15Nov/16

„Ohne den Deutschen Bildungsserver gäbe es kein ELIXIER“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Der Deutsche Bildungsserver betreibt gemeinsam mit den Landesbildungsservern und anderen Kooperationspartnern das Portal ELIXIER, eine Suchmaschine für Bildungsmedien im Internet. Das Informationssystem umfasst etwa 50.000 Bildungsmedien und Unterrichtsmaterialien.

Hans Rauch

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers

 

FRAGEN AN

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers und langjähriger Wegbegleiter des Deutschen Bildungsservers. Mit ihm sprachen wir über Vernetzung und Redaktionsarbeit, über Qualität und Metadaten. Und darüber, was gute Kooperation ausmacht.


Herr Rauch, wie ist das Portal ELIXIER entstanden?

Als Bottom-up-Projekt! Die deutschen Bildungsserver haben sich überlegt, wie sie die Früchte ihrer Arbeit so teilen können, dass alle etwas davon haben. Anfangs standen wir vor zwei Möglichkeiten: Entweder wir entwickeln eine gemeinsame Bildungsserver-Engine, also eine gemeinsame technische Plattform, bei der das Bereitstellen und Teilen von Inhalten kein Problem ist, oder wir machen die verschiedenen Materialien aller Bildungsserver allen zugänglich. Die erste Idee war nicht tragfähig, sie hätte die Umstellung jedes einzelnen technischen Systems bedeutet. Eine gemeinsame Suchmaschine hingegen war leichter zu realisieren. Und genau das ist ELIXIER: Alle Partner beschreiben ihre sehr unterschiedlichen Quellen und Materialien nach einem einheitlichen Schema, den ELIXIER-Standards bzw. Metadaten. Die im DBS integrierte Suchmaschine sammelt die Daten und ermöglicht es, sie auch auf der jeweils eigenen Plattform einzubauen.

Und alle Kooperationspartner halten die Standards ein?

Ja, weil jeder Interesse daran hat, seinen Daten zu teilen! Klar gibt es unterschiedliche Interessen – jeder kommt ja aus einer anderen Richtung. Wir mussten uns verständigen, welche Merkmale und Funktionalitäten wir letztendlich anbieten wollen. Es war und ist ein permanenter Prozess. Schwierig wird es dann, wenn an einem großen Datenbestand etwas geändert werden muss.

Ein Beispiel?

Wenn man aus einer beliebigen Schlagwortliste ein kontrolliertes Schlagwortverzeichnis machen will, muss man Arbeit reinstecken. Bei ELIXIER funktionierte das auf Freiwilligkeit; es gab weder einen expliziten Auftrag, noch zusätzliche Ressourcen dafür. Natürlich gehört es zum Beispiel zum Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, politische Materialien zu entwickeln und sie zugänglich zu machen. Aber wie sie das macht, das bleibt ihr überlassen. Bei den Ländern ist alles noch etwas komplizierter, weil es wegen der Bildungshoheit mit einer verbindlichen Kooperation ganz schwierig ist.

Wie lange dauerte es, bis ELIXIER so aussah wie jetzt?

Von der Idee bis zur Umsetzung ging es erstaunlich schnell. Innerhalb eines Jahres hatten wir den Prototypen gebaut, mit dem wir dann angefangen haben zu arbeiten. Wir haben diskutiert, verändert und angepasst. Nach drei, vier Jahren kam ELIXIER ins Laufen. Wir hatten ungefähr Ressourcen für ungefähr 20 Fächer. Nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, dass es Fächer gibt, bei denen mit 20.000 Materialien gerade ein, zwei Jahrgänge abgedeckt sind. Nachdem alle Datenpools nachbearbeitet sind, haben wir jetzt rund 50.000 Datensätze.

Wie wird die Qualität überprüft? Gibt es konkrete Qualitätsstandards?

Beim letzten Treffen der deutschen Bildungsserver im Frühjahr haben wir uns gemeinsam auf die verbindliche Einhaltung von sechs Qualitätskriterien geeinigt. Wichtig sind zum Beispiel inhaltliche Qualität und sachliche Richtigkeit der Materialien. Die wird zum einen dadurch gewährleistet, dass ELIXIER-Zulieferer wie beispielweise die Bundeszentrale für politische Bildung Experten für ihre Themen sind. Zum anderen haben die Redakteure der Bildungsserver viel Erfahrung damit, geeignete Unterrichtsmaterialen im Internet zu finden und so zu erschließen, dass Lehrkräfte schnell entscheiden können, ob sie das brauchen können oder nicht.

