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21Nov/16

„Die Erwachsenenbildung ist ein guter Seismograph für Entwicklungen in einer Gesellschaft“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Doris Hirschmann

Doris Hirschmann

 

Doris Hirschmann studierte in Frankfurt Kulturanthropologie, Europäische Ethnologie, Theater-, Film, Fernsehwissenschaften und Soziologie. Beim Deutschen Bildungsserver betreut sie den Themenbereich Erwachsenenbildung und verantwortet das InfoWeb Weiterbildung.

 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

Am 1. Dezember 1999 kam ich zum Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und fing, zunächst befristet auf ein Jahr, mit einer halben Stelle als Redakteurin für das Themengebiet Erwachsenenbildung beim Deutschen Bildungsserver an. Damals war noch nicht abzusehen, wie sich dieses Projekt entwickeln würde. Später, nachdem sich der Bildungsserver nach und nach etablierte und zu einer Regelaufgabe des DIPF wurde, kam noch die Suchmaschine für Weiterbildungskurse, das InfoWeb Weiterbildung, zu meinen Aufgaben hinzu.

Wie bist Du zu diesem Themengebiet gekommen? Was interessiert Dich persönlich daran?

Während meines Studiums jobbte ich schon einige Zeit beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), das damals noch in Frankfurt war, und lernte dabei die Erwachsenenbildung kennen. Ich fand die Erwachsenenbildung sehr schnell interessant, weil durch sie der Zugang zu Bildung zu jeder Zeit und in allen Lebensphasen gewährleistet ist; zudem bietet sie die Chance etwas nachzuholen, was man vielleicht versäumt hat, oder es eben dann zu machen, wenn im eigenen Leben der passende Zeitpunkt dafür gekommen ist. Die Arbeit beim Deutschen Bildungsserver gefällt mir auch deshalb so gut, weil sie eine besondere Kombination aus Inhalt und Technik ist.

Haben sich die Themen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in den letzten Jahren verändert? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Die Erwachsenenbildung ist ein guter Seismograph für Entwicklungen in einer Gesellschaft; das zeigt sich an den jeweils aktuellen Themen wie derzeit zum Beispiel die digitale Bildung. Ich würde deshalb nicht von einer Entwicklungslinie sprechen, sondern von fortlaufenden Korrelationen zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und den Themen in der Erwachsenenbildung.

Auch das Paradigma des Lebenslangen Lernens, das lange Zeit der Erwachsenbildung zugeordnet war, hat einen Wandel durchgemacht. Es bedeutet heute nicht mehr Lernen von Erwachsenen nach der Erstausbildung bzw. nach dem Studium, sondern es schließt alle Bildungsbereiche in allen Lebensphasen mit ein. Hier zeigt sich, dass Bildung heutzutage in der Gesellschaft ganz anders verankert ist: Bildung ist nicht mehr eine Phase, die irgendwann abgeschlossen ist, sondern ein ständiger Prozess.

Schade finde ich allerdings, dass die Erwachsenenbildung häufig auf berufliche Aufstiegs- oder Weiterqualifizierungen eingegrenzt wird, also das Bestehen am Arbeitsmarkt im Vordergrund steht. Denn gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen ist immer auch Kernaufgabe der Erwachsenenbildung. Und durch die momentanen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben sie nochmal ganz besonders an Bedeutung gewonnen. Die Digitalisierung beim Lehren und Lernen nutzbar zu machen, die Medienkompetenz in der Gesellschaft zu stärken und unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen Wege zu Bildung und Integration zu ebnen, sind augenblicklich die wichtigsten Themen in der Erwachsenenbildung.

Haben sich Deine Aufgaben – oder die Aufgabe des Deutschen Bildungsservers – in den letzten Jahren verändert?

Ja, sie haben sich sehr verändert, und sie verändern sich weiterhin! Zu Anfang hatte der Deutsche Bildungsserver vor allem eine Katalogfunktion. Das war wichtig und sinnvoll, weil das Internet in seinen Anfangstagen noch nicht in dem Maße wie heute über gut funktionierende Suchmaschinen verfügte. Relevante Informationen waren schwer zu finden und auch ihr Ursprung war schwer einschätzbar. Auch heute, im Zeitalter von Google und sozialen Medien, hat der Deutsche Bildungsserver eine Orientierungsfunktion, aber auf etwas andere Weise: Er garantiert den Suchmaschinen die Auffindbarkeit von verlässlichen und qualitätsgeprüften Informationen. Und zum ursprünglich stark dokumentarischen Charakter unserer Arbeit ist eine redaktionelle Komponente hinzugekommen. Wir erfassen und dokumentieren die Informationen nicht mehr nur, sondern setzen sie durch textliche Begleitung zusätzlich in einen inhaltlichen Zusammenhang.

Insgesamt ist die Arbeit durch das Web 2.0 und die sozialen Medien auch sehr viel kommunikativer geworden. Im Austausch mit unserer Community und unseren Kooperationspartnern entwickeln und bieten wir einen Wissenspool rund um Bildung und stellen Informationen auf verschiedenen Kanälen zur Verfügung, und wir laden alle Interessierten dazu ein einzutauchen und mitzuwirken!

Was melden die Nutzer Ihnen zurück?

Mit am schönsten sind die persönlichen Begegnungen auf Messen und Konferenzen, wenn die Leute fragen „Was gibt es Neues?“ oder auch sagen „Schön mal das Gesicht zu dem Namen zu sehen und die reale Person kennenzulernen“. Das zeigt, dass sie unsere Arbeit ständig begleiten und die Redakteurinnen mit der jeweiligen Arbeit in Verbindung bringen.

Ansonsten hat in der Erwachsenenbildung das Beratungsbedürfnis stark zugenommen. Die Botschaft sich lebenslang weiterzubilden, scheint in der Bevölkerung angekommen zu sein und bei den Fragen „Wo?“ „Was?“ und „Wie?“ ist unsere Hilfe und Unterstützung erwünscht und erforderlich.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Uns wird oft die Frage gestellt, ob Informationsportale wie der Deutsche Bildungsserver im Zeitalter von Google noch sinnvoll sind. In den vergangenen 20 Jahren hat der Deutsche Bildungsserver aber immer wieder gezeigt, dass seine Aufgabe, Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet zu sein, wichtig bleibt, denn Orientierung ist in der allgemeinen Informationsflut von großer Bedeutung! Mit seiner Mischung aus Beständigkeit und Wandlungsfähigkeit wird der Deutsche Bildungsserver dieser Aufgabe in allen Entwicklungsphasen des Internet gerecht.

Ich wünsche dem Deutschen Bildungsserver, dass er weiterhin die Anlaufstelle für Bildungsinformationen im Internet bleibt, die er seit 20 Jahren schon ist.

