06Apr/17

Corporate Learning wird zum Cyber-Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die inzwischen 11. Trendstudie des mmb Instituts in Essen liegt vor und informiert wieder über die Entwicklungen in Corporate Learning, die aus Expertensicht in den nächsten Jahren das digitale Lernen bestimmen werden. Neu in die Liste der wichtigsten Lernformen wurden in diesem Jahr “Videos/ Erklärfilme” und “Micro-Learning” aufgenommen, und das hat das Ranking gleich kräftig durcheinandergewirbelt. Dann wurde für diese Ausgabe etwas intensiver nach Augmented/ Virtual Reality gefragt, und schon hatte man einen zweiten Schwerpunkt identifiziert. Das Lernen im virtuellen Raum erklärt übrigens auch das “Cyber-Learning” im Titel dieses Trendmonitors.

Ansonsten bietet die Studie viele Ergebnisse bzw. Antworten, mit denen man weiter arbeiten und denken kann. An einigen Stellen wünscht man sich eine Definition (z.B. Micro-Learning), an anderen Stellen (z.B. Virtual Reality) ist es noch der Fantasie des Lesers überlassen, wie sich die Bedeutung des Trends in der Weiterbildung wohl später einmal äußern mag. An vielen Stellen ist das Dilemma der Autoren gut nachvollziehbar: Eigentlich müsste man die Liste der Lernformen alle zwei Jahre anpassen, doch bleibt dann natürlich die Vergleichbarkeit auf der Strecke. Also ergänzt man “neue” Lernformen wie Erklärfilme und Micro-Learning erst im letzten Moment, was dazu führt, dass sie gleich an die Spitze der Liste springen. An anderen Lernformen wie Twitter/ Micro-Blogging hält man fest, obwohl sie im Kontext von Corporate Learning längst in “Social Networks/ Communities”, einer anderen Kategorie der Studie, aufgegangen sind oder sich zu Messaging-Diensten (siehe Slack) gewandelt haben.

Aber hier bin ich noch bei den Lernformen. In der Studie findet sich daneben auch wieder, was die Experten über Lernthemen, Zielgruppen, Events und politische Initiativen geantwortet haben. Teilgenommen haben dieses Jahr (Herbst 2016) 74 Experten. Ich bin wahrscheinlich auch dabei gewesen …
mmb Institut – Gesellschaft für Medien – und Kompetenzforschung, mmb-Trendmonitor I/2017 (pdf)

mmb_201704.jpg

06Apr/17

Metadaten sichtbar machen

Quelle: Dotcom-Blog Autor: gibro

An dieser Stelle ein kleiner Tip für alle Medienpädagog_innen unter euch: Metadaten sind ja immer wieder in der Diskussion. Was ist das überhaupt und was sollte daran schon problematisch sein, reines Nerdgequatsche. Stimmt aber nicht. Metadaten sind eine wirklich interessante Informationsquelle. Sie beantworten im Prinzip viele der klassischen W-Fragen. Dafür ist der Inhalt vollkommen unerheblich, der lenkt meist nur von den eigentlichen Fakten ab:

  • Wer?
  • Wann?
  • Wo?
  • Warum?
  • Was?
  • Wie?
  • Wozu?

Welche davon können allein mit den Metadaten beantwortet werden?

  • Wer?
  • Wann?
  • Wo?
  • Wozu?

Das Wozu wird zwar nicht direkt in die Metadaten geschrieben, ist aber auf der anderen Seite meist einfach herzuleiten, sobald die ersten 3 Fragen geklärt sind.

Aber wo kann man Metadaten sehen?

Alle Kommunikationsdaten müssen Metadaten enthalten, die auch nicht verschlüsselbar sind, weil sonst der Server nicht weiß, wohin er die Daten schicken soll oder was er sonst damit machen soll. In Bildern stecken sie auch drin und nicht zu knapp. Um das zu zeigen haben ich im Seminar die Webseite Jeffrey’s Image Metadata Viewer gezeigt. Dort kann man entweder eine Bilder-URL angeben, oder auch ein Bild zur Analyse hochladen.

