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Zusammen 130 Jahre alt

Zusammen 130 Jahre alt


Was verbindet Rolf Schulmeister und Peter Baumgartner? Viel!! Und genau das haben beide auch noch einmal in einem Online-Treffen vor zwei Tagen betont, als wir ihnen eine Doppelfestschrift überreicht haben (Peter hat bereits hier darüber berichtet), denn: Zusammen werden Rolf und Peter dieses Jahr 130 Jahre alt. In Rekordzeit, weil recht kurzfristig geplant, ist ein Open Access-Band zur Hochschuldidaktik für die beiden Jubilare entstanden. Wer sich wundert, dass die Hochschuldidaktik und nicht E-Learning im Fokus steht, dem sei gesagt: Das Feld des Lehrens und Lernens im Kontext Hochschule verbindet Rolf und Peter (aus meiner Sicht) mindestens genauso wie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Beide sind außerdem seit längerem davon überzeugt, dass Hochschuldidaktik und Mediendidaktik Hand in Hand gehen müssten und eine isolierte Betrachtung dieser beiden Felder wenig sinnvoll sei. Und deshalb vereint der Band „Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“ Beiträge, die hochschuldidaktische Themen ebenso wie mediendidaktische Themen mit Bezug zur Hochschule behandeln.

Dank der Unterstützung von Sandra Schön und Martin Ebner ist es gelungen, das Buch als Open Access-Publikation zu produzieren. Es ist daher frei im Internet zugänglich, nämlich hier. Selbstverständlich kann es aber auch gedruckt bestellt werden (demnächst z.B. hier). Und ein kleines Video gibt es auch dazu ebenso, nämlich hier.

Wir (die Herausgeber und Autoren) hoffen, dass Rolf und Peter die Texte mit Gewinn lesen. Ebenso hoffen wir natürlich auf viele andere interessierte Leser/innen und darauf, dass das Buch einen weiteren Impuls für das Zusammenwachsen der E-Learning-Community auf dem Hochschulsektor mit der hochschuldidaktischen Community gibt. Ich bin überzeugt, dass beide „Seiten“ davon nur profitieren können.




24. Mai 2013 von Gabi.Reinmann


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[publication] iPad Human Interface Guidlines for M-Learning







Our contribution to the Handbook of M-Learning is now published. Toegehter with Sabrina (she is also author of the book “iPad in Classrooms“) I wrote about our experiences with iPads in schools. The result is just a checklist we have to bear in mind if we are going to lecture.

Abstract:

In this chapter it will be discussed whether and to what extend the development of iPad/iPhone apps for learning and teaching, following the Human Interface Guidelines, really improves individual learning and teaching success. There is a strong relationship between good interface design and the ease-of-use of learning apps. Through careful user observations of students’ and teachers’ needs we provide a first guideline of how to use tablets in classrooms.

Reference: Huber, S., & Ebner, M. (2013). iPad human interface guidelines for m-learning. In Z.L. Berge and L.Y. Muilenburg (Eds.), Handbook of mobile learning. (pp. 318-328). New York: Routledge.



Link zur Quelle des Artikels: http://feedproxy.google.com/~r/elearning_tugraz/~3/L5Jtj79GWKQ/6193

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Doppelfestschrift zur Hochschuldidaktik



Hochschuldidaktik im Zeichen der Heterogenität und Vielfalt

Hochschuldidaktik im Zeichen der Heterogenität und Vielfalt

Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“: Doppel-Festschrift zu Ehren von Prof. Dr. Peter Baumgartner (Donau-Universität Krems) sowie Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Uni- versität Hamburg). Herausgegeben von Prof. Dr. Gabi Reinmann (Universität der Bundeswehr München), Univ.-Doz. Dr. Martin Ebner (TU Graz) und Dr. Sandra Schön (Salzburg Research, BIMS e.V.).

Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Andrea Back (Universität St. Gallen), Mag. Reinhard Bauer, MA (Universität Wien), Univ.¬Doz. Dr. Martin Ebner (TU Graz), Prof. Dr. Dieter Euler (Universität St. Gallen), Prof. em. Dr. Ludwig Huber (Universität Bielefeld), Dr. Burkhard Lehmann (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Thomas Köhler (TU Dresden), Christian Kohls (SMART Technologies), Prof. Dr. Kerstin Mayrberger (Universität Augsburg), Dr. Christiane Metzger (Fachhochschule Kiel), Sander Münster, M.A. (TU Dresden), Dr. Annabell Preußler (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Gabi Reinmann (Universität der Bundeswehr München), Dr. Lars Schlenker (TU Dresden), Dr. Sandra Schön (Salzburg Research, BIMS e.V.), Dr. Frank Vohle (Ghostthinker GmbH, Wolfratshausen), Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Wildt (TU Dortmund), Dr. Joachim Wedekind (Tübingen).

Printversion: Hard­cover, farbig,  ISBN 978 3732 2417 67, 49.90 Euro [Link zum Verlag - kommt, sobald erhältlich]

Anhang

Werbe-Flyer für
Titel : Neuerscheinung Hochschuldidaktik
Beschreibung : Werbe-Flyer für “Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt”
Größe : 189 kB
Datum : 2013/05/23
Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt: Doppelfestschrift für Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister
Titel : Doppelfestschrift Hochschuldidaktik
Beschreibung : Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt: Doppelfestschrift für Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister
Größe : 17 MB
Datum : 2013/05/23

Link zur Quelle des Artikels: http://peter.baumgartner.name/2013/05/23/doppelfestschrift-zur-hochschuldidaktik/

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Geburtstagsüberraschung!

  • Citation

    Please cite this article as:
    Peter Baumgartner (2013) Geburtstagsüberraschung!. Gedankensplitter.
    http://peter.baumgartner.name/2013/05/23/geburtstagsueberraschung/

  • Link zur Quelle des Artikels: http://peter.baumgartner.name/2013/05/23/geburtstagsueberraschung/

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    Explaining Open Badges through analogy


    Explaining Open Badges through analogy

    Posted on 23 May 2013 by jrobes


    Eigentlich spielt Doug Belshaw hier nur etwas mit den Begriffen rund um Open Badges (Open Badges: “Get recognition for skills you learn anywhere”). Aber der Beitrag erinnert mich daran, das Thema in nächster Zeit einmal gründlicher aufzunehmen. Wie hieß es doch vor einigen Tagen auf Golem:

    “Einer Gesellschaft, die lebenslanges Lernen und Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen erfordert, werden starre Zertifikate und akademische Grade nicht mehr gerecht. Es bedarf eines sehr viel feingliedrigeren Systems, um auszudrücken, welche Fähigkeiten eine Person besitzt: ein Ingenieur, der besonders gut schreiben kann, oder ein Künstler, der sich mit Projektmanagement auskennt beispielsweise. Auf dieser Erkenntnis aufbauend hat Mozilla zusammen mit der MacArthur Foundation in den letzten zwei Jahren ein System von Lernabzeichen entwickelt, das jetzt als Open Badges 1.0 offiziell vorgestellt wurde.” (15. März 2013)
    Doug Belshaw, Blog Open Educational Thinkering, 23. Mai 2013

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    The MOOC Moment and the End of Reform


    The MOOC Moment and the End of Reform

    Posted on 23 May 2013 by jrobes


    Aaron Bady ist PhD Student an der University of California, Blogger, und hat einen interessanten und sehr kritischen Artikel über das MOOC-Phänomen geschrieben. Vor allem darüber, wie eine Allianz aus Ivy League-Hochschulen (Harvard, Stanford, MIT) und Silicon Valley-Startups (Coursera, Udacity) sich des Themas bemächtigt und was sie treibt:

    “From within academia, the MOOC phenomenon is all about dollars and cents, about doing more of the same with less funding. … instead of building social information networks, the neoliberal MOOC is driven by a desire to liberate and empower the individual, breaking apart actually-existing academic communities and refocusing on the individual’s acquisition of knowledge.”
    Aaron Bady, The New Inquiry, 15. Mai 2013

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    [L3TsMOOC] Wir sagen DANKE für den 4.Platz beim Online-Voting


    dankeWir haben länger hin- und herüberlegt, ob wir uns beim MOOC Fellowship beteiligen. Und zwar nicht deswegen, weil wir uns nicht vorstellen können, einen guten MOOC-Antrag zu schreiben, sondern weil wir ja schon wissen, was “Public Voting” bedeutet.

