07Nov/16

Zweite Hälfte von „Gratis Online Lernen“ startet #imoox

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Und schon startet die zweite Hälfte von „Gratis Online Lernen„. Und in der fünften Einheit dreht sich alles rund um die „Tücken“ des kostenlosen Lernens im Netz. Wenn man etwas von Unbekannten angeboten bekommt, ist man misstrauisch: Warum bekomme ich das kostenlos? Was wollen die von mir? In dieser Einheit dreht es sich also darum, was man sich vor Augen führen sollte, wenn man ein kostenloses Lernnangebot im Internet nutzt. Werden da meine Daten gesammelt, und für welchen Zweck? Dient es zur Kundenbindung oder Kundengewinnung? Wer macht das Angebot eigentlich und warum? Und im Forum freuen wir uns über Ihre Erfahrungen mit kostenlosen Angeboten: Sind Sie da weniger kritisch, was Inhalte und Gestaltung angeht, weil es ja kostenfrei ist? Sind Sie besonders misstrauisch, wenn Sie etwas Kostenfreies im Internet finden? Welche Erfahrungen haben Sie schon gemacht?

undwerzahlt

CC BY Sandra Schön (BIMS e.V.), Martin Ebner (TU Graz) | imoox.at 2016

04Nov/16

OERinfo: Die Informationsstelle zu OER nimmt ihre Arbeit auf

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau einer Informationsstelle für offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources – OER). Auf open-educational-resources.de beschreibt das Projektteam von OERinfo die Ziele der Informationsstelle.

Als Ziel des Projektes wird in der Mitteilung „Neue Informationsstelle für offene Bildungsmaterialien“ durch das BMBF die nachhaltige Verankerung von OER in der deutschen Bildungslandschaft angegeben. Dies soll durch Aufklärung und Beratung aus einem Guss erreicht werden. Als zentrales Element wird dabei ein Webportal genannt, dessen Aufbau in der Verantwortung des Deutsche Bildungsservers liegt. Das Portal soll die Bildungsbereiche Schule, Aus- und Weiterbildung und Hochschule abbilden und dabei passgenaue Informationen für Anwender/innen und Nutzer/innen bereitstellen.

Auch die Macher/innen der Informationsstelle haben sich im Beitrag Start von OERinfo zu Wort gemeldet. Hier werden in den Zielen des Projekts, neben dem Aufbau eines Informationsangebotes, auch Transfer und Vernetzung zu Open Educational Resources genannt – insbesondere zur Unterstützung von Qualifizierungsprojekten, die sich mit dem Thema OER auseinandersetzen. Zu den weiteren Vorhaben zählen u.a. das Sichten von Ressourcen zu OER, die Auswahl von Inhalten und die Aufbereitung aktueller Entwicklungen in verschiedenen multimedialen Formaten. Ein aktualisierter Webauftritt soll im Zeitraum Februar bis März 2017 nach einem Relaunch präsentiert werden. Bereits jetzt gibt es Social-Media-Kanäle bei Twitter und Facebook wo laut den Betreibern/innen „alle an OER bzw. digitaler Bildung Interessierten das Geschehen nicht nur verfolgen, sondern miteinander ins Gespräch kommen können“.

Weitere Informationen zur Informationsstelle OER finden sich im Blog auf open-educational-resources.de.

04Nov/16

A Look Ahead at L&D 2016/ 2017: Invisible, Contextual & Systemic

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

“L&D is in crisis. L&D must evolve or become irrelevant.” Dieser Einstieg darf nicht fehlen. Und auch nicht der Hinweis, dass man schon seit Jahren mit diesem Einstieg arbeitet. Die Berater von Bersin by Deloitte verstehen ihr Handwerk. Und das macht dann auch die Trends interessant, die sie L&D ins Stammbuch fürs kommende Jahr schreiben. Was den Wandel treibt, so Dani Johnson einleitend, ist das Zusammenführen von Arbeits- und Lernprozessen. Ihre Punkte:

“- Invisible L&D …
– The intersection of career management and worker development …
– The rise of contextualization …
“While content used to be king, in many cases it is now becoming commoditized. With over 900 content solution providers currently working with L&D functions, user-generated content continuing to proliferate, and a myriad of free resources available, contextualization is becoming as important-if not more important-than content.”

