11Nov/19

CDU und Weiterbildungsplattform Masterplan.com starten heute eine parteiinerne Pilotphase für nationales Mega-Projekt

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Überschrift wird klarer, wenn man auch die zweite Schlagzeile liest: „Masterplan für MILLA“. MILLA, das war eine Schlagzeile aus dem November 2018, als Mitglieder der Unionsfraktion, allen voran Thomas Heilmann, eine Plattform für ein  „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“ ankündigten. Ich überspringe jetzt einige Zwischenschritte, unter anderem die Verkündung der Nationalen Weiterbildungsstrategie im Sommer, und komme zur heutigen Meldung:

„Die CDU hat gemeinsam mit Masterplan.com, der Plattform für lebenslanges Lernen, ein Programm für digitale Weiterbildung entwickelt. Der rund 8-stündige Kurs zur Digitalisierung startet heute in die Pilotphase und soll als Vorbild für das im Dezember auf dem Parteitag verabschiedete Konzept für das bundesweite Weiterbildungsangebot MILLA (Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle) dienen.“

Man hält also Kurs. Nach wie vor ist von „eine Art Netflix der Weiterbildung für sämtliche Bürger“ die Rede. Masterplan.com existiert erst seit 2017 und scheint mit diesem Projekt auf die Überholspur zu wechseln. An den acht Stunden Videolektionen ist viel Politprominenz beteiligt, vor allem aus dem Unionsumfeld. Das Vermarktungs- und Vernetzungskonzept wirkt stimmig.
Masterplan, Pressemitteilung, 5. November 2019

Bildquelle: Ankush Minda (Unsplash)

 

08Nov/19

Barcamp „IWM #LearnMap“: e-teaching.org mit eigenen Sessions dabei!

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Ende nächster Woche ist es endlich soweit! Am 14.11.2019 startet hier bei uns, am Institut für Wissensmedien in Tübingen, das „IWM #Learnmap Barcamp“. Das e-teaching.org-Team freut sich ganz besonders darauf. Warum? Ganz einfach: Wir werden eigene Sessions vorschlagen und erhoffen uns dadurch eine tolle Gelegenheit für intensiven Austausch mit der Community. Sind Sie auch dabei?

08Nov/19

Wie kommt die Bildung zum Lerner – Wie MOOCs, Blockchain, KI und Big Data den Lernprozess auf den Kopf stellen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Andreas Wittke (TH Lübeck) hat wieder eine interessante Übersicht über den Wandel des Lehrens und Lernens erstellt und auf dem Forum DistancE-Learning in Berlin präsentiert. Das Forum stand unter dem Motto „Künstliche Intelligenz und Bildung“, und diese Stichworte stehen auch im Fokus dieser Übersicht. Ich habe zwei Punkte für mich festgehalten: Zum einen den Link auf eine Vorstellung des Verbundprojekts „IMPactDigital“, das nützliche Hinweise zur Blockchain-Technologie enthält („Dein digitales Zertifikat in der Blockchain“); und zum anderen das Bedürfnis, an der einen oder anderen Stelle in dieser Abfolge technologischer Umwälzungen einmal innezuhalten und zu fragen, ob und wie hier Lernprozesse „auf den Kopf“ gestellt werden.

Für Andreas Wittke jedenfalls scheint der Weg klar: „Wie wir dahinkommen: Wir befreien uns von allen bisherigen Vorstellungen über Bildung, Hochschulen und Weiterbildung (denn sie sind ohne das Internet entstanden …).“
Andreas Wittke, SlideShare, 7. November 2019   

07Nov/19

Kompetenzen sichtbar machen mit Open Badges

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die HFD Community Working Group Kompetenz-Badges hat ihren Abschlussbericht vorgelegt (49 Seiten). Und die Crux der Sache liegt schon in der Beschreibung von Open Badges als „digitale Kompetenznachweise“, die immer wieder im Bericht herangezogen wird. Da heute jeder Aussteller selbst bestimmt, wofür er einen Badge herausgibt, können Badges „digitale Kompetenznachweise“ sein, sie müssen es aber nicht. Zum Beispiel, wenn der Veranstalter eines BarCamps allen TeilnehmerInnen nur für die Anwesenheit einen Open Badge ausstellt.

