Category Archives: Jochen Robes

04Mai/17

The 702010 Interplay

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auf den Punkt gebracht! Mark Britz legt dar, dass die 70:20:10-Formel nicht drei separate Lernformate beschreibt, sondern dass diese Lernformate eng miteinander verknüpft sind und sich wechselseitig beeinflussen (Wer einmal versucht hat, genau zu beschreiben, was die 70 und die 20 voneinander trennt, wird das sofort bestätigen …). Das Modell ist schließlich eingebettet in ein “framework consisting of mindset changes, individual behaviors, organizational structures and technology augmentation”.  Im Einzelnen:

“1. Social improves Formal Learning …
2. Social informs Informal Learning …
3. Informal inspires Social Learning …
4. Formal influences Informal Learning …
5. Informal (through social) informs Formal Learning …
6. Formal inspires Social Learning …”

Mark Britz, The Simple Shift, 1. Mai 2017

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03Mai/17

What is online learning? Seeking definition

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Hintergrund dieser Definitions-Frage ist eine “national survey of online learning and distance education in Canadian public post-secondary education”, in die Tony Bates involviert ist. Um sicherzustellen, dass die Teilnehmer dieser Untersuchung ein gemeinsames Verständnis von Online Learning besitzen, wurden verschiedene Begriffe bzw. Formate definiert: distance education courses, online courses, synchronous/ asynchronous online courses, online programs, blended/hybrid courses, credit courses, online contract training und MOOCs.

“Einen Pudding an die Wand nageln” fällt mir bei der Lektüre spontan ein. Und auch Tony Bates meint: “What is already clear from the piloting is that we are trying to describe a very dynamic and fast changing phenomenon, and the terminology often struggles to keep up with the reality of what is happening.”
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 25. April 2017

03Mai/17

Wie lernen wir (über-)morgen? Ein Ausblick auf die Bildung der Zukunft [Buch]

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eigentlich heißt der Buchartikel, den Jöran Muuß-Merholz geschrieben hat und auf den er hier verweist, “Lernen zwischen Kaffee und künstlicher Intelligenz”. Den roten Faden seiner Geschichte bildet Familie Müller, mit deren Hilfe er einen Blick auf das Lernen in Unternehmen, Schulen, Volkshochschulen und Hochschulen wirft. Am ausführlichsten kommen die Volkshochschulen weg, die sich 2041 in “Community Learning Center” gewandelt haben werden. Überhaupt enthalten die Szenarien, die Jöran Muuß-Merholz zeichnet, viele schöne Bilder, Ideen und Stichworte. Wenn man eine zentrale Botschaft des Artikels sucht, so lautet sie vielleicht: Auch wenn wir die Digitalisierung und Automatisierung weiterdenken, behalten Begegnungen, das Lokale und Räumliche, der Austausch und konkrete Aktivitäten ihre Bedeutung. Aber – auch durch die Digitalisierung – oft eine neue, andere.

Allerdings haben mich die Stichworte, die 2041 das Lernen in Unternehmen charakterisieren sollen, nicht so richtig inspiriert. Sie lauten “Lernraum, Lerncoach und Communities of Practice”. Lernräume sind in der Fantasie von Jöran Muuß-Merholz eine “Fusion aus Coffeeshop und Bibliothek”, ein zukünftiger Unternehmensstandard. Aber wieso eigentlich noch “Lernräume”? Wenn wir uns heute geplante Arbeitsumgebungen anschauen, so sehen wir ein Nebeneinander von Schreibtischen, Ruheräumen mit Sofas, Begegnungsräumen, Kreativplätzen, Sitzungszimmern usw. Braucht es da noch explizite Lernräume? Auch die Lerncoaches und Communities kommen in der Beschreibung sehr “analog” daher und könnten aktuellen Bildungskonzepten entnommen worden sein. Wenn das die Visionen sind, die 2041 zum Alltag geworden sind, dann macht die betriebliche Weiterbildung in den nächsten Jahren keine allzu großen Sprünge. Die finden sich dann eher beim “Educational Friday” an der Hochschule, “an dem Mitarbeiter in die Hochschule gehen oder Studierende ins Unternehmen kommen”.
Jöran Muuß-Merholz, Jöran und Konsorten, 1. Mai 2017

