Dabei helfen ihm eine Reihe von aktuellen Diskussionsbeiträgen, aber auch Rückgriffe auf Konzepte, die zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der Open Universities begleitet haben, Kurz: eine lohnenswerte Lektüre.

Seine abschließende Empfehlung: „… what should drive open educational practices and use of OERs should be a broader vision of teaching and learning that focuses on the knowledge and skills students need in a digital age. OER should be embedded in a wider concept of pedagogy than just ‘open’ pedagogy.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 13. September 2019

Bildquelle: Teaching in a Digital Age

26Sep/19

Der lange Weg zu E-Klausuren, digitalen Vorlesungen und KI im Hörsaal

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Unter dem Stichwort „Digitalisierung an Hochschulen“ versucht der Artikel einen kurzen, mutigen Überblick. Im Mittelpunkt steht die Einführung von E-Klausuren an verschiedenen Hochschulen. Einige, so heißt es,  experimentieren sogar schon mit Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality. Leidensdruck ist da: „Das gesamte Semester würden Studierende mit Computern arbeiten, um dann ihre Klausuren mit Stift und Papier zu schreiben.“ Wobei – aber hier fehlt dem Artikel der Raum und die Tiefe – bestimmte Lehr- und Prüfungsformen durch ihre Digitalisierung nicht besser werden.

Aber ich zitiere den Artikel auch, weil die Beispiele vor allem aus Berliner Hochschulen stammen. Und ich am Mittwoch in den Räumlichkeiten der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) war, auf dem historischen Areal des Campus Wilhelminenhof (hier gibt es eine Audiotour zur Geschichte). Der Anlass war die Fachtagung „Digitale Medien in der betrieblichen Praxis“ im Rahmen des Projekts „CoLearnET“. Dort durfte ich einen Impulsvortrag halten („Wohin geht die Reise? Das Digitale im Arbeits- und Lernalltag“). Danke. 
Markus Lücker, Tagesspiegel, 8. September 2019

Bildquelle: HTW Berlin/ Alexander Rentsch (CC BY-SA 3.0)

25Sep/19

Bruchrechnen für alle!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wer diesen Erfahrungsbericht eines Mathelehrers aus Uelsen liest, wird sich vielleicht an den Weg von Salman Khan (Khan Academy) erinnern. In beiden Fällen wurden Lernvideos (Mathe) auf YouTube gestellt, und in beiden Fällen wurden die Filmer vom Erfolg ihres Handelns überrascht. Heute ist Kai Schmidt („Lehrerschmidt“) bei 1.800 Lernvideos angekommen, hat über 20 Millionen Menschen die Grundlagen der Mathematik erklärt und freut sich über 200.000 Follower.

„Doch warum liegen meine Lernvideos bei YouTube und nicht auf dem Schulserver oder einem Bildungsserver? Ist eine kommerzielle Plattform, die darauf ausgelegt ist, dass die Zuschauer möglichst lange Videos schauen, nicht die falsche Umgebung für pädagogische Inhalte?“
Kai Schmidt, taz, 6. September 2019  

Bildquelle: https://www.lehrer-schmidt.de

24Sep/19

7 Dinge, die ich auf dem IOM Summit 2019 über Digitale Transformation gelernt habe

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes


Parallel zur Zukunft Personal hat ja in Köln der IOM Summit stattgefunden, die Konferenz zu Digital Workplace und Digitaler Transformation (und ich wüsste jetzt spontan nicht, wo Lernthemen besser aufgehoben wären …). Jedenfalls war Gabriel Rath (OstseeSparkasse Rostock) dort, also auf dem Summit, und hat sich folgende Punkte auf die Merkliste geschrieben: 

1. Face to Face schafft Vertrauen. …
2. Otto Normal will vielleicht gar kein New Work. …
3. Wir müssen erst am „Humus“ arbeiten. …
4. Niemand möchte mitgenommen werden. …
5. Weg von der Zeitung. …
6. Es gibt kein Ziel. Es geht um den Weg. …
7. Fragen stellen statt Anweisungen geben. …

Fürs Kleingedruckte bitte bei der Quelle nachschlagen.
Gabriel Rath, Zwischen Daddymodus und Digital Life, 19.September 2019

23Sep/19

YouTube, WhatsApp, MOOCs und Co.: Wo und wie lernen wir morgen?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Den Weg der Volkshochschulen in die Digitalisierung verfolge ich ja schon eine ganze Weile. Von daher hat es mich sehr gefreut, dass mich die VHS Hunsrück in Kirchberg eingeladen hatte, im Rahmen ihrer Veranstaltung zur Langen Nacht der Volkshochschulen zu sprechen. Dabei habe ich wieder zehn Lernbeobachtungen präsentiert und mit den Anwesenden diskutiert. Aufmerksame LeserInnen dieses Blogs werden die Stichworte wiedererkennen. Für alle anderen stelle ich die Slides hier gerne zur Verfügung.
Jochen Robes, SlideShare, 20. September 2019

 

 

20Sep/19

EdTech Made in Germany – verloren im Systemlabyrinth?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die EdTech-Szene in Deutschland ist klein: Nur 3,6 Prozent aller Startups sind im Bildungsbereich aktiv (Startup Monitor). Hier setzt der Beitrag an. Zuerst konstatiert Mike Raschke, dass es gerade im Hochschulbereich genügend Aufgaben gäbe, die nach innovativen Lösungen suchen. Dann fragt er nach den Gründen, die ein Zusammenkommen von Hochschulen und Startups hierzulande häufig verhindern. Am Ende konstatiert auch er: „Das deutsche Hochschulsystem funktioniert nach einer Logik, die jungen, agilen Start-ups konträr entgegensteht. Hochschulen und Start-ups sprechen nicht dieselbe Sprache, verstehen sich nicht.“