Wie auch immer: Die „Sichtbarmachung von Kompetenzen … im Kontext der vernetzten Bildung in der digitalisierten Welt“ ist ein großes Thema. Deshalb hat die Arbeitsgruppe eine Reihe von Gesprächsrunden mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Hochschule sowie der Open Badge-Community moderiert und ausgewertet. Auf Grundlage dieser Gespräche wurden im Anschluss drei Einsatzszenarien für Open Badges entworfen.

Einige Eindrücke aus den Gesprächen: Die Wirtschaft ist skeptisch. PersonalvertreterInnen sehen es pragmatisch („große Probleme mit dem Management von Zertifikaten“; wollen erkennen, „was Menschen wirklich können“). HochschulexpertInnen sind interessiert. 

„Die Arbeit in der HFD Community Working Group zu Open Badges hat einmal mehr gezeigt, dass das Thema digitale Kompetenznachweise (Micro-/Credentials) überaus komplex ist. Stakeholder aus unterschiedlichen Bereichen artikulieren sehr unterschiedliche Erwartungen und haben auch unterschiedliche Ansichten und Bedenken gegenüber der Thematik.“ (S. 34)
Ilona Buchem, Dominic Orr, Christine Brunn, Hochschulforum Digitalisierung, Arbeitspapier Nr. 48, Berlin, Oktober 2019 (pdf)

07Nov/19

Neuer Erfahrungsbericht: Wissenstransfer mit digitalen Medien anregen

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Wie kann die Kommunikation zwischen Grundlagenforschern und Anwendern besser gelingen? Wie kann dabei die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft effizienter gestaltet werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Ideas to Market“. Dr. Johanna Rahn, Wissenschaftlerin der zuständigen Projektgruppe am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), spricht im neuen Erfahrungsbericht über die zentralen Ergebnisse.

07Nov/19

Vom Podcastverweigerer bis zum Heavy Listener – Auswertung unserer Podcastumfrage

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Noch einmal das Hochschulforum Digitalisierung. Dort hat man kürzlich (Oktober) eine Umfrage zur Podcastnutzung durchgeführt. Einige Ergebnisse: Man hört Podcasts vor allem zur Unterhaltung, schätzt eine Länge zwischen 15 und 60 Minuten sowie interessante Themen und gute SprecherInnen. Aber das Herzstück solcher Umfragen sind natürlich die Lieblingspodcasts der HörerInnen. Ganz vorne: ZEIT Verbrechen, Steingarts Morning Briefing sowie Fest & Flauschig. By the way, auch das HFD produziert drei Podcast-Kanäle …
Katharina Fischer, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 6. November 2019

Bildquelle: Hochschulforum Digitalisierung

06Nov/19

AI, education and training and the future of work

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Graham Attwell hat den Start eines neuen ERASMUS-Projekts protokolliert („Improving skills and competences of VET teachers and trainers in the age of Artificial Intelligence“). Nichts Aufregendes, weil es ja gerade erst gestartet ist. Aber Graham Attwell hat seine Slides und mit ihnen einen Lektüretipp verlinkt: „Artificial Intelligence In Education: Promises and Implications for Teaching and Learning“ (Charles Fadel, Wayne Holmes, Maya Bialik). Lektüre für die Nach-Weihnachtszeit …

„AIED [Artificial Intelligence in Education] includes everything from AI-driven, step-by-step personalized instructional and dialogue systems, through AI supported exploratory learning, the analysis of student writing, intelligent agents in game-based environments, and student support chatbots, to AI facilitated student/tutor matching that puts students firmly in control of their own learning.“
Graham Attwell, Pontydysgu – Bridge to Learning, 5. November 2019

06Nov/19

„Fake-Nachrichten können die Wikipedia-Community nicht beeindrucken“

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Aus den Schlagzeilen ist Wikipedia heute verschwunden. Der Dienst ist einfach da. Und hat doch noch Ziele und eine Agenda. Fake-Nachrichten stehen nicht ganz oben. Eher der Niedergang der Lokalpresse und Diversität der Themen und Stimmen. Und das Wachstum der Wikipedia in den Sprachen der Entwicklungsländer. So Jimmy Wales im Spiegel-Interview. „Für mich ist das die ursprüngliche Vision der Wikipedia, eine Enzyklopädie für alle in ihren eigenen Sprachen anzubieten. Das ist mein Lebenswerk.“
Torsten Kleinz, Interview mit Jimmy Wales, Spiegel Online, 6. November 2019