    Beim MOOC Fellowship ging es ja in der ersten Phase darum, den Ausschreibern (iversity und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) zu zeigen, dass es möglichst viel Unterstützung für den vorgeschlagenen MOOC gibt. Und es ist ja nicht so, dass “die Öffentlichkeit” darauf wartet, sich irgendwo zu registrieren und abzustimmen (egal zu welchem Thema); vielmehr bedeutet öffentliches Voting viel Arbeit und etliche durchgetippte Nächte. Trotzdem haben wir uns für eine Teilnahme entschieden, weil wir das Fellowship als tolle Möglichkeit betrachten, die Materialien von L3T zu erweitern und natürlich: um das Thema in die Schulen und Hochschulen zu bringen. (und weil wir dazu keine bzw. nicht viele Alternativen haben!).

    Und: Es lief von Anfang an gut, und zwar immer so gut, dass wir weiter machen mussten … wir haben daher in der Abstimmungsphase vom 1. bis 23. Mai 2013 wie wahnsinnig getrommelt, ganz nach dem Motto: Wenn wir es nicht gescheit machen, hätten wir es nicht starten müssen, und immerhin läuft es ja gut! Und wir freuen uns nun sehr (!!!) über die großartige (!!!) Unterstützung von vielen Seiten! Auch gerade weil und wenn wir mit unseren Bitten und Anfragen lästig waren.

    Wir haben v.a. eine große Zahl an E-Mails geschrieben – an Kontakte oder den Kontaktadressen in allen wichtigen E-Learning-Einrichtungen, -Verbänden und Einrichtungen in D-A-CH, natürlich auch an etliche Lehrer/innenverbände (u.a. GEW und alle Philologenverbände Deutschlands), an die landeseigenen Medienanstalten, an Forschungseinrichtungen, Netzwerke. Um es kurz zu machen: Vor allem da – das war auch unsere Erwartung – wo schon konkrete Erfahrung mit L3T gemacht wurde, fanden wir tolle Unterstützung. Reihenweise zwar nicht institutionell (“Meine Uni hat schon einen eigenen Antrag”, “wir wollen uns neutral verhalten”, manchmal sogar auch “wir müssen uns neutral verhalten”), aber dann doch wohlwollend und mit einer privaten Stimme, oder ein Zweit-, Dritt- etc. -Stimme (es gab 10 zu vergeben). Lieben Dank dafür!

    Die folgende Liste kann also gar nicht vollständig und abschließend sein, und die Gefahr ist groß, dass wir das ein oder andere übersehen (oder auch gar nicht mitbekommen haben, bitte ggf. melden).

    Es haben soooo viele L3T’s MOOC unterstützt und ihnen allen gilt unser Dank, ganz besonders möchten wir uns bedanken bei:

    Während es am 30.4.13 noch keinen einzigen Treffer bei Google zu “L3T’s MOOC” gab, waren es am 18. Mai bereits etwa 2.740 Treffer. (Quelle, Stand 18.Mai 2013)

    Bildschirmfoto 2013-05-18 um 14.20.59

    Gestern abend, also am 22.5.2013 sah es dann kurz vor Mitternacht schon so aus:

    Bildschirmfoto 2013-05-22 um 23.08.01

    Wir finden ja ganz unbescheiden, für diese Liste hat L3T’s MOOC zumindest schon mal in der Öffentlichkeitsarbeit volle Punktzahl verdient! :)

    Also: Herzlichen Dank an alle, dass wir das soweit geschafft haben! – Bis zum 10.6. kommt die Jury zu einer Entscheidung, welche Einreichungen den Zuschlag bekommen, und am 20.6. werden diese in Berlin offiziell bekannt gegeben. Wir halten uns jetzt erst mal die Klappe, nerven Euch nicht mehr in den Netzwerken und: Drücken nun die Daumen :)

    Link zur Quelle des Artikels: http://feedproxy.google.com/~r/elearning_tugraz/~3/HTFHlDQbQlE/6261

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    MOOCs unter ANT-Perspektive



    Marisa Ponti

    Marisa Ponti

    Gleich am ersten Tag meiner Gastprofessur hier in Umeå/Schweden hatte ich Gelegenheit einen Vortrag von Marisa Ponti zu MOOCs unter ANT-Perspektive zu hören. Das war für mich dann gleich aus zwei Gründen interessant: Einerseits wegen des MOOC-Themas, andererseits aber auch zum theoretischen Ansatz der Untersuchung, da ich mich ja selbst bereits ausführlich mit der Actor-Network Theory (ANT) auseinandergesetzt habe (siehe meine Internet-Lesereise GLL – “Gemeinsam Latour lesen”).

