Monthly Archives: Juli 2018

26Jul/18

Bildung in Deutschland 2018

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der neue Bericht „Bildung in Deutschland 2018“, erschienen am 22. Juni 2018, wartete noch auf eine Referenz an dieser Stelle. Das Ausharren hat sich gelohnt: Jetzt kann ich gleich auf Markus Deimann verweisen, der den Bericht kommentiert hat. Vorneweg: Es ist der siebte nationale Bildungsbericht, verfasst von einer Reihe renommierter Einrichtungen und Experten. Der Bericht will, auf 377 Seiten, eine empirische Bestandsauf­nahme für das deutsche Bildungswesen vorlegen, von der frühen Bildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Ein Schwerpunktkapitel dieser Ausgabe widmet sich dem Thema „Wirkungen und Erträge von Bildung“.

Was ist nun Markus Deimann aufgefallen? Zuerst beobachtet er im Bildungsbericht ein Bildungsverständnis, das zwischen Selbst- und Fremdsteuerung schwankt. Auf der einen Seite geht es darum, durch Teilhabe an Bildungsprozessen das eigene Leben selbständig zu planen und zu gestalten. Und auf der anderen Seite steht der zielgerichtete Aufbau von Kompetenzen, die der Arbeitsmarkt nachfragt.

Dann hat sich Markus Deimann noch die 14 Stellen näher angeschaut, in denen im Bericht von der Digitalisierung die Rede ist und sieht hier „das Pendel mehr in Richtung der Fremdsteuerung“ schlagen. Ein Paradoxienmanagement (!), das dieses Spannungsverhältnis aufnimmt, reflektiert und nach einer Lösung sucht, könnte hier weiterhelfen. Aber an dieser Stelle sind die Hinweise des Autors sehr deutungsoffen. Jedenfalls nimmt er auch die Bildungswissenschaft selbst in die Pflicht, weiter über Bildung im digitalen Zeitalter nachzudenken.
Markus Deimann, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 24. Juli 2018

Bildquelle: Bildungsbericht

26Jul/18

Expert/in für E-Didaktik an der Universität Göttingen gesucht

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

An der Georg-August-Universität Göttingen ist im Team für Digitales Lernen und Lehren der Abteilung Studium und Lehre zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Expert/in für E-Didaktik mit der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 39,80 Std./Woche) befristet bis zum 31.12.2020 zu besetzen. Die Entgeltzahlung erfolgt nach Maßgabe des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (Entgeltgruppe 13 TV-L).

26Jul/18

Open Educational Resources (OER): Eine Hilfestellung für digitales Lehren und Lernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„In der beruflichen Weiterbildung ist das Thema bislang wenig bekannt“, schreiben die Herausgeber einleitend. Der Leitfaden (54 S.) soll diese Lücke schließen. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Wikimedia Deutschland. Die einzelnen Kapitel geben einen Überblick über OER, das Urheberrecht, freie Lizenzen sowie den praktischen Umgang mit OER. Empfehlenswert ist das Kapitel „OER für die eigene Arbeit nutzen“, das die verschiedenen Vorteile von OER vorstellt. Abschließend wird noch eine Reihe von weiterführenden Quellen genannt, wie die Informationsstelle OER oder wb-web.
Nele Hirsch, Christina Rupprecht und John H. Weitzmann, DIHK und Wikimedia Deutschland, 2. Aufl., Juni 2018 (pdf)

26Jul/18

Erschienen: Making: Die Selbstmach-Bewegung

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Nachdem wir auch schon den ganzen Kurs „Gratis Online Lernen“ versucht haben in einfachem Deutsch zu schreiben, ist nun auch eine kurze Einführung zu mir zum Making bei „Gutes Aufwachsenen mit Medien“ erschienen – auch wieder im (möglichst) einfachen Deutsch – was bei diesem Thema kein Kinderspiel ist. Daher besonderen Dank an die Redaktion – habe viel gelernt 🙂

