26Jun/24

Wie ich KI für mein persönliches Wissensmanagement nutze

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Sandra Schmid beginnt diesen sehr anschaulichen Artikel mit drei Herausforderungen, die sie mit „Zeit finden“, „Erinnern“ und „Verwerten“ beschreibt. Anschließend schildert sie, welche Routinen sie entwickelt hat, um diesen Herausforderungen im Alltag zu begegnen. Dabei helfen ihr drei Tools: Notion, Readwise Reader und Audiopen. Die beiden Letztgenannten, Readwise Reader und Audiopen, stellt sie systematisch vor, zeigt auf, wie sie die Tools nutzt und unterstützt ihre Ausführungen mit hilfreichen Screenshots und Schaubildern.

Ihr Fazit: „KI-gestützte Tools haben mein Ideen- und Wissensmanagement deutlich verbessert. Readwise Reader und Audiopen helfen mir, kontinuierlich zu lernen, Gedanken festzuhalten und Ideen zu organisieren.
In Readwise Reader kann ich Artikel, Newsletter und Videos sammeln und durcharbeiten. Audiopen wandelt meine spontanen Ideen und wirren Gedanken in strukturierte Texte um.
Die Automatisierung in mein digitales Notizbuch Notion stellt sicher, dass keine Informationen verloren gehen.“

Nach der Lektüre habe ich mir zumindest vorgenommen, Audiopen einmal auszuprobieren. Von Notion und Readwise bin ich ebenfalls sehr angetan, habe aber schnell gemerkt, dass sie stark in meine bestehenden Routinen (und Tools) eingreifen …
Sandra Schmid, Lernraum Design, 24. Juni 2024

25Jun/24

Future Skills machen Furore – oder?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Unter dem Motto “Tales of Tomorrow“ fand ja vom 5. bis 7. Juni die vierte Ausgabe des University:Future Festivals (U:FF) statt. Dort waren auch Future Skills ein prominentes Thema, wie unter anderem diese Diskussion zeigt. Natürlich lag der Fokus der Diskutanten auf den Hochschulen und der Hochschullehre. Aber die Frage, wie man Future Skills in die bestehenden Bildungsinstitutionen und ihre Angebote integriert, beschäftigt natürlich nicht nur die Hochschulen. Vor diesem Hintergrund fielen interessante Stichworte. Sie reichten vom Selbstverständnis der Hochschulen bis zu Fragen des kompetenzorientierten Lernens und Prüfens.

Hier aus dem Klappentext auf YouTube: „In der Diskussion fühlen wir dem Konzept auf den Zahn, identifizieren Überschneidungen mit anderen Konzepten, beleuchten Kritikpunkte, blicken in die  tatsächliche Future Skills-Praxis an Hochschulen und diskutieren, ob und warum es das Konzept der Future Skills braucht – und was wir tun können, um Future Skills in Hochschulen besser zu fördern.“
Hochschulforum Digitalisierung (HFD), YouTube, 18. Juni 2024

24Jun/24

Gemeinsam mit der SPRIND in die Zukunft

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es gibt neue Nachrichten von „Mein Bildungsraum“ (der ehemaligen „Nationalen Bildungsplattform“): „Das BMBF übergibt zum 01. Juli die Basisversion der Vernetzungsinfrastruktur und beauftragt SPRIND mit der Weiterentwicklung und Erweiterung: Die SPRIND soll insbesondere die drei zentralen Komponenten “Ablage”, “Digitale Identität” und “Digitale Nachweise” übernehmen.“ SPRIND steht für die Bundesagentur für Sprunginnovationen. Das Ziel, so heißt es, bleibt, nämlich „eine zeitgemäße, bundesweite Infrastruktur für digitale Bildung in Deutschland zu entwickeln“.

Ich kann diese Übergabe nicht bildungspolitisch einordnen. Aber die Zeilen bestärken meinen Eindruck, dass der Bildraum zuerst und vor allem ein sicherer Ablageort für Zeugnisse und Zertifikate sein wird.

Nur am Rande: Eine Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zum Thema ist noch offen („Aktueller Stand und weiterer Betrieb der Bildungsplattform „Mein Bildungsraum““, 12.06.2024).
Mein Bildungsraum, 12. Juni 2024

21Jun/24

Der „Prompt Report“ ist ein umfassender Prompting-Überblick mit kuriosen Erkenntnissen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Matthias Bastian, Herausgeber von „The Decoder“, fasst hier eine Studie („The Prompt Report: A Systematic Survey of Prompting Techniques“) zusammen, die sich systematisch mit KI-Prompting-Techniken auseinandergesetzt hat. Dafür wurden 1.500 Veröffentlichungen ausgewertet: „Aus dieser Analyse leiteten sie eine Taxonomie ab, die 58 textbasierte Prompting-Techniken, 40 multimodale Techniken, agentenbasierte Erweiterungen und Themen wie Sicherheit und Orientierung umfasst.“ 

Im Rahmen dieser umfassenden Review wurden viele interessante Details gefunden, auch einige Dinge, die sich nicht erklären lassen oder die beim Prompting zu widersprüchlichen Ergebnissen führen. Im Beitrag heißt es zur Zukunft des Prompting weiter: „Eine Kombination aus menschlicher Feinabstimmung und maschineller Optimierung könnte jedoch der erfolgversprechendste Weg sein, so die Forscher.“
Matthias Bastian, The Decoder, 15. Juni 2024

Bildquelle: Sander Schulhoff u.a.: The Prompt Report: A Systematic Survey of Prompting Techniques

21Jun/24

Über den aktuellen Bildungsbericht

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Am 17. Juni ist der zehnte Nationale Bildungsbericht erschienen, der alle zwei Jahre die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens beschreibt. In diesem Jahr liegt sein Schwerpunkt auf der beruflichen Bildung. Leider habe ich es noch nicht geschafft, einen längeren Blick in das Dokument zu werfen (432 Seiten!). Aber Anja C. Wagner hat es getan und liefert uns – mit tatkräftiger Unterstützung durch ChatGPT – eine Zusammenfassung und ihre persönliche Einschätzung. Wobei sie vergeblich versucht, einige Daten des Bildungsberichts zur Weiterbildung mit anderen statistischen Quellen in Einklang zu bringen.