    A bad MOOC risin’

    In ihrem Vortrag “Artifacts Rule! The Role of Artefacts in an Unfacilitated MOOC” untersucht Marisa den Mechanical MOOC “A Gentle Introduction to Python”, der ganz ohne Lehrenden auskommt.

    Hotelschluessel

    Der Hotelschlüssel mit schwerem Anhänger als Beispiel für einen nicht-menschlichen Handlungsträger (Foto von Jonathan Werner – designfire.de)

    Einer der forschungsmethodologischen Konsequenzen des ANT-Ansatzes ist es, dass nicht nur – wie in anderen sozialwissenschaftlichen Ansätzen – den (menschlichen) AkteurInnen gefolgt wird (beispielsweise durch Interviews, Beobachtung etc.), sondern, dass auch Objekte als (nicht-menschliche) Akteure handlungsrelevant und daher zu untersuchen sind. Als prominentes Beispiel von Latour wird häufig Der Berliner Schlüssel  [1] zitiert, der wegen seiner schweren gußeisernen Anhänger dem Hotelgast “auffordert” ihn bei der Rezeption abzugeben. Das (von Menschen gemachte) Design des Schlüssel hat diese “Aufforderung” in das Artefakt “eingeschrieben” und es damit zu einem (nicht-menschlichen) Handlungsträger gemacht.

    Unter dieser Perspektive untersucht Marisa verschiedene MOOC-Artefakte, wie z.B. das Belohnungs-Bewertungssystem. Sie geht aber – und das finde ich sehr schade – explizit nicht darauf ein, inwieweit dann diese Artefakte auch tatsächlich die Lernerfahrung (positiv wie negativ) beeinflussen. Ihr geht es v.a. um die Tragfähigkeit der ANT-Perspektive für die Untersuchung von MOOCs. so fragt sie z.B.

    • Welche Erwartungshaltung zur Lernunterstützung und LernerInnen-Beteiligung haben die MOOC-Designer bei der Entwicklung der jeweiligen Artefakte?
    • Wie “schreiben” sie diese – ihre Wünsche – in diese Objekte “ein”?
    • Wie schwierig ist es diesen “Einschreibungen” zu widerstehen?

    Gemeinsam lernen – lebensweltliche Perspektiven

    Mich hat der Vortrag von Marisa gleich zu einer weiteren Fragen motiviert: Warum braucht es eigentlich synchrone Kurse, wo Menschen zur gleichen Zeit lernen, wo doch sowieso keine Lehrenden vorhanden sind? Worin besteht eigentlich der (große?) Unterschied zwischen “einsamen” Lernen aus Materialquellen und “gemeinsamen” Lernen?

    Als ersten Hinweis für meine Überlegungen mag die phänomenologische Sicht einer Soziologie der Lebenswelt dienen, wie sie Alfred Schütz in “Gemeinsam Musizieren” beschreibt. Ich möchte hier ein ausführliches Zitat aus einem Papier zitieren, das ich im Internet bei meiner Google-Suche nach “gemeinsam musizieren alfred schütz” gefunden habe  [2]

    … Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame timing. … Anhand gemeinsamen Musizierens läßt sich nach Auffassung von Alfred Schütz analysieren, “was man das »wechselseitige Sich-aufeinander-einstimmen« nennen kann, worauf allein alle Kommunikation gegründet ist” (Schütz 1951, 132)  [3]. In der Terminologie orientiert an Bergson und dessen Begriff der “inneren Dauer” des Erlebnisflusses, der durée, formuliert er weiter: “Diese Beziehung (also das »wechselseitige Sich-aufeinander-einstimmen«, CR.) wird durch die reziproke Teilhabe am Erlebnisfluß des anderen in der inneren Zeit hergestellt, indem man eine gemeinsame lebendige Gegenwart durchlebt und indem man dieses Zusammensein als ein ‘wir’ empfindet” (a.a.O., 149).

