All posts by jrobes

29Mai/19

Wie Arbeit wieder laut wird: #WOL

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein schönes Porträt von Katharina Krentz, die als Expertin für digitale Zusammenarbeit bei Bosch für „Working Out Loud“ (WOL) wirbt und damit in den letzten Jahren über das Unternehmen hinaus eine inspirierende Quelle geworden ist. Bei Bosch, so heißt es im Artikel, umfasst die WOL-Community heute 600 Circles mit 4.500 Mitgliedern in 50 Ländern. Und Katharina Krentz probiert auch Circles, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Unternehmen zusammensetzen.
Mareike Knoke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 28. Mai 2019

28Mai/19

Tell Me, Learning Analytics…

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich finde die Diskussion um Learning Analytics noch immer etwas künstlich, weil wir (ich!?) hierzulande kaum Berührungspunkte damit haben. Aber das ist an vielen Stellen, zum Beispiel in den Staaten, schon anders. Von daher machen die Fragen, die Maha Bali stellt, schon Sinn, zum Beispiel:

„Also, if what happens once a student is “identified” as needing help, is automated, this makes me extremely sad. Because someone who is falling behind probably needs personal attention and care from the teacher or at least a TA.“

Stephen Downes hat in seinem Kommentar genickt, aber darauf hingewiesen, dass viele der Probleme, die KI lösen soll, ja in der traditionellen Präsenz-Hochschule entstanden sind. Deshalb:
„While I’m not disagreeing with the criticisms of learning analytics in this post, I’m not exactly agreeing with the argument that we need more humans to do the work. It seems to me that what we really need is better AI.“
Maha Bali, Reflecting Allowed, 29. Mai 2019 

27Mai/19

HFDcert – Das HFD Community Certificate

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das HFDcert des Hochschulforum Digitalisierung gibt es schon seit Februar 2019. Es soll helfen, das individuelle Engagement in der digitalen Lehre sichtbar zu machen. Dafür reicht man auf einer Online-Plattform seine Aktivität ein, zum Beispiel ein Workshop-Besuch, ein Blogbeitrag oder die Umstellung eigener Lehrveranstaltungen. Im Peer-Review werden die Aktivitäten bescheinigt und dann ins eigene Online-Portfolio aufgenommen.

Der Prozess ist charmant pragmatisch: Man stellt seine eigene Aktivität und den damit verbundenen Aufwand kurz schriftlich dar. Ein zufällig ausgewählter Peer segnet die Darstellung ab. Pro Stunde Beschäftigung mit dem Lehren/Lernen im digitalen Zeitalter gibt es einen Punkt. Hat man genügend Punkte gesammelt, wechselt der Status: Man ist zu Beginn Novice und kann zum Instructor, Innovator oder Incubator aufsteigen. Auf der Online-Plattform ist das für Interessierte sichtbar. Man kann das HFDcert auch jederzeit als PDF-Datei herunterladen und als Badge beruflichen Profilseiten hinzufügen. 

Ich habe das Projekt in den letzten Tagen wiederentdeckt, schnell ein Profil angelegt und mal versuchsweise meinen Impulsvortrag zum Stichwort „Micro-Degrees und Badges“ eingereicht. Es hat funktioniert. Ich habe sechs Punkte und den Status „Novice“ erhalten. Da geht sicher noch mehr …

Aber zurück zum Anfang. Warum gefällt mir das Prinzip „HFDcert“? Es geht um informelles, selbstorganisiertes Lernen, um Kompetenzentwicklung. Ausgangspunkt ist die eigene Praxis und eine Selbsteinschätzung. Peers geben Feedback. Gleichzeitig kann ich meine Aktivitäten mit meinem Profil verbinden. Kurz: Das Verfahren ist angenehm unscharf, offen und transparent. Eine schöne Vorlage für die Personalentwicklung!!
Hochschulforum Digitalisierung, 2019