18Nov/16

„Die Themen sind insgesamt vielseitiger geworden“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Dr. Gwen Schulte

Dr. Gwen Schulte


Dr. Gwendolyn Schulte
ist wissenschaftliche Dokumentarin und studierte Anglistik (Sprachwissenschaften) und Politikwissenschaft in Marburg und Coventry. Beim Deutschen Bildungsserver verantwortet sie das englischsprachige Angebot Eduserver – the Guide to education in Germany.

 

 

 

 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

Das war 2006, also genau vor zehn Jahren! Im Rahmen eines kleinen Projektes war ich beauftragt, das rudimentär vorhandene englischsprachige Angebot zu sichten und ein Konzept für die Restrukturierung zu entwickeln. Schnell wurde klar, dass es wenig sinnvoll ist, die deutschen Inhalte 1:1 ins Englische zu übersetzen. Es entstand ein eigenständiges Angebot für internationale Nutzer, das eine erste Orientierung zum Bildungswesen in Deutschland bietet, aber auch zu Querschnittsthemen – zum Beispiel zum Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Einstiegsseite ist http://www.eduserver.de

Wie bist Du zu diesem Themengebiet gekommen? Was interessiert Dich persönlich daran?

Die Projektphase im Anschluss an meine Weiterbildung zur wissenschaftlichen Dokumentarin war sehr spannend. Ich konnte konzeptionell arbeiten und war parallel dazu in ein Team integriert. Da ich bisher in meinem Berufsleben überwiegend als Übersetzerin gearbeitet hatte und die „Eigenbrötlerei“ gewöhnt war, ist die Rückkoppelung mit den Interessen und Bedürfnissen des Teams mitunter eine Herausforderung. Am DIPF, dem Sitz des Deutschen Bildungsservers, bin ich überwiegend für das Übersetzen bzw. Korrekturlesen und Redigieren englischsprachiger Fachpublikationen zuständig. Meine inhaltliche Arbeit für den „Eduserver“ bietet mir die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen im Bildungswesen thematisch zu begleiten. Reizvoll ist für mich nach wie vor, dass ich meine beiden „Muttersprachen“ sowie mein Interesse an internationalen Bildungsthemen einbringen kann. Der „Eduserver“ ist natürlich nur ein sehr kleiner Teil im Portfolio des Deutschen Bildungsservers; aber angesichts der vielen ausländischen Menschen, die sich für das deutsche Bildungswesen interessieren, ist seine Bedeutung nicht zu unterschätzen. Die Kooperation mit allen anderen Bildungsbereichen ist natürlich sehr wichtig, wie sich beispielsweise erst kürzlich beim gemeinsam erstellten Dossier zum Thema „Flüchtlinge in Deutschland“ zeigte. Über alle Bildungsbereiche hinweg habe ich hier ein englischsprachiges Angebot zusammengestellt – und erstmals auch eines für Quellen auf Arabisch, für Geflüchtete und für Multiplikatoren.

Haben sich die Themen  in den letzten Jahren verändert? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Zum einen werden die Themen insgesamt vielseitiger. Vor wenigen  Jahren mutete die „Duale Berufsausbildung“ im Ausland noch sehr fremd an, heute gilt sie in Europa als beispielhaft für die gelingende Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt. Nach wie vor wichtig sind natürlich Fragen zum Studium in Deutschland und auch nach der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen.

Haben sich deine Aufgaben – oder die Aufgaben des Deutschen Bildungsservers – in den letzten Jahren verändert?

Es ist für uns sehr wichtig geworden, Themen systematisch aufzubereiten und gemeinsam entwickelte Qualitätskriterien zu beachten. Für unsere  Dossiers arbeiten wir auch über die verschiedenen Bildungsbereiche hinweg zusammen. Eine Herausforderung ist für mich persönlich, dass auch der DBS im multimedialen Zeitalter die sozialen Medien integrieren will und darüber hinaus Bilder bzw. optische Aufbereitungen eine zunehmend große Rolle spielen. Ich selbst bin „praktisch blind“. Im Rahmen des bevorstehenden Relaunch sehe ich einen meiner Schwerpunkte neben der Gestaltung des englischsprachigen Angebotes daher in der „Barrierefreiheit“. Es wäre schön, wenn der DBS weiterhin für alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildungshintergrund, Sprachniveau und Grad der Behinderung ein interessanter und gut nutzbarer Wegweiser durch den Dschungel des Internets und der Bildungslandschaft bleibt.

Was melden die Nutzer Dir zurück?

Mein Themenfeld lässt sich ja nicht so leicht eingrenzen, und ich weiß nicht so genau, wer „die Nutzer“ eigentlich sind. Rückmeldungen kommen auch von den Multiplikatoren, die zum Beispiel das Dossier mit Informationen für Flüchtlinge bei ihrer Arbeit mit den Migrantinnen und Migranten nutzen. Ich freue mich, wenn ich feststelle, dass auf anderen Portalen im Internet auf den Eduserver verlinkt wird. Das Interesse an Kooperationen ist durchaus vorhanden, der eduserver kooperiert beispielsweise mit dem Alumniportal der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Naja, der DBS ist ja keine Person oder Institution, der ich etwas wünschen kann. Ich formuliere es mal anders: Uns als Team wünsche ich, dass wir weiterhin offen und neugierig aktuelle Themen und Entwicklungen aufgreifen und begleiten dürfen – und dass wir uns alle 20 Jahre mal auf die Schulter klopfen und ein bisschen Staub aufwirbeln.

 

17Nov/16

Was bedeutet Qualität beim Deutschen Bildungsserver?

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Die Qualität der Rechercheergebnisse und der angebotenen Informationsquellen spielen beim Angebot des Deutschen Bildungsservers eine große Rolle. .

Tamara Massar

Tamara Massar

FRAGEN AN

Tamara Massar, die neben ihrer redaktionellen Arbeit für die Übergreifenden Informationen beim Deutschen Bildungsserver auch für die Ausbildung von Wissenschaftlichen Dokumentaren zuständig ist.

 

 

Nach welchen Leitlinien und Qualitätskriterien werden beim Deutschen Bildungsserver Informationen und Internetquellen ausgewählt?

Unsere wichtigsten Qualitätskriterien haben wir gerade gemeinsam mit den Landesbildungsservern noch einmal in einer Selbstverpflichtung dokumentiert. Sie umfasst sechs Punkte: Angaben zur Quelle (Transparenz), Prüfung der Relevanz, Vorgaben zur inhaltlichen Qualität, Gewährleistung eines einfachen Zugangs und natürlich auch rechtliche Aspekte. Definiert haben wir zudem Spielregeln zum Umgang mit Werbung und kommerziellen Produkten.