    Ein weiterer wichtiger Aspekt, der aus meiner Sicht hochspannend und zu untersuchen wäre, besteht darin, dass das gemeinsame Lernerlebnis solch eines MOOC-Kurses einer virtuelle Teilhabe entspricht, während für die Klassiker der Phänomenologie (Husserl, Bergson, Merleau-Ponty aber auch Heidegger) gemeinsames Erleben eine Form von Intersubjektivität darstellt, die eine  leibgebundene Teilhabe (bzw. Beziehung) als Grundlage hat, also eine gegenseitige Körperwahrnehmung voraussetzt.

    Aus diesem Grund übrigens habe ich in meiner Taxonomie von Unterrichtsmethoden ((Baumgartner, Peter. 2011. Taxonomie von Unterrichtsmethoden: Ein Plädoyer für didaktische Vielfalt. Waxmann Verlag.)). “Körperwahrnehmung” als eine meiner 26 didaktischen Dimensionen erwähnt, die zentral für den Unterschied zwischen Face-To-Face-Lernen und E-Learning verantwortlich ist. Systematisch untersucht aber hat den Einfluss der Körperwahrnehmung auf den Lernprozess aber – meines Wissens zumindest – noch niemand.


    1. Latour, Bruno. 1996. Der Berliner Schlüssel: Erkundungen eines Liebhabers der Wissenschaften. Oldenbourg Akademieverlag. []
    2. Christian Rolle: ”Der Rhythmus, daß ein Jeder mit muß” (PDF, 836kB) – Zur Leiblichkeit ästhetischer Erfahrung”. In: Helmut Rösing (Hrsg.): “Grundlagen Theorien Perspektiven” Bd. 14 von “Beiträge zur Popularmusikforschung”, S.20-33. Arbeitskreis Studium Populärer Musik: Baden-Baden, 1994. Download als PDF, 836 kB []
    3. Schütz, Alfred (1951): Gemeinsam Musizieren. In: Gesammelte Aufsätze Bd.2 (hrsg.v. A. Brodersen). S. 129-150. Den Haag: Martinus Nijhoff 1972. []

    Link zur Quelle des Artikels: http://peter.baumgartner.name/2013/05/23/moocs-unter-ant-perspektive/

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    [presentation] Social Media Usage at Universities – How should it be done?







    Our presentation of this year WEBIST conference is now online available:



    Link zur Quelle des Artikels: http://feedproxy.google.com/~r/elearning_tugraz/~3/j1ThXETgwww/6222

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    Warum blogge ich?



    Warum blogge ich-wordle.net

    Warum blogge ich? – Wortwolke dieses Beitrags (wordle.net)

    Die Frage “Warum blogge ich?” habe ich mir während meiner Blogger-Tätigkeit schon mehrmals gestellt (z.B. in Blogpause beendet). Anja Lorenz hat nun in einen Aufruf für eine Blogparade “Hilfe, mein Prof blogt!” diese Frage im Hochschulbereich öffentlich aufgeworfen. Da ich im Aufruf an prominenter Stelle erwähnte werde, muss ich da natürlich mitmachen ;-)

    Die allgemeine und ganz grundsätzliche Frage, warum ich mir meine (Frei-)Zeit am Wochenende/Abend mit Bloggen zerstöre, habe ich mir erst nach einiger Zeit gestellt. Zuerst war es  beruflich – als Professor für Bildungstechnologie – sozusagen ein Muss auch ein Weblog zu führen. Mit der Zeit aber kamen immer wieder Rückschläge, Veränderungen in der Arbeitssituation, die diese Frage erneut aufgeworfen haben. In den letzten Jahren war dies jedoch nicht mehr der Fall.  Es ist mir nämlich inzwischen völlig klar, warum ich es tue: Aus rein eigennützigen Gründen! Ich bin in dieser Hinsicht ein extremer Egoist.

