21Feb/18

VR in der Grundbildung: Eine Reise um die Welt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine „Reise um die Welt“ mit Virtual Reality. Natur erleben in Norwegen, Karneval in Venedig und Tauchen in Australien. Das hat die Mannheimer Abendakademie im Bereich der Grundbildung (Alphabetisierung) für ihre Kursteilnehmer möglich gemacht. Digitale Bildung.

„Keine/r der Teilnehmenden – auch keine/r der zu Beginn Skeptischen – verweigerte sich der neuen digitalen Technik, alle vertrugen die Reise in die virtuelle Welt sehr gut. Wir ernteten Begeisterung, Erstaunen und ein euphorisches „Danke“ für das Entführen in andere Länder. Zum Schluss wurde ein vielfacher Ruf nach Wiederholung laut und viele neue Ziele wurden gewünscht.“

Silvia Szabó, vhs/ Erweiterte Lernwelten, 21. Februar 2018

Bildquelle: rawpixel.com (Unsplash)

20Feb/18

Jeff Maggioncalda on the rise of alternative credentials, in an interview for the Observatory

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich glaube, aus diesem Interview mit dem CEO of Coursera, dem weltweit größten Anbieter für Online-Kurse, wäre mehr zu holen gewesen. So darf Jeff Maggioncalda kurz auf die Zukunft von Micro-Credentials eingehen, versichern, dass es hohe Abbruchquoten bei den Kursen, für die Studierende zahlen, nicht gibt, und über die Bedeutung künstlicher Intelligenz philosophieren.

„My sense is that for management and executive jobs, probably a college degree will remain a really important credential. But for many other types of jobs where specialization is very important, I think certain specialized micro-credentials might be more valued by employers than a university degree.“

Christian Guijosa, Observatory of Educational Innovation | Tecnológico de Monterrey, 16. Februar 2018

20Feb/18

Dossier „E-Learning“: Technikgrundlagen für E-Learning

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich hatte ja vor einigen Tagen bereits auf den ersten Teil dieses Dossiers der Redaktion „wb-web“ hingewiesen, der sich mit „Didaktik und Methodik“ von E-Learning beschäftigte. Im zweiten Teil geht es jetzt um die technischen Grundlagen. Es gibt wieder nützliche Handlungsanleitungen zu Stichworten wie dem Hosting von Online-Kursen, (natürlich) Lernplattformen, Autorentools, Usability und Barrierefreiheit.

Die Handlungsanleitungen, das muss ich doch noch schnell loswerden, lesen sich manchmal etwas holprig. Das mag daran liegen, dass nicht ganz klar ist, an wen sie sich eigentlich richten: den Trainer, den Bildungsnovizen, den E-Learning-Experten, die Bildungsakademie, die Volkshochschule … Hier wäre es hilfreich gewesen, kurze Geschichten zu erzählen, Fallbeispiele von Nutzern, die etwas Konkretes tun wollen. Dass die Arbeiten von Rolf Schulmeister, mittlerweile fast 15 Jahre alt, immer noch zitiert werden, wenn es um die Beschreibung eines Lernmanagement-Systems geht, ist interessant. Und die Übersicht über freie LMS-Systeme etwas für Historiker.
Angelika Gundermann, wb-web, 16. Februar 2018

Bildquelle: dlohner (Pixabay, CC0)

19Feb/18

Mythen der Digitalisierung mit Blick auf Studium und Lernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Digitalisierung revolutioniert die Bildung, so eine These. Die Investitionen in EdTech, in Educational Technology, über die letztes Jahr viel berichtet wurde, scheinen diese These zu bestätigen. Dagegen setzen die Autoren, Rolf Schulmeister und Jörn Loviscach, auf „verstärkte Aufklärung und empirische Forschung“: „Es wird Zeit, einen kritischen Standpunkt zum Technologie-Determinismus einzunehmen.“ Im vorliegenden Artikel tun sie dies, indem sie sich mit vier Mythen der Digitalisierung auseinandersetzen:

1. Lernen heutige Studierende „digital“?
2. Helfen Notebook, Tablet und Smartphone in der Präsenzlehre?
3. Helfen Vorlesungsaufzeichnungen und Blended Learning?
4. Hilft technisch unterstützte „Aktivierung“ in der Präsenzlehre?