Das zweite Kriterium ist Sprache. Sie muss der Zielgruppe angemessen und auch möglichst einfach sein. Für uns heißt das: Lehrkräfte und Schüler/-innen. Wenn sich etwas an Schüler wendet sollte es natürlich nicht im Hochschuljargon geschrieben sein.

Drittes Kriterium: Werbung. Viele Angebote werden heute mit Werbung finanziert. Wichtig ist, dass sie ganz deutlich als solche erkennbar ist, angemessen ist und den eigentlichen Inhalt nicht überlagert. Man darf nicht das Gefühl haben, der Inhalt diene nur dazu, die Werbung zu platzieren! Eigentlich ein einfaches Kriterium, aber da steckt der Teufel im Detail. Denn eine Seite kann zum Zeitpunkt X als für den Unterricht geeignet angesehen werden, zwei Tage später aber ändert sich die Seite und der Betreiber schaltet plötzlich viel mehr oder andere Werbung. Solche Seiten nehmen wir im Zweifelsfall auch wieder heraus. Was ursprünglich mal eingestellt wurde und was letztlich sichtbar ist, ist leider nicht immer dasselbe.

Welche Rolle hat der Deutsche Bildungsserver bei der Entwicklung von ELIXIER gespielt?

Ohne ihn gäbe es kein ELIXIER! Das muss man klar sagen. Die Kollegen vom Deutschen Bildungsserver haben den Prozess moderiert und die technische Plattform dafür bereitgestellt. Mit der BONSAI-Gruppe gab es eine gemeinsame Arbeitsplattform, in der wir zwei Mal im Jahr jeweils zwei Tage lang Ideen entwickeln und auch umsetzen konnten. Förderlich war auch, dass sich das DBS-Team immer sehr kooperativ verhalten und zu keinem Zeitpunkt versucht hat zu bestimmen, wo es lang geht. Man diskutierte immer sachlich miteinander – es war und ist einfach ein sehr, sehr guter Austausch!

Was wünschen Sie dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Dass er sich optisch modernisiert! Er hat so unglaublich viele und gute Inhalte. Leider hält einen die etwas altbackene optische Oberfläche manchmal davon ab, weiter zu recherchieren, tiefer zu gehen. Ich wünsche mir auch, dass die Kooperation zwischen Deutschem Bildungsserver und den Landesbildungsservern, die über so viele Jahre gewachsen ist, weitergeführt, ausgebaut und verstetigt wird. Dazu müssen auch die Kooperationspartner ein Signal setzen und bereit sein etwas zu investieren. Denn eines ist klar: Diese Kooperation gelingt auf Dauer nur, wenn Geben und Nehmen in einem guten Verhältnis stehen!

 Hans Rauch war bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers. Als langjähriger Wegbegleiter des Deutschen Bildungsservers war er von Beginn an Mitglied der Bonsai-Gruppe, eine Arbeitsgruppe, in der sich die Entwickler aller deutschen Bildungsserver über neue technische Entwicklungen und Ideen für neue Projekte austauschen. Dabei entstand auch das Projekt ELIXIER.

14Nov/16

6 of the biggest myths about using MOOCs in business

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Autor, “who looks after workplace learning at FutureLearn”, arbeitet sich einigen dankbaren Statements ab, von “#1 MOOCs are only for the tech savvy” bis “#6 Online learning is lonely”.  Vor allem der letzte Punkt liegt ihm am Herzen: False. Really false! FutureLearn is built around social learning – on every step of every course you’ll find chances to discuss and debate your course with learners from all over the world.”
Alex Hamdy, FutureLearn Blog, 1. November 2016

14Nov/16

FH Bielefeld sucht Mitarbeiter/in für E-Learning/digitale Medien

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Es handelt sich hierbei um eine befristete Teilzeitbeschäftigung (75%, bis 31.01.2018) im Rahmen des Forschungsprojekts „Berufsbegleitende Studienangebote zur Professionalisierung beruflichen Bildungspersonals im Humandienstleistungs- und Technikbereich – Human Tec“. Die Vergütung erfolgt, je nach persönlicher Voraussetzung, bis Entgeltgruppe 13 TV-L. Bewerbungen sind noch bis zum 27. November 2016 möglich.