Sammelprofile für jede Datenbank

Wenn es darum geht, Internetquellen in unsere Datenbanken aufzunehmen, orientieren wir uns an Sammelprofilen, die wir für jede einzelne Datenbank erarbeitet haben. Wir prüfen die Quellen zum Beispiel darauf, ob die Anbieterkennzeichnung (Impressum) stimmt, ob es genug fachlichen Inhalt gibt, der für Bildung/ Pädagogik relevant ist, ob es sich um Werbung oder rein kommerzielle Angebote handelt oder ob die Inhalte demokratischen, rechtsstaatlichen Grundsätzen widersprechen. Und weil uns Transparenz sehr wichtig ist, haben wir sie – für jeden einsehbar – veröffentlicht.

Professionelle Expertise und langjährige Erfahrung der Redakteurinnen

Kriterien und Sammelprofile sind allerdings nicht alles. Zentral ist natürlich auch die professionelle Expertise und langjährige Erfahrung der Redakteurinnen. Sie wählen aus dem großen Datenpool aus, welche der eingepflegten Internetquellen in welchen Themenbereich aufgenommen wird. Wichtige Kriterien dafür sind die Bedeutung der Quelle für die jeweilige Fragestellung, die Verlässlichkeit und Qualität des Informationsgehalts, die Erreichbarkeit der Webseite und ihre Aktualität.

Gibt es auch Fälle, bei denen eine Entscheidung trotz Kriterien schwierig ist?

Die Kriterien helfen weitestgehend. Allerdings muss man bedenken, dass sich das Internet durch eine hohe Dynamik auszeichnet und sich die Inhalte und Gestaltung von Webseiten schnell ändern können. Manche Quellen bewegen sich auch in einem Graubereich, z.B. kommerzielle Unterrichtsmaterialien, die eigentlich unserem Vorzug für freie Materialien widersprechen, aber von solider Qualität sind; oft gibt es auch Informationsangebote, die thematisch passen, aber den Eindruck erwecken, versteckte Werbung für bestimmte Anbieter zu betreiben. Da muss man gut aufpassen und abwägen. Ob ein Linkvorschlag aufgenommen oder abgelehnt wird, entscheiden letztendlich die einzelnen Redakteurinnen mit ihrer Erfahrung und Expertise.

Provokativ gefragt: Warum soll man beim Deutschen Bildungsserver recherchieren, wenn man auch googeln kann?

Im Gegensatz zu einer Suche bei Google recherchiert man beim Deutschen Bildungsserver in einem thematisch strukturierten und redaktionell geprüften Suchraum! Seine Inhalte sind ausschließlich pädagogisch oder beziehen sich auf das Bildungssystem. Und weil die Redaktion die Inhalte ja bewusst auswählt und aufbereitet, gibt es zu zentralen Themen und Fragestellungen, aber auch zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen, fertig zusammengestellte Informationssammlungen: Redaktionsseiten und thematischen Dossiers. Das mühsame Zusammensuchen einzelner Treffer wird dem Nutzer bei uns also abgenommen.

Thematisch strukturierter und redaktionell geprüfter Suchraum

Die vorrecherchierten Sammlungen werden bei einer Suche im Deutschen Bildungsserver besonders berücksichtigt und als prioritäre Treffer ausgegeben. Und wer alleine nicht weiterkommt, findet bei uns auch einen persönlichen Ansprechpartner, der weiterhilft und berät. (Anmerkung der Redaktion: der Name steht am Ende jeder redaktionellen Seite)

15Nov/16

„Ohne den Deutschen Bildungsserver gäbe es kein ELIXIER“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Der Deutsche Bildungsserver betreibt gemeinsam mit den Landesbildungsservern und anderen Kooperationspartnern das Portal ELIXIER, eine Suchmaschine für Bildungsmedien im Internet. Das Informationssystem umfasst etwa 50.000 Bildungsmedien und Unterrichtsmaterialien.

Hans Rauch

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers

 

FRAGEN AN

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers und langjähriger Wegbegleiter des Deutschen Bildungsservers. Mit ihm sprachen wir über Vernetzung und Redaktionsarbeit, über Qualität und Metadaten. Und darüber, was gute Kooperation ausmacht.


Herr Rauch, wie ist das Portal ELIXIER entstanden?

Als Bottom-up-Projekt! Die deutschen Bildungsserver haben sich überlegt, wie sie die Früchte ihrer Arbeit so teilen können, dass alle etwas davon haben. Anfangs standen wir vor zwei Möglichkeiten: Entweder wir entwickeln eine gemeinsame Bildungsserver-Engine, also eine gemeinsame technische Plattform, bei der das Bereitstellen und Teilen von Inhalten kein Problem ist, oder wir machen die verschiedenen Materialien aller Bildungsserver allen zugänglich. Die erste Idee war nicht tragfähig, sie hätte die Umstellung jedes einzelnen technischen Systems bedeutet. Eine gemeinsame Suchmaschine hingegen war leichter zu realisieren. Und genau das ist ELIXIER: Alle Partner beschreiben ihre sehr unterschiedlichen Quellen und Materialien nach einem einheitlichen Schema, den ELIXIER-Standards bzw. Metadaten. Die im DBS integrierte Suchmaschine sammelt die Daten und ermöglicht es, sie auch auf der jeweils eigenen Plattform einzubauen.

Und alle Kooperationspartner halten die Standards ein?

Ja, weil jeder Interesse daran hat, seinen Daten zu teilen! Klar gibt es unterschiedliche Interessen – jeder kommt ja aus einer anderen Richtung. Wir mussten uns verständigen, welche Merkmale und Funktionalitäten wir letztendlich anbieten wollen. Es war und ist ein permanenter Prozess. Schwierig wird es dann, wenn an einem großen Datenbestand etwas geändert werden muss.

Ein Beispiel?

Wenn man aus einer beliebigen Schlagwortliste ein kontrolliertes Schlagwortverzeichnis machen will, muss man Arbeit reinstecken. Bei ELIXIER funktionierte das auf Freiwilligkeit; es gab weder einen expliziten Auftrag, noch zusätzliche Ressourcen dafür. Natürlich gehört es zum Beispiel zum Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, politische Materialien zu entwickeln und sie zugänglich zu machen. Aber wie sie das macht, das bleibt ihr überlassen. Bei den Ländern ist alles noch etwas komplizierter, weil es wegen der Bildungshoheit mit einer verbindlichen Kooperation ganz schwierig ist.

Wie lange dauerte es, bis ELIXIER so aussah wie jetzt?

