Category Archives: Jochen Robes

30Nov/16

Micro-learning: the next big bad idea

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Punkt ist: Wenn ein großer Inhalt (Kurs, Programm) in kleine Stücke geteilt wird (Learning Nuggets), entsteht nicht Microlearning. Nick Shackleton-Jones: “The content does not become more useful by breaking it into smaller pieces. This is the problem with ‘micro-learning’.” Deshalb plädiert er für “resources”, die schnelle Antworten auf alltägliche Probleme und Fragen bieten. Der Fingerzeig ist hilfreich, wenn auch die Verwendung der Begriffe ein bisschen tricky ist. Deshalb lohnen auch die vielen Kommentare zum Artikel einen Blick.
Nick Shackleton-Jones, LinkedIn/ Pulse, 24. November 2016

29Nov/16

Open Education – die ewig Unvollendete

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Openness lautet das Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe von Synergie, dem “Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” aus Hamburg. Den Aufschlag macht Markus Deimann (Fachhochschule Lübeck), der sich launig-philosophisch-kritisch dem Stand der OER-/ Open Education-Bewegung annimmt. Er möchte zur Reflexion einladen, Spannungen aufzeigen, bricht aber, gerade warmgelaufen, etwas unvermittelt ab. “Mit diesen heterogenen Verwendungsweisen wird deutlich, dass nicht von der offenen Bildung bzw. Open Education als Ganzes gesprochen werden kann, sondern dass es sich eher um ausgehandelte Manifestationen auf Grundlage bestimmter sozio-technologischer und politischer Kräfteverhältnisse handelt.” (S.17)

Weitere Autoren/ Autorinnen zum Thema Openness sind u.a. Thomas Köhler, Michael Kerres, Olaf Zawacki-Richter und Ulf-Daniel Ehlers. Den zweiten Schwerpunkt der Ausgabe bildet (natürlich) die Hamburg Open Online University (”HOOU goes on!”, Kerstin Mayrberger) mit kurzen Porträts von 20 HOOU-Projekten. Insgesamt ist das Magazin wieder wunderbar gestaltet und lädt ein, einzelne Artikel auch im Blog zu kommentieren bzw. zu diskutieren.
Markus Deimann, Synergie – Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre, 02/2016, S. 14-19 (pdf)

28Nov/16

Neues Lernen. Wirtschaft 4.0. 3. IHK-Fachkongress für Innovationen in der beruflichen Weiterbildung

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Friedrich Hubert Esser (BIBB) war sich in seiner Keynote unsicher, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Zahl der Jobs hat. Aber er sieht hier eine Chance, “die Berufsbildung in Deutschland wieder attraktiv zu machen”. Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) hatte nur 25 Minuten, um seine Sicht des Wandels vorzustellen und drückte deshalb vorsichtshalber allen Teilnehmenden ein Exemplar der “Bildungsrevolution” in die Hand. Philipp Merten (Rewe) und Ulrike Lüneburg (Siegwerk Druckfarben) präsentierten ohne Zeitdruck die Unternehmenssicht auf “Lernen 4.0″. Dann folgten Workshops. Hier spannte zum Beispiel Marbod Lemke (STIHL Training) einen interessanten Bogen von e-Learning zu Virtual Reality. Es folgten am nächsten Tag ein Innovation Slam, in dem fünf Unternehmen mit ihren Projekten um die Gunst des Publikums warben. Hier stachen Unitymedia mit dem “Digitalen Campus” und Beck et. al. Services mit Working Out Loud und Holacracy etwas heraus … Ganz am Ende gab es dann das “Streitgespräch”, bei dem ich auch aktiv werden durfte. Dabei war es sicher eine gute Entscheidung, sich nicht lange mit der Frage aufzuhalten, was denn eigentlich “Lernen 4.0″ ist, sondern gleich die Herausforderungen in der Praxis anzusteuern. Und die Veranstalter hatten wirklich noch einen Visionär gefunden, der für “Papier wird es immer geben!” eintrat. Respekt! Insgesamt ein ereignisreiches, volles Event, das den Weg nach Westerham gelohnt hat. Besten Dank!
IHK Akademie Westerham, 24./ 25. November 2016

25Nov/16

M2P025 Wissensmanagement 2.0 bei Swisscom

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Martin Geisenhainer (Swisscom) berichtet in diesem Podcast über den Einsatz der Plattform “Ask the Brain” beim Schweizer Telekommunikations-Unternehmen. Gelebte Wissensmanagement-Praxis: Jede/r kann Fragen stellen, jede/r kann antworten, man kann bewerten, kommentieren und sich ein Profil als “Experte” erwerben. Seit drei Jahren gibt es die Lösung, und bis heute sind 12.000 der 20.000 Mitarbeiter mindestens einmal aktiv im System gewesen. Im Rahmen dieser kurzweiligen Fallgeschichte, wie immer souverän moderiert von Simon Dückert, werden Fragen der Erfolgsmessung, der Struktur und Systematik sowie zur Experten-Rolle angesprochen. Der Podcast entstand übrigens im Rahmen einer Session auf dem KnowledgeCamp in Berlin.
Simon Dückert (u.a.) im Gespräch mit Martin Geisenhainer, Cogneon Akademie, 25. November 2016

25Nov/16

JIM-Studie 2016

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

jim_201611.jpgSeit 1998 erhebt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in repräsentativen Umfragen, welche Medien bei Jugendlichen gerade hoch im Kurs stehen und wie ihr Medienalltag in Schule und Freizeit aussieht. So können wir zum Beispiel lesen, dass in den Familien von zwölf- bis 19-Jährigen heute Smartphones, Computer/Laptop, Fernsehgeräte sowie ein Internetzugang flächendeckend vorhanden sind. Also lenkt die erste Pressemitteilung unseren Blick gleich auf die angesagten sozialen Netzwerke:

“95 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren in Deutschland tauschen sich regelmäßig über WhatsApp aus. Auf Platz zwei der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Kommunikationsanwendungen steht Instagram (51 %), knapp dahinter liegt Snapchat mit 45 Prozent regelmäßigen Nutzern, dicht gefolgt von Facebook (43 %).”