– Systemic learner experience …
– The expansion of the learning technology universe …”
Dani Johnson, Bersin by Deloitte, 1. November 2016

04Nov/16

Why Udacity and EdX Want to Trademark the Degrees of the Future – and What’s at Stake for Students

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Udacity und seine “Nanodegrees”. Coursera und “Specializations”. edX und “MicroMasters”. Die großen Plattform- und Kursanbieter haben längst wohlklingende Namen für die Abschlüsse gefunden, die man bei ihnen erwerben kann. Wir sprechen von Microcredentials, neuen Abschlüssen jenseits der bekannten akademischen Grade. Natürlich wundert es niemanden, dass Udacity und edX auch die Rechte an diesen Bezeichnungen geschützt haben. Doch mit welchen Konsequenzen? Jeffrey R. Young versucht einige Antworten.

“No one owns the term “master’s degree.” But upstart education providers dream of getting a lock on the words for the next generation of online graduate certifications. Their strategy says a lot about how today’s online programs differ from those in the past.”
Jeffrey R. Young, EdSurge News, 3. November 2016

04Nov/16

„Die Elementarbildung hat in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Andrea Völkerling

Andrea Völkerling


Andrea Völkerling,
wissenschaftliche Dokumentarin, studierte Erziehungswissenschaft in Mainz und betreut beim Deutschen Bildungsserver die Themengebiete Elementarbildung und  Sozialpädagogik.

 

 
 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

Gute Frage, eigentlich mehrmals – also, das allererste Mal 2004 bei einem Praktikum, später habe ich dann ein Volontariat im DIPF absolviert und habe dabei auch beim Deutschen Bildungsserver mitgearbeitet. Schließlich habe ich Ende 2009 den Redaktionsbereich zur Elementarbildung übernommen.

Wie bist Du zu diesen beiden Themengebieten gekommen? Was interessiert Dich persönlich daran?

Ich hatte mich schon während meines Studiums mit frühpädagogischen Themen beschäftigt und konnte darauf sehr gut aufbauen. Der Redaktionsbereich Sozialpädagogik kam dann später noch dazu, was mich besonders gefreut hat – das hatte ich auch schwerpunktmäßig studiert. Die beiden Themengebiete haben mit dem sozialpädagogischen Themenfeld Jugendhilfe, zu dem die Kindertagesbetreuung rechtlich zugeordnet ist, ja eine große Schnittmenge. Es bietet sich also an, diese zusammen zu bearbeiten.

Haben sich die Themen in der Elementarbildung in den letzten Jahren verändert? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Ja, es ist spannend, die Veränderungsprozesse in den beiden Themengebieten zu begleiten. Die Elementarbildung hat in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen, im öffentlichen und politischen Diskurs, und von Forschungsergebnissen erhofft man sich neue Erkenntnisse, beispielsweise im Bereich der frühkindlichen Sprachförderung. Wenn man bedenkt, dass der Kindergarten bis vor gar nicht so langer Zeit hauptsächlich als Betreuungs- und Erziehungsstätte wahrgenommen wurde – erst nach dem so genannten PISA-Schock rückte sein Bildungsauftrag in den Fokus des Interesses, Bildungspläne folgten. Nach der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr im Jahr 2013 und dem damit einhergehenden massiven quantitativen Ausbau im U3-Bereich steht nun die Qualitätsdebatte im Mittelpunkt. Nicht zuletzt der Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte wird dabei zentrale Bedeutung beigemessen.

Und wie verhält es sich bei der Sozialpädagogik?