Von der Idee bis zur Umsetzung ging es erstaunlich schnell. Innerhalb eines Jahres hatten wir den Prototypen gebaut, mit dem wir dann angefangen haben zu arbeiten. Wir haben diskutiert, verändert und angepasst. Nach drei, vier Jahren kam ELIXIER ins Laufen. Wir hatten ungefähr Ressourcen für ungefähr 20 Fächer. Nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, dass es Fächer gibt, bei denen mit 20.000 Materialien gerade ein, zwei Jahrgänge abgedeckt sind. Nachdem alle Datenpools nachbearbeitet sind, haben wir jetzt rund 50.000 Datensätze.

Wie wird die Qualität überprüft? Gibt es konkrete Qualitätsstandards?

Beim letzten Treffen der deutschen Bildungsserver im Frühjahr haben wir uns gemeinsam auf die verbindliche Einhaltung von sechs Qualitätskriterien geeinigt. Wichtig sind zum Beispiel inhaltliche Qualität und sachliche Richtigkeit der Materialien. Die wird zum einen dadurch gewährleistet, dass ELIXIER-Zulieferer wie beispielweise die Bundeszentrale für politische Bildung Experten für ihre Themen sind. Zum anderen haben die Redakteure der Bildungsserver viel Erfahrung damit, geeignete Unterrichtsmaterialen im Internet zu finden und so zu erschließen, dass Lehrkräfte schnell entscheiden können, ob sie das brauchen können oder nicht.

Das zweite Kriterium ist Sprache. Sie muss der Zielgruppe angemessen und auch möglichst einfach sein. Für uns heißt das: Lehrkräfte und Schüler/-innen. Wenn sich etwas an Schüler wendet sollte es natürlich nicht im Hochschuljargon geschrieben sein.

Drittes Kriterium: Werbung. Viele Angebote werden heute mit Werbung finanziert. Wichtig ist, dass sie ganz deutlich als solche erkennbar ist, angemessen ist und den eigentlichen Inhalt nicht überlagert. Man darf nicht das Gefühl haben, der Inhalt diene nur dazu, die Werbung zu platzieren! Eigentlich ein einfaches Kriterium, aber da steckt der Teufel im Detail. Denn eine Seite kann zum Zeitpunkt X als für den Unterricht geeignet angesehen werden, zwei Tage später aber ändert sich die Seite und der Betreiber schaltet plötzlich viel mehr oder andere Werbung. Solche Seiten nehmen wir im Zweifelsfall auch wieder heraus. Was ursprünglich mal eingestellt wurde und was letztlich sichtbar ist, ist leider nicht immer dasselbe.

Welche Rolle hat der Deutsche Bildungsserver bei der Entwicklung von ELIXIER gespielt?

Ohne ihn gäbe es kein ELIXIER! Das muss man klar sagen. Die Kollegen vom Deutschen Bildungsserver haben den Prozess moderiert und die technische Plattform dafür bereitgestellt. Mit der BONSAI-Gruppe gab es eine gemeinsame Arbeitsplattform, in der wir zwei Mal im Jahr jeweils zwei Tage lang Ideen entwickeln und auch umsetzen konnten. Förderlich war auch, dass sich das DBS-Team immer sehr kooperativ verhalten und zu keinem Zeitpunkt versucht hat zu bestimmen, wo es lang geht. Man diskutierte immer sachlich miteinander – es war und ist einfach ein sehr, sehr guter Austausch!

Was wünschen Sie dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Dass er sich optisch modernisiert! Er hat so unglaublich viele und gute Inhalte. Leider hält einen die etwas altbackene optische Oberfläche manchmal davon ab, weiter zu recherchieren, tiefer zu gehen. Ich wünsche mir auch, dass die Kooperation zwischen Deutschem Bildungsserver und den Landesbildungsservern, die über so viele Jahre gewachsen ist, weitergeführt, ausgebaut und verstetigt wird. Dazu müssen auch die Kooperationspartner ein Signal setzen und bereit sein etwas zu investieren. Denn eines ist klar: Diese Kooperation gelingt auf Dauer nur, wenn Geben und Nehmen in einem guten Verhältnis stehen!

 Hans Rauch war bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers. Als langjähriger Wegbegleiter des Deutschen Bildungsservers war er von Beginn an Mitglied der Bonsai-Gruppe, eine Arbeitsgruppe, in der sich die Entwickler aller deutschen Bildungsserver über neue technische Entwicklungen und Ideen für neue Projekte austauschen. Dabei entstand auch das Projekt ELIXIER.

14Nov/16

„Spannend ist vor allem das Lösen von Problemen“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Dr. Christian Richter

Dr. Christian Richter

 

Christian Richter ist Diplomlehrer für Mathematik und Physik und promovierter Pädagoge. Er ist verantwortlich für die IT aller Portale des Informationszentrums Bildung im DIPF.

 

 

Seit wann arbeitest Du beim Deutschen Bildungsserver?

Seit Februar 1996. Ich erinnere mich noch gut: Ich war gerade dabei, die Koffer ins Auto zu laden, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren, als mich Prof.  Peter Diepold, Leiter der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ der Humboldt-Universität zu Berlin, anrief und mich fragte, ob ich an der Entwicklung des Deutschen Bildungsservers mitarbeiten möchte. Eine glückliche Fügung, denn eine halbe Stunde später wäre ich für zwei Wochen nicht erreichbar gewesen. Ein Mobiltelefon hatte ich damals noch nicht.

Nach dem Urlaub ging es dann intensiv an die technische und inhaltliche Umsetzung des von  Peter Diepold entwickelten Konzepts eines Metaservers für das deutsche Bildungswesen. Dieses Konzept war sehr innovativ und hat sich rückblickend als sehr tragfähig erwiesen. Der Deutsche Bildungsserver hat sich seitdem –  auch dank der starken Informations- und Dokumentationskompetenzen des Redaktionsteams  – inhaltlich und funktional enorm weiterentwickelt. Die grundlegenden Strukturen  wurden aber schon an der HU angelegt.

Anfang April 1996 stand dann die erste Version des Bildungsservers im Netz, damals noch unter der Adresse http://dbs.schule.de/. Am 18.4.1996, anlässlich des Starts der Initiative „Schulen ans Netz“ des BMBF und der Telekom ging der DBS dann offiziell online.

Du bist Leiter des IT-Teams vom Deutschen Bildungsserver. Wie groß ist das Team, und worin genau bestehen Eure Aufgaben?

Ich habe eine Kollegin und fünf Kollegen, wir sind also zu siebt. Gemeinsam  betreuen wir ein gutes Dutzend Portale, von denen der Bildungsserver das älteste und bedeutendste ist; dazu kommen noch eine Reihe von Blogs, Wikis und Clouddiensten. Die technische Basis dieser Angebote sind zwei Hochverfügbarkeitssysteme, die insgesamt aus knapp 20 Linux-Rechnern bestehen. Wir sind sehr stolz darauf, dass es nur sehr wenige Unterbrechungen unserer Dienste in all den Jahren gab und diese Unterbrechungen durchweg externe Ursachen hatten. Einmal gab es einen Stromausfall und einige wenige Male wurde unsere Internetverbindung unterbrochen.

