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21Mrz/18

#clc0711: Kompetenzen für Industrie 4.0 – Wie vernetzt man die vielen Teilnehmer?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Im Moment bilden sich ja landauf landab unter dem Dach der Corporate Learning Community regionale Gruppen. So wie zum Beispiel in Stuttgart. Joachim Niemeier hat jetzt einen kleinen Werkstattbericht geschrieben. In ihm schildert er, wie die Gruppe ihr letztes Treffen organisiert hat, um ihren eigenen Vorgaben – “Vernetzen”, “Lernen und Diskutieren”, “Informieren und Austauschen” und “Planen” – gerecht zu werden. Da war Improvisation gefragt. Meine Stichworte, die ich aus Joachims Beitrag mitnehme, lauten: „vom Hörsaal zu Gesprächsinseln“ und „von BarCamp-Tags zum Vernetzungstool“.
Joachim Niemeier, Corporate Learning Community, 20. März 2018

20Mrz/18

Openness als Gegenstand von Bildungstheorie und Medienpädagogik

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Markus Deimann (Fachhochschule Lübeck) hat den Vortrag, den er gerade auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) an der Universität Duisburg-Essen gehalten hat, schon im Netz geteilt. Der Titel lässt erahnen, dass es hier um grundsätzliche Fragen geht, denen ich mit einem kurzen Verweis nicht gerecht werden kann. Markus Deimann will jedenfalls Brücken schlagen: zwischen Hochschulen, digitaler Bildung und Openness. Die Lektüre lohnt sich, auch wenn der Autor zugibt, dass die Diskussion noch ganz am Anfang steht.

„Der Beitrag beleuchtet die an das Hochschulsystem herantretenden Öffnungsbewegungen wie Open Access, Open Educational Resources und Massive Open Online Courses aus bildungstheoretischer Sicht und diskutiert die medienpädagogischen Implikationen. Als ein System mit einer überaus langen Traditionslinie, verstanden es Hochschulen sehr gut, sich zu etablieren und einen eigenen Code – Wahrheit, mit den Ausprägungen wahr/unwahr – herauszubilden. Diese kulturelle Errungenschaft scheint nun durch die digitale Transformation ins Wanken zu geraten. Somit stellt sich die Frage, wie Hochschulen darauf reagieren können? Als Orientierungsperspektive bietet sich ein neuer Code (Offenheit) an, der durch die oben genannten Öffnungsbewegungen emergiert.“

Markus Deimann, Google Docs, 19. März 2018

19Mrz/18

Personalised learning starts to change teaching methods

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Kontext dieses Artikels ist ganz interessant: Die Financial Times hat „50 Ideas to Change the World“ zusammengestellt. 40 stehen schon im Netz. Auch zwei direkte Bildungsthemen haben es in die Aufstellung geschafft. Nämlich zum einen das Konzept des „personalisierten Lernens“, wie es eine Reihe amerikanischer Schulen bereits praktiziert. Wobei der Artikel auch Fragezeichen setzt. Und dann noch das Stichwort „Roboter im Klassenraum“ mit einer Initiative, auf die ich an dieser Stelle auch schon hingewiesen hatte („Classroom robots stand in for children too ill to go to school“). Also Robots und AI bzw. Algorithmen.

Es gibt dann noch einen Bereich, in dem die Leser selbst noch Ideen beisteuern können. Hier ist die Sektion „Skills und Education“ ganz gut gefüllt und bereits sortiert nach „teaching people new things“ und „using new technologies to deliver education more effectively“.
Adam Thomson, Financial Times, 5. Februar 2018

16Mrz/18

Mein Wochenausklang: Wie nachhaltig sind eigentlich Erklärfilme?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine Frage, der ich mich immer mal wieder stellen muss. So auch diese Woche. Denn so fasziniert alle vom Format der kurzen Erklärfilme sind, möchte der/die eine oder andere doch wissen, was das Ganze eigentlich bringt und ob sich der Aufwand für zwei oder drei Minuten auch lohnt.

Hier ist meine Antwort. Nicht im Wortlaut, aber ungefähr.