In vielen Feldern der Sozialpädagogik lässt sich beobachten, wie sich ihre Rolle als Bildungsinstanz verändert. Großen Einfluss haben z.B. Entwicklungen im Schulbereich wie Ganztagsbetreuung und Inklusion – hier ist u.a. die Schulsozialarbeit gefragt. Und von gesamtgesellschaftlichen Wandlungsprozessen ist die Entwicklung der Sozialpädagogik per se nicht trennbar – Stichworte sind das Auseinanderdriften der Gesellschaft, Radikalisierungstendenzen, wie auch die Integration von Flüchtlingen. Da steht auch die Sozialpädagogik vor riesigen Herausforderungen.

Haben sich deine Aufgaben – oder die Aufgabe des Deutschen Bildungsservers – in den letzten Jahren verändert?

Wir versuchen mit unserem Angebot ja die Informationsflut im Internet zum Thema Bildung für die Nutzerinnen und Nutzer zu reduzieren, indem wir Relevantes dokumentieren, müssen aber natürlich als Redakteurinnen genauso mit der wachsenden Informationsdichte umgehen. Viele neue Informationskanäle wie Twitter etc. sind hinzugekommen. Eine fachlich fundierte Selektion wird da immer wichtiger.

Melden die Nutzer manchmal etwas zurück?

Letztens hat mir eine Fachschullehrerin für angehende Erzieher/-innen berichtet, dass sie die Informationsrecherche im DBS gezielt in ihren Unterricht einbaut. Klar, das freut einen dann. Aber auch die Rückmeldung zu etwaigen Desideraten hilft. Der direkte Austausch mit den Nutzer/-innen ist oftmals aufschlussreicher als bloße Nutzungsstatistiken.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Wir arbeiten derzeit intensiv an einem umfassenden Relaunch – ich bin selbst gespannt, wie das Endergebnis aussehen wird. Und mit einem moderneren und zeitgemäßen Erscheinungsbild wünsche ich ihm dann natürlich nochmal mindestens 20 Jahre 🙂

03Nov/16

Open Learning in the Future

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine Reihe von Essays ist gerade auf der Webseite “Future OER” veröffentlicht worden, darunter auch dieser Beitrag von Stephen Downes. Er steigt ein mit dem Hinweis auf die 1.200 offenen Kurse, die Open Culture heute auflistet. Aber diese Fülle an Lernressourcen kommt mit neuen Fragen daher: “Who Will Produce?”, “What Will Resources Look Like?”, “How Will Resources Be Sustained?”, “How Will People Find Resources?” und “How Will Resources Be Used?”
Stephen Downes, Future OER, 2. November 2016

03Nov/16

ILIAS Verein sucht Projektmanager/in für E-Learning-Projekt

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Der gemeinnützige Verein ILIAS open source e-Learning e.V. vergibt für das Projekt openUP im Bereich „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ zum nächstmöglichen Termin und befristet bis zum 30.04.2018 eine Stelle als Projektmanager/in.

Über das Projekt:
Das vom BMBF geförderte Projekt openUP möchte Lehrende an Schulen und Hochschulen zur Nutzung und zur Veröffentlichung von freien Bildungsressourcen (OER) anregen. Dazu werden Angehörige von Medienzentren und E-Learning-Teams in ihrer Rolle als Multiplikatoren informiert und qualifiziert. Zugleich soll eine ‚Community of Practice’ in Form eines Multiplikatorennetzwerks etabliert werden, die auch über die Projektförderung hinaus Bestand hat.

Aufgaben:
Als Projektmanager/in koordinieren Sie das Gesamtvorhaben, konzipieren Marketing-Maßnahmen und führen diese durch. Sie bauen das Multiplikatorennetzwerk auf und betreuen dieses während der Projektlaufzeit. Gemeinsam mit den Projektpartnern informieren Sie interessierte Vertreter von Medien- und E-Learning-Zentren über die Möglichkeiten, Open Educational Resources zu nutzen. Für die Promotionsstelle gilt: Die Erstellung einer Promotion zu einer selbst entwickelten Fragestellung ist erwünscht und wird ausdrücklich unterstützt. Die auf 16 Wochenstunden ausgelegte Stelle (40%) kann zeitlich flexibel und teilweise auch im Home-Office ausgefüllt werden.

