All posts by jrobes

15Mrz/17

The open in MOOC must include the ability to create courses

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Natürlich kann man sich mit einigem technischen Geschick selbst eine MOOC-Infrastruktur “bauen”: zum Beispiel um WordPress herum, wie wir es mit unserem Corporate Learning 2025 MOOCathon planen. Oder man installiert Open edX. Oder man spricht die hilfsbereiten KollegInnen von mooin an. Wie auch immer: die Möglichkeiten sind überschaubar und oft denen vorbehalten, die professionell oder kommerziell mit Bildung handeln. Daran erinnert Graham Attwell:

“If we want truly open education, then we need to open up opportunities for creating and facilitating learning as well as participating in a programme. I still like Ivan Illich’s 1971 dream in Deschooling Society of a big computer which could send postcards to match those wanting to learn something with those willing to support them. And I see an open MOOC infrastructure as the way we might achieve this.”
Graham Attwell, Pontydysgu – bridge to learning, 14. März 2017

14Mrz/17

Cracking The Code Of 70:20:10

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

In den letzten Monaten ist es etwas ruhiger um die Formel geworden, und das ist auch sicher gut so. Nehmen wir also diesen Artikel als eine kurze Wiederholung und Erinnerung. Er führt uns durch die verschiedenen Lesarten des 70:20:10, um schließlich festzuhalten, dass es nicht um Zahlen, sondern um ein neues Denk- und Handlungsmodell für Learning & Development geht:

“The job of HR and Learning and Development is not simply to offer formal learning, but to expand the service it provides using 70:20:10 to make the transition from learning to business value.”
Jos Arets, eLearning Industry, 14. März 2017

14Mrz/17

Open Badges for Open Education

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Open Badges, so Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin), stehen in der Diskussion um Open Education häufig im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit gehört vor allem offenen Lehr-/ Lernmaterialien (Open Educational Resources/ OER) und offenen Online-Kursen (Massive Open Online Courses/ MOOCs). Deshalb hat sie auf der Open Education Global Conference 2017, die gerade in Kapstadt stattgefunden hat, noch einmal für Open Badges geworben.

Ihr Foliensatz gibt einen guten und aktuellen Überblick. Er reicht von der Definition (”Open Badges = visual representations of a skill or achievement”) über ihre Funktionsweise (Metadaten, Infrastruktur, Typen, Taxonomie) bis zu konkreten Einsatzszenarien und Beispielen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Ilona Buchem, Mediendidaktik 2.0, 14. März 2017

13Mrz/17

Bildung für eine joblose Gesellschaft

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Peter Baumgartner schreibt: “In diesem Beitrag vertrete ich die Ansicht, dass die Singularitätshypothese auch für den Bildungsbereich gültig ist. Der Begriff Singularität stammt eigentlich aus der Astronomie, wo eine Situation gemeint wird, die nicht mehr kalkulierbar und abschätzbar ist.” Was meint Peter Baumgartner damit? Er bezieht sich auf die technische Entwicklung, auf AI, Robotics, “superintelligente Maschinen”, deren Konsequenzen und Folgen wir nicht mehr kalkulieren und abschätzen können. Es werden in naher Zukunft so viele Jobs wegfallen, dass die Formel “Aufstieg durch Bildung” nicht mehr greift. Doch wofür dann Bildung? Und woher dann Jobs?
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 13. März 2017

10Mrz/17

2017 Global Human Capital Trends

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

“Rewriting the rules for the digital age” heißt der Titel dieses Reports der Deloitte-Berater. Es ist bereits der Fünfte in Serie, und die Schlagworte kommen einem sehr vertraut vor (aber was will man auch tun, wenn die Digitalisierung den Alltag so zu dominieren scheint …). Wieder haben über 10.000 Mitarbeiter weltweit Antworten geliefert, und wieder wurden zehn Human Capital Trends identifiziert.

Doch gleich zum Wichtigsten. “Careers and learning: Real time, all the time” ist dieses Jahr auf den zweiten Platz in der Trendskala geklettert. Eine Dramaturgie dieses Kapitels lautet: Es gibt eine schlechte Nachricht, denn “virtually all CEOs (90 percent) believe their company is facing disruptive change driven by digital technologies, and 70 percent say their organization does not have the skills to adapt.”

deloitte_201703.jpgDoch die gute Nachricht ist, “that an explosion of high-quality, free or low-cost content offers organizations and employees ready access to continuous learning.” Hier denken die Autoren an alles, was das Netz bietet, von YouTube bis zu MOOC-Plattformen.

Und noch ein letzter Punkt sei erwähnt: Auch in diesem Report findet sich das schon fast obligatorische Fragezeichen, wenn es heißt: “At most companies, the learning management system (LMS) is among the oldest and most challenging to use. Today a new set of learning tools has entered the market, … These tools provide curated content, video and mobile learning solutions, micro-learning, and new ways to integrate and harness the exploding library of external MOOCs and video learning available on the Internet.” Wobei es, wenn ich die Zeilen richtig deute, weniger um eine Ablösung der Lernplattformen, als um eine Erweiterung dessen geht, was wir unter Lernumgebung oder Lerninfrastruktur verstehen.

