Category Archives: Jochen Robes

21Feb/17

THE Teaching Survey 2017: results and analysis

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

1.150 Hochschulmitarbeiter, vor allem aus UK, haben an dieser Umfrage teilgenommen und über “the joys and day-to-day challenges of teaching at university” Auskunft gegeben. Die einleitende Zusammenfassung der Ergebnisse: “Academics enjoy teaching. What they don’t like is the lack of preparation time, bureaucratic burdens, unprepared students.” Neue Formen des Lehrens und Lernens werden nur kurz gestreift. Online-Vorlesungen, ihr Einfluss auf die Anwesenheit der Studierenden sowie die Social Media-Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden sind die “Technologie”-Themen dieser Untersuchung. “Academics recognise the value of using technology to improve teaching, our survey suggests.”
Jack Grove, Times Higher Education, 16. Februar 2017

20Feb/17

The L&D Global Sentiment Survey 2017

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

“What will be hot in L&D in 2017?” Es ist schon erstaunlich, was man aus den Antworten auf eine einzige Frage alles herausholen kann! Gefragt hat jedenfalls Donald H Taylor, ein bekannter britischer Bildungsexperte, und geantwortet haben 885 Bildungsinteressierte weltweit. Dabei konnten sie aus 16 Optionen wählen. Das ergab ein Ranking, nationale Präferenzen, Gewinner und Verlierer sowie Erklärungsversuche des Experten. Spielerisch, aber nicht uninteressant. Was hervorgehoben und näher beschrieben wird: die Spitzenreiter “personalization/adaptive delivery”, “collaborative/social learning” und “micro learning” sowie L&D, dessen Rolle und Selbstverständnis in verschiedenen Antwortoptionen angesprochen werden.
Donald H Taylor, 20. Februar 2017

taylor_2017021.jpg

17Feb/17

Martin Couzins’ Research Report: Fake news

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

“Fake news” sind jetzt auch in der Weiterbildung angekommen. Nigel Paine und Martin Couzins sprechen darüber. Inge de Waard hat gerade einen längeren Artikel mit weiteren Referenzen und Links geschrieben (”Recognising Fake news, the need for media literacy”). In beiden Beiträgen wird auf eine Stanford-Studie verwiesen, die von amerikanischen Schülern und ihren Schwierigkeiten berichtet, Nachrichten und Anzeigen (”sponsored content”) im Web zu unterscheiden (”Evaluating Information: The Cornerstone of civic online reasoning”). Also sind wir beim Stichwort “digital literacy”.

Nun gab es diese Probleme auch in und mit den klassischen Medien und auch die Bemühungen, ihnen zu begegnen. Gefordert wurde dann “Medienkompetenz”. Neu scheint heute, dass der Umgang mit “fake news” heute auch eine politische, eine kommunikative, eine technische, eine kulturelle Dimension besitzt.

Doch zurück zum Anfang: Die kurze Unterhaltung zwischen Nigel Paine und Martin Couzins findet auf Learning Now TV statt, einem Kanal,” a live-streamed Internet tv channel” mit regelmäßigen kurzen Beiträgen zu Bildungsthemen. Die Beiträge sind frei, man muss sich allerdings einmal registrieren (via Ulrich Schmidt).
Nigel Paine und Martin Couzins, Learning Now TV, 26. Januar 2017

16Feb/17

NMC Horizon Report > 2017 Higher Education Edition

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

horizon_201702.jpgDie ausgewählten Trends haben natürlich schon länger die Runde gemacht. Aber jetzt steht der vollständige Report zur Verfügung, in der mittlerweile 14. Auflage, und gewährt in bewährter Manier einen Ausblick auf “six key trends, six significant challenges, and six important developments in educational technology”. Auch der Prozess der Entscheidungsfindung kann wie immer im Projektwiki nachvollzogen werden.

In diesem Jahr haben die Autoren auch einen Überblick über die Trends, Herausforderungen und Entwicklungen der letzten sechs Jahre aufbereitet. Dabei zeigt sich z.B., dass Blended Learning seit 2012 in jeder Aufzählung als Trend, Learning Analytics immerhin in vier von sechs Jahren als wichtige Entwicklung genannt werden. Ansonsten ist der Report mit seinen Beispielen und Leseempfehlungen für jeden eine Fundgrube, der sich über innovative Bildungsprojekte informieren möchte.

