All posts by jrobes

05Okt/16

Expertenforum “Moderne Arbeits- und Lernkultur”

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

getAbstract hatte eingeladen und Christoph Meier (scil) moderiert. Im Anschluss hat er dankenswerterweise noch den Tag zusammengefasst: Er umfasste Impulsvorträge von Jan Brecke (”Die Zukunft der globalen Organisation”), Martin Wilckens (”Das Programm ‚Digital@Work der Deutschen Telekom”) sowie Jessica Kirch (”Transformation of Learning bei E.ON”). Zum letzten Vortrag gibt es auch einige Details, die unmittelbar Corporate Learning berühren (”3P”-Modell, “Learning Take Away-Days”). Wobei Christoph Meiers Fazit schon (zu) oft zu lesen war: “… dass die Führungskräfte eine ganz wichtige Rolle bei der Personalentwicklung haben”.
Christoph Meier, scil-Blog, 5. Oktober 2016

05Okt/16

What’s Wrong with MOOCs: One-Size-Fits-All Syndrome

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Regierung von Malaysia hat ehrgeizige Ziele: 2020 sollen 30 Prozent ihrer Hochschulkurse als Massive Open Online Courses (MOOCs) zur Verfügung stehen. Aber dafür, und hier setzt die Kritik von Jim Shimabukuro an, wollen sie mit einer einzigen MOOC-Plattform in Australien zusammenarbeiten. Das limitiert: erstens das MOOC-Verständnis (”… a MOOC isn’t a place”), zweitens das Kursdesign und drittens die Herausforderung für die Lehrenden, sich wirklich auf das neue Format einzulassen (und nicht nur einer Plattform zuzuliefern).

“This problem of overreliance on an MMS is endemic in the vast majority of universities that are tiptoeing into MOOCs. It’s the same mindset that tosses all online courses into a single LMS. … The web is an infinite frontier with limitless resources for creating a wide range of MOOCs.”
Jim Shimabukuro, Educational Technology & Change (ETC), 3. Oktober 2016

04Okt/16

Wenn Kreise denken und lenken

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die brand eins-Ausgabe mit dem Schwerpunkt “Digitalisierung” (07/ 2016) steht jetzt komplett online zur Verfügung. Und wenn es noch eine Empfehlung braucht, dann vielleicht dieser Artikel, der sich dem Thema “Holakratie” (engl. „Holacracy”) widmet, einem gerade angesagten Organisationskonzept: als Antwort auf die Frage, wie agiles und selbst organisiertes Arbeiten ohne personengebundene Hierarchien in Zeiten der Digitalisierung aussehen könnte.
Dirk Dobiey und Dirk Böttcher, brand eins, 07/2016

04Okt/16

Digitale Hochschul-Revolution

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Christian Füller sieht die Hochschulen mit der Digitalisierung an einem Scheideweg: “Auf der einen Seite das tiefe Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt. … Auf der anderen Seite die kleinen Wissensportionen und die Verwertbarkeit der digitalen Universität.”

Bevor er diese Alternativen aufzeichnet, nimmt er die Leser mit auf eine Reise durch das Land und seine verschiedenen Digitalisierungsprojekte: nach Heidelberg zu Christian Spannagel, nach Marburg zu Jürgen Handke, nach Mainz zu Malte Persike, nach Potsdam zum HPI. Dann folgt ein Einspieler mit Sebastian Thrun (und, nein, er hat MOOCs nicht erfunden!). Und schließlich finden noch die Think Tanks des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) Erwähnung, denn es geht – das ist ein roter Faden der Story – bei der Digitalisierung immer auch um wirtschaftliche Interessen.

Was bei dieser Dramaturgie etwas untergeht: Es wird in Zukunft kein “tiefe(s) Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt” ohne Digitalisierung geben (genauso wenig wie eine analoge Präsenzuniversität). Wie sie mit der Digitalisierung aussehen, das sollte man diskutieren.
Christian Füller, DSW-Journal 3/16

30Sep/16

OFFEN, VERNETZT, DIGITAL: Lehren und Lernen im Wandel

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

zoo_201609b.jpgGestern hatte mich WissWeit, das Netzwerk für wissenschaftliche Weiterbildung in Hessen, eingeladen, im Rahmen des Deutschen Weiterbildungstages einen Vortrag zu halten. Gesprochen habe ich über den aktuellen Kontext und die Trends, die die Weiterbildung heute einrahmen, sowie über ihren Einfluss auf unsere Lehr-/ Lernkonzepte. Dabei habe ich auf verschiedene Arbeitspapiere des Hochschulforums Digitalisierung verlinkt und mit einem kurzen Appell, die Digitalisierung auch zu leben, geschlossen. Das Ganze im schönen Ambiente des Zoo-Gesellschaftshauses in Frankfurt (Foto: EvaK/ Wikipedia).
Jochen Robes, SlideShare, 30. September 2016

OFFEN, VERNETZT, DIGITAL: Lehren und Lernen im Wandel von Jochen Robes

30Sep/16

PEARSONalized Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es heißt wirklich “PEARSONalized” im Titel, denn Michael Feldstein seziert das Marketing einiger Pearson-Seniors. Was ihn stört, sind Sprüche wie “xy aims to become the ‘Netflix of education’”. Sie finden sich gegenwärtig überall, nicht nur bei Pearson, wieder. Vor allem, wenn es um “learning analytics” und “adaptive learning” geht. Sie unterstellen, dass in einer intelligenteren Anordnung und Zuteilung von Inhalten die Lösung vieler Bildungsprobleme liegen. Michael Feldstein schreibt:

“There is a recurring cultural fantasy that “solving” the education “problem” consists of creating a customized playlist of little content bits. … This idea enrages educators because it trivializes what they do. Nobody who has taught believes that proper sequencing of content chunks is the hard part.” Ausführlich und lesenswert.
Michael Feldstein, e-Literate, 29. September 2016

29Sep/16

Continuous Learning and Collective Intelligence: The Future of Corporate Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auch Steve Rayson, ein Learning-Veteran (u.a. Epic, Kineo, City & Guilds), sieht einen Wandel, “a shift from development and delivery to technology enabled, continuous learning”, der, wie er sagt, “is one of the most important changes in corporate learning over the last 25 years”. Hintergrund ist das hohe Tempo der Veränderungen. Es zwingt Learning & Development zu einer Richtungsänderung: nicht mehr (vorrangig) Programme auszurollen, sondern Menschen fit zu machen, sich selbst weiterzubilden, Wissen zu teilen und auf dem Laufenden zu bleiben.

Und dann zählt er auf, was “continuous learning” konkret für L&D bedeutet:
“1. Beyond search to filters …
2. Embracing external content …
3. Letting employees drive …
4. Thinking beyond platforms …
5. Development of integrated technology stacks …
6. Adoption of learning APIs …
7. Leveraging collective knowledge and intelligence …”

Gute Punkte.
Steve Rayson, Anders Pink Blog, 29. September 2016

28Sep/16

Virtual Classrooms Can Be as Unequal as Real Ones

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Artikel verweist und verlinkt auf eine Reihe von Studien, die belegen, dass der Zugang zum Internet und zu offenen Online-Kursen allein nichts an bestehenden Ungleichheiten ändert. Denn gerade den Bevölkerungsgruppen, die man gerne und verstärkt erreichen möchte, fehlt es an Ressourcen und Fähigkeiten, die neuen Möglichkeiten des Lernens auch zu nutzen. Das betrifft Lernangebote im Netz ganz allgemein, aber auch MOOCs im Besonderen.

Dabei geht der Artikel auch auf eine aktuelle Untersuchung des amerikanischen PewResearch Centers (”Digital Readiness Gaps”) ein, in der sich eine interessante Lerner-Typologie findet. Sie basiert auf der Befragung von 2.752 Erwachsenen und konzentriert sich ganz auf ihre Bereitschaft, Lernressourcen im Netz zu nutzen. Folgende Typen wurden identifiziert (und werden in der Studie näher beschrieben): “The Unprepared” (14%), “Tradtional Learners” (5%), “The Reluctant” (33%), “Cautious Clickers” (31%) und “Digitally Ready” (17%).
Kaveh Waddell, The Atlantic, 26. September 2016

27Sep/16

Industrie 4.0: Umbrüche im Geschäftsmodell des Corporate E-Learning

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Karl Wilbers, Universität Erlangen-Nürnberg und Herausgeber des Handbuch E-Learning, hat auf dem (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr 2016 (erstaunlich, wie lange sich dieser Kongress schon hält!) präsentiert. Stichworte sind u.a. Performance Support, Augmented/ Virtual Reality und Customer-Focused Education oder, in etwas längerer Thesenform:

  • “Das Geschäftsmodell des Corporate E-Learning bricht mit Industrie 4.0 um bzw. erweitert sich.
  • Das arbeitsbezogene E-Learning wandelt sich zu hochkomplexen E-Learning-Umgebungen, deren blended learning dem E-Learning on-the-job einen neuen Stellenwert geben.
  • Traditionelle Formen der Contentproduktion werden durch Industrie 4.0 brüchig.
  • Die Kunden bzw. Schlüsselpartnerschaften des Corporate E-Learning wandeln sich: Frontline-Employees als Boundary Spanner, Kunden sowie Vertriebs- und Service-Partner bekommen eine starke Rolle im Corporate-E-Learning.”

Karl Wilbers, Berufsbildung 4.0, 21. September 2016