Unwissend, was mich erwartet, habe ich zur Demonstration ein Bild von der Webseite des Tagungszentrums, an dem ich arbeite, verwendet. Hier die Webseite: https://www.dgb-tagungszentren.de/hattingen Es ging um das Bild in der Mitte, hier die Bildadresse: https://www.dgb-tagungszentren.de/sites/dgb-tagungszentren.de/dateien/hattingen/material/homberg_0091.jpg Die habe ich dann in Jeffrey’s Metadaten Viewer eingegeben und habe einen ganzen Zoo an Metadaten erhalten. Müsst ihr auch mal machen.

Anschließend habe ich ein Bild von meinem Smartphone bei Jeffrey hochgeladen und habe mir die Exif-Daten angeschaut. Exif ist ein Format zum Speichern von Metadaten in Bildern. Auch darin waren interessante Informationen enthalten. Da steht sogar mit welcher der beiden Linsen in meinem Smartphone ich das Bild aufgenommen habe.

Weitere Tools

Um das im Seminar praktikabler zu machen habe ich mir auch mal diverse Plugins angeschaut. Am besten hat mir EXIF-Viewer gefallen. Ich habe allerdings nur für den Chrome recherchiert, weitere Browserempfehlungen gerne in die Kommentare. Und was man sonst noch so mit Metadaten machen kann kann man bei Immersions bestaunen. Das ist eine Visualisierung deines Mail-Netzwerkes. Wenn du der uni Zugriff auf dein Mailverzeichnis ermöglichst, können sie dir eine beeindruckende Grafik deiner Netzwerke erstellen. Aus der Zeit, in der ich Googlemail genutzt habe, stammt diese Grafik:

Bildschirmfoto 2017-04-05 um 21.33.45.png

Wer das Selbstexperiment von Malte spitz noch nicht kennt oder wieder vergssen hat, dem sei auch noch die Bewegungsdatenanalyse, die die Zeit angefertigt hat, ans Herz gelegt. Und da soll noch mal jemand sagen Metadaten seien nicht interessant.

05Apr/17

News aus den Hochschulen

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Diese Woche u. a. mit dem Beteiligungsportal „Digitalisierung Wissenschaft und Kultur“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, dem Frühlings-Magazin des Forums neue Medien Austria zur Frage „Informatische Bildung für alle?“, der Vergabe des FraMediale-Preises 2017 für ein innovatives Lehrkonzept und der Veröffentlichung der neuen Ausgabe der Zeitschrift für Hochschulentwicklung mit dem Themenschwerpunkt Learning Analytics.

05Apr/17

Vom Wissen zur Kompetenz

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Interview mit den beiden Herausgebern des “Handbuchs Kompetenzentwicklung im Netz”, John Erpenbeck und Werner Sauter. Es kreist um zwei Themen: den Unterschied zwischen Wissen und Kompetenzen einerseits und die Rolle der Digitalisierung und des Lernens im Netz bei der Neupositionierung der Weiterbildung andererseits.

John Erpenbeck: “Kompetenz bedeutet, mit dem erworbenen Wissen fähig zu sein, selbstorganisiert und kreativ in Arbeitsprozessen, insbesondere auch in zukunftsoffenen Herausforderungen, tätig zu werden. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der heute Innovationen stattfinden, wird dies immer wichtiger. Kompetenzen können nicht gelehrt, sondern nur selbstorganisiert beim Bewältigen realer Herausforderungen aufgebaut werden. Wie wir es im Buch beschreiben, schließen dabei Werte die Lücke zwischen Kenntnissen einerseits und dem Handeln andererseits. Lernen wird in Zukunft von Selbstorganisation geprägt sein, von der Fähigkeit, Umgebung aufzunehmen und von innen heraus neue Lösungen und neue Ideen sowie neues Handeln zu produzieren. Dies stellt das klassische Bild der Weiterbildung auf den Kopf.”
Sabine Schritt, Interview mit John Erpenbeck und Werner Sauter, Personalführung, 3/ 2017 (pdf)

04Apr/17

Lernhaus, Kompetenzensets und Digital Learning Hub – Grundlagen für die Kompetenzentwicklung im Prozess der vernetzen Arbeit

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich vermute, dass es die über 650 Seiten des gerade erschienenen “Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz”, herausgegeben von John Erpenbeck und Werner Sauter, nicht auf jeden Schreibtisch schaffen. Da ist es nur zu begrüßen, wenn einzelne Beiträge den Weg ins Netz finden. So wie zum Beispiel der Artikel von Daniel Stoller-Schai (Crealogix). Er stellt ein Referenzmodell vor, mit dessen Hilfe man sich systematisch mit der “Kompetenzentwicklung im Prozess der vernetzten Arbeit” auseinandersetzen kann. Der Schwerpunkt liegt (natürlich) auf der Digitalisierung. Das Modell bringt die strategische Ebene (”Arbeitshaus”), die methodisch-didaktische Ebene (”Kompetenzset”) sowie die technologische Ebene (”Digital Learning Hub”) zusammen. Der Artikel führt den Leser Schritt für Schritt durch alle Ebenen. Dabei, das sei am Rande erwähnt, wird nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch der Endkunde als Zielgruppe “mitgenommen”.

Abschließend: Ein weiterer, nützlicher Orientierungsrahmen, der zudem viele aktuelle Stichworte – vom “Lernerlebnis” bis zu “Design Thinking” – enthält, um die Herausforderung einer zeitgemäßen Kompetenzentwicklung strategisch anzugehen.
Daniel Stoller-Schai, in: John Erpenbeck, Werner Sauter (Hrsg.): Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt. Schäffer-Poeschel, März 2017 (pdf, via Scribd)

04Apr/17

The Top Ed-Tech Trends (Aren’t ‘Tech’)

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Einmal im Jahr berichtet Audrey Watters über ihre “top ed-tech trends”. Nicht in Form einer kurzen Aufzählung. Es ist immer eine Sammlung langer, faktenreicher Aufsätze. In diesem Vortrag an der Coventry University (dessen Transkript wir lesen können) klärt sie darüber auf, was sie treibt und motiviert, so und nicht anders über “ed tech trends” zu berichten. “Technology is never neutral”, schreibt sie. Es geht um Ideologien, es geht um das “Silicon Valley narrative” und um den darin verwurzelten Neoliberalismus. Und, ganz aktuell, wie er sich in der Bildung bzw. “EdTech” auf das Thema “Personalization” fokussiert.

“I’m not sure there’s any better expression of this “Silicon Valley narrative” or “California ideology” than in “personalization,” a word used to describe how Netflix suggests movies to us, how Amazon suggests products to do, how Google suggests search results to us, and how educational software suggests the next content module you should click on. Personalization, in all these manifestations, is a programmatic expression of individualism.”
Audrey Watters, Hack Education, 3. April 2017

03Apr/17

M2P028 Coworking

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Diese Folge des Management 2.0-Podcasts gewährt Einblicke in die Welt des Coworkings (Wikipedia). Coworking Spaces schießen ja auch hierzulande wie Pilze aus dem Boden, angesiedelt an der Schnittstelle von Digitaler Transformation und New Work. Am Rande der Cowork 2017, die vom 31. März bis 2. April in Leipzig stattfand, haben Simon Dückert und Christian Cordes diesen Beitrag aufgenommen. Christian Cordes leitet den Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg und ist Mitglied des Vorstands der German Coworking Federation. Informative 26 Minuten …
Simon Dückert, Management 2.0 Podcast, 2. April 2017

03Apr/17

Workshop-Rückblick | Forschungsorientiertes Lehren und Lernen an den Hochschultagen Berufliche Bildung

Quelle: HEAD.Z | Blog Autor: Mandy Schiefner-Rohs

Endlich komme ich dazu, unseren Besuch auf den Hochschultagen Berufliche Bildung zusammenzufassen (manchmal ist eine längere Pause zur Reflexion dieser ja auch zuträglich). Eigentlich ist dies nicht ganz „meine“ Community, allerdings hatten wir aus FideS heraus eine sehr nette Einladung von Nicole Naeve-Stoß und Tade Tramm, uns am Workshop zum Thema „Professionalisierung in der wirtschaftspädagogischen […]