Anforderungen:

  • Sie haben gute Kenntnisse im Bereich E-Learning
  • Sie interessieren sich für den Einsatz von freien Bildungsinhalten (OER)
  • Sie haben Erfahrungen im Bereich Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit
  • Sie können gut präsentieren und Workshops moderieren
  • Sie verfügen über gute Kenntnisse des LMS ILIAS
  • Sie sind kommunikativ und arbeiten gern und erfolgreich in Teams
  • Sie können sich und ihre Arbeit gut und effektiv organisieren
  • Sie haben erfolgreich einen Bachelor- oder Diplomstudiengang absolviert

Bewerbung an: ILIAS open source e-Learning e.V., Matthias Kunkel, Ebertplatz 14-16, D-50668 Köln oder kunkel@ilias.de (mögliches Eintrittsdatum angeben)
Bewerbungsschluss: 15.11.2016
Vertragsdauer: befristet bis zum 30.04.2018
Vergütung: Entgeltgruppe 13 TV-L

Weitere Details können der kompletten Stellenausschreibung entnommen werden.

Bildquelle auf Facebook: Jonathasmello, Global Open Educational Resources Logo, CC BY-SA 3.0

03Nov/16

News aus den Hochschulen

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Diese Woche u.a. mit einer Stellungnahme der HRK zum neuen Rahmenvertrag zwischen VG Wort und der Kultusministerkonferenz, einem Blogeintrag zur Motivation von Studierenden durch E-Learning der TU Darmstadt und einem Rückblick auf die Konferenz „Lehre und Digitalisierung“ des Hochschulforums Digitalisierung.

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HRK fordert praktikable rechtliche Regelung für digitale Lehrmaterialien

Nach dem Beschluss des neuen Rahmenvertrags zwischen VG Wort und der Kultusministerkonferenz zeigt sich Unmut an den Hochschulen in Deutschland. Der Vertrag sieht vor, dass digitalisierte Texte einzeln abgerechnet werden müssen und nicht wie zuvor im Zuge einer Pauschalzahlung. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) befürchtet nun eine starke Beeinträchtigung der digitalen Lehre an Hochschulen. Zudem stelle die neue Regelung einen unzumutbaren Aufwand für Lehrende dar und gefährde die Qualität der Lehre. In ihrer Stellungnahme fordert die HRK eine „praktikable“ Lösung anhand einer „allgemeinen und nicht abdingbaren Bildungs-und Wissenschaftsschranke“. Der beschlossene Rahmenvertrag soll ab Januar 2017 in Kraft treten.
Quelle: hrk.de

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Blog der TU Darmstadt: Wie rege ich Studierende mit digitalen Medien zur Mitarbeit an?

Die Technische Universität Darmstadt hat in ihrem E-Learning-Blog nützliche Tipps für Lehrende zur Motivation der Studierenden gesammelt. Dabei verweisen die Autoren/innen unter anderem auf das hochschuldidaktische Infoportal der TU „einfachlehren.de“ für Lehrende. Dort werden Selbstlernmaterialien in einer Themensammlung zur Verfügung gestellt und unter anderem auch das Thema Aktivierung behandelt. Demnach ist es vor allem in Großveranstaltungen sinnvoll Live-Abstimmungen durchzuführen, um herauszufinden, ob Studierende Inhalte verstanden haben und um ihre Motivation aufrechtzuerhalten. Hier verweisen die Autoren/innen zudem auf verschiedene Handbücher zur Nutzung digitaler Medien in Großveranstaltungen.
Quelle: blog.e-learning.tu-darmstadt.de

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Hochschulforum Digitalisierung blickt auf Konferenz an der FH Bielefeld zurück

