Yearly Archives: 2019

21Nov/19

Lernen durch Videos – Empirische Befunde zur Gestaltung von Erklärvideos

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich glaube, über die Popularität von Erklärvideos muss an dieser Stelle nichts mehr gesagt werden. Doch welche Merkmale von Erklärvideos wirken sich eigentlich positiv auf den Lernerfolg aus? Um diese Frage zu beantworten, haben die AutorInnen 24 Studien ausgewertet. Folgende Elemente scheinen auf den Lernerfolg einzuzahlen:

– der Einsatz interaktiver Elemente („den Lernenden wird eine aktive und individuelle Verarbeitung der Videoinhalte ermöglicht, indem die Erklärung an unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten oder kognitive Voraussetzungen angepasst werden kann“),
– die Videoperspektive („das Video sollte aus Sicht des Erklärenden gedreht werden“),
– das Alter der erklärenden Person („Lernende scheinen älteren Erklärenden eine höhere Expertise zuzuschreiben“),
– die Videodauer („Empirische Befunde legen eine maximale Länge von sechs Minuten nahe“),
– das Design („Zudem wirkt sich die wahrgenommene Ästhetik und Nutzerfreundlichkeit des Designs auf die Emotionen, die Motivation und den Lernerfolg der Lernenden aus).

Der Beitrag führt die Elemente mit Blick auf die ausgewerteten Studien weiter aus und enthält zudem eine umfangreiche Literaturliste.
Stefanie Findeisen, Sebastian Horn und Jürgen Seifried, MedienPädagogik, 1. Oktober 2019

Bildquelle: Hermes Rivera (Unsplash)

21Nov/19

So greift Wikipedia-Gründer Jimmy Wales Facebook an

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es gibt eine Reihe von Nachrichtendiensten und Artikeln, die in den letzten Tagen auf WT.Social, das neue soziale Netzwerk von Wikipedia-Gründer  Jimmy Wales, hingewiesen haben. Einen Link habe ich herausgepickt. Die wichtigsten Eckdaten des Artikels: Über 200.000 Nutzer haben sich bereits angemeldet. Jetzt geht es nur noch auf die Warteliste, oder man registriert sich als zahlender Sponsor. Ein Experiment …

„WT Social soll ausschließlich über freiwillige Spenden der Nutzer finanziert werden. „Wir werden niemals deine Daten verkaufen“, heißt eines der Versprechen. … Die Qualität der Inhalte solle dadurch gesteigert werden, dass alle Nutzer jeden Eintrag bearbeiten oder löschen können.“

Hier mein aktueller Status: „You are number 233.315 on the waiting list …“
Arvid Kaiser, manager magazin, 20. November 2019

20Nov/19

Zur Dominanz von US-Plattformen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Seecontainer für die Bildung“: Ein Appell zur Zusammenarbeit und für die Entwicklung offener Standards in der Bildung. Christien Bok ist Educational Innovation Manager bei SURF, einer niederländischen Bildungskooperative. Was sie fürchtet, ist eine Dominanz großer Plattformen im Bildungsbereich, getragen von den Big Five (Apple, Facebook, Google, Amazon, Microsoft) oder Anbietern wie Coursera oder Udemy. Denn diese Anbieter sind nicht am Schutz von Werten wie Privatsphäre, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Transparenz, Gleichheit und demokratischer Kontrolle interessiert. Deshalb braucht es Gegengewichte in Form von internationalen Vereinbarungen und offenen Standards. Anwendungsfelder, die Christien Bok nennt: die Identität der Studierenden, die Zertifizierung und Validierung von Lernleistungen, Studiendaten. Gute, wichtige Punkte!
Christien Bok, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 20. November 2019

Bildquelle: Moritz Kindler (Unsplash)

20Nov/19

Einladung zum Online-Event „Lehren mit Avatar-basierten 3D-Szenarien“ am 25.11.2019 auf e-teaching.org

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Am Montag, den 25. November 2019 um 14 Uhr findet bereits das vierte Online-Event im Rahmen unseres aktuellen Themenspecials zu Praxistransfer statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie der Einsatz von Virtual Reality zur Verbesserung der Qualität der Lehre bzw. des Kompetenzerwerbs im Hochschulbereich aktiv beitragen kann: Was benötigen Hochschulen und Hochschullehrende, um diese Technologie in die Praxis umzusetzen? Welche Hürden sind noch zu überwinden? Diese und weitere Fragen beantwortet unserer Gast Prof. Dr. Heribert Nacken (RWTH Aachen University).