Über das Projekt:

Das BMBF-Forschungsprojekt wird in Kooperation der Fachbereiche Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie Wirtschaft und Gesundheit durchgeführt.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklungen und der zunehmenden Technisierung im Gesundheitsbereich wird eine Zusammenarbeit zwischen Fachkräften im Ingenieur- und Gesundheitswesen immer wichtiger. Darüber hinaus stellen die Sicherung des Fachkräftebedarfs und deren Qualifikations- bzw. Kompetenzentwicklung weitere Gründe dar, warum sich Unternehmen und Einrichtungen immer stärker mit Aus-, Fort- und Weiterbildung auseinandersetzen müssen. Die neu zu entwickelnden Studienangebote richten sich an Personen, die die Ausgestaltung von Bildungsprozessen in Unternehmen und Einrichtungen als zukünftige Aufgabe anstreben. Dabei wird in einem Schwerpunkt die neu entstehende Schnittstelle zwischen Technik und Gesundheit in den Blick genommen, weshalb sowohl bildungswissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche als auch gesundheits-/pflegewissenschaftliche Expertise im Projekt gefordert ist.

Aufgaben- und Entwicklungsbereiche:

  • Einsatz digitaler Medien in berufsbegleitenden Studienangeboten,
  • Entwicklung, Erprobung und Durchführung eines Moduls mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Einsatz digitaler Medien“,
  • curriculare Entwicklung inkl. der Erarbeitung von Zertifikatsangeboten,
  • Gestaltung innovativer Lehr- und Lernformate.

Diese Entwicklungsaufgaben stehen im direkten Zusammenhang mit parallel liegenden Forschungstätigkeiten im Rahmen des BMBF-Projektes.

Fachliche Anforderungen:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom oder Master) mit Bezug zu digitalen Medien und/oder Bildungswissenschaften,
  • Kenntnisse in der Entwicklung und dem Einsatz digitaler Medien,
  • Kenntnisse zum Forschungsstand hinsichtlich digitaler Medien,
  • Kenntnisse über den Aufbau und die Entwicklung einschlägiger Studienangebote an Hochschulen.

Bewerbung ausschließlich online
Kennziffer: 03630
Bewerbungsschluss: 27.11.2016
Vertragsdauer: bis 31.01.2018
Vergütung: Je nach persönlicher Qualifikation bis nach Entgeltgruppe 13 TV-L

Weitere Details finden Sie in der kompletten Stellenausschreibung.

Bildquelle auf Facebook: Rüdiger Müller, Fachhochschule Bielefeld from CITEC, CC BY-SA 4.0

 

14Nov/16

„Spannend ist vor allem das Lösen von Problemen“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Dr. Christian Richter

Dr. Christian Richter

 

Christian Richter ist Diplomlehrer für Mathematik und Physik und promovierter Pädagoge. Er ist verantwortlich für die IT aller Portale des Informationszentrums Bildung im DIPF.

 

 

Seit wann arbeitest Du beim Deutschen Bildungsserver?

Seit Februar 1996. Ich erinnere mich noch gut: Ich war gerade dabei, die Koffer ins Auto zu laden, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren, als mich Prof.  Peter Diepold, Leiter der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ der Humboldt-Universität zu Berlin, anrief und mich fragte, ob ich an der Entwicklung des Deutschen Bildungsservers mitarbeiten möchte. Eine glückliche Fügung, denn eine halbe Stunde später wäre ich für zwei Wochen nicht erreichbar gewesen. Ein Mobiltelefon hatte ich damals noch nicht.

Nach dem Urlaub ging es dann intensiv an die technische und inhaltliche Umsetzung des von  Peter Diepold entwickelten Konzepts eines Metaservers für das deutsche Bildungswesen. Dieses Konzept war sehr innovativ und hat sich rückblickend als sehr tragfähig erwiesen. Der Deutsche Bildungsserver hat sich seitdem –  auch dank der starken Informations- und Dokumentationskompetenzen des Redaktionsteams  – inhaltlich und funktional enorm weiterentwickelt. Die grundlegenden Strukturen  wurden aber schon an der HU angelegt.

