All posts by jrobes

07Okt/16

HR Technology Disruptions for 2017: Nine Trends Reinventing the HR Software Market

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

bersin3_201610.jpgDa ich regelmäßig auf die Reports und Artikel von Josh Bersin verweise, sollte ich anmerken, dass dieser Trendbericht (für den man übrigens ein kurzes Formblatt ausfüllen muss) die nahtlose Fortschreibung bisheriger Ausblicke darstellt. Die Einleitungen ähneln sich (”The HR technology market is undergoing one of the most disruptive years it has seen this decade.”). Doch kaum jemand bringt aktuelle Entwicklungen so kompetent und überzeugend auf den Punkt wie Josh Bersin. Dazu gehören auch die entsprechenden Schaubilder und Zusammenfassungen. Natürlich ist auch Lernen Teil des Wandels. Das wird bereits einleitend (”shifts in people management”) betont:

“A third change is the revolution of corporate learning and the shift toward employee-empowered learning. Bersin by Deloitte has been researching this area for many years, and we believe that in 2017 (and beyond), this market is likely to be blown wide open. There are now dozens of major content providers offering high-fidelity, video-based training online (often for free), and new courses and MOOCs are appearing every day. Corporate training systems, which are generally built around the e-learning online course catalog model, are old and clunky; employees simply turn to the Internet to learn instead. The entire marketplace of corporate learning tools is being turned on its head, with a group of very creative new vendors threatening to reinvent it.” 

In einem separaten Kapitel (”4. The Continuing Explosion and Evolution of the Learning Market”) wird diese Entwicklung weiter ausgeführt. Die Stichworte sind interessant (z.B. “Learning experience platforms”;  “LMS for video”; “Cognitive learning tools, recommendation systems, and microlearning
platforms”, “Embedding learning into business processes through design thinking”; …). Einige sind mir auch hierzulande schon in Diskussionen begegnet; andere werden sicher noch Jahre brauchen und dann wahrscheinlich von den nächsten Trends aus Silicon Valley bereits hinterfragt werden.
Josh Bersin, Bersin by Deloitte, Oktober 2016

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07Okt/16

“Es geht nicht ohne Aufwand” – Dr. Malte Persike im Videointerview

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Weil ich die 1:50 auch nicht besser als dieser Begleittext ankündigen könnte: “‘Die Umsetzung von digitalen Lehrformaten bedeutet immer Mehrarbeit’, so Dr. Malte Persike von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Engagierte Lehrende, die digitale Elemente in die eigene Lehre integrieren möchten, stoßen deshalb schnell an ihre Grenzen. Um die effektive Nutzung digitaler Elemente in der Lehre zu ermöglichen, seien deshalb die Institutionen gefordert, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.”
Hochschulforum Digitalisierung, 22. September 2016

07Okt/16

Themenspecial “Bildungspolitik im digitalen Zeitalter”

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Normalerweise gehe ich mit Ankündigungen auf dieser Seite eher zurückhaltend um. Es gibt einfach zu viele Veranstaltungen. Bei e-teaching.org mache ich regelmäßig eine Ausnahme, weil hinter ihren Themenspecials immer ein ganzes Paket aus interessanten Online-Events, Praxisberichten und weiteren Ressourcen steckt. Im Mittelpunkt des aktuellen Specials “Bildungspolitik im digitalen Zeitalter”, so heißt es, “steht die Frage, wie E-Learning an Hochschulen politisch unterstützt werden kann: Für welche Ziele sind Maßnahmen auf der Ebene des Bundes und der Länder zielführend, welche Aktivitäten sollten in der Verantwortung der einzelnen Hochschulen liegen?” Es wird übrigens in Kooperation mit dem Hochschulforum Digitalisierung durchgeführt. Eine prominent besetzte Runde macht am Montag den Anfang, 14:00 Uhr, und blickt auf “E-Learning an deutschen Hochschulen – der Weg zum heutigen Status quo”.
pmey, e-teaching.org/ Notizblog, 5. Oktober 2016

07Okt/16

Citizen Science. Neue Richtlinie, altes Tabu

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat am 14. Juli 2016 eine „Richtlinie zur Förderung von bürgerwissenschaftlichen Vorhaben (Citizen Science)” herausgegeben. Über sie „sollen solche Forschungsvorhaben gefördert werden, an denen Bürgerinnen und Bürger und/oder Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft maßgeblich beteiligt sind”. Peter Finke sieht diese Richtlinie skeptisch: Sie sei “eine Einladung zum Mitforschen, nicht zum Selberforschen”. Die fragwürdige Unterscheidung zwischen Wissenschaftlern und Bürgern werde zementiert. Und: “Das Ganze ist ein einziges verlogenes Programm zur Begründung einer Billigforschung: die Erfindung des kostenlosen wissenschaftlichen Mitarbeiters.”
Peter Finke, duz Magazin 10/16 vom 16. September 2016

06Okt/16

Online Education Is Now a Global Market

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Titel ist auch ein Schwerpunkt dieses Interviews mit Simon Nelson, den Leiter von FutureLearn, der MOOC-Company der britischen Open University. Weitere Stichworte sind u.a. die neuen Zielgruppen für die wissenschaftliche Weiterbildung sowie die weitere Entwicklung offener Online-Kurse.

