All posts by jrobes

05Sep/16

Booksprints im Hochschulkontext: Drei erfolgreiche Beispiele für das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

In drei Stunden mit 23 Personen, in drei Tagen mit 12 Personen und in sieben Tagen mit 220 Personen: Booksprints sind eng getaktete Gemeinschaftsprojekte mit hohen Erfahrungs- und Lernkurven bei den Beteiligten. Was geht in kurzer Zeit? Wie kann man das Netz, Systeme und Tools nutzen, um die Sprints zu unterstützen? Wie arbeitet man zusammen? Und was kommt am Ende heraus?

Die vorliegende Fallstudie konzentriert sich auf kurze Beschreibungen von drei unterschiedlichen Sprint-Formaten. Genau, drei (3), denn mehr Beispiele aus dem Hochschulbereich haben die Autoren nicht gefunden. Der Fokus liegt hier auf dem Format. Die Ergebnisse der jeweiligen Sprints, die Books, bleiben bei der Beurteilung genauso außen vor wie die Erfahrungen der Sprinter. Die Autoren schließen die Beschreibungen mit einer Reihe von “lessons learned” und ermuntern, das Format aufzugreifen und weiterzuentwickeln.
Sandra Schön, Martin Ebner, Sebastian Horndasch und Hannes Rothe, in: Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung (2016). Hrsg. von Wachtler, Josef., u.a., Waxmann Verlag, S. 35-45 

02Sep/16

Virtuelle Schnitzeljagd: Draussen digital lernen

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Mit dem Blick auf Pokémon Go erinnert Beatrice Krause daran, dass es auch in der Bildung schon Ansätze gibt, “wie das digitale Lernen nach draussen verlagert werden kann”. Dabei verweist sie auf Formen der klassischen Schnitzeljagd, die mit Smartphone und GPS virtuell unterstützt werden (Educaching, Actionbound).
Beatrice Krause, Lernfestival Blog, 30. August 2016

02Sep/16

Coming soon to all courses: Flexible session-based schedules

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Als Coursera, die bis heute größte MOOC-Plattform, 2012 startete, hatten alle Online-Kurse einen Start- und einen Endtermin. Der Charme des neuen Formats lag ja gerade in einer großen Zahl von Teilnehmern (Tausende …), die gemeinsam einen Kurs bearbeiten. Dann begann man sich mehr und mehr an den Anforderungen von Unternehmen und Mitarbeitern zu orientieren, die ihre beruflichen Fähigkeiten verbessern wollten. “On demand” hieß folgerichtig die neue Losung, denn in diesem Kontext will ja niemand auf einen Starttermin in ferner Zukunft warten, wenn er heute ein Problem hat (”The Hype is Dead, but MOOCs Are Marching On”). Doch so richtig glücklich scheint man bei Coursera mit dieser Variante auch nicht zu sein. Also: ”flexible session-based schedules”.

“We’re switching to this session-based format based on our observations of various course structures that we’ve tested over the past two years. Compared to learners in self-paced courses, learners enrolled in session-based courses are about 40% more likely to post in discussion forums, receive feedback on peer-graded assignments about 33% faster, and are about 60% more likely to complete the course – we’re making this change in order to offer those benefits to all learners.”
Coursera Blog, 9. August 2016

01Sep/16

The Innovation Campus: Building Better Ideas

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es ist wirklich interessant, diesen Artikel über verschiedene amerikanische Hochschulen zu lesen, die derzeit in neue Gebäude und Räumlichkeiten investieren. “Can architecture spur creativity?”, heißt es im Untertitel, und klar ist: es geht heute nicht mehr um Klassenräume, Hörsäle oder Bibliotheken. Stattdessen: Garagen, Makerspaces, Labs, Prototyping und Design Thinking, 3-D-Printer … Dazu Räume für Begegnungen und Interdisziplinarität. Viele Silicon Valley-Anleihen, und am liebsten gründet wohl jeder Studierende noch im letzten Semester sein Start-up.

“In many of the new buildings, an industrial look prevails, along with an end to privacy. You are more likely to find a garage door and a 3-D printer than book-lined offices and closed-off classrooms, more likely to huddle with peers at a round table than go to a lecture hall with seats for 100. Seating is flexible, ranging from bleachers to sofas, office chairs to privacy booths. Furniture is often on wheels, so that groups can rearrange it.”
Alexandra Lange, New York Times, 4. August 2016

01Sep/16

Trendstudie Fernstudium 2016

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

160.000 Studierende in Fernstudiengängen gibt es derzeit in Deutschland. Tendenz steigend. Grund genug, regelmäßig nach Motiven, Interessen und Nutzungsverhalten zu fragen, wie es die Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) nach 2011 und 2014 jetzt zum dritten Mal getan hat. Ich habe vor allem einen Blick in das Kapitel “Lehrformate und Lernmittel im Fernstudium” geworfen. Hier heißt es, dass E-Learning-Angebote längst ein wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Studienprogramms bilden. Die technische Ausstattung der Studierenden hat sich seit 2011 “dramatisch verändert”. Smartphones und Tablets sind etablierte Lernwerkzeuge, deren Potential, so die Autoren, noch nicht ausgereizt ist. Und Augmented und Virtual Reality klopfen schon an. Ob und wie sich auch die didaktischen Lernszenarien mit dem Einsatz dieser “Lehrformate und Lernmittel” geändert haben, ist dagegen ein anderes, offenes Kapitel.
Holger Sommerfeldt und Philipp Höllermann, Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH), 2016