Am 25. Oktober 2016 fand die vom Hochschulforum Digitalisierung mitorganisierte Konferenz „Lehre und Digitalisierung“ an der Fachhochschule Bielefeld statt. Auf seiner Homepage präsentiert das Hochschulforum Digitalisierung nun ein Resümee der Veranstaltung. Dabei stellt es auch die Aufzeichnungen der Keynotes zu den Themen „Vom E-Learning zur Digitalisierung von Studium und Lehre“ und „Braucht der Student von morgen noch E- Learning?“ sowie der Podiumsdiskussion und der Ergebnisse der Workshops zur Verfügung. Auf dem Podium wurde deutlich, dass sich die Teilnehmer/innen für die Zukunft der Digitalisierung der Hochschullehre vor allem Kooperationen und Unterstützung durch externe Partner, Transparenz und mehr Risikobereitschaft für neue Lehrformen wünschen. „Lehre und Digitalisierung“ bot seinen rund 200 Teilnehmern verschiedene Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion und Informationsstände zu Ansätzen aus der Praxis.
Quelle:
hochschulforumdigitalisierung.de

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FU Berlin startet Monatsspecial zu „Open Access“

Jeden Monat rückt die „IdeenBar“, der Blog der Freien Universität Berlin zur Lehre und Wissenschaft 2.0, ein anderes Tool in den Fokus seines ournals. Im Oktober beschäftigt sich die FU nun mit dem Thema “Open Access“ und stellt dieses in einer dreiteiligen Reihe vor. Open Access möchte die Forschungsergebnisse von Wissenschaftler/innen weltweit frei online zugänglich machen. Neben einer Einführung und Präsentation der Grundidee widmet sich das Themenspecial auch Einsatz von Open Access in der Praxis sowie Chancen und Risiken.
Quelle: blogs.fu-berlin.de

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Kongressprogramm zur LEARNTEC 2017 jetzt online

Vom 24. bis zum 26. Januar 2017 feiert die LEARNTEC ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit mehr als 240 Ausstellern gilt sie als die größte Fachmesse im Bereich E-Learning und digitaler Bildung für Schule, Hochschule und Beruf. Der parallel abgehaltene Kongress findet 2017 unter dem Motto: „Zukunft Lernen: Lernwelten neu denken“ statt. Dabei teilen rund 120 Referenten/innen ihre Erfahrungen zu Lernszenarien in VR/3D-Umgebungen, Learning Analytics, Big Data, Future Workplace Learning, Serious Games, Wearables, Lernendenmotivation, Lernendenemotion, Usability, Adaptivität und Individualisierung des Lernens. Das komplette Kongressprogramm ist online einzusehen.
Quelle: learntec.de

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University of the West of England ruft zur Teilnahme am Learning Technology Research Project auf

Die University of the West of England (UWE) startet im November diesen Jahres ein Forschungsprogramm zu mobilen Lerntechnologien. In Zusammenarbeit mit dem LMS-Hersteller Agylia hat die UWE ein Projekt zur Nutzung von Lerntechnologien auf mobilen Endgeräten ins Leben gerufen. Anhand einer App soll innerhalb einer zweiwöchigen Phase mit Hilfe von 13 Modulen, Quizzes und Umfragen Meinungen und Informationen zu den neuesten Lerntechnologien gesammelt werden. Die Anmeldung für das Projekt ist online möglich.
Quelle: ltrproject.com

Was gibt es an Ihrer Hochschule Neues in Sachen Digitalisierung?
Die Redaktion freut sich über Post an feedback@e-teaching.org oder Beiträge auf unserer Facebook-Seite.

03Nov/16

Der Deutsche Bildungsserver: Im Zentrum der informationellen Bildungsinfrastruktur

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Prof. Dr. Michael Kerres

Prof. Dr. Michael Kerres

DAS WORT HAT Michael Kerres

Der Professor für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg-Essen über Digitalisierung der Bildung, Lehr-Lernmittel der Zukunft und welche Rolle der Deutsche Bildungsservers dabei spielen kann.