Unsere Aufgaben sind recht vielfältig. Wie überall gibt es natürlich Routineaufgaben, nicht alles lässt sich automatisieren. Die kreativen und spannenden Aufgaben liegen in der Entwicklung technischer Konzepte und Problemlösungen oder in der Softwareentwicklung.

Systemadministration, Systemüberwachung und Programmieren erfordern viel Know how und hohe Konzentration. Und manchmal auch einen kühlen Kopf, wenn es zum Beispiel darum geht eine Störung schnell zu beheben oder einen Netzangriff abzuwehren. Wir sind ein sehr gutes Team, in dem sich jeder unbedingt auf den anderen verlassen kann. Das ist viel wert!

Was ist das Spannende und Interessante an Deiner Arbeit? Was interessiert Dich persönlich daran?

Spannend ist vor allem das Lösen von Problemen. Dieser Bogen von „Wie soll das denn gehen?“ bis zum „Ja! So geht’s!“, das motiviert schon sehr und beschert uns viele schöne Momente. Interessant ist dabei vor allem das sich ständig verändernde Umfeld, das immer wieder neue Möglichkeiten,  aber auch neue Aufgaben und neue Probleme hervorbringt.

Für mich persönlich war die Verbindung von Pädagogik und Informatik schon 1985 interessant. Als Lehrer hatte ich meinem ZX-Spectrum-Heimcomputer  im Unterricht eingesetzt,  z.B. für Simulationsexperimente. Heute beschäftige ich mich nicht mehr mit Fragen der Fachdidaktik, sondern damit, wie wir die immer weiter wachsenden Informationsmengen den Nutzern effektiv zugänglich machen können.

Im Gegensatz zu meinen Kollegen, die Informatik studiert haben, bin ich, was die IT betrifft, Autodidakt. Von ihnen habe ich im Laufe der Jahre sehr viel gelernt. Insbesondere am Anfang, an der HU, von Frerk Meyer, einem Informatiker, der damals Doktorand an der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ war. Der von ihm aufgesetzte Webserver der Abteilung war der erste öffentlich zugängliche WWW-Server an der HU überhaupt.

Was hat sich in der Arbeit beim Deutschen Bildungsserver verändert seit Du dabei bist? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Am Anfang war ich Webprogrammierer und Redakteur in Personalunion. Dann kamen in Berlin Kolleginnen dazu, die rein redaktionell arbeiteten, später auch in Frankfurt. Wir benötigten also bald ein CMS (wir sagen „Redaktionssystem“). Da es  nichts Passendes für uns gab, haben wir damals alles selbst entwickelt. Heute machen wir auch noch viel selbst, aber wir nutzen – wo möglich und sinnvoll –  auch öffentlich zugängliche externe Komponenten, Programmbibliotheken oder Softwarepakete, z.B. jQuery, Lucene, Mediawiki oder Drupal.

Was die Systemsoftware betrifft, haben wir von Anfang an auf Linux und den Apache-Webserver sowie sehr frühzeitig auf die Scriptsprache PHP und das Datenbankmanagementsystem MySQL gesetzt. Das war eine sehr gute Entscheidung, die uns eine Entwicklung ohne große Brüche ermöglicht hat. Sogenannte LAMP-Systeme sind nach wie vor „state of the art“ und werden  es noch lange bleiben. Hin und wieder sind die regelmäßig nötigen Aktualisierungen dieser Software für uns mit einigem Aufwand verbunden, insbesondere dann, wenn die neuen Versionen an einigen Stellen nicht abwärtskompatibel  sind. Aber das ist glücklicherweise nicht allzu oft der Fall.

Welche Rolle spielen Kooperationen in Eurem Bereich?

Auf eine intensive Kooperation mit den Landesbildungsservern haben wir von Anfang an großen Wert gelegt. Schon im November 1996 lud Prof. Peter Diepold die Administratoren der Landesbildungsserver zum ersten Workshop der Bildungsserver an die HU ein. Seitdem treffen sich der Deutsche Bildungsserver und die Landesbildungsserver regelmäßig. Im November werden wir  zum 37. Mal zusammenkommen. Diese „Bonsai-Tagungen“, benannt nach dem Hostnamen des ersten Webservers der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ der HU, boten immer einen interessanten Erfahrungsaustausch und sind nach wie vor ein Ort, um gemeinsam gute Ideen zu entwickeln. Aus einigen dieser Ideen wurden gemeinsame Projekte, zum Beispiel ELIXIER, die gemeinsame Datenbank der Landesbildungsserver und des Deutschen Bildungsservers für Online-Lernressourcen.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Alles Gute natürlich! Aber wir müssen uns nichts wünschen – wir haben es selbst in der Hand, wie sich der Bildungsserver entwickeln wird. Die Frankfurter Kollegen und wir Berliner werden weiter daran arbeiten, dass der Bildungsserver ein nützliches und attraktives Instrument der Bildungsinformation bleibt. Das kommende Redesign wird die Zugänglichkeit unserer Angebote für Menschen mit Behinderung sowie für Benutzer von Tablets und Smartphones weiter verbessern. Das ist der nächste Meilenstein.

11Nov/16

„Ich freue mich über die rege Beteiligung der Nutzer an der Institutionendatenbank“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Yvonne Schmidt

Yvonne Schmidt

 

Yvonne Schmidt studierte in Marburg neuere deutschen Literatur und Medienwissenschaften. Beim Deutschen Bildungsserver ist sie  für Pflege und Ausbau der Institutionendatenbank verantwortlich.

 

 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

2006 habe ich ein Praktikum beim Deutschen Bildungsserver absolviert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich 2007 dann mit einem Volontariat am Informationszentrum Bildung (IZB) des DIPF in Frankfurt begonnen habe. Nachdem ich zwei Jahre verschiedene Arbeitsbereiche kennenglernt habe, bin ich nun für den Deutschen Bildungsserver tätig. Weil das Internet sehr dynamisch ist und sich ständig etwas verändert , wird die Arbeit auch nie langweilig.

Wie bist Du zur Pflege der Institutionendatenbank gekommen? Und was zeichnet die Arbeit daran aus?