(C) Gutes Aufwachsen mit Medien

25Jul/18

MOOCs in Deutschland, die verpasste Chance

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ja, es stimmt. Deutschland erfüllt viele Voraussetzungen, um auch in der Bildung Exportweltmeister zu sein (bis auf diese kleine sprachliche Hürde vielleicht …). Allein, wir versuchen es nicht einmal. Was Andreas Wittke, Chief Digital Officer bei oncampus, formerly known as mooin, am Beispiel MOOCs ausführt. Die großen, globalen Anbieter haben das Feld der freien Bildung längst geräumt. Hierzulande halten oncampus und openHPI das Fähnchen tapfer hoch. Und jetzt, nachdem 2008 oder 2011 (je nach Lesart) die ersten MOOCs an den Start gingen, wird offiziell über eine „nationale Bildungsplattform“ nachgedacht. Da ist Skepsis angebracht. Oder: „Es bleibt weiterhin spannend.“
Andreas Wittke, Online by Nature, 24. Juli 2018

Bildquelle: geralt (pixabay, CC0)

25Jul/18

Digitale Lehre – Trends 2018

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jürgen Handke (Philipps-Universität Marburg) hat in den letzten Monaten fleißig Bildungsinstitutionen besucht, dort referiert und beraten und seine Eindrücke jetzt in einem „Sommer-Resümee“ zusammengefasst. Die Trends, die er beobachtet hat: Inverted Classroom („auf dem Vormarsch“), Künstliche Intelligenz („tut sich einiges“) und Open Educational Resources („scheint sich durchzusetzen“).

Natürlich gibt es auch Herausforderungen: von antiquierten Lernräumen, über wissensorientierte Prüfungen bis zu skeptischen Hochschullehrern. Aber, so Jürgen Handke: „Das alles kann die Entwicklung verzögern, aber nicht aufhalten.“
Jürgen Handke, YouTube, 23. Juli 2018

24Jul/18

„Klassische Trainings fliegen nicht mehr richtig“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Harald Schirmer, Manager Digital Transformation bei Continental, muss ich an dieser Stelle nicht mehr vorstellen. In diesem ausführlichen und lesenswerten Interview berichtet er, wie der Konzern mit der digitalen Transformation umgeht. Aufhänger ist die Einführung von Office 365. Hier hat man vieles anders gemacht, Dinge ausprobiert und Raum für selbstverantwortetes Handeln gegeben. Es gibt jetzt GUIDEs, Knowledge Broker und eine 42er-Community. Kurz: Man hat das Lernen vom Kopf auf die Füße gestellt.

„Wir fokussieren uns auf lebenslanges Lernen, da wir festgestellt haben, dass klassische Trainingsmaßnahmen nicht mehr richtig gut fliegen. Erst melden sich die Leute gar nicht an, dann melden sie sich an und kommen nicht und im schlimmsten Fall kommen sie und gehen nach der Hälfte der Zeit. Das heißt nicht, dass die Trainings schlecht sind. Meist begründen das die Teilnehmer damit, dass sie keine Zeit haben oder mittendrin in einem wichtigen Projekt stecken. Bei der Einführung von Office 365 haben wir deshalb den Schuh einmal umgedreht und bei den Mitarbeitern nachgefragt, wie sie begleitet werden möchten, sobald auf ihrem Rechner die neue Software drauf ist. Wir haben Interviews geführt, Umfragen gemacht und Personas entwickelt. Wir sind auf etwa ein Duzend verschiedene Arten gekommen, wie Leute lernen wollen – von einem persönlichen GUIDE, Userforum und Workflow-Beschreibungen über Web-based- und Classroom-Training bis hin zu Zugang auf Youtube. Wir haben dann entschieden, wir wählen nicht ein paar Arten aus, sondern wir machen alles. Inzwischen sind es sogar 15 verschiedene Optionen.“

Stefanie Hornung, Interview mit Harald Schirmer, Haufe, 23. Juli 2018

Bildquelle: Mummelgrummel (Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

24Jul/18

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für das Projekt Digital Learning Map 2020 am IWM gesucht

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) ist ab dem 01.09.2018 eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „Digital Learning Map 2020“ zu besetzen. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, mit einer projektbedingten Befristung von 18 Monaten. Eine Bewerbung ist noch bis zum 08. August 2018 möglich.