Im Bildungsbericht selbst finden sich einleitend folgende Statements zu „Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter“ (S. 14ff.), die ich hier kurz hinzufüge:
– „Niveau der Weiterbildungsbeteiligung verbleibt hoch, aber hinter selbstgesteckten Zielen zurück: …
– Soziale Unterschiede im Weiterbildungsverhalten bleiben bestehen: …
– Weiteres Anwachsen digitaler Lernformate, insbesondere in der beruflichen Weiterbildung: …
– Weiterbildungsaktivitäten von Betrieben seit Corona-Pandemie eingeschränkt: …
– Wissenschaftliches Weiterbildungsangebot in der Hochschullandschaft unterschiedlich stark ausgeprägt: …
– Zugangswege von Lehrkräften in der Weiterbildung sind sehr heterogen: …
– Rekrutierungsprobleme sind auch in der Weiterbildung angekommen: …
– Bedarf an Integrationskursen seit Krieg in der Ukraine stark angestiegen: …“
Anja C. Wagner, FROLLEINFLOW, The NeWoS, 19. Juni 2024

20Jun/24

Das ChatGPT Argumentations-Battle-Spiel

Quelle: Dotcomblog Autor: gibro

Du möchtest mit einer Seminargruppe ChatGPT oder ein anderes LLM erforschen. Für den Rahmen der politischen Bildung wurde dieses Argumentations-Battle-Spiel entwickelt. In einem Wettkampf tritt jeweils ein Pro und ein Contra-Argument gegeneinander an. Die Argumente werden hinsichtlich vorher entwickelter Kriterien miteinander verglichen. Das Argument, dass die meisten Punkt erzielt, gewinnt.

20Jun/24

INVITE-Programmbroschüre

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Beim Stichwort „INVITE“ muss ich wahrscheinlich etwas ausholen, und ich zitiere dafür am besten aus der Einleitung dieser Broschüre:

„Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Innovationswettbewerb INVITE (Digitale Plattform berufliche Weiterbildung) wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen. Eingebettet ist INVITE in die Nationale Weiterbildungsstrategie …“. Ziel des Wettbewerbs bildet „die Entwicklung und Optimierung eines innovativen digitalen und sicheren Bildungsraums in der berufsbezogenen Weiterbildung“. An der Umsetzung entsprechender Lösungen haben von 2021 bis 2024 34 Forschungs- und Entwicklungsprojekte gearbeitet. In der vorliegenden Borschüre (100 S.) werden ihre Ergebnisse steckbriefartig vorgestellt.

Um einen Überblick über die Schwerpunkte der einzelnen Projekte zu gewinnen bzw. zu bieten, wurden zwei Radarboards entwickelt. Das eine bildet die fachlich-didaktischen, das andere die technologischen Projektschwerpunkte ab. Das ist mit Blick auf die Dimensionen interessant, die die Projektträger zur Einordnung gewählt haben. So lauten die fachlich-didaktischen Projektschwerpunkte beispielsweise:
„– Personalisierung und Adaptitiviät
– Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beim Strukturwandel
– Digitale Ökosysteme
– Niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten
– Digitale Kompetenzvalidierung.“

Die technologischen Schwerpunkte sind:
„– Algorithmen zur Unterstützung der Lernenden
– Interoperabilität durch offene Bildungsstandards
– Mitgestaltung, Zugänglichkeit und Zusammenarbeit
– Nachnutzbarkeit durch Dritte
– Informationssicherheit & Datensouveränität“

Man muss sich wahrscheinlich länger mit der Broschüre beschäftigen, um die Dimensionen und Unterdimensionen richtig einordnen zu können. So sind zum Beispiel „Digitale Ökosysteme“ mit der Unterdimension „Nachhaltige Geschäftsmodelle“ dem fachlich-didaktischen Radarboard zugeordnet. Die Unterdimensionen „Kollaboration“ und „Peer-Support“ finden sich dagegen etwas versteckt im technologischen Radarboard.

Überhaupt bilden – wenig überraschend – Recommendersysteme (Empfehlungssysteme) über alle 34 Projekte hinweg einen Schwerpunkt des Innovationswettbewerbs. Dagegen finden sich kaum Projekte, die bei der Unterstützung sozialen Lernens bzw. kollaborativer Lernprozesse einen Schwerpunkt setzen. Selbst dort, wo „Kollaboration“ als Merkmal ausgewiesen ist (z.B. StuBu, S. 72), lese ich von einem „sprachbasierten Chatbot“.

Aber es sind wie gesagt 34 Projekte mit zum Teil sehr speziellen, technologischen und branchenspezifischen Lösungen. Da hilft nur der Blick ins Dokument und bei Interesse auf die Websites der einzelnen Projekte.
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, März 2024 (pdf)