Es gibt zwei Einsatzszenarien. Zum einen gehört, dass der Nutzer in einer konkreten Situation eine kurze, schnelle Hilfe benötigt. Zum Beispiel, wie man beim Öffnen einer Maschine vorgeht. Wie die korrekte Bedienreihenfolge aussieht. Hier geht es um Performance Support. Lernen oder Erinnern („Nachhaltigkeit“) ist nur ein schöner Nebeneffekt. Denn der kurze Film steht dem Nutzer auch beim nächsten Mal, wenn er wieder vor dem gleichen Problem steht, zur Verfügung. Idealerweise kann der Nutzer noch den Film bewerten, so dass die andere Seite weiß, dass sie eine nützliche Hilfe entwickelt hat.

Im zweiten Einsatzszenario ist der Erklärfilm in ein didaktisches Konzept eingebettet, das nicht nur auf ein begrenztes „How to …“, sondern den Erwerb einer Kompetenz abzielt. Das fängt schon damit an, dass der Film selbst mit einem Auftrag oder einer Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden verbunden ist. Zum Beispiel mit der Aufgabe, den Film unter einem bestimmten Gesichtspunkt zu kommentieren oder zu bewerten oder mit anderen Lernenden zu diskutieren.

Eine weitere Stufe dieses Szenarios könnte dahingehen, die Lernenden selbst Erklärvideos zu einem Thema suchen, ihre Auswahl reflektieren sowie die Inhalte und Qualität der Erklärvideos beurteilen zu lassen. Und im nächsten Schritt verlagert sich die Aufgabe dahin, dass die Lernenden selbst ein Erklärvideo zu einer konkreten Fragestellung entwickeln.

Spannt man den Bogen konzeptionell noch weiter, ist das bzw. sind die Erklärfilme möglicherweise Bausteine umfangreicherer Blended Learning-Szenarien, die aus einer Reihe von Lernaktivitäten bestehen und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Hier verschiebt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit des Erklärfilms natürlich zur Frage nach der Nachhaltigkeit des jeweiligen Blended Learning-Szenarios. Soweit man überhaupt über Nachhaltigkeit und nicht besser gleich über eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung sprechen möchte (zum geliebten-ungeliebten Stichwort hier noch ein aktueller Link: „Nachhaltigkeit in der Lehre – Perspektiven der Universität Hamburg“, 2018).

Das jedenfalls habe ich so ungefähr geantwortet, als ich nach der Nachhaltigkeit kurzer Erklärfilme gefragt wurde. Was habe ich vergessen?

Bildquelle: Anna Hansch u.a., Alexander von Humboldt Institute for Internet & Society Discussion Paper Series, 13. März 2015 (via SSRN)

16Mrz/18

Edu Trends | Augmented Reality and Virtual Reality

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wieder ein lesenswerter Trendbericht (36 S.) der Experten des Observatory of Educational Innovation aus Monterrey (Mexiko)! Hier führen sie in die Konzepte von Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality ein, verbinden sie mit pädagogischen Konzepten und Aufgaben, stellen Praxisbeispiele aus ihrem Umfeld vor und gehen auf offene Fragen und Herausforderungen ein. Die Studie kommt als Einführung daher und arbeitet deshalb die Unterschiede zwischen den einzelnen Konzepten kurz und klar heraus. Zwei sehr schön illustrierte Timelines zeichnen die einzelnen Entwicklungsschritte von AR und VR nach.

„Even though the implementation of these trends is very recent within the educational system, their positive effects on learning have already been established. However, this is still in the exploratory stage and there are more doubts than certainties. How are AR and VR being applied in education? What are the implications of these resources for the way an educator teaches? What impact do they have on learning and how can it be assessed? What are the challenges of making them fundamental resources in education? Giving simple answers to these questions is the objective of this Edu Trends.“

Observatory of Educational Innovation/ Tecnológico de Monterrey, März 2018

Bildquelle: Umschlagbild „Edu Trends | Augmented Reality and Virtual Reality“ (pdf)

16Mrz/18

Irgendetwas mit Video!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mit diesem Vortrag durfte ich heute einen Video-Tag der ILT Solutions in Köln einleiten. Er spannt einen kleinen Bogen vom Phänomen „Erklärfilme“, über einige Milestones in der (Erklär)Filmgeschichte bis zur Palette der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Formate, die sich Interessierten heute bietet. Anschließend konnten die Teilnehmenden in einzelnen Workshops selbst aktiv werden: Instructional Design, Technik und Filmproduktion standen auf der Agenda, immer auch mit Blick auf Smartphones und user-generated content. Ein schöner Rahmen!
Jochen Robes, SlideShare, 16. März 2018