    Warum ich nicht blogge

    Ich blogge aber

    • nicht etwa, weil ich mir da eine größere Reputation erhoffe: Das stimmt meiner Meinung nach nämlich nicht für die immer noch recht traditonelle scientific community, von der man/frau in seiner (Karriere-)Bewertung (Publikationen, Ruf) abhängt. Da zählen Blogbeiträge nicht, die werden eher mit Stirnfalten quittiert.
    • nicht etwa, weil ich mich selbst darstellen möchte: Da müsste ich wohl regelmäßiger und vor allem zu aktuellen Hype-Themen (mehr) schreiben, mich in Diskussionen einklinken etc.
    • nicht etwa, weil ich meinen Studierenden zusätzliches Material zu den Lehrveranstaltungen anbieten möchten: Ich verwende bzw. verweise zwar auf Material in meinem Weblog, aber primär nicht in Zusammenhang mit Lehre, sondern aus einem Peer-Kontext heraus, um z.B. Doktoratsstudierenden Hinweise zu geben.

    Warum blogge ich

    Für mich ist bloggen eine ausgezeichnete Möglichkeit mir selbst zu verschiedenen inhaltliche Fragestellungen größere Klarheit zu verschaffen. Das Ziel, dass das, was ich da schreibe, für eine (kleinere) Öffentlichkeit verständlich und interessant sein soll, zwingt mich zu allererst Klarheit für mich selbst zu schaffen.

    Dieses systematische Durchdenken ist aber mehr als “lautes Denken” oder sich private Notizen zu machen. Beim Schreiben habe ich ständig im Kopf, dass andere interessierte Leute, den von mir verfassten Text lesen werden. Diese Vorstellung ist ein “mentaler Rahmen”, der mich einerseits zwingt Dinge zu Ende zu denken (super!) aber andererseits aber auch als eine Art Zensur wirkt (blöd, aber nicht zu umgehen!).

    1. Dinge zu Ende denken: Es geht hier um Ideen, die erst im status nascendi sind, und die ich mal ausformulieren und in ihren Konsequenzen untersuchen und abschätzen möchte. Nicht alle Inhalte eignen sich dazu: So werden z.B. umfangreiche, komplexe Zusammenhänge in einem Weblog leicht unübersichtlich, daher konzentriere ich mich auf einzelne, noch nicht ausgegorene Gedankensplitter. Andererseits können interne organisatorische Überlegungen häufig nicht dargestellt werden, weil sie vertraulichen Charakter haben oder nicht auf meiner persönlichen Ebene entschieden werden.
      “Dinge zu Ende denken” ist sozusagen eine innere Probeaufführung (“Rehearsal”), die jedoch manchmal gar nicht zu einem guten Ende kommt, d.h. von mir (noch) nicht als reif für einen Blogeintrag gefunden wird. Aber selbst in diesem Fall, hat mir die intensive Beschäftigung geholfen und gezeigt, dass ich hier (weiter-)arbeiten muss. Ich lege dann diesen Beitrag in der Hoffnung ab, auf ihn später nochmals  zurück kommen zu können (was leider aus zeitlichen Engpässen häufig eine unerfüllte Hoffnung bleibt).
    2. Sich Ideen/Konzepte aneignen: In anderen Fällen ist es keine neue Idee, sondern ein bereits bekanntes Konzept, das ich mir aber für meinen eigenen Anwendungsbereich erst noch adaptieren, mir “zurecht schneiden” muss. Veröffentlicht wird das nur dann, wenn ich glaube, dass es eine gewisse Neuigkeit bzw. Eigenleistung in der Adaption gibt, die auch für andere Leute interessant sein könnte. (Schließlich will ich mich ja nicht blamieren mit trivialen Überlegungen.)
    3. Dokumentation: Viele Einträge sind Berichte, die über beruflichen Aktivitäten von mir berichten und dabei sowohl den Zusammenhang mit meinen Forschungsinteressen darstellen als auch entsprechendes Material (z.B. Foliensätze, PDFs von Pre-Prints) zur Verfügung stellen. Diese Einträge haben sicherlich auch einen gewissen Werbecharakter in doppelter Hinsicht: Sie sollen einerseits Gusto auf (zu bezahlende) DUK-(Lehr-)Aktivitäten machen und sind daher m weitesten Sinne PR. Andererseits können diese Beiträge auch als “Reputationsmanagement” aufgefasst werden, weil sie eben auch einen (Selbst-)Darstellungscharakter haben. Allerdings versuche ich selbst solche Beiträge inhaltlich motiviert zu schreiben und sie dienen immer auch gleichzeitig zum internen Leistungsnachweis.
    4. Rückmeldung suchen: Manchmal geht es mir auch bei manchen Blogbeiträgen direkt darum Feedback in Form von Kommentaren zu bekommen. Das ist nicht besonders erfolgreich, doch haben selbst die wenigen veröffentlichten Rückmeldungen für mich eine wichtige Funktion. Darüber hinaus gibt es aber mindestens ebenso viele interne Rückmeldungen über Mail und besonders freut es mich, wenn in internen persönlichen Gesprächen z.B. am Rande von Veranstaltungen bestimmte Weglob-Einträge von mir kommentiert werden.
    5. Wissensbilanz: Es gibt Teile auf dieser Webseite, die mit einem Blog nichts zu tun haben, sondern statische Webseiten entsprechen. Dazu gehört natürlich die Rubrik Berufliches, meine Publikationsliste (Schriften), aber auch die Einträge zu Dissertationen und Veranstaltungen. Ich nutze diese Seiten für die regelmäßig abzugebenden (internen) Berichte zur Wissensbilanz, habe aber auch die Hoffnung, dass die Inhalte dieser Seiten auch für “Externe” von Interesse sind.
    6. Lexikon: Im Bereich Goodies, der im Aufbau ist, möchte ich zu verschiedenen Themen Inhalte sammeln (Begriffsglossar, Links etc.). Auch hier wiederum gilt, dass diese Inhalte in erster Linie für mich selbst Nachschlag-Charakter haben sollen aber unter Umständen auch für Andere interessant sind. Letztlich sollten solchen Einträge als ein Seiteneffekt für eine Recherche zu einem Blogeintrag hervorgehen. Häufig komme ich dann aber nicht (gleich) dazu den entsprechenden Artikel auch wirklich zu schreiben.