Wie immer ist der Horizon Report als Gemeinschaftsprojekt des New Media Consortiums (NMC) und der EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) entstanden. Im Mittelpunkt des Reports stehen traditionell sechs Technologien, auf die die Experten wetten, konkret: zwei Technologien für drei unterschiedliche Zeithorizonte:

– ein Jahr oder weniger (”time to adoption”): Adaptive Learning Technologies, Mobile Learning
– zwei bis drei Jahre: The Internet of Things, Next-Generation LMS
– vier bis fünf Jahre: Artificial Intelligence, Natural User Interfaces
NMC, Februar 2017

15Feb/17

5 Factors driving Modern Workplace Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Faktoren, die es aus Sicht von Jane Hart notwendig machen, über Aufgaben und Rolle von Learning & Development nachzudenken, sind: “digitization”, “changing learning habits”, “multi-generational workforce”, “exponential information growth” und “the emerging Gig Economy”. Für L&D bedeutet das: “providing modern training, … supporting manager-led learning … and empowering employee-led learning”. Aber noch besser fasst es das Schaubild zusammen.
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 6. Februar 2017

mwl_201702.jpg

15Feb/17

A better approach to mentoring at work

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

“Working Out Loud” (WOL) wird gerne als ein Weg beschrieben, um die Zusammenarbeit im Unternehmen, um Offenheit, Transparenz und Austausch zu fördern und vielleicht, ganz nebenbei, dem Umgang mit Social Media und Social-Networking-Plattformen etwas Schwung zu geben. John Stepper baut hier aber noch eine weitere Brücke: Wäre WOL nicht eine passende Methode, um den bekannten Mentoring-Konzepten (von peer-to-peer bis reverse mentoring) etwas Form und Struktur zu geben?
John Stepper, Working Out Loud, 15. Februar 2017

14Feb/17

A Brief Historical Look at Corporate Training

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Rückblick reicht von den 1970ern bis heute und konzentriert sich auf die schrittweise Integration des Computers in Corporate Learning. Allerdings beschränkt sich Brent Schlenker auf wenige große Bewegungen (z.B. vom CBT zum WBT), viele kleine Entwicklungen (z.B. Authoring Tools) und lässt didaktische Fragen außen vor. Und noch einige andere. Wie auch immer: Man merkt jedenfalls, dass zwischen den USA und Deutschland immer mindestens zehn Jahre liegen.
Brent Schlenker, Litmos, 10. Februar 2017

13Feb/17

Rethinking Edtech

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wie funktioniert EdTech, also “educational technology” als Markt? David Kernohan bietet uns seine Lesart an: Kapitalgeber, die in den letzten Jahren viel in EdTech-Projekte investiert haben und auf ihre Rendite oder, noch besser, einen Käufer warten, sowie eine Vorliebe für behaviouristische Denkmodelle. Alles in allem, “it is a surprisingly conservative field in terms of approach”. Das zeigt auch das Beispiel MOOCs.

“You could connect these trends together to explain something like the MOOC, which started with an explicitly connectivist underpinning but pivoted quickly (with the pressure of growth and massification) to a behaviourist model, though with a cognitive science gloss via the collection and use of administrative user data.”
David Kernohan, Medium, 8. Februar 2017

13Feb/17

Blended Learning in der Praxis

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eine Einführung. Die Autorin erklärt, was Blended Learning ist, wie man an die didaktische Konzeption von Blended Learning-Szenarien herangeht und schildert von eigenen Projekten und Erfahrungen im Hochschulbereich. Was etwas zu kurz kommt, ist der Community-Aspekt: Wenn Lehrende und Lernende sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema beschäftigen, sollte die Lernumgebung den Teilnehmenden auch Möglichkeiten bieten, sich untereinander zu vernetzen. Also nicht nur dem Pfad des Lehrenden zu folgen, sondern selbst aktiv zu werden. Hier stoßen jedoch noch viele Plattformen an ihre Grenzen.
Stefanie Quade, Bundeszentrale für politische Bildung, 31. Januar 2017

10Feb/17

Social learning: how it works in the workplace

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

social_learning_201702.jpgDie Kineo-Experten versuchen in diesem Whitepaper ganz bewusst, Technologien (Social Media, “social technologies”) außen vor zu lassen. Plattformen, Systeme und Tools tauchen nur ganz am Rande auf. Denn Social Learning, so die Argumentation, hängt von Mitarbeitern ab, die mit “personal agency” handeln, und einer Arbeits- und Lernumgebung, die ihnen dafür Raum gibt. Dafür wird immer wieder Albert Banduras “Social Learning Theory” herangezogen. Die Titel der einzelnen Kapitel lauten entsprechend “People first, technology second”, “Implementing social learning in a 70:20:10 way” und “Learning & development as social facilitators”.

“Looking to the thinking of Albert Bandura and the utilising frameworks such as 70:20:10 should offer a strong enough indication that learning in the modern workplace is not something to be owned and controlled. It should be enabled, facilitated and guided. Modern workplaces require employees to behave differently, to be more responsive, more agile and able to solve problems in the moment.” (S. 25)
Jez Anderson, Kineo, 3. Februar 2017