19Nov/19

Disrupt HR! Das Ende der bekannten Personalentwicklung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Ende oder der Tod der Personalentwicklung wird ja immer wieder einmal bemüht, wenn es um eine radikale Neuausrichtung der Weiterbildung geht. Gründe dafür gibt es in Zeiten der Digitalisierung und mit Blick auf die Beharrlichkeit traditioneller Bildungsmodelle genug. Christian Böhler, lange Zeit selbst Personalentwickler beim Energiekonzern innogy SE, findet das auch. Und er hat gleich noch eine „Anleitung zur Selbstabschaffung“ in neun Schritten beigelegt.

Seine Argumente: Personalentwicklung konzentriert sich nach wie vor viel zu sehr auf die Vermittlung von Informationen, während wirkliche Unterstützung beim Kompetenzaufbau der Mitarbeitenden vernachlässigt wird. Kurz: Personalentwicklung steht im Weg. Und sie fragt nicht, was ihre Kunden am dringendsten benötigen.

Also empfiehlt Christian Böhler der PE, in die Rolle des „People Partners“ zu wachsen und sich mehr und mehr auf die „Hilfe zur Selbstentwicklung“ der Mitarbeitenden zu konzentrieren. Denn diese „wissen am besten, was sie brauchen, was bei ihnen funktioniert und was nicht. Und sie sind letztlich ohnehin – und künftig immer mehr – für die Aktualität ihres Skill-Portfolios verantwortlich.“ Lesenswert!

Wenn ich es richtig sehe, kann man den Artikel derzeit nur als Podcast hören (oder käuflich erwerben).
Christian Böhler, managerSeminare, Heft 260, November 2019

Bildquelle: managerSeminare

19Nov/19

Neue Dimensionen des Lernens – Weiterbildung mittels MOOCs

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die zentrale Botschaft des Artikels steht im letzten Absatz: „Kurzum: Hat man noch vor wenigen Jahren gedacht, dass MOOCs lediglich die Funktion eines Online-Kurses übernehmen, würde ich heute provokativ formulieren „everything can be a MOOC“, in dem Sinne, dass jede Lehre aus einem Informationsvermittlungsprozess besteht, der online abgebildet werden kann, um im Anschluss mehr Zeit für die diskursiven Elemente mit den Lernenden zu haben.“

Diese Perspektive bezeichnet Martin Ebner als „Inverse Blended Learning“: Denn im Gegensatz zum klassischen Blended Learning wird hier ein Online-Kurs (MOOC) um den Austausch der Lernenden vor Ort erweitert. Gelebt wird das Konzept auf iMooX, der österreichischen MOOC-Plattform mit über 50 deutschsprachigen Kursen.
Martin Ebner, Weiterbildung, 5/ 2019 (via Researchgate)

Bildquelle: iMooX

15Nov/19

Wie Künstliche Intelligenz im Studium helfen kann – Fernuni Hagen probiert es

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Fernuniversität Hagen scheint prädestiniert, wenn es um die Erforschung Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich geht: 75.000 Studierende, die permanent digitale Spuren hinterlassen. Diese Daten will man nun analysieren, um herauszufinden, wann Studienverläufe erfolgreich sind und wann sie zu Abbrüchen führen. Ein weiteres Ziel ist die Personalisierung des Studienverlaufs und des Lernangebots. Unterstützt wird die Fernuniversität bei diesem Projekt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). 5:24 Minuten.
Campus & Karriere, Deutschlandfunk, 15. November 2019