Seit 2009 ist mein Aufgabengebiet die Betreuung und Pflege der Institutionendatenbank des Deutschen Bildungsservers. Die Datenbank wächst stetig, mittlerweile umfasst sie fast 9.000 Datensätze verschiedenster Einrichtungen aus dem Bildungsbereich, dem sozialen und dem pädagogischen Bereich. In der Datenbank findet man unter anderem Hochschuleinrichtungen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Behörden, nicht-staatliche-Bildungsanbieter, Verbände, Vereine, Stiftungen und vieles mehr. Sie aktuell zu halten ist eine Herausforderung, da sich bei den Einrichtungen ständig etwas verändert: Sie schließen, ändern ihren Namen, fusionieren, spalten sich auf, verändern ihr Themengebiet/Arbeitsbereich oder ziehen um – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Haben sich deine Aufgaben – oder die Aufgabe des Deutschen Bildungsservers – in den letzten Jahren verändert?

In meinem Bereich sieht man sehr schön, wie die Globalisierung fortschreitet:  Die Websites der Einrichtungen werden immer internationaler und englisch- bzw. mehrsprachige Websites werden neben rein deutschsprachigen immer populärer. Zudem gibt es eine stetige Vernetzung verschiedener Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene. Wenn man, wie wir beim Deutschen Bildungsserver, den Anspruch hat ständig aktuell zu sein, fordern einem diese Veränderungen gehörige Aufmerksamkeit ab.

Melden die Nutzer/-innen manchmal etwas zurück?

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Nutzerinnen und Nutzern für ihr Engagement bedanken, denn gerade die Institutionendatenbank ist auf ihre Mitarbeit angewiesen. Sie haben ja die Möglichkeit selbst Einrichtungen in die Datenbank einzutragen und schon bestehende Datensätze selbst zu aktualisieren. Bei der Menge an Datensätzen, die aktuell gehalten werden will, ist diese Partizipation der Nutzerinnen und Nutzer einfach ideal, und ich freue mich sehr, dass diese Möglichkeit auch von so vielen genutzt wird.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Ich wünsche dem Deutschen Bildungsserver, dass er weitere viele Jahre dazu beiträgt Klarheit, Struktur und Ordnung in den Internet-Dschungel zu bringen. Das Internet ist eine sehr wichtige Quelle für qualitativ hochwertige Informationen. Man muss sie nur finden. Dazu trägt der Deutsche Bildungsserver bei, indem er solche Quellen sammelt, für alle Nutzer erschließt und dadurch gebündelt zur Verfügung stellt.

10Nov/16

Das Portal Lesen in Deutschland – ein unentbehrliches Angebot in der Leseförderung

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Neben Informationen zu Bildung in verschiedenen Lebensphasen, werden beim Deutschen Bildungsserver auch übergreifende Themen aufbereitet wie zum Beispiel die Leseförderung. Für sie wurde eigens das Portal Lesen in Deutschland aufgesetzt. Mit seinen Informationen zu Materialien, zu Programmen, Initiativen und Veranstaltungen und zu Forschungsergebnissen trägt es viel zur Vernetzung der Akteure in der Leseförderung bei. Auch Lesen in Deutschland konnte übrigens einen runden Geburtstag feiern: Das Portal wurde 2015 zehn Jahre alt!

Regina Pantos

Regina Pantos

 

DAS WORT HAT  Regina Pantos

Das Ehrenmitglied des Arbeitskreises für Jugendliteratur und Vorsitzende der Sonderpreisjury 2016 des Deutschen Jugendliteraturpreises über Entwicklungslinien in der Leseförderung, über die zahlreichen Akteure und Projekte und wie „Lesen in Deutschland“ bei ihrer Vernetzung helfen kann.

 

 

 

Leseförderung – ein altes Thema im Bereich Schule und Bibliothek

Bereits 1893 setzten sich deutsche Volksschullehrer mit ihrer Zeitschrift „Jugendschriftenwarte“ für dieses Thema ein. Diese Tradition setzt sich bis heute fort in der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Bildungsgewerkschaft GEW. Auch die Gründung des Arbeitskreises für Jugendliteratur und des Deutschen Jugendliteraturpreises, der in diesem Jahr sein 60 jähriges Jubiläum feiert, diente diesem Zweck. Hierbei ging es allerdings zumeist um die Frage, welche Art von Lektüre für Kinder und Jugendliche angemessen und empfehlenswert sei.

Erst nach dem PISA-Schock richtig im Fokus

In den Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit geriet das Thema Leseförderung jedoch erst richtig nach den ersten PISA Ergebnissen im Jahr 2000, als offenbar wurde, dass es in Deutschland bei vielen Kindern und Jugendlichen ganz einfach an Lesefähigkeit und Textverständnis haperte. Es wurde intensiv nach den Ursachen geforscht und es wurde nach Strategien gesucht, diesem Mangel zu begegnen. Es war klar, dass eine Gesellschaft, für die die Bildung der nachfolgenden Generation der Schlüssel für Wohlstand und Erfolg ist, auf kompetente Leserinnen und Leser nicht verzichten kann.

In der Leseförderung spielen viele Faktoren eine Rolle

Viele Initiativen im Bereich der Leseförderung entstanden seit dieser Zeit. Entsprechend der Devise „Lesen lernt man nur durch Lesen“ stellte sich die Frage, wie man es so attraktiv für Kinder machen könnte, dass sie mutig und motiviert sich an die Bücher heranmachen. Viele Projekte und Initiativen, die nach Methoden der Leseförderung suchten, wurden ins Leben gerufen. Deutlich wurde, dass es sich um ein recht komplexes Problem handelt. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Zum Beispiel die Herkunft der Kinder und die Bedeutung des Lesens in der Familie, die Rolle der Mehrsprachigkeit vieler Kinder, der Zugang zu Büchern über Familie, Schule und Bibliothek, der Aufbau von Lesemotivation ohne Leistungsdruck aber auch die Anforderung, Leseförderung als Querschnittsaufgabe für alle Schulfächer zu sehen.

Zur Perspektive der Schule kam der Blick auf die frühkindliche Bildung hinzu

Hier fängt die haptische Beschäftigung mit dem Objekt Buch an und das Lesen von Bildern. In der Interaktion zwischen Kind – Buch – Bezugsperson entstehen Kommunikationsstrukturen, die weiter wirken und eine wichtige Bedeutung für das spätere Lesen haben. Viele Akteure bewegen sich also in diesem Feld: Eltern, Erzieher, Lehrer, Bibliothekare und Forscher in den Universitäten. Ihnen zur Seite stehen Tausende von ehrenamtlichen Lesepaten. Staatlich geförderte Programme wie „Lesestart“ oder „Buchstart“ sollen flächendeckend die Weichen stellen für einen positiven Start in die Grundschule. Hier stehen das Vorlesen und damit das Hören von Geschichten im Vordergrund.