Was es deshalb braucht, so Mike Raschke: „spezifische Hilfestellungen in Form von Inkubationsprogrammen“. Es empfiehlt sich, parallel noch einmal die Beiträge von Ulrich Schmid (mmb) und Andreas Wittke (TH Lübeck) zum gleichen Thema zu lesen. Oder in das Dossier „EdTech“ des Hochschulforums hineinzuschauen.
Mike Raschke, Hochschulforum Digitalisierung, 19. September 2019

Bildquelle: Austin Distel (Unsplash)

20Sep/19

Was war, was ist, was wird? Trends im Lehren und Lernen in digitalen Zeiten

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Drei Tage Zukunft Personal in Köln liegen hinter mir. Da ich vor allem auf unserer Bühne, der Digital Learning Experience, aktiv war, kann ich zu den großen Strömungen und Trends der Messe bzw. des Faches wenig sagen. Die Impulse, die ich über unsere ReferentInnen auf der Bühne und über Gespräche auf den Gängen eingefangen habe, werde ich an späterer Stelle noch einmal eingehen. Hier aber schon einmal der Link auf die Unterlagen meines Beitrages, mit dem wir auch den Bereich Digital Learning Experience am letzten Tag abgeschlossen haben: vier kurze Nachrichten bzw. Beispiele und ein Überblick mit vier ausgewählten Herausforderungen.
Jochen Robes, SlideShare, 19. September 2019

20Sep/19

Corporate Learning Camp 2019: Lieber gemeinsam lernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Momentan jagt ein Termin den anderen, so dass ich mit dem Berichten und Nachbereiten kaum hinterherkomme. So war ich letzte Woche natürlich auch auf dem Corporate Learning Camp in Koblenz (#CLC19KO) und habe viele vertraute Gesichter wieder getroffen und viele wertvolle Gespräche geführt. Aber für ein Resümee verweise ich lieber auf diesen schönen Beitrag von Sylvia Lipkowski. Sie bringt für Interessierte die Idee des Camps gut rüber, geht aber auch auf die Besonderheiten dieser zehnten Auflage ein. Wie zum Beispiel die „Assemblies“, die Gelegenheiten für einen längeren Austausch über einzelne Themen boten. Schließlich verweist sie auf ein Thema, das aus ihrer Sicht viele Teilgebende in Koblenz umgetrieben hat: die Suche nach einer neuen Lernkultur bzw. nach Wegen ihrer Umsetzung.

Viele weitere Informationen und Berichte zum bzw. über den #CLC19KO finden sich übrigens auf den Seiten der Corporate Learning Community.
Sylvia Lipkowski, managerSeminare/ Blog, 19. September 2019

Bildquelle: Sessionplan des #CLC19KO

18Sep/19

Top 200 Tools for Learning 2019

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In der 13. Auflage gibt es Jane Hart’s jährlichen Überblick jetzt schon! Wer sich mit dem Thema „Bildungs- und Lerntechnologien“ auseinandersetzt, findet hier wie immer viele Impulse. Über die Jahre ist ja die Zusammenstellung selbst gewachsen. Jane Hart listet jetzt 200 Tools auf und teilt diese noch einmal in drei Kategorien ein:
„- Top 100 Tools for Personal & Professional Learning (PPL100) – the digital tools used by individuals for their own self-improvement, learning and development
– Top 100 Tools for Workplace Learning (WPL100) – the digital tools used to design, deliver, enable and/or support learning in the workplace.
– Top 100 Tools for Higher Education (EDU100) – the digital tools used by educators and students in colleges and universities.“

Im Moment gibt es nur die „nackten“ Listen. Wie schon in den letzten Jahren findet sich ein ausgewiesenes Lernwerkzeug bzw. Lernangebot mit LinkedIn Learning erst auf Platz 13. Und Microsoft Teams hat auf den ersten Plätzen den größten Sprung nach vorne getan (um 16. Plätze von 27 auf 11). Weitere und konkretere Lesehilfen von Jane Hart werden sicher in den nächsten Tagen folgen.
Jane Hart, Top Tools for Learning, 18. September 2019

Bildquelle: Jane Hart

18Sep/19

Initiative Future of Work gestartet

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Zum Start der Zukunft Personal Europe haben die Unternehmen spring Messe Management, Haufe, Design Offices, Detecon, IBM und TriCAT die Initiative „Future of Work“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, „praxisnahe Handlungsanweisungen mit einem realistischen Blick auf die Arbeitswelt von morgen zu entwickeln“.

Auch wenn der Start etwas holprig war („Zukunft Personal: Twitter-Häme für Initiative Future of Work“) und man sich fragen mag, ob New Work noch eine Initiative braucht: die zum Start der Initiative vorgelegten „10 Thesen zur Zukunft der Arbeit“ sind interessant, weil sie die „Lernende Organisation“ in den Mittelpunkt stellen. Folgende Thesen unterstreichen diese Ausrichtung unmittelbar, andere zahlen mittelbar darauf ein:

2. Fördern Sie die digitale Employability ihrer Mitarbeiter!
3. Verankern Sie das Lernen in der Unternehmenskultur!
4. Schaffen Sie eine Arbeitgebermarke, die lebenslanges Lernen beinhaltet!
Christoph Pause, Haufe, 17. September 2019

Bildquelle: Hannah Wei (Unsplash)