24Mai/19

„Unser Bildungssystem ist richtig scheiße digitalisiert“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein EdTech-Startup („Polarstern Education“) wird vorgestellt, obwohl ich nicht so richtig erkennen kann, was die Lösung des jungen Unternehmens auszeichnet. Vielleicht ist es der Umstand, dass man sich auf den schwierigen, weil nicht finanzstarken Hochschulmarkt konzentriert und mit der Plattform Open edX punkten kann. An einer selbstbewusst vorgetragenen Analyse des Bildungssystems mangelt es jedenfalls nicht. Aber kritische Rückfragen werden im Beitrag auch nicht gestellt, im Vordergrund steht die Starthilfe. Nicht das schlechteste Motiv, wenn einem die EdTech-Szene hierzulande am Herzen liegt.
Mareike Knoke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 24. Mai 2019

24Mai/19

Digital_Learning: Meetups 2019 – Hamburg

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Am Mittwoch hat das zweite Netzwerktreffen unserer Reihe „Digital_Learning: Meetups“ stattgefunden. Dieses Mal waren wir bei der Airbus bzw. dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg zu Gast. Es hatten sich wieder ca. 25 interessierte Teilnehmer eingefunden, um mit uns über Aufgaben und Entwicklungen des digitalen Lernens in Unternehmen zu diskutieren. Ich habe meinen Impuls aus Seeheim noch einmal etwas verdichtet.

Quelle: @birgitoelker

Apropos Impuls: Die meisten Nachfragen gab es übrigens zur Badges-Plattform, die Ernst & Young seit einigen Monaten einsetzt! Leider musste ich noch vor Veranstaltungsende die Rückreise antreten, so dass ich den Beitrag von Jan Balcke (AIRBUS Operations) nicht mehr mitbekommen habe. Sobald ich diese Lücke geschlossen habe, berichte ich gerne darüber. Ansonsten sehen wir uns ja vielleicht am 13. Juni in Stuttgart?

Jochen Robes, SlideShare, 22. Mai 2019

23Mai/19

FDP will eine „European Digital University“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wie lässt sich die Idee einer nationalen Weiterbildungs-Plattform („MILLA“) toppen? Vielleicht durch den Ruf nach einer „European Digital University“? Das Projekt, so lese ich, soll bei der Europäischen Kommission bereits auf dem Tisch liegen. Deutschland zögert. Die FDP drängt. Was die Plattform leisten soll, ist wohl noch unklar: Eine zentrale Anlaufstelle für Online-Lernangebote bieten? Einen grenzüberschreitenden Austausch von Studierendendaten ermöglichen? Nur die (naheliegenden) Stichworte „Big Data“ und „Künstliche Intelligenz“ fallen nicht. Noch nicht. Ich bin geneigt, die Nachricht unter „Vermischtes“ abzulegen.
Tilmann Warnecke, Der Tagesspiegel, 21. Mai 2019

Bildquelle: Tom Grimbert (@tomgrimbert, Unsplash)

23Mai/19

7. Treffen der Corporate Learning Community in Frankfurt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein kurzer Teaser: Am Dienstag hat sich wieder die Frankfurter Corporate Learning Community getroffen. Annette (Sell) hat versprochen, noch einen kleinen Bericht zu schreiben, deshalb will ich mich an dieser Stelle kurz halten. Wir hatten zwei Gäste, die das Treffen in Eigenregie „geschmissen“ haben: Annegret Schlegel und Sophie Stender von quäntchen + glück aus Darmstadt (das sind übrigens die mit dem New-Work-Quartett!) haben uns von ihrem Umgang mit Lernen und Weiterbildung berichtet und uns das Ganze noch im Zeitraffer ausprobieren lassen. Das war informativ und kurzweilig zugleich! Angela (Stotz) hatte uns übrigens nicht nur wieder in die Räumlichkeiten der Deutschen Bank geladen, sondern auch still und leise eine tolle Sketchnote erstellt, die den Nachmittag wunderschön zusammenfasst:

Quelle: @AngelaStotz

Ich bin ja schon seit einiger Zeit davon überzeugt, dass in den Methoden und Formaten, die heute in vielen kleinen, agilen Agenturen gelebt werden, wichtige Impulse für die „große“ Weiterbildung in Unternehmen stecken. Oft in Verbindung mit netzgestützen Lösungen, die es dann ermöglichen, die Erfahrungen vor Ort auch in größeren Zusammenhängen auszutauschen. Wichtige Stichworte sind hier selbstgesteuertes Lernen und Peer-to-Peer-Feedback.
Corporate Learning Community Frankfurt, 21. Mai 2019

23Mai/19

Podcasts in der Hochschullehre

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es sind kurze Eindrücke und Links, die Markus Deimann, selbst langjähriger Podcaster („Feierabendbier Open Education”), hier mit uns teilt. Podcasts, so erfahren wir, können in der Lehre zum Beispiel zur Reflexion und zum Austausch mit anderen eingesetzt werden. Kurz: Podcasts als Bausteine offener Bildung. Interessant ist auch der Hinweis auf die Initiative des Hochschulforum Digitalisierung, studentische Podcasts im Rahmen der Reihe „Podcasting the Digital Turn“ zu fördern.
Markus Deimann, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 22. Mai 2019

21Mai/19

L&Dpro BarCamp: Fachmesse zu einem Lernevent gemacht?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Kann man Messe mit BarCamp kombinieren? Die großen Messeveranstalter experimentieren ja gerne mal in irgendwelchen Ecken mit neuen Formaten, einer Blogger Lounge hier, einem Mini-Camp dort. Im vorliegenden Fall hat eine Messe, die neue L&Dpro in München, mit der Corporate Learning Community (CLC) kooperiert, um die Integration beider Formate zu testen. Karlheinz Pape geht für die CLC noch einmal auf die Ziele des Experiments ein („Den Austausch unter den Besuchern anregen, das Voneinander-Lernen auf einer Fachmesse etablieren“) und beschreibt, was vor Ort passiert ist. Sein Fazit:

„Ja, das Fomat passt auch auf eine Messe. Mit 25% der Messe-Besucher wurde das BarCamp auch als attraktiv angesehen. Die zentrale Kommunikations-Plattform für die Besucher ist es aber noch nicht. Deshalb muss ein nächstes Messe-BarCamp zentraler sichtbar und zeitlich abgestimmt mit den übrigen Vorträgen laufen. Aber für den Versuch sind wir dankbar!“

Bildquelle: Karlheinz Pape

Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 19. Mai 2019

21Mai/19

Curation as an Educational Challenge

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein empfehlenswerter, ausführlicher Artikel für alle, die sich für das Thema Content Curation interessieren! Und zwar für Content Curation als Haltung und als Teil dessen, was man Persönliches Wissensmanagement nennen kann (und weniger als die Frage nach automatisierten Curation-Plattformen und -Prozessen). Silvia Rosenthal Tolisano geht auf folgende Punkte ein:

„(1) being aware of curation (What is it? What are strategies? What is the urgency to bring curation into the classroom?)
(2) curating as an integral part of our own “NOW skills and literacies”?
(3) gaining skills and fluency in the use of current curation tools and platforms
(4) embedding curation skills in our current curriculum/subject area/ grade levels.“

Es beginnt mit grundsätzlichen Fragen und den persönlichen Erfahrungen, Strategien und Routinen der Autorin. Am Ende wird sie praktisch und verbindet Tools (Pinterest, Instagram, Twitter, Blogs, Wakelet, Diigo) mit konkreten Curation-Aufgaben und Beispielen. Viele Links.
Silvia Rosenthal Tolisano, Langwitches, 19. Mai 2019

Bildquelle: Silvia Rosenthal Tolisano/ Langwitches