 

 

 

 

Der Wandel hin zum Lernen mit digitalen Medien ist vielschichtig und erfordert ein koordiniertes Zusammenwirken verschiedener Akteure. Ein aktuelles Thema ist die Frage, wie wir die digitalen Lehr-Lernmittel für die Bildungsarbeit entwickeln und bereitstellen wollen. Bereits heute nutzen Lehrkräfte in Schulen diverse Materialien und Medien aus Quellen im Internet. Auf der einen Seite haben wir eine lange Tradition der Schulbuchverlage, die nach staatlicher Prüfung Medien für den Unterricht bereitstellen. Mit der Digitalisierung wird deutlich, dass diese Mechanismen auf diese Weise nicht mehr funktionieren, wenn es um die Frage der informationellen Bildungsinfrastruktur geht.

Wie wollen wir künftig Lehr-Lernmittel für die Bildungsarbeit bereit stellen?

Mit den „open educational resources“ zeichnen sich Varianten der Lizenzierung ab, die für die pädagogische Arbeit wichtige Vorteile mit sich bringen. Die digitalen Geräte mit den jeweiligen Software- und Hardwaremerkmalen und die Medieninhalte bilden – vernetzt durch das Internet – zunehmend eigenständige Ökosysteme, die von Unternehmen kontrolliert werden. Es sind Wege zu finden, wie die Lehr-Lernmittel der Zukunft –gemeinsam mit Software- und Hardwareanbietern, Verlagen oder anderen Akteuren – qualitätsgesichert und nachhaltig entwickelt und bereitgestellt werden können, um die pädagogische Arbeit sinnvoll zu unterstützen.

Die Digitalisierung zwingt dazu, neue Wege zu gehen.

Das föderale System der Bundesrepublik hat eine vielfältige Bildungslandschaft in den Bundesländern hervorgebracht, die sich auf diese neuen Rahmenbedingungen neu einstellen muss. Dazu gehören auch Landesbildungsserver, Landesmedienanstalten und andere Einrichtungen in den Ländern, die für die informationelle Bildungsinfrastruktur maßgeblich Verantwortung tragen. Die Digitalisierung zwingt dazu, neue Wege der Entwicklung und Bereitstellung zu gehen und gemeinsam kooperative Strukturen zu entwickeln, da bekanntlich das Internet nicht an Landesgrenzen halt macht. Im Dialog ist weiter zu klären, was die öffentliche Aufgabe bei der Gestaltung der digitalen Bildungsinfrastruktur letztlich ist.

Anforderungen müssen formuliert, Rahmenbedingungen geschaffen werden

Geht es darum, den Anbietern bei der Einführung effizienter Abrechnungssysteme in den Schulen zu helfen, geht es um eine vollständige Kontrolle aller Inhalte und Medien, die über das Internet für Unterricht bereit gestellt werden? Vermutlich nicht – es geht wohl eher darum, Anforderungen an eine pädagogische sinnvolle, informationelle Bildungsinfrastruktur zu beschreiben und die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese gemeinsam mit privaten Anbietern und anderen Akteuren in der ganzen Vielfalt entsteht. Ein komplexes Unterfangen, das viel Koordination, einiges an Erprobung und Erforschung erfordert und den Mut gemeinsam, etwas Neues anzugehen.

Der Deutsche Bildungsserver“ ist ein wichtiges Bindeglied zu den Akteuren in den Bundesländern

Was hat das mit dem Deutschen Bildungsserver zu tun, werden Sie vielleicht fragen? Für mich ist die Antwort ganz naheliegend: Der „Deutsche Bildungsserver“ hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Punkt entwickelt, der zum einen Informationen zu Bildungsthemen auswählt, bewertet, systematisiert und mit Metadaten anreichert. Zum anderen ist er ein Bindeglied zu den Akteuren in den Bundesländern. Betrachtet man die beschriebenen Entwicklungen für eine informationelle Bildungsinfrastruktur, dann würde ich mir für den „Deutschen Bildungsserver“ eine wichtige Rolle wünschen. Austauschformate, wie Elixier, oder andere Metadaten-Services haben für die Entwicklung eines „offenen informationellen Ökosystems“ eine zentrale Funktion. Hinzu kommen von Nutzenden generierte Metadaten auf der Plattform edutags.de, die das Learning Lab gemeinsam mit dem Deutschen Bildungsserver entwickelt hat, die einen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Solche Mechanismen zu entwickeln und zu betreiben, erscheint mir eine Herausforderung, die nur national und koordiniert zu lösen ist. Der Deutsche Bildungsserver tritt damit nicht in Konkurrenz zu anderen privaten oder öffentlichen Inhalteanbietern, sondern managt Metadaten und den Austausch von Informationen der Anbieter.