16Mrz/18

The user experience of making a pancake

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Den Titel habe ich aus einem Newsletter (GoodPractice). Denn der Beitrag selbst steckt tief im LinkedIn-Newsstream, ohne Titel und ohne Zeitstempel. Aber er gehört zu Nick Welch, „the UK’s leading Corporate Video and Event filming Specialist“, und kann also nicht schlecht sein. Ist er auch nicht!! Denn Nick Shackleton-Jones, auf den ich wiederum hier schon häufiger verlinkt habe, versucht vor laufender Kamera, einen Pfannkuchen zu backen. Dabei können sich drei „Systeme“ als Hilfen bewähren: #Alexa v #Google v #Human. Es geht also um Performance Support, User Experience/ UX, informelles Lernen und Personalisierung. Vorneweg: Keines der genannten „Systeme“ ist eine wirklich gute Hilfe. Google schafft’s noch am besten, aber auch da ist Luft nach oben.
Nick Welch, LinkedIn, Februar 2018

15Mrz/18

Social Bots Helping Learners on SAP Learning Hub

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auf dem SAP Learning Hub, der SAP Community für Partner und Kunden, gibt es über 100 Learning Communities mit über 170.000 Mitgliedern. Das sind Hunderte von Fragen, die von Trainern und Moderatoren jeden Tag zeitnah beantwortet werden müssen. Hier hilft jetzt Joe Bot mit. Der Social Bot wurde trainiert, einfache, wiederkehrende Fragen zu beantworten. Was offensichtlich ganz gut funktioniert, denn nach drei Monaten haben mehr als 25 Prozent der Nutzer seine Antworten als die „besten Antworten“ markiert. Lars Satow stellt Joe Bot in einem Video kurz vor. Joe Bot ist übrigens ein normales Community-Mitglied, dem Nutzer folgen können. Er soll noch smarter werden …
Lars Satow, SAP Community/ Blog, 15. März 2018

15Mrz/18

Corporate Learning Community Region Frankfurt #CLC069, 2. Treffen am 5. März 2018

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Persönliches Wissensmanagement“ war das Thema des zweiten Treffens der Region Frankfurt. Rund 25 Teilnehmer hatten sich dafür in den Räumlichkeiten von Hessenmetall eingefunden. Dort hatte dann Stefan Diepolder auch von seinen Erfahrungen mit OneNote berichtet und versprochen, seine Ausführungen im Nachgang noch einmal schriftlich zusammenzufassen. Was er in Form von 5 Tipps und vielen weiteren Links jetzt getan hat. Danke!
Stefan Diepolder, Corporate Learning Community, 14. März 2018

Bildquelle: Arjana Blazic

14Mrz/18

Auf ein Wort: OER haben enormes Potenzial für das lebenslange Lernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In Deutschland ist in Sachen Open Educational Resources (OER) viel passiert in den letzten Jahren. Das betonen Ingo Blees (Koordinator der Informationsstelle OER), Verena Metze-Mangold (Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission) und Jöran Muuß-Merholz (OER-Experte der Bildungsagentur Jöran & Konsorten) in diesem Interview. Aber es geht noch mehr. Eine Schwierigkeit beim Sprechen über OER wird in den Statements auch wieder deutlich: Mal adressiert man Lernende, die Zugang zu Bildung benötigen, mal Lehrende, die Zugang zu Bildungsmaterialien benötigen, ohne sich um Urheberrechte sorgen zu müssen. Und nur im zweiten Fall geht es ausschließlich mit OER weiter.

„Muuß-Merholz: Wenn ich die Perspektive eines Educators irgendwo auf der Welt übernehme, ob in Deutschland oder Kirgisistan oder Swasiland, ob an einer Schule oder Hochschule oder im Weiterbildungsbereich, dann würde ich mir für 2030 wünschen, dass ich mich mit Hilfe von offenen Bildungsmaterialien voll auf meine Pädagogik, ihre Qualität und den Zugang dazu konzentrieren kann. Ich wünsche mir, dass sich Lehrkräfte dann keine Gedanken mehr um juristische, organisatorische oder technische Fragen machen müssen. OER kann viele Antworten liefern, um das Leben der Menschen zu erleichtern, die letztlich für die Bildung vor Ort verantwortlich sind, nämlich der Pädagogen.“

Deutsche UNESCO-Kommission, Newsletter, 1/2018