Category Archives: Jochen Robes

28Sep/16

Virtual Classrooms Can Be as Unequal as Real Ones

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Artikel verweist und verlinkt auf eine Reihe von Studien, die belegen, dass der Zugang zum Internet und zu offenen Online-Kursen allein nichts an bestehenden Ungleichheiten ändert. Denn gerade den Bevölkerungsgruppen, die man gerne und verstärkt erreichen möchte, fehlt es an Ressourcen und Fähigkeiten, die neuen Möglichkeiten des Lernens auch zu nutzen. Das betrifft Lernangebote im Netz ganz allgemein, aber auch MOOCs im Besonderen.

Dabei geht der Artikel auch auf eine aktuelle Untersuchung des amerikanischen PewResearch Centers (”Digital Readiness Gaps”) ein, in der sich eine interessante Lerner-Typologie findet. Sie basiert auf der Befragung von 2.752 Erwachsenen und konzentriert sich ganz auf ihre Bereitschaft, Lernressourcen im Netz zu nutzen. Folgende Typen wurden identifiziert (und werden in der Studie näher beschrieben): “The Unprepared” (14%), “Tradtional Learners” (5%), “The Reluctant” (33%), “Cautious Clickers” (31%) und “Digitally Ready” (17%).
Kaveh Waddell, The Atlantic, 26. September 2016

27Sep/16

Industrie 4.0: Umbrüche im Geschäftsmodell des Corporate E-Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Karl Wilbers, Universität Erlangen-Nürnberg und Herausgeber des Handbuch E-Learning, hat auf dem (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr 2016 (erstaunlich, wie lange sich dieser Kongress schon hält!) präsentiert. Stichworte sind u.a. Performance Support, Augmented/ Virtual Reality und Customer-Focused Education oder, in etwas längerer Thesenform:

  • “Das Geschäftsmodell des Corporate E-Learning bricht mit Industrie 4.0 um bzw. erweitert sich.
  • Das arbeitsbezogene E-Learning wandelt sich zu hochkomplexen E-Learning-Umgebungen, deren blended learning dem E-Learning on-the-job einen neuen Stellenwert geben.
  • Traditionelle Formen der Contentproduktion werden durch Industrie 4.0 brüchig.
  • Die Kunden bzw. Schlüsselpartnerschaften des Corporate E-Learning wandeln sich: Frontline-Employees als Boundary Spanner, Kunden sowie Vertriebs- und Service-Partner bekommen eine starke Rolle im Corporate-E-Learning.”

Karl Wilbers, Berufsbildung 4.0, 21. September 2016

27Sep/16

What Do Forbes, NYT, And Sotheby’s Have In Common? They Make Online Courses

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eigentlich zählt der Artikel nur Beispiele auf, aber dahinter scheint sich ein Trend abzuzeichnen. Hier ein Auszug:

“There are now a number of non-education-focused organizations and individuals offering MOOCs on the major platforms.
The World Bank, PwC, and Fundação Lemann offer MOOCs on Coursera. Microsoft, the Association of Chartered Certified Accountants, and the Inter-American Development Bank all offer MOOCs on edX. Google offers an Android Basics Nanodegree on Udacity. Best-selling author James Patterson offers a writing MOOC on MasterClass.”

Anuar Lequerica, Class Central, 4. September 2016

26Sep/16

Linkedin wird zur E-Learning-Plattform

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das war zu erwarten: Letztes Jahr hat LinkedIn/ Microsoft einen Anbieter von Video-Tutorials, Lynda.com, für 1,5 Milliarden Dollar übernommen. Jetzt bieten sie die Tutorials auf einer neuen LinkedIn-Plattform an. Sie richtet sich an Einzelpersonen und Unternehmen, heißt es in der kurzen Meldung. Und: “Neben der Funktion zur automatischen Kursempfehlung sollen Firmen auch die Möglichkeit haben, ihren Angestellten spezielle Kurse vorzuschlagen. Über ein Analytics-Interface können Firmen dann den Lernfortschritt ihrer Mitarbeiter überwachen.” Noch liegen die Tutorials nur in englischer Sprache vor. Noch.
Kim Rixecker, t3n, 26. September 2016

23Sep/16

What do we mean by ‘open education’?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Doug Belshaw hat natürlich Recht: Das Wort “open” wird heute in so vielen Zusammenhängen und mit so vielen Bedeutungen verwendet, dass es die Diskussion häufig eher erschwert als erleichtert. Das reicht von “open”, um es an dieser Stelle nur kurz anzudeuten, im Sinne von “freier Zugang” bis zu einer veränderten Haltung und Praxis, bei der der freie Zugang zu etwas nur der erste Schritt darstellt. “Open educational resources” sind in einem solchen Sinne ein erster Schritt, “open education” oder “open educational practices” etwas, das folgen sollte. Dazu gehört z.B. auch die Antwort auf die Frage, was es bedeutet, ein “open educator” zu sein.
Doug Belshaw, ambiguiti.es, 15. September 2016

Noch mehr “open”: 2001 kündigte das MIT an, seine Kursmaterialien nach und nach im Netz zugänglich zu machen. “OpenCourseWare” hieß das Projekt, das am Anfang viele Initiativen, auch OER, stand. Zum Geburtstag gibt es unter anderem ein Video.
15 Years of MIT OpenCourseware