“I think universities are using MOOCs in a whole range of much more strategic ways. To teach their own students, to create pathways into their core programs, to work in different ways with employers and transform the way they offer training and development services to them, etcetera. I don’t see any of that narrowing the supply of free open courses to the world. Actually, I think it’s going to significantly expand it …”
Jeffrey R. Young, Chronicle of Higher Education, 5. Oktober 2016

06Okt/16

Top 200 Tools for Learning 2016: Overview

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Seit 2007 sammelt Jane Hart jedes Jahr die Rückmeldungen ihrer Community ein und erstellt eine “Top 100 Tools for Learning”-Liste. Für mich immer wieder eine Fundgrube und eine großartige Referenz, um bei verschiedenen Gelegenheiten unsere täglichen Arbeits-, Lern- und Austauschprozesse im Netz anzusprechen. Zum zehnjährigen Geburtstag hat sie jetzt die Liste nicht nur zur “Top 200″ erweitert; sie hat zusätzlich separate Top 100-Listen erstellt: für Personal Learning, Workplace Learning (”for training, e-learning, performance support and social collaboration”) und Education. Und es gibt Best-of-Breed-Listen, in denen sie die genannten Werkzeuge nach “instructional tools”, “content development tools”, “social tools” und “personal tools” unterscheidet.

“This year’s big news is that Twitter loses its No 1 place on the list after 7 years …”
Jane Hart, Centre for Learning and Performance Technologies, Oktober 2016

Top 200 Tools for Learning 2016 from Jane Hart

05Okt/16

Expertenforum “Moderne Arbeits- und Lernkultur”

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

getAbstract hatte eingeladen und Christoph Meier (scil) moderiert. Im Anschluss hat er dankenswerterweise noch den Tag zusammengefasst: Er umfasste Impulsvorträge von Jan Brecke (”Die Zukunft der globalen Organisation”), Martin Wilckens (”Das Programm ‚Digital@Work der Deutschen Telekom”) sowie Jessica Kirch (”Transformation of Learning bei E.ON”). Zum letzten Vortrag gibt es auch einige Details, die unmittelbar Corporate Learning berühren (”3P”-Modell, “Learning Take Away-Days”). Wobei Christoph Meiers Fazit schon (zu) oft zu lesen war: “… dass die Führungskräfte eine ganz wichtige Rolle bei der Personalentwicklung haben”.
Christoph Meier, scil-Blog, 5. Oktober 2016

05Okt/16

What’s Wrong with MOOCs: One-Size-Fits-All Syndrome

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Regierung von Malaysia hat ehrgeizige Ziele: 2020 sollen 30 Prozent ihrer Hochschulkurse als Massive Open Online Courses (MOOCs) zur Verfügung stehen. Aber dafür, und hier setzt die Kritik von Jim Shimabukuro an, wollen sie mit einer einzigen MOOC-Plattform in Australien zusammenarbeiten. Das limitiert: erstens das MOOC-Verständnis (”… a MOOC isn’t a place”), zweitens das Kursdesign und drittens die Herausforderung für die Lehrenden, sich wirklich auf das neue Format einzulassen (und nicht nur einer Plattform zuzuliefern).

“This problem of overreliance on an MMS is endemic in the vast majority of universities that are tiptoeing into MOOCs. It’s the same mindset that tosses all online courses into a single LMS. … The web is an infinite frontier with limitless resources for creating a wide range of MOOCs.”
Jim Shimabukuro, Educational Technology & Change (ETC), 3. Oktober 2016

04Okt/16

Wenn Kreise denken und lenken

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die brand eins-Ausgabe mit dem Schwerpunkt “Digitalisierung” (07/ 2016) steht jetzt komplett online zur Verfügung. Und wenn es noch eine Empfehlung braucht, dann vielleicht dieser Artikel, der sich dem Thema “Holakratie” (engl. „Holacracy”) widmet, einem gerade angesagten Organisationskonzept: als Antwort auf die Frage, wie agiles und selbst organisiertes Arbeiten ohne personengebundene Hierarchien in Zeiten der Digitalisierung aussehen könnte.
Dirk Dobiey und Dirk Böttcher, brand eins, 07/2016

04Okt/16

Digitale Hochschul-Revolution

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Christian Füller sieht die Hochschulen mit der Digitalisierung an einem Scheideweg: “Auf der einen Seite das tiefe Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt. … Auf der anderen Seite die kleinen Wissensportionen und die Verwertbarkeit der digitalen Universität.”

Bevor er diese Alternativen aufzeichnet, nimmt er die Leser mit auf eine Reise durch das Land und seine verschiedenen Digitalisierungsprojekte: nach Heidelberg zu Christian Spannagel, nach Marburg zu Jürgen Handke, nach Mainz zu Malte Persike, nach Potsdam zum HPI. Dann folgt ein Einspieler mit Sebastian Thrun (und, nein, er hat MOOCs nicht erfunden!). Und schließlich finden noch die Think Tanks des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) Erwähnung, denn es geht – das ist ein roter Faden der Story – bei der Digitalisierung immer auch um wirtschaftliche Interessen.

Was bei dieser Dramaturgie etwas untergeht: Es wird in Zukunft kein “tiefe(s) Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt” ohne Digitalisierung geben (genauso wenig wie eine analoge Präsenzuniversität). Wie sie mit der Digitalisierung aussehen, das sollte man diskutieren.
Christian Füller, DSW-Journal 3/16