31Aug/16

Lernmanagement-Systeme an Hochschulen: Resümee des Themenspecials

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Philip Meyer fasst die Diskussion der letzten Wochen auf e-teaching.org zusammen: Verschiedene Systeme, von Open Source über kommerzielle Anbieter bis zu Eigenentwicklungen, sind in den Hochschulen im Einsatz. Sie haben Stärken (Management, Datensicherheit) und Schwächen (der tendenziell instruktionale Charakter, die schlechte Usability). Und sie haben eine Zukunft, über die diskutiert wird. Abschließend:

“Letztendlich bleibt die Erkenntnis, dass die Implementation von Lernmanagementsystemen bei weitem nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern Hochschulen dazu bringt, zusammen zu kommen, sich abzustimmen und das eigene Bildungsverständnis zu hinterfragen: Welche impliziten Grundlagen für die Gestaltung der Lehre werden mit LMS geschaffen – und wie passt das zu der Lehre und den Lernräumen, die Hochschulen anbieten wollen?”
Philip Meyer, e-teaching.org, 30. August 2016

31Aug/16

Führungskräfteentwicklung mit Zukunft

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

scil_201608.jpgDieser Arbeitsbericht (107 S.) fasst verschiedene Impulse, Artikel, Checklisten und Ergebnisse zusammen, die im Rahmen des 3. scil Innovationskreises 2015/ 2016 entstanden sind. Im Mittelpunkt dieses Netzwerks, an dem sich 10 Unternehmen ein Jahr lang beteiligt haben, stand die Frage: “Wie können Learning Professionals eine innovative und wirkungsvolle Führungskräfteentwicklung gestalten?” Zu Ablauf und Konzept des Innovationskreises, so die scil-Autoren, gehörten drei Präsenzworkshops, aber auch sehr viel Ausprobieren und Experimentieren.

Der Arbeitsbericht spiegelt diesen Werkstattcharakter wider. Acht Qualitätsbereiche – von “Strategieorientiertes Gesamtkonzept” bis “Evaluation/ Wertbeitrag” – bieten eine Grundstruktur, in die auch kurze Unternehmensbeispiele integriert wurden (zum Beispiel ein Kurzbericht über “Do You Speak Digital? Eine Digital Awareness-Initiative bei der AXA”). Stichworte wie VUCA, Digitalisierung und Trendmonitoring bilden den roten Faden.
Tanja Fandel-Meyer und Christoph Meier, scil Arbeitsbericht 25, August 2016

30Aug/16

Why America’s MOOC pioneers have abandoned ship

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Ausgangslage: “In 2014, Coursera founder Andrew Ng left day-to-day activities that company to join the Chinese search engine firm Baidu (although he remains Coursera’s Chairman of the Board). Earlier this year, Sebastian Thrun, founder of Udacity, departed that company earlier this year perhaps frustrated by what he once famously called its “lousy product.” Last week, Coursera’s other co-founder, Daphne Koller, exited in order to join a subsidiary of Google.”

Jonathan Rees: “… MOOCs are destined to remain ghost ships floating on the open ocean, without the lost crew that had such high hopes to transform education forever at the start of their long journeys.”

Auch wenn der Autor zu Recht Fragezeichen hinter die Geschäftsmodelle der MOOC-Anbieter setzt: er reduziert im Umkehrschluss eine Lernumgebung, zu der heute unwiderruflich Medien und Netze gehören, auf MOOCs.
Jonathan Rees, More or Less Bunk, 22. August 2016

29Aug/16

Research Trends in Massive Open Online Course (MOOC) Theses and Dissertations: Surfing the Tsunami Wave

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Autoren haben 51 wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus den Jahren 2008 – 2015 untersucht, die sich mit dem Thema MOOCs befasst haben. Gesucht wurden die Forschungstrends auf diesem noch jungen Gebiet. Dabei wurde festgestellt, dass die meisten Arbeiten aus dem Bildungsbereich kamen, es sich dabei vor allem um qualitative Studien (49 %) handelte und sich gerade in den letzten Jahren das Forschungsinteresse von den cMOOCs zu den xMOOCs bewegt hat. Aber die Autoren haben einleitend auch die MOOC-Entwicklung auf dem Gartner Hype Cycle abgebildet, was zu einer interessanten Darstellung und (die Autoren) zu dem Schluss führte: “MOOCs are at the verge of Plateau of Productivity which means that there will increasingly be a diversity in MOOC applications in the future.”
Aras Bozkurt, Nilgun Ozdamar Keskin und Inge de Waard, Open Praxis, Vol. 8, Issue 3, Juli – September 2016, S. 203-221 (via Academia.edu)

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