Anfang April 1996 stand dann die erste Version des Bildungsservers im Netz, damals noch unter der Adresse http://dbs.schule.de/. Am 18.4.1996, anlässlich des Starts der Initiative „Schulen ans Netz“ des BMBF und der Telekom ging der DBS dann offiziell online.

Du bist Leiter des IT-Teams vom Deutschen Bildungsserver. Wie groß ist das Team, und worin genau bestehen Eure Aufgaben?

Ich habe eine Kollegin und fünf Kollegen, wir sind also zu siebt. Gemeinsam  betreuen wir ein gutes Dutzend Portale, von denen der Bildungsserver das älteste und bedeutendste ist; dazu kommen noch eine Reihe von Blogs, Wikis und Clouddiensten. Die technische Basis dieser Angebote sind zwei Hochverfügbarkeitssysteme, die insgesamt aus knapp 20 Linux-Rechnern bestehen. Wir sind sehr stolz darauf, dass es nur sehr wenige Unterbrechungen unserer Dienste in all den Jahren gab und diese Unterbrechungen durchweg externe Ursachen hatten. Einmal gab es einen Stromausfall und einige wenige Male wurde unsere Internetverbindung unterbrochen.

Unsere Aufgaben sind recht vielfältig. Wie überall gibt es natürlich Routineaufgaben, nicht alles lässt sich automatisieren. Die kreativen und spannenden Aufgaben liegen in der Entwicklung technischer Konzepte und Problemlösungen oder in der Softwareentwicklung.

Systemadministration, Systemüberwachung und Programmieren erfordern viel Know how und hohe Konzentration. Und manchmal auch einen kühlen Kopf, wenn es zum Beispiel darum geht eine Störung schnell zu beheben oder einen Netzangriff abzuwehren. Wir sind ein sehr gutes Team, in dem sich jeder unbedingt auf den anderen verlassen kann. Das ist viel wert!

Was ist das Spannende und Interessante an Deiner Arbeit? Was interessiert Dich persönlich daran?

Spannend ist vor allem das Lösen von Problemen. Dieser Bogen von „Wie soll das denn gehen?“ bis zum „Ja! So geht’s!“, das motiviert schon sehr und beschert uns viele schöne Momente. Interessant ist dabei vor allem das sich ständig verändernde Umfeld, das immer wieder neue Möglichkeiten,  aber auch neue Aufgaben und neue Probleme hervorbringt.

Für mich persönlich war die Verbindung von Pädagogik und Informatik schon 1985 interessant. Als Lehrer hatte ich meinem ZX-Spectrum-Heimcomputer  im Unterricht eingesetzt,  z.B. für Simulationsexperimente. Heute beschäftige ich mich nicht mehr mit Fragen der Fachdidaktik, sondern damit, wie wir die immer weiter wachsenden Informationsmengen den Nutzern effektiv zugänglich machen können.

Im Gegensatz zu meinen Kollegen, die Informatik studiert haben, bin ich, was die IT betrifft, Autodidakt. Von ihnen habe ich im Laufe der Jahre sehr viel gelernt. Insbesondere am Anfang, an der HU, von Frerk Meyer, einem Informatiker, der damals Doktorand an der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ war. Der von ihm aufgesetzte Webserver der Abteilung war der erste öffentlich zugängliche WWW-Server an der HU überhaupt.

Was hat sich in der Arbeit beim Deutschen Bildungsserver verändert seit Du dabei bist? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Am Anfang war ich Webprogrammierer und Redakteur in Personalunion. Dann kamen in Berlin Kolleginnen dazu, die rein redaktionell arbeiteten, später auch in Frankfurt. Wir benötigten also bald ein CMS (wir sagen „Redaktionssystem“). Da es  nichts Passendes für uns gab, haben wir damals alles selbst entwickelt. Heute machen wir auch noch viel selbst, aber wir nutzen – wo möglich und sinnvoll –  auch öffentlich zugängliche externe Komponenten, Programmbibliotheken oder Softwarepakete, z.B. jQuery, Lucene, Mediawiki oder Drupal.