Die Studie enthält viele weitere Daten zur Mediennutzung. Zu Recht heißt es in die Studie einleitend: “Während man also durchaus noch diskutieren kann, wie man am besten mit Medien im Unterricht erfolgreich Wissen vermitteln und lernen kann, so sollte das Lernen über die Funktionsweise der Medien selbstverständlich sein. Da Medien ein wichtiger Bestandteil der heutigen Lebenswelt sind, gilt es bspw. als Internetnutzer zu verstehen, wie Algorithmen unsere Suchanfragen und auch unsere Wahrnehmung prägen.”
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 25. November 2016

24Nov/16

How to Conduct a Learning Audit

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die eigene Lernstrategie, das eigene Curriculum oder einzelnes Programm auf den Prüfstand stellen: das sind gute Gründe, ein Learning Audit durchzuführen. Oder: Die Digitalisierung drängt, neue Mitarbeiter hinterfragen das Lernangebot, die Einführung von e-Learning ist schon 15 Jahre her … Tut man also das Richtige, um auch für zukünftige Anforderungen gewappnet zu sein?

Für die Durchführung eines Learning Audits gibt es mehr als eine Vorlage: Es gibt formale Audits, die an Zertifikats-, Akkreditierungsverfahren oder andere Prozesse des Qualitätsmanagements gekoppelt sind; es gibt informelle Readiness-Checks, die mit Audits verbunden werden können; und es gibt kontextspezifische Audits, in denen man selbst die Ziele, den Untersuchungsgegenstand und den Ablauf definiert. Und weitere Fragen: “Audits can be full scale, or smaller and less-time consuming; focused on inputs or outputs; conducted by an internal or an external auditor.” Im Artikel liefert McDonald das Beispiel und einen kleinen roten Faden.
AnnMarie Kuzel, Chief Learning Officer, 21. November 2016

24Nov/16

Lights, camera, interaction. Making interactive video work for learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Guide in 11 Kapiteln der e-Learning-Spezialisten von Kineo. Er will Bildungsexperten und -verantwortliche mit der nächsten bzw. neuesten Entwicklungsstufe von Video (oder: von e-Learning?) anfreunden: „In the last few years marketing and advertising agencies have given interactive video a shot in the arm using slick new digital techniques so it runs smoothly online with exciting new features like interactive hotspots, built in scoring and tracking (SCORM) and analytics.”

Der Guide erklärt in einfachen Worten:
“- what types of learning work well delivered as interactive video
– ideas on how to use interactive video for different learning needs
– top tips for delivering interactive video without breaking the bank
– tried and tested formats and templates
– examples of interactive video in action.”

City & Guilds Kineo, 22. November 2016 (Registrierung erforderlich)

23Nov/16

Fazit – Themengruppe Innovationen in Lern- & Prüfungsszenarien

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Hochschulforum Digitalisierung biegt nach drei Jahren auf der Zielgeraden ein. Jörn Loviscach (FH Bielefeld) ist Themenpate der Arbeitsgruppe “Innovationen in Lern- und Prüfungsszenarien” und fasst seine Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit in drei Punkten zusammen:

  1. “Die Studierenden sind nicht die Treiber der Digitalisierung der Hochschulen … Sie greifen zu dem, was an ihrer Hochschulen verfügbar ist.
  2. Der Aufwand für Lehrende ist groß – “Digitalisierung ist nicht gratis”, so Loviscach. …
  3. Auch die Studierenden müssen mehr arbeiten – zum Beispiel müsse man sich für Veranstaltungen im Flipped Classroom intensiv vorbereiten … “

Jörn Loviscach, Hochschulforum Digitalisierung, 21. November 2016

23Nov/16

Offen, vernetzt, digital: Wer braucht noch Learning & Development?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich war gestern im schönen Bern und durfte auf dem 1st Learning Community Day der Swisscom präsentieren. Dabei habe ich versucht, vor allem auf die Chancen und Möglichkeiten hinzuweisen, die in neuen vernetzten Lernkonzepten für Learning & Development liegen. Denn gerade in der Frage, wie man den täglichen Erfahrungsaustausch und das informelle, selbstorganisierte Lernen unterstützen kann, liegen morgen die Aufgaben. Für Learning & Development, wenn es dafür bereit ist.
Jochen Robes, SlideShare, 23. November 2016

23Nov/16

MOOCs – eine gute Option für die Vermittlung von Wissen

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich hätte zwar lieber den Titel gelesen: “MOOCs – eine gute Option für den Erfahrungsaustausch und das vernetzte Lernen”, aber so geht es auch. Denn Sarah Holstein, die am ZML – Zentrum für Mediales Lernen in Karlsruhe an der Entwicklung einiger MOOCs beteiligt war, stellt hier noch einmal das Format vor und kommt auch auf die unterschiedlichen Ausrichtungen (xMOOCs/ cMOOCs) zu sprechen.

“Was ich damit also sagen will, ist, dass die Bewertungsperspektive nicht von „zuerst hatte ich eine Präsenzveranstaltung und jetzt nur noch einen MOOC” sondern von „zuerst hatte ich zu bestimmten Informationen gar keinen Zugang und jetzt habe ich über einen MOOC immerhin digital vermittelten Zugang”hin reicht.”
Jennifer Eilitz, Interview mit Sarah Holstein, Netzpiloten Magazin, 21. November 2016