Die Einführung des Artikel und die Formulierung der Fragen lässt erahnen, dass ein einfaches „ja“ hier keine Option ist. Die Autoren verweisen auf Empirisches, auf unzählige Studien und deren Ergebnisse, um ein differenziertes Bild aufzuzeigen. Wobei „Empirie“, und das macht die Sache noch einmal vertrackter, sich in der Regel auf die bestehenden Strukturen, auf den Status Quo der Hochschullehre bezieht. „Helfen“ (um die zentrale Formulierung aus den Fragen der Autoren aufzunehmen) also digitalisierte Konzepte sowie digitale Systeme und Tools, um unter bestehenden Bedingungen des Studierens erfolgreicher zu sein? Nein, zumindest nicht auf den Wegen, die die Mythen suggerieren. Und, nein, wenn sich die Systeme und Tools am Ende des Tages an erfolgreich bestandenen Klausuren messen lassen müssen. Aber könnten diese neuen Möglichkeiten nicht Anlässe bieten, um über bestehende Konzepte des Studiums, des Lehrens und Lernens, nachzudenken?

Der Artikel von Rolf Schulmeister und Jörn Loviscach ist Teil eines Online-Sammelbandes. Weitere Beiträge sind hier abrufbar. (via Gabi Reinmann)
Rolf Schulmeister und Jörn Loviscach, in: Christian Leineweber und Claudia de Witt (Hrsg.): Digitale Transformation im Diskurs, 2017 (via Fernuniversität Hagen) (pdf)

Bidquelle: Fernuniversität Hagen

16Feb/18

Mein Wochenausklang: Kann man Lernmotivation fördern?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Am Mittwoch bin ich in Berlin, auf dem 3. Deutschen Ausbildungsforum, und habe dort ein kleines Zeitfenster, um über Lernmotivation zu diskutieren. Beziehungsweise, wenn alles gut läuft, dann gebe ich anfangs einen kleinen Impuls und der motiviert hoffentlich die Teilnehmer, anschließend mit mir und den anderen zu diskutieren. Schon diese Zeilen deuten an, dass Motivation ein schönes, aber auch vertracktes Thema ist.

Was werde ich in Berlin erzählen? Das große Thema des Forums ist natürlich die „moderne Berufsausbildung“, zu der zweifelsohne auch virtuelle Lernumgebungen gehören. Und nicht erst die großen Online-Kurse mit den ebenso großen Abbruchquoten zeigen uns, dass Motivation etwas ist, über das es sich nachzudenken lohnt. Einerseits sind uns intrinsisch motivierte Lernende am liebsten. Andererseits wollen wir ja die Teilnehmer nicht abschreiben, die es aus anderen Motiven in einen Kurs verschlagen hat.

Im Corporate Learning 2025 MOOCathon stand letztes Jahr eine Kurswoche unter dem Titel: „Wie entstehen aus heutigen Kursteilnehmern die selbstorganisiert Lernenden von morgen?“ Ein Wochentag war der Motivation gewidmet. Und alles drehte sich um die Frage, was hier Corporate Learning eigentlich tun kann, ohne wieder in alte Muster zu verfallen, also Lernende immer wieder zu motivieren. Die Forumsdiskussionen in dieser Woche waren übrigens die intensivsten im ganzen MOOC! Wir hatten in diesem Zusammenhang auch ein paar Themen angestoßen, die es sich zu verfolgen lohnt (wenn man viel Zeit hat …). Zum Beispiel die Figur des Autodidakten, dessen intrinsische Motivation ja niemand in Frage stellt. Oder die Ermöglichungsdidaktik, die ja auch auf den eigenständigen und selbstgesteuerten Lernenden setzt.

Beim Stichwort E-Learning hat man sich lange darauf konzentriert, die Inhalte „motivierend“ zu gestalten. Interaktiv war und ist ein Zauberwort, Storytelling ein anderes, kurze Erklärfilme ein Format, das die Nutzer für nächste Schritte und Taten animieren soll. Motivationsdesign also. Inzwischen gehört die Selbstbestimmungstheorie von Edward L. Deci und Richard M. Ryan zum Handwerkszeug, wenn es um Motivation geht. Auch ich werde in Berlin also aufzeigen, wie man sich mit ihrer Hilfe von der Fixierung auf Lerninhalte und ihre Gestaltung lösen kann. Und von dem Gegensatzpaar von extrinsischer und intrinsischer Motivation.

Um dann werde ich sicher auch bei der Herausforderung landen, die Gabi Reinmann vor einiger Zeit sehr schön beschrieben hat: „Es gehört zu den Antinomien der Pädagogik und Didaktik, dass man Selbstbestimmung zum Ziel hat, aber auf dem Weg dahin allein mit Selbstbestimmung nicht auskommt.“