Report und Trends liegen in unzähligen Formaten vor, von der Webseite, über PDF und Infografik bis zum Kurzfilm.
Deloitte, März 2017

10Mrz/17

On Next Generation Digital Learning Environments

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jim Groom nimmt sich die Freiheit, einmal weiter zu denken. Braucht es wirklich Lernplattformen? ELI (EDUCAUSE Learning Initiative) hatte 2015 die Tür mit dem Konzept “Next Generation Digital Learning Environment” aufgestoßen, und der aktuelle Horizon Report hat die Idee fast wörtlich aufgenommen (”Next-Generation LMS”). Aber Jim Groom geht noch einen Schritt weiter und wünscht sich ein Szenario, in dem Lehrende und Lernende wirklich die Kontrolle über ihre Daten haben – ganz im Sinne von “A Domain of One’s Own”. Kurz: “That said, I have pretty much been promoting one idea for the last 12 years: make the web the learning platform.”

Der Anlass dieses Artikels bildet ein Aufenthalt in Schweden, eingerahmt von Workshops und Präsentationen.
Jim Groom, bavatuesdays, 8. März 2017

10Mrz/17

Corporate Learning 2025 – MOOCathon: Vorstellung des Konzepts

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Auf dem VhU-Berufsbildungsausschuss in Frankfurt habe ich diese Woche das Konzept unseres Corporate Learning 2025 MOOCathons vorstellen dürfen. “MOOCathon”, weil wir die acht Wochen MOOC noch, etwas zeitlich versetzt, mit einem Hackathon vor Ort verbinden wollen, auf dem wir mit einer Gruppe von Interessierten die Ergebnisse und Erfahrungen des MOOCs verdichten wollen. Herauskommen, so der Plan, soll eine Blaupause für “Learning & Development in the Digital Age”.

Ansonsten lohnt jetzt schon der Blick auf die Kursseite, auf der sich bereits die Liste der gastgebenden Unternehmen findet: Merck, Continental, ottobock, DNV GL, Viessmann, Aareal Bank, Bosch, Audi. Der MOOC startet Anfang Mai. Die Anmeldung ist bereits offen.
Jochen Robes, SlideShare, 9. März 2017

09Mrz/17

CPT+10. Zehn Jahre nach der Cape Town Open Education Declaration

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Cape Town Open Education Declaration ist ja so etwas wie ein Meilenstein in der OER-Bewegung. Damals habe ich vor allem die prominenten Unterzeichner wie Jimmy Wales, Peter Gabriel und Lawrence Lessig wahrgenommen. Umso schöner ist es, die Initiatoren aus dem September 2007 einmal zu sehen und zu hören, wie alles damals zustande gekommen ist und was sie heute in einer Neuauflage der Declaration hinzufügen würden (nämlich learning analytics, copyright und Brücken zu anderen Communities).
Jöran Muuß-Merholz, Informationsstelle OER, 9. März 2017

09Mrz/17

Coursera chief on the future of online learning and the Trump era

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Botschaft des Artikels: Business Schools beginnen zu verstehen, welche Möglichkeiten ihnen Online-Kurse bieten. Und Coursera ist der Partner, um diese Möglichkeiten optimal zu realisieren. Die Zusammenarbeit mit Wharton beweist es. So Rick Levin, der CEO von Coursera.

“Coursera was originally designed to provide the infrastructure for universities to put any course online. However, it was quickly adopted by people looking for practical business courses to improve their performance at work. More than 30 per cent of all content is now related to business …”
Hannah Kuchler, Financial Times, 5. März 2017

09Mrz/17

Technik, Kritik, Methodik – Herausforderungen an Medienpädagogik heute

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Big Data und “Datafizierung”, so Kristin Narr, machen es Medienpädagogen heute unmöglich, klare Handlungsempfehlungen zu geben. Die Vermittlung eines Problembewusstseins wird schwieriger, das Verstehen neuer Anwendungen immer herausfordernder. Medienkritik und Medienethik werden wichtiger. Schließlich: “Die Medienpädagogik sollte viel deutlicher in Erscheinung treten. Sie hat das Potenzial, eine Vermittlungsposition zwischen der Dateninfrastruktur, den Menschen und der damit verbundenen Gestaltung der Gesellschaft einzunehmen.”

Das ist mir etwas zu deutungsoffen. Leider spricht die Autorin die Frage, was im Zeichen der Digitalisierung eigentlich noch Medien sind, nicht an. Beim Lesen hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Klärung dieser Frage für die Diskussion der zukünftigen Rolle und Aufgabe der Medienpädagogik nicht ganz unwichtig ist.
Kristin Narr, Bundeszentrale für politische Bildung, 3. März 2017