Ich sage: Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und alles Gute für die Zukunft!

02Nov/16

2016: Jahr der Digitalen Bildung?

Quelle: konzeptblog Autor: jowe

Einige hatten 2016 zum Jahr der Digitalen Bildung proklamiert (Saskia Esken war wohl die Erste, spätestens aber bei der SPD-Tagung Bildung in einer digitalisierten Welt). Die rasche Folge von Workshops und Tagungen,  die Liste der neu herausgegebenen Stellungnahmen zum Thema und weitere Aktivitäten könnten dafür sprechen:

Diese Liste liesse sich nahezu beliebig verlängern. Warum beschleichen mich dennoch Zweifel, in 2016 werde es echte Durchbrüche geben? Nehmen wir mal die SPD-Veranstaltung Bildung in einer digitalisierten Welt (#bidiwe16) in Berlin. Bei der SPD-Veranstaltung waren Interessierte und Experten aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen, sich zum Thema Digitale Bildung auszutauschen (schon mit dem Begriff hab ich ja so meine Probleme). Es trafen sich ca. 300 Teilnehmende; unter den Referenten und Workshopanbietern die üblichen Verdächtigen. Hinterher das allgemeine Schulterklopfen zu einer gelungenen Veranstaltung und dass #bidiwe16 bei Twitter im Trend lag – aber eigentlich kein vorzeigbares Ergebnis. Ich möchte den Wert der Vernetzung und Austausch zwischen Interessierten und Aktiven nicht kleinreden, aber Dominikus Herz hat in einem Blogbeitrag die richtigen Fragen und Anmerkungen zum Sinn solcher Veranstaltungen formuliert. Das gilt m.E. für die Mehrzahl solcher politisch orientierten Veranstaltungen – und nun bin ich gespannt ob der nationale IT-Gipfel mich Lügen straft.

Nehmen wir als nächstes das Digitalpaket. Allein die Ankündigung hat eine Welle von Stellungnahmen hervorgerufen, auch hier natürlich wieder viele der üblichen Protagonisten zum Pro und Kontra der digitalen Bildung. Ich muss sie hier nicht aufführen sondern verweise exemplarisch auf Christian Stöcker und Christian Füller, die ihrerseits auf etliche typische Beiträge eingehen. Jedenfalls liefern die unterschiedlichen, oft polemischen Beiträge ein treffendes Bild der verhärteten Fronten zwischen Technikeuphorikern und Kulturpessimisten. Wer eine fundiertere Analyse sucht, sollte allerdings den Beitrag Welche „digitale Bildungsrevolution“ wollen wir? von Lisa Rosa studieren.

Was passiert nun – im Gegensatz zu den hochfliegenden Plänen – im Alltag der Bundesländer, wo z.B. NRW bereits ein Leitbild 2020 für Bildung in Zeiten der Digitalisierung oder die Bayerische Staatsregierung eine Zukunftsstrategie für Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur vorgelegt haben? So wird etwa in Baden-Württemberg gerade ein Schulversuch Schulunterricht mit Tablets an vier Gymnasien (14 weitere sollen folgen) gestartet, insbesondere in den Fächern Mathematik, Englisch, Geschichte und Naturwissenschaften in den Klassen sieben bis neun Mittelstufe, wissenschaftlich begleitet vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Leibnitz-Institut für Wissensmedien. Klar dass die Wissenschaftler froh sind, über ein solches Projekt Drittmittel einzuwerben. Wenn dann aber das als ein Feld beschrieben wird, das noch sehr in Entwicklung ist (Projektleiter Ulrich Trautwein im Interview mit der Südwest Presse, leider nur offline) und als Beispiele Tablets als Lehrbuchersatz oder zum Lernen von Vokabeln genannt werden, dann ignoriert das schlicht Ergebnisse aus vielen vorliegenden Untersuchungen und auch Erfahrungen aus etlichen Schulversuchen, die allerdings in anderen Bundesländern stattgefunden haben. Das reicht offensichtlich nicht, das muss man natürlich erstmal selber erproben.