Viele Projekte, Initiativen und Akteure aktiv

Will man dem Thema Leseförderung in all seinen Facetten gerecht werden, sind Kenntnisse aus verschiedenen Fachgebieten gefragt: Entwicklungspsychologie, Soziologie, Pädagogik und Didaktik sowie intensive Kenntnis der Kinder- und Jugendliteratur. Diese Erkenntnis führte dazu, dass sich der Bundesverband Leseförderung (BVL) 2009 gründete mit dem Ziel, ein entsprechendes Berufsbild zu entwickeln. Durch ein modular aufgebautes Weiterbildungssystem kann die Qualifikation Lese- oder Literaturpädagoge seit einiger Zeit erworben werden. Einher mit der Professionalisierung in diesem Bereich ging der Ausbau eines Netzwerkes Leseförderung, das als Rückgrat und Motor dieser Entwicklung betrachtet werden kann.

„Lesen in Deutschland“ bietet einen unentbehrlichen Blick über den Tellerrand

Eine sehr wichtige Rolle in diesem Prozess spielt das 2005 gegründete Portal Lesen in Deutschland. Es versorgt alle am Thema „Leseförderung“ Interessierten ständig mit neuen und interessanten Informationen. Angesichts der Vielschichtigkeit des Themas und der Heterogenität der Akteure, die oft in kleinen Gruppen relativ isoliert nach neuen Wegen suchen, ist der monatliche Newsletter eine wahre Fundgrube für neue Anregungen und sicher auch für neue Kontakte. Da man im Bereich Leseförderung sicher nie auslernt und viele Einzelkämpfer aktiv sind, bietet das Portal einen unentbehrlichen Blick über den Tellerrand. Ein herzliches Dankeschön an die Redaktion!

09Nov/16

„Die Themenbereiche Hochschulbildung und Berufsbildung ergänzen sich gut“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Renate Tilgner

Renate Tilgner


Renate Tilgner 
ist Wissenschaftliche Dokumentarin und studierte Europäische Ethnologie, Amerikanistik und Germanistik an den Universitäten Frankfurt am Main und Marburg. Sie ist redaktionell für zwei Themengebiete verantwortlich: Hochschulbildung, Berufsbildung.

 

 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

In Etappen. 2001 absolvierte ich ein Praktikum, später war ich in freier Mitarbeit tätig bis ich Ende 2003 den Redaktionsbereich Hochschulbildung respektive 2005 den Bereich Berufsbildung übernahm.

Wie bist Du zu diesen beiden Themengebieten gekommen? Was interessiert Dich persönlich daran?

Anfangs arbeitete ich in verschiedenen Redaktionsbereichen mit. Die Inhalte konnte ich teils selbst mit auswählen und gewann so Einblick in verschiedene Themen. Die Übernahme der beiden Redaktionsbereiche ergab sich auch aus Interessensschwerpunkten. Aufgrund bildungspolitischer Entwicklungen, die zu einer Annäherung zwischen Hochschulbildung und Berufsbildung geführt haben, hat sich die Kombination  – Stichwort „Durchlässigkeit“ – letztlich als günstig erwiesen.

Haben sich die Themen in der Hochschulbildung in den letzten Jahren verändert? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Die bekanntermaßen gravierendsten Veränderungen für die deutsche Hochschullandschaft brachte die Einführung einer gestuften Studienstruktur mit Bachelor- und Master-Studiengängen mit sich – als Folge eines Beschlusses der europäischen Bildungsminister von 1999 in Bologna zur Vereinheitlichung der europäischen Hochschulstrukturen. Ein Ziel im sogenannten Bologna-Prozess ist die verstärkte Ausrichtung von Studiengängen auf nachfolgende Beschäftigung und Berufstätigkeit. Damit korrespondieren auf nationaler Ebene Neuerungen wie das berufsbegleitende Studieren oder das Studieren ohne Abitur. Ein Streben nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Hochschulwesen allgemein zeigt sich auch bei anderen Reformen jüngerer Zeit; zum Beispiel die Einführung wettbewerbsorientierter Hochschulsteuerungsmodelle oder die Exzellenzförderung. Die Einführung allgemeiner Studiengebühren war hingegen nicht von Bestand.

Und wie verhält es sich bei der Berufsbildung?

In der Berufsbildung gab es noch vor einigen Jahren einen gravierenden Mangel an Ausbildungsplätzen. Die vorherrschende Themen waren etwa die Schaffung von Ausbildungsplätzen oder die Reformbedürftigkeit des dualen Systems. Mittlerweile wird über Strategien zur Bewältigung des demografischen Wandels nachgedacht, um einem Mangel an Auszubildenden entgegenzuwirken. Und es werden verstärkt Ausbildungsangebote für  spezielle Zielgruppen konzipiert. Die vergleichsweise geringe Jugendarbeitslosigkeit in Ländern mit dualer Berufsausbildung hat ihr zu höherem Ansehen verholfen und zu Initiativen von deutscher Seite geführt, mit Partnern im Ausland Ausbildungsprojekte durchzuführen.
Das aktuelle Thema heute ist die Digitalisierung im Bildungswesen. Dieser Prozess wird in beiden Bereichen umfangreiche Veränderungen bewirken.,

Haben sich deine Aufgaben – oder die Aufgabe des Deutschen Bildungsservers  – in den letzten Jahren verändert?

Anfangs ging es um den Auf- und Ausbau eines umfassenden Informationssystems, mittlerweile sind passgenaue Selektion und stete Aktualisierung erforderlich um ein übersichtliches Angebot zu liefern. Neue Kommunikationswege und-formen müssen wir auch erproben um festzustellen, ob sie sich für unsere Aufgaben eignen. Das reicht von Blogs und Wikis über einen eigenen Kanal bei Youtube bis zu Twitter und Facebook.

Melden die Nutzer/-innen manchmal etwas zurück?

Viele bedanken sich für Hinweise, die für Ihre Arbeit nützlich sind. Häufig werden wir auch darum gebeten Informationen zu veröffentlichen, sei es eine Ausschreibung oder ein eigenes Projekt, da gibt es eine große Bandbreite

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Alles Gute für die Zukunft und den Weg dorthin!

 

08Nov/16

„Qualitativ sehr viel bessere Ergebnisse als Google“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Der Deutsche Bildungsserver hat den Anspruch, lebensbegleitend über Bildung zu informieren. Eine solche Bandbreite von Themen erfordert die Zusammenarbeit mit fachkompetenten Partnern. Das umfangreiche Angebot zum Thema Schule beispielsweise wäre nicht denkbar ohne die Kooperation mit dem FWU, dem Medieninstitut der Länder.

Dr. Friedhelm Schumacher

Dr. Friedhelm Schumacher

 

FRAGEN AN

Friedhelm Schumacher, Leiter der Abteilung Mediendienste beim FWU, über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bildungsserver und ihre Früchte.

 

 

 

Herr Schumacher, wie kam es eigentlich zu der Kooperation zwischen dem Deutschen Bildungsserver und dem FWU?

1995 wurde „Schulen ans Netz“ eröffnet, ein Programm, das den Schulen ursprünglich eine technische Infrastruktur für die Arbeit mit dem Internet bereitstellen sollte. Parallel dazu entwickelten die Länder ein inhaltliches Angebot für Schulen. Ich arbeitete damals für das FWU im Berliner Comenius-Projekt, einem allerersten Mediendistributionsprojekt von fünf Schulen und der damaligen Landesbildstelle, und wurde darauf verwiesen, dass „es da Leute gäbe“ an der Humboldt-Universität, die mit dem Internet arbeiten und ein Angebot für Schulen bereitstellen wollen. So begann die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bildungsserver. Bald darauf nahm ich für das FWU an den Sitzungen der „Bonsai-Gruppe“, den Technikern der Bildungsserver, teil und so ist das FWU langsam in die Projektarbeiten hineingewachsen.

Es wurden also verschiedene bereits laufende Aktivitäten zusammengefasst?

Nach der ersten Projektphase war man sich einig, dass der Deutsche Bildungsserver in eine dauerhafte Struktur überführt werden sollte. Wie häufig im Bildungsbereich gab es dazu sowohl Vorstellungen beim BMBF als auch auf Länderseite.. Letztlich sind die Konzepte – unter Beibehaltung des Namens „Deutscher Bildungsserver“ zusammengewachsen und wanderten gemeinsam unter das Dach des DIPF. Das FWU ist als Wahrer der Interessen der Länder für den Bereich Schule gesehen und in die Rolle des Konsortialpartners beim Bildungsserver eingesetzt worden. Seither gibt es auch eine Sonderfinanzierung für den Schulbereich; sie erfolgt direkt durch die Länder an das FWU und nicht über die Geschäftsstelle des DIPF.

Was zeichnet die Kooperation aus Ihrer Sicht aus?

Mit einem Wort: Vertrauensvoll. Anfangs musste sich natürlich noch einiges zurechtruckeln. Vom FWU aus hatten wir die redaktionelle Betreuung zunächst in Berlin angesiedelt, in räumlicher Nähe zum Technik-Team des Bildungsservers. Wir sind dann aber sehr schnell in die redaktionelle Arbeit des DIPF in Frankfurt hineingewachsen, nehmen an den jährlichen Redaktionssitzungen teil und sind an allen wichtigen Prozessen wie zum Beispiel den Redesigns beteiligt.

Gab es neben der Betreuung des Themenbereichs Schule noch andere gemeinsame Projekte?

Wir haben in der Vergangenheit einige Vorhaben umgesetzt: Die Unterbereiche des DBS „Medien und Bildung“ und „Interkulturelle Bildung“ sind im Rahmen sogenannter „Innovativer Projekte“ entstanden. Besonders hervorheben möchte ich aber das Portal „Lehrer werden“. Ziel war hier, allen am Lehrer-Beruf Interessierten eine zentrale Adresse anzubieten über die sie Informationen zu den unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen finden können – und zwar länderübergreifend.

Ein Beispiel?

Ein Referendar aus Bremen möchte nach Baden-Württemberg umziehen, weiß aber nicht, ob seine Fächerkombination oder bisherigen Ausbildungsabschlüsse auch dort anerkannt werden. Im Portal „Lehrer werden“ kann er recherchieren, ob und gegebenenfalls welche Hürden es zu beachten gibt oder welche konkreten Bedingungen Baden-Württemberg stellt. Wir haben außerdem eine E-Mail-Hotline, über die uns sicherlich 1000 Fragen im Jahr erreichen. Wenn ich die Nutzung des Portals anschaue, sehe ich hier eine Erfolgsgeschichte: Gut ein Drittel der Seitenaufrufe im Bereich Schule entfallen auf diese Seiten!

Welche Themen beschäftigen Sie zurzeit?

Mehr eine Daueraufgabe als ein Projekt ist die Frage nach dem Informationsaustausch und der Qualität der Metadaten im Rahmen unseres gemeinsam mit den Landesbildungsservern betriebenen Austauschdienstes ELIXIER. In den letzten sechs Jahren waren wir dabei immer wieder aufs Neue herausgefordert – zum Beispiel bei der Frage, wie Creative Commons-Lizenzen in die Metadaten eingebunden werden können. Heute denken wir sehr viel über Open Educational Resources (OER) nach; es geht vor allem darum, wie sie gesammelt und recherchierbar gemacht werden können. Das wird auch in der jetzt im November startenden OER-Infostelle am DIPF – bei der wir vom FWU wieder in unserer klassischen Rolle als Vertreter des Schulbereichs als Kooperationspartner dabei sind – gemeinsam vorangetrieben werden.

Open Educational Resources – Wo liegen da aus Ihrer Sicht die Herausforderungen?

Über das grundsätzliche Potenzial von OER für Lehr-Lern-Prozesse ist man sich inzwischen im Allgemeinen einig. Jetzt gilt es, die Nutzung und Erstellung bzw. Bearbeitung von OER konkret voranzubringen. Ein Aspekt ist sicherlich die Arbeit, die in der Sichtung der bisher noch nicht einmal sicher eingrenzbaren Inhalte im OER-Bereich steckt. Auswahl und Qualitätsüberprüfung erfordern einen großen personellen Aufwand, die Arbeit lässt sich nur zu einem geringen Teil automatisieren. Eine Qualitätskontrolle kommt einfach nicht ohne einen Blick auf die Quelle aus – und zwar von einem Menschen. Klar gibt es viele kleine Werkzeuge, die helfen können. Das IT-Team des Deutschen Bildungsservers hat zum Beispiel ein Tool entwickelt, das Vorschläge zur Verschlagwortung liefert. Aber auch diese Vorschläge müssen noch einmal kontrolliert werden. Kein Werkzeug kann einen Prozess zu 100% ersetzen, aber Tools helfen ihn zu vereinfachen. Diesen Qualitätsanspruch müssen wir hochhalten. Denn gerade, wenn die „Landschaft“ so unübersichtlich ist, wie aktuell noch bei den OER, wird der DBS als „Wegweiser“ gebraucht.

Was wünschen sie dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Dass die Nutzer aus Schulen und anderen Lehr-Lernbereichen auch weiterhin auf ein Instrument zurückgreifen, das qualitativ sehr viel bessere Ergebnisse liefert als Google. Und wenn die Entwicklung so gesteuert wird wie bisher, wird das auch in Zukunft so sein. Und mit Blick auf die Zukunft hat der Deutsche Bildungsserver ein weiteres Plus, das nicht zu überschätzen ist: Er ist verlässlich und werbefrei; es gibt keine versteckten Interessen und die Platzierung in Trefferlisten ist nicht der Werbung oder undurchschaubaren Algorithmen geschuldet.