Was die Systemsoftware betrifft, haben wir von Anfang an auf Linux und den Apache-Webserver sowie sehr frühzeitig auf die Scriptsprache PHP und das Datenbankmanagementsystem MySQL gesetzt. Das war eine sehr gute Entscheidung, die uns eine Entwicklung ohne große Brüche ermöglicht hat. Sogenannte LAMP-Systeme sind nach wie vor „state of the art“ und werden  es noch lange bleiben. Hin und wieder sind die regelmäßig nötigen Aktualisierungen dieser Software für uns mit einigem Aufwand verbunden, insbesondere dann, wenn die neuen Versionen an einigen Stellen nicht abwärtskompatibel  sind. Aber das ist glücklicherweise nicht allzu oft der Fall.

Welche Rolle spielen Kooperationen in Eurem Bereich?

Auf eine intensive Kooperation mit den Landesbildungsservern haben wir von Anfang an großen Wert gelegt. Schon im November 1996 lud Prof. Peter Diepold die Administratoren der Landesbildungsserver zum ersten Workshop der Bildungsserver an die HU ein. Seitdem treffen sich der Deutsche Bildungsserver und die Landesbildungsserver regelmäßig. Im November werden wir  zum 37. Mal zusammenkommen. Diese „Bonsai-Tagungen“, benannt nach dem Hostnamen des ersten Webservers der Abteilung „Pädagogik und Informatik“ der HU, boten immer einen interessanten Erfahrungsaustausch und sind nach wie vor ein Ort, um gemeinsam gute Ideen zu entwickeln. Aus einigen dieser Ideen wurden gemeinsame Projekte, zum Beispiel ELIXIER, die gemeinsame Datenbank der Landesbildungsserver und des Deutschen Bildungsservers für Online-Lernressourcen.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Alles Gute natürlich! Aber wir müssen uns nichts wünschen – wir haben es selbst in der Hand, wie sich der Bildungsserver entwickeln wird. Die Frankfurter Kollegen und wir Berliner werden weiter daran arbeiten, dass der Bildungsserver ein nützliches und attraktives Instrument der Bildungsinformation bleibt. Das kommende Redesign wird die Zugänglichkeit unserer Angebote für Menschen mit Behinderung sowie für Benutzer von Tablets und Smartphones weiter verbessern. Das ist der nächste Meilenstein.

13Nov/16

Digitale Bildung – ab welchem Alter?

Quelle: Gedankensplitter Autor: Peter Baumgartner

Die Autoren dieses Buches sind gegen eine frühzeitige digitale Bildung. Sie sind keine Maschinenstürmer und vertreten – entgegen den vollmundigen Titel – durchaus eine differenzierte Position. Ich stimme einigen ihrer grundsätzlichen Kritikpunkten zur Digitalisierung zu: Überzogene Erwartungen, Ökonomisierung, Technik-getrieben.

Allerdings halte ich ihre grundsätzliche Position – Schulen sollen bis zu 12-14 Jahren digitalfreie Zonen sein – für überzogen und letztlich schädlich. Statt bei Kindern frühzeitig eine kritischen Medienkompetenz auszubilden, damit sie sich verantwortungsbewusst in unserer Gesellschaft bewegen können, wird so getan, als sei alle gesellschaftliche Wirklichkeit alleine durch Schule definiert. Digitale Bildung ist vor allem schon deshalb notwendig, um Cybermobbing und den Lockangeboten von Spielen, Firmen etc. nicht wehrlos ausgesetzt zu sein.