02Mai/17

Can digital literacy be deconstructed into learnable units?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Eigentlich sind es vier Fragen, die Doug Belshaw beantwortet. Darin hält er fest, dass das, was wir “digitally literate” nennen, immer kontextabhängig und dynamisch ist, also kein Zustand, den man einmal erreicht hat und über den ein erfolgreich bestandener Test informiert. Auf die letzte Frage nach Quellen zum Thema, die er empfehlen kann, antwortet er: “There’s no substitute for keeping up-to-date by following people who are making sense of the latest developments.” Und zählt anschließend einige Experten und ihrer Twitter-Accounts auf …

“The three things I stress time and time again in my keynotes, writing, and workshops on this subject are:
1. Digital literacies are plural
2. Digital literacies are context-dependent
3. Digital literacies are socially-negotiated”

Doug Belshaw, Literacies, 21. April 2017

02Mai/17

MOOCs Started Out Completely Free. Where Are They Now?

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Keine neuen Nachrichten, aber eine nüchterne Bestandsaufnahme: Während hierzulande viele MOOCs, wie zum Beispiel Leuchtfeuer 4.0 oder Corporate Learning 2025, noch offen für interessierte Teilnehmer sind, haben sich die großen MOOC-Plattformen längst auf Freemium-Modelle eingeschossen. Für Zertifikate, Rückmeldungen und immer häufiger sogar für ganze Kurse muss bezahlt werden. Der Anteil dessen, was gratis zu sehen oder zu bearbeiten ist, wird ständig kleiner. Dhawal Shah zählt auf, wie die Freemium-Modelle bei edX, Coursera, FutureLearn und Udacity aussehen.
Dhawal Shah, EdSurge, 20. April 2017

13Apr/17

Scaffolding in Microlearning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Diese Woche stolpere ich vor allem über konkrete Arbeitshilfen und kurze Statements. Christy Tucker geht es um Hilfestellungen beim Microlearning. Dabei spielt sie verschiedene Varianten durch: sie reichen von kurzen Lerneinheiten, die selbst als Hilfestellungen dienen; bis zu Lerneinheiten, die mit optionalen, weiterführenden oder aufeinander aufbauenden Hinweisen und Hilfen arbeiten.
Christy Tucker, Experiencing E-Learning, 13. April 2017

13Apr/17

eLearning: Ein Hype und sein natürlicher Zyklus

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Noch immer viele Fragezeichen hinter eLearning, aber ein großes Interesse an MOOCs, also an offenen Online-Kursen im Netz. Wie geht das zusammen? Und was soll die Erwachsenenbildung tun? Nach einem Verweis auf Gartner’s Hype Cycle empfiehlt die Autorin (mit Unterstützung von Joachim Sucker): MOOCs als Chance sehen und mitmachen!
Birgit Aschemann, erwachsenenbildung.at, 12. April 2017

12Apr/17

Learning in Bursts: Microlearning with Social Media

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

In diesem langen Artikel geht es um die Frage, wie Microlearning, also das Lernen in kurzen Einheiten, durch den Einsatz von Social Media-Tools unterstützt werden kann. Die Autorinnen sprechen deshalb durchgehend von “Social Microlearning”. Hier muss ich auch gleich eine Anmerkung loswerden: Für die Beispiele, die sie beschreiben, hätte es nicht zwingend den Begriff “Microlearning” gebraucht. “Lernen mit Social Media” würde natürlich auch funktionieren.

Der Artikel besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil wird das Konzept “(Social) Microlearning” vorgestellt; im zweiten Teil wird erläutert, wie man Social Media im Allgemeinen und Instagram, Snapchat, Twitter und Facebook im Besonderen für Microlearning-Aktivitäten einsetzen kann; und im dritten Teil werden einige Praxisbeispiele der Northeastern University (Boston) vorgestellt. Eine schöne Infografik fasst das Wichtigste zusammen.

“Microlearning in general has three aims: to reduce the quantity of information by organizing it into bite-size pieces, to restructure the overall process of learning and the environment in which students learn, and to motivate students to personalize their learning routines.”
Stephanie Trowbridge, Clair Waterbury und Lindsey Sudbury, EDUCAUSE Review, 10. April 2017

11Apr/17

„Es steckt noch viel Potenzial für Open Access in der Bildungsforschung“

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Im Interview weist Christoph Schindler, Leiter des Arbeitsbereichs Literatur- und Informationssysteme im Informationszentrum Bildung des DIPF, darauf hin, dass Literatur nicht nur offen und frei verfügbar, sondern auch auffindbar sein sollte. Das wird gerne vernachlässigt.
Christine Schumann, Interview mit Christoph Schindler, BildungsserverBlog, 7. April 2017