Ähnlich geht es mir mit Calliope. Dieser Einplatinenrechner wurde sichtlich inspiriert vom BBC micro:bit. Er hat ein paar zusätzliche Komponenten und Funktionen, aber an die Fülle an Anwendungen und Materialien für den micro:bit, abgesehen von der dafür bereits existierenden Community reicht Calliope erstmal nicht heran. Ehrlich gesagt würde ich sowieso diesen reinen Bastelrechnern den Raspberry Pi vorziehen. Mit dem kann man nach meinem Kenntnisstand so ziemlich alles wie mit dem micro:bit machen aber eben noch viel mehr; es gibt dafür mehrere Betriebssysteme, Office-Anwendung, Programmierumgebungen und und und … In der Zero-Variante ist er sogar billiger als micr:bit oder Calliope. Dem Einwand, das seien doch britische Produkte, ist zu begegnen mit einer deutschsprachigen Community, einem Blog, einem Forum und Tutorials. Ein Blick über die Grenzen lohnt also allemal.

Ok, und wo bleibt das Positive? Ich möchte mich da Felix Schaumburg anschließen: Ach… Ich bin die Klagen und Bedenken leid. Endlich tut sich mal was nach langen Jahren der Forderungen, die Infrastruktur an Schulen anzugehen. Endlich wird Geld in die Hand genommen. Endlich ergeben sich die Perspektiven, Schulen entsprechend ihrer anspruchsvollen Aufgabe an die digitale Gesellschaft anzuschließen. Lasst uns dies bitte nicht in Bedenken ertränken, sondern nutzen. Richtig, also zusammenraufen und Computer und Internet auf allen Ebenen inhaltlich behandeln und konsequent nutzen, d.h.

  • Verteilung der medienpädagogischen Aspekte auf mehrere Fächer,
  • selbstverständliche Integration als Arbeitsmittel und Medien in den Fächern und schließlich auch
  • Vermittlung von Computational Thinking so früh wie möglich und verortet in einem eigenständigen Fach.

Zum Schluß deshalb noch ein konstruktiver Vorschlag zum weiteren Vorgehen: Bevor die Gelder in technische Ausstattungen investiert werden, sollte eine flächendeckende Einführung und Weiterbildung für alle Lehrerinnen und Lehrer in den genannten drei Feldern geboten werden. Da sich die inhaltlichen, methodischen und curricularen Schwerpunkte in den Bundesländern nur unwesentlich unterscheiden dürften, kann dies bundesweit einheitlich entwickelt und angeboten werden. Wie wäre es mit einer MOOC-Reihe Lehren und Lernen mit digitalen Medien? Mit Beteiligung von Theoretikern und Praktikern zur Sicherung einer breit anerkannten Qualität, was gleichzeitig das Einbringen und Berücksichtigen möglichst vieler der bisherigen Erfahrungen garantieren sollte (inspiriert dazu bin ich von einem Fernstudienprojekt Ende der 80er Jahre, mit dem wir Materialien damals zum Thema Lehren und Lernen mit dem Computer etwa in dieser Form angeboten haben).

Bis die Gelder aus dem Digitalpaket fließen, bleibt sicher noch einige Zeit. Die könnte und sollte genutzt werden, um eine sinnvolle Implementation in den Schulalltag vorzubereiten und zu unterstützen. Bis die föderalen Aspekte der BMBF-Initiative geklärt sind, könnte das Ministerium doch schon mal vorab ein solches Maßnahmebündel finanzieren, oder?