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11Nov/16

Lernmaterial gratis und überall

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Im Teaser dieses Freitag-Artikels heißt es: “Das Schulbuch stirbt aus. Sein Nachfolger heißt OER. Diese „open educational resources” gibt es überall im Netz”. Das ist etwas irreführend, denn Autor Christian Füller legt dar, dass trotz der aktuellen politischen Förderung das Thema an vielen Stellen noch lange nicht angekommen ist. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich z.B. die ersten Zeilen des deutschsprachigen Wikipedia-Eintrags durchliest. Die versteht kein Mensch. Auch im Artikel sind die Botschaften oft “fließend”: Sind OER Bildungsmaterialien, die offen zugänglich sind? Was man kostenlos herunterladen kann? Dann wäre auch der Freitag-Artikel OER. Oder fängt OER erst dort an, und darauf weist auch Christian Füller hin, wo die freie Verwendung, das “copy, remix and share”, erlaubt ist? Erschwerend kommt hinzu, dass diese Unterscheidung für Lernende oft unerheblich ist, solange sie auf Materialien online und kostenlos zugreifen können. Vielleicht sollte man mit Blick auf den Einstieg gleich mit der Forderung “Schafft die Schulbücher ab!” werben. Das versteht jeder.
Christian Füller, der Freitag, 7. November 2016

11Nov/16

Tagungsband zur GML² 2016

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Tagungsband zur GML² (Grundfragen Multimedialen Lehrens und Lernens), die am 10./ 11. März dieses Jahres in Berlin stattfand, ist jetzt online. Unter dem Dach des Konferenzthemas “Die offene Hochschule: Vernetztes Lehren und Lernen” wurde ausgelotet, “wie digitale Medien – auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden internationalen Vernetzung – zur Öffnung der Hochschulen beitragen können und inwiefern standortübergreifende Lehrformate das Lernen verändern”. Die Beiträge decken ein weites Spektrum ab: Berichte über strategische Projekte (Universität Hamburg und die Hamburg Open Online University) und über aktuelle Bildungsangebote (MOOCs) für Geflüchtete stehen neben einzelnen Fallbeschreibungen. Alles gegliedert in sechs Schwerpunkte und auf 328 Seiten.
Nicolas Apostolopoulos, Wolfgang Coy, Karoline von Köckritz, Ulrike Mußmann, Heike Schaumburg, Andreas Schwill (Hrsg.): GML² 2016, Waxmann (Münster) 2016 

11Nov/16

Call for Papers zur Fachtagung der DGfE: „Universität 4.0“. Folgen der Digitalisierung akademischer Lehre und Forschung

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Am 03. und 04. November 2017 veranstaltet die DGfE eine Tagung zum Thema „Universität 4.0“ und möchte Sie auf diesem Wege zur aktiven Teilnahme aufrufen. Beitragsvorschläge in Abstract-Form können bis zum 10.01.2017 eingereicht werden.

Die Tagung wird von der Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft ausgerichtet. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der erziehungswissenschaftlichen Reflexion der Veränderungen von Lehr-, Lern- und Bildungsprozessen an Universitäten und Hochschulen im Kontext von Medialisierung, Quantifizierung und Digitalisierung.

Thema der Tagung: „Universität 4.0“. Folgen der Digitalisierung akademischer Lehre und Forschung. Dabei lassen sich drei Themenfelder unterscheiden: 1. Der Wandel von Lernen, Bildung und Forschung mit digitalen Medien. 2. Die Organisation von Lernen und Bildung an der „digitalen Hochschule“. 3. Die Veränderung des Verständnisses von universitärer Bildung und von Hochschulen durch die Digitalisierung.
Termin der Tagung: 03.11.2017 nachmittags bis 04.11.2017 mittags. Ort: Berlin
Beitragseinreichungen: bis zum 10.01.2017 in Abstract-Form (max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen und Literatur) für Panelbeiträge à ca. 20 Minuten (bitte an beide Adressen): Prof. Dr. Manuela Pietraß und Prof. Dr. Burkhard Schäffer.

Abstract aus dem Call: „In loser Anlehnung an das Kürzel „Industrie 4.0“, das auf die digitale Verzahnung und Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Produkten abzielt, soll die DGfE-Fachtagung Fragen danach in den Mittelpunkt stellen, inwiefern, in welchem Ausmaß und vor dem Hintergrund welcher programmatischer Intentionen Universitäten und Hochschulen die Möglichkeiten digitaler (Medien)Technologien nutzen und welche Folgen dies für Lehr-, Lern- und Bildungsprozesse sowie für den Stellenwert von Universitäten als Bildungsinstitutionen hat. Mit dem Zusatz „4.0“ rückt die Zukunft der Universität in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien ins Zentrum des Interesses.“

Link zum vollständigen Call for Papers.