Das BMBF hat eine Open Access-Strategie publiziert (hatte es eigentlich bis dato noch keine?). Es geht um den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, und das Strategiepapier informiert über Begriffe, Modelle und Initiativen (16 S.). Und es werden Ziele formuliert: “Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nimmt deshalb Open Access als Standard in seiner Projektförderung auf.”
Bundesministerium für Bildung und Forschung, Open Access in Deutschland, September 2016 (pdf)

22Sep/16

Andreas Wittke im Silicon Valley: Was können wir lernen?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Andreas Wittke (@onlinebynature, oncampus & mooin) hat es in eine Delegation aus Schleswig-Holstein geschafft, die letzte Woche zuerst Silicon Valley und dann Washington besuchen durfte. In seinem kurzweiligen Reisebericht schwärmt auch er natürlich von der Reise und den Eindrücken, von SAP & Design Thinking, von Twitter sowie vom innovativen Spirit, der dort gelebt wird. Überhaupt: “Innovation”! Über seine 55 Begleiter merkte er ganz charmant an, dass sie zwar alle sehr interessiert über Digitalisierung reden, aber nur die Wenigsten die Digitalisierung auch leben. Deshalb hat er für seine Mitstreiter gleich eine Slack-Gruppe eingerichtet.
Anja C. Wagner, Interview mit Andreas Wittke, YouTube, 21. September 2016 (via ununi.TV | FLOWCAMPUS)

21Sep/16

Personal Learning Networks: It’s who you know

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das britische Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD) hat einige Statements, Beispiele, Stichworte (”seek – sense – share”, “working out loud”) und Argumente zusammengetragen, um seine Community von den Vorteilen persönlicher Netzwerke zu überzeugen. Vor allem mit Blick auf die Möglichkeiten, die die sozialen Netzwerke heute HR- und L&D-Professionals bieten. Aber der wichtigste Punkt steht am Ende des Artikels:

“The future for L&D, in part, could be in encouraging employees to build PLNs rather than being the direct facilitators of learning.”
Georgi Gyton, People Management, 24. August 2016

20Sep/16

Top 10 Tools for Learning 2016

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Was Luis Suarez’ Aufstellung für mich so interessant macht, ist die Tatsache, dass er ein langjähriger IBM-Mitarbeiter war, jetzt selbständig ist und nicht unmittelbar zur Learning & Development-Community zählt. Welche Tools ruft er also Jane Hart zu, die noch bis 23. September auf Rückmeldungen wartet? Zuerst IBM Connections (Stichwort: “learning from your clients”); dann Twitter (”has become my main Personal Learning Network”); dann Slack (”one of my favourite use cases that one of a personal knowledge hub”!); WordPress (”this blog … an extension of my own brain”); und schließlich Feedly (”an integral part of my day to day learning activities”). Es folgen die Plätze 6-10.

Vielleicht schaffe ich es ja noch bis Freitag, meine eigene Liste zu erstellen …
Luis Suarez, elsua, 13. September 2016

20Sep/16

Digitales Leben ¦ Lernen ¦ Leisten – Rückblick auf den scil Trend- & Community Day 2016

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, am scil Trend- & Community Day in St. Gallen teilzunehmen (nochmals besten Dank an das scil-Team!). Jetzt hat Christoph Meier, scil-Geschäftsführer, sehr schön und ausführlich den Tag, die Referenten und ihre Themen beschrieben, so dass ich kaum noch etwas hinzufügen kann. Das Umfeld der Kunstgiesserei Sitterwerk bot jedenfalls einen interessanten Kontrast zu den Themen der scil-Community. Das Ordnungsprinzip der dortigen Kunstbibliothek mit RFID-Chips und Scan-Vorrichtung war richtig zum Staunen! Der thematische Bogen des Tages spannte sich mit vielen Beispielen und Impulsen von den “großen” Fragen der Kompetenzentwicklung im Zeichen der Digitalisierung bis zu konkreten Projekten zur Entwicklung von “digital literacy”. Aber dazu mehr bei Christoph Meier …
Christoph Meier, scil-Blog, 20. September 2016

19Sep/16

Who are the founding fathers of distance education?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Fortsetzung. Tony Bates, eben noch selbst als “founding father” bezeichnet, gibt den Staffelstab bescheiden weiter. Isaac Pitman, The University of London External Program, Chuck Wedemeyer, Harold Wilson and Jennie Lee sowie Sir Walter Perry zählt er auf. Über Isaac Pitman heißt es in Wikipedia:

“The first distance education course in the modern sense was provided by Sir Isaac Pitman in the 1840s, who taught a system of shorthand by mailing texts transcribed into shorthand on postcards and receiving transcriptions from his students in return for correction. The element of student feedback was a crucial innovation of Pitman’s system. This scheme was made possible by the introduction of uniform postage rates across England in 1840.”

Das ist natürlich die britisch/ amerikanische Sicht und einige Namen, die Tony Bates aufführt, haben bei der Einführung der Open University mitgewirkt. Wer sind eigentlich hierzulande die “founding fathers of distance education?”
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 17. September 2016