    Da ein großer Teil meiner Zeit mit Management-Aufgaben ausgefüllt ist, komme ich leider sehr häufig nicht dazu, viele der auftauchenden Überlegungen hier tatsächlich als Gedankensplitter aus zu formulieren und festzuhalten. Das ärgert mich, weil diese Ideen dann meistens – durch den ganz normalen Alltagsdruck – unklar bleiben oder gar in Vergessenheit geraten.

    Zusammenfassung:

    Oops, das ist aber jetzt ein langer Artikel geworden :oops: . Das illustriert aber sehr gut meine hauptsächliche Motivation zu bloggen: Erst beim Schreiben nehmen viele Gedanken erst Gestalt an, werden sie komplex und kommen mir viele Differenzierungen in den Sinn. Bevor ich diesen Artikel heute morgens begonnen habe, hätte  meine Antwort auf die Frage “Warum blogge ich?”  mit einer Twittermeldung ausreichend beantwortet werden können:

    Ich blogge, weil das Schreiben für ein öffentliches Publikum mich zwingt, Ideen systematisch auszuarbeiten und verständlich zu kommunizieren (= exakt 140 Zeichen)

    Diese Motivation hat zwei Seiten:

    • Einerseits ist es der Schreibprozess selbst, der Bloggen für mich wertvoll macht.
    • Andererseits sind meine Blogbeiräge als Schreibprodukt zum Nachschlagen/Referenzieren für mich selbst extrem wichtig.

    Fazit: Ich bin wahrscheinlich derjenige User, der am häufigsten und intensivsten meine  Beiträge liest!


     

    Ach noch etwas, was ich vergessen zu erwähnen habe: Es ist mir peinlich, aber meine egoistische Motivation zum Bloggen führt zu einer autistischen Nutzung von Weblogs: Ich lese zwar häufig mein eigenes Blog, aber selten und überhaupt nicht systematisch andere Blogs: Meistens nur dann, wenn sie auf mein Blog referenzieren oder wenn ich durch MitarbeiterInnen/KollegInnen auf interessante Beiträge hingewiesen werden.

    Link zur Quelle des Artikels: http://peter.baumgartner.name/